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Thema: now watching / now reading

Baum-Darstellung

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  1. #11
    Mein jährlicher Versuch, bei Jujutsu Kaisen weiterzukommen, ist erfolgreich gescheitert. Hatte bei Episode 19 weitergemacht und musste nach 5 Minuten von Episode 20 aufhören, weil man sich das ja echt absolut nicht antun kann. Ich weiß zwar, dass Battle Shounen Fans genügsam sind, was Gespräche angeht, aber meine Fresse, was sind das denn für grässliche Monologe hier.

    Soweit ich verstehe ist Todo ein beliebter Charakter, was ich absurd finde - genau wie Yuji und Gojo geht mir jede Sekunde Screentime die er hat sowas von auf den Sack. Von dem Horror, den die erste Hälfte von Staffel 1 noch hatte, ist auch gar nichts mehr zu spüren und das ist nur noch reinster Battle Shounen Trash. Naja, wie dem auch sei - dann bis nächstes Jahr, wenn ich vielleicht Episode 20 schaffe und wenn ich in dem Tempo weitermache, ist Staffel 3 durch bevor ich mich 1 fertig bin
    Und ja, wer sich denkt "man, hör damit doch auf, JJK ist nichts für Dich", der hat absolut Recht. Aber manchmal ists doch schön zu sehen, was ein overhypter Battle Shounen doch tatsächlich ist


    Um auf ner guten Note zu enden: Oshi no Ko ist derzeit absolut klasse. Die Dreharbeiten an dem Film sind im vollen Gange und ich finds ziemlich spannend, wie viel Charakterstory sie da noch einbinden. Die Autoren baiten zwar schon länger mit Inzest, aber wenn es dann "ernster" wird, dann werden auch die Dialoge dementsprechend tiefer. Was ein generelles Muster vom Manga ist: Es werden öfter mal heiße Themen in den Raum geworfen (das ist wohl das, was Cipo dann als edge bezeichnen würde *g*). Was ich aber zu schätzen weiß ist, dass diese in der Regel dann auch diskutiert und im Rahmen der Entertainment Industrie behandelt werden. Es ist schon witzig, wie Charaktere in universe Fanmeinungen wiederspiegeln und sich wegen des Settings absolut natürlich anfühlen. Z.B. findet Kana es nicht so geil, dass sich Ruby und Aqua im Film küssen sollen, aber Memcho erklärt, wieso das eigentlich recht beliebt ist
    Prinzipiell ist das Writing weiterhin smooth in dem Sinne, dass relativ glatt die Erlebniswelt der Charaktere mit der Exposition zu der Industrie verknüpft wird, eine wirkliche Stärke der Geschichte.

    Was mir aber vor allem gefällt, ist, wie viel Relevanz Ai wieder in der Geschichte hat. Das wird schon sehr schön umgesetzt, und noch spannender ist, dass so ziemlich alles, was man hier sieht, auf Spekulationen der anderen aufbaut, weil es keiner komplett weiß. Also wird hier einerseits ihr Charakter ausgebaut, aber auch nur indirekt im Stile von "die Charaktere werfen Spekulationen in den Raum, bilde Dir Deine Meinung". Was generell zu dem Character Building in OnK passt, wo nicht jede Handlung komplett aufgeklärt wird und so einiges an Interpretationsspielraum lässt.
    Dass sich Rubys und Kanas "Streit" dann doch recht schnell auflöst und nicht für weiteres Drama genutzt wurde fand ich sehr gut umgesetzt. Auch wenn ich nicht unbedingt denke, dass Kanas Methode wirklich gut war, aber es hat ja immerhin funktioniert. Auch sind die Parallelen zwischen Kana und dem Charakter, den sie spielt, sehr deutlich hervorgehoben - aber gleichzeitig werden auch die Unterschiede in den Raum gestellt. Da kommt dann wieder der Interpretationsspielraum rein, und man kann sich selber überlegen, wie viel von dem Neid und der Missgunst Kana tatsächlich für Ruby empfindet und wie viel Teil der Rolle ist - dass sie neidisch auf Ruby war, wurde aber definitiv schon öfter gezeigt, z.B. bei dem ersten Konztertauftritt von den Dreien. Für Ruby wird es klarer gemacht, dass sie und Ai sich unterscheiden - was niemanden besonders überraschen sollte, denn Ai war ja auch keine Reinkarnation von einer anderen Person. Btw. will ich noch mal Rubys und Kanas Freundschaft hier hervorheben, die absolut cool ist und gerade in dem Shounen Genre nicht selbstverständlich ist.
    Gab zwischenzeitlich auch mal ein Kapitel mit ein paar der Nebencharaktere, wovon es mehr geben sollte. OnK hat nen tollen Cast, leider werden viele nicht gut genug genutzt. Glaube Akane hatte jetzt auch schon länger nicht mehr wirklich viel Relevanz.

    Aber auch noch etwas Kritik: Die Story hat son bisschen das "Das alte Leben ist relevanter als das neue"-Phänomen. Was meine ich damit? Die Charaktere sind 17 (oder so?) Jahre alt, das heißt so viel Zeit ist seit dem Tod von Goro vergangen (und noch 5 Jahre mehr für Sarina, I guess). Das ist ne Menge Zeit, und ich würde erwarten, dass so einiges aus dem alten Leben dann nicht mehr so hochrelevant ist. Aber gerade Rubys Charakter scheint hier absolut in der Zeit eingefroren zu sein. Zugegeben, das könnte hier Charakterisierung sein, aber das sehe ich nicht - weil sie ja durchaus Ziele in ihrem jetzigen Leben hat. Das ergibt für Leser nicht mal wirklich Probleme, weil einem die Events chronologisch dicht gefolgt präsentiert werden (also Tod -> Wiedergeburt hat kaum einen zeitlichen Lag, auch das Heranwachsen sieht man ja in der Regel offscreen). Aber von der *echten* vergangenen Zeit her ists ziemlich viel. Und ja, am Ende ist das hier von mir ein kleiner Rant, weil ich Rubys Verhalten nicht wirklich ausstehen kann


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