Wow, ne schöne Liste an Zeug. Leider kenn ich davon nur Magus Bride und Your Name :/
Bei der Magus Bride OVA muss ich sagen, dass mir diese am Ende zu viel slice of life war. Da gefällt mir die tatsächliche Serie besser. Es stimmt zwar, dass der Ton eher moody ist, aber da hab ich als Kontrast zu dem fantastischen magischen Setting nicht mal viel dagegen.
Your Name ist schon so ne Sache. Habe das Gefühl, dass das ein Film ist, welcher einen eher nur auf emotionaler und nicht gedanklicher Ebene ansprechen soll. Wenn man anfängt groß darüber nachzudenken zerfallen viele Elemente. Es hat wohl auch nen Grund, wieso die ganze zweite Hälfte kaum durch den Shintokram in der ersten Hälfte "rechtfertigbar" ist und es dabei eher darauf ankam, dass sich der Zuschauer durch das hohe Tempo über die genauen Mechaniken nicht viele Gedanken macht - wird schon irgendwie mit funktionieren. Bin nicht so sicher, ob Shinto auch in Japan einen her "mystischen" Stellenwert hat, aber von außen (also international) wird das definitiv der Fall sein. Und gerade die Rituale, die im Film gezeigt werden, sind vielleicht auch für viele Japaner eher fremd. Da lässt man dann gerne durch die Andersartigkeit mehr Suspension of Disbelief zu. Zusätzlich erlaubt das die Einführung verschiedener "Welten" in das Setting, welche einfach ein größeres Klientel ansprechen können. Hat man mit Mystizismus nicht viel am Hut, gibts ja immer noch das Leben in Tokyo und andersrum.
Generell ist der Erfolg wohl auch daran zu messen, dass der Film praktisch für jeden Zuschauer irgendwas zu bieten hat. Gut, vielleicht außer hardcore Action (selbst da gibts ja ein paar ziemlich imposant inszenierte Szenen), aber das wird man vermutlich von der Beschreibung auch nicht erwarten. Er kombiniert so viele verschiedene Elemente, dass es fast ein Wunder ist, dass daraus am Ende was einigermaßen homogenes geworden ist.
Und letztendlich - und das ist irgendwie ganz witzig - habe ich das Gefühl, dass er vieles dennoch sehr "safe" spielt und quasi alles in Maßen macht. Also, es kommen zwar Szenen vor, die befremdlich sind (boob grabbing), aber es wird nie so weit aufgedreht, dass es Leute, die mit sowas nichts anfangen können, abschrecken würde. Die Shinto-Elemente sind gerade prävalent genug, dass ein Gefühl für die Mystik der Ereignisse aufkommt, aber nicht viel mehr. Selbst die Charaktere sind nur wenig mehr als Templates (langweiliger Stadtjunge und Landmädchen, mit leichtem Hauch von tsundere/tomboy); was hier vielleicht dazu dient, dass sich der Zuschauer darauf projezieren kann. Der Humor funktioniert ebenfalls, ist aber auch nicht zu over the top.
Also so insgesamt kommt es mir vor wie ein Film, der einfach designed wurde, um so viele Leute wie möglich anzusprechen (und das ist nicht mal so negativ wertend gemeint, wie das vielleicht klingt).
Die Liebesgeschichte würde ich als größten Kritikpunkt ansehen. Auch wenn man recht viel Zeit mit den Charakteren am Anfang verbringt kommt bei dem Body Swapping nie der Eindruck auf, dass die beiden mehr füreinander empfinden. In dem Szenenzusammenschnitt sehen die beiden sogar regelmäßig eher genervt davon aus. Und obwohl der Schnitt cineastisch die Bombe ist macht er halt den Fehler, dass man die Beziehung der Charaktere zueinander in der Zeit nicht deutlich entwickelt. Man hätte hier irgendwo noch mehr Raum machen müssen für ein zwei emotionalere Szenen am Anfang, die die Beziehung vertiefen.
Halte die Liebesgeschichte auch nur relevant für die Abschlussszene und die emotionale Klimax. Denke, dass das meiste im Film auch gut funktioniert hätte, ohne, dass sie ineinander verliebt sind. Vielleicht hat hier auch ein wenig mitgeschwungen, dass Zuschauer einfach sehr gerne Liebesgeschichten sehen und man von populären Filmen (Hollywood) darauf getrimmt ist, dass diese nicht immer nachvollziehbar sein müssen.
Stimme zu, dass 5 Centimeters per Second der bessere Film ist. Auch Garden of Words würde ich bevorzugen. Beide haben natürlich nicht diese Blockbuster und Popcorn-Qualität. Dafür erzählen sie aber deutlich interessantere (persönliche) Geschichten.





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