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Thema: now watching / now reading

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Fate Grand Order -First Order-
    Hier mal meine Impression als jemand der nur die VN gelesen hat und sonst keine Spin Offs und Adaptionen kennt. Ich konnte dem Ganzen folgen, aber ohne irgendeine Form von Vorwissen sollte man sich den Anime nicht anschauen. Dafür baut es zu sehr auf dem bekannten Elementen auf, auch wenn die Story unabhängig ist. Sprich es gibt recht viel Fanservice, im Sinne von Szenen und Details für Fans, was sicher auch die Idee ist. Es bleiben aber trotzdem noch haufenweise Fragen offen, bzw. Dinge unerklärt. Wahrscheinlich macht die Vorlage das besser, aber beim Anime alleine muss man mit den Lücken wohl leben. An sich fand ich es so als einzelne "Folge" ganz unterhaltsam und es sieht auch ganz ordentlich aus, aber richtige Begeisterung löst es halt nicht aus. Vielleicht wenn ich das Mobil Game gespielt hätte oder mehr von F/SN kennen würde. Man muss sich aber klar sein das die Atmosphäre eine ganz andere ist als bei der ursprünglichen VN, aber vielleicht bin ich auch nicht der beste das zu beurteilen in Anbetracht dessen dass ich das ganze andere Material nicht kenne. Abgeschlossen ist Fate Grand Order -First Order- nebenbei bemerkt natürlich nicht (war auch nicht zu erwarten), aber zumindest endet der Anime auf einem vernünftigen Zwischenpunkt ohne einen zu schlimm hängen zu lassen.

    Und wo wir schon bei dem Thema sind, frage ich einfach mal ob sich die Anime Adaptionen von Unlimited Blade Works lohnt. Fügt sie irgendwelche neuen Aspekte hinzu? Was ist so der Tenor bei den Fans? Ich frage weil der Release des Animes einer der Gründe war, mir die VN mal durchzulesen. Aber ich musste feststellen, dass ich wohl ein ziemlicher Exot unter den Lesern der VN bin, den für mich war UBW deutlich der schwächste Teil von F/SN und von daher hält sich mein Interesse gerade diese Route nochmal zu sehen ziemlich in Grenzen. Irgendwas anderes aus dem F/SN Universum was man dringend gesehen/gelesen haben muss?

  2. #2
    Achtung, pot. längerer Post incoming:

    Die Ufotable-Adaption ist sehr nahe an der VN dran - es gibt eine Hand voll kleine Abweichungen bzw. Retcons, aber es hält sich wirklich in Grenzen. Wenn du die Route in der VN nicht so stark fandest wird dich der Anime auch vermutlich inhaltlich nicht sonderlich begeistern.

    Das Ding an der FGO-OVA ist halt... dass es wortwörtlich nur den Prolog umfasst. Danach kommen noch 7 große Kapitel plus ein recht ausgeweiteter Endkampf, alles um ein vielfaches länger als Fuyuki. Demnach ist es eigtl. klar, dass man (ohne viel Vorwissen aus dem mobage) vieles nicht so richtig versteht. Nur um das nochmal etwas zu erläutern, die Feststellung, dass da viele Lücken sind, ist natürlich für sich richtig.

    Ansonsten gibt es an canon Storykram (also Sachen, die nicht "lol parallel world" sind) gar nicht so~ viel mehr zu Fate, wenn du Heavens Feel auch schon durch hast. Hollow Ataraxia wäre noch ne Idee, ist aber eher ne Fandisc mit viel comic relief, die dabei einige offene Fragen beantwortet und außerdem die einzige andere VN. Fate/Zero kann ich dir noch sehr empfehlen, also das Prequel rund um Kiritsugu - du kannst die Light Novels lesen oder einfach den Anime schauen, der ist eigtl. auch sehr gelungen. Zero ist deutlich ernster und erwachsener als FSN, aleine schon, da fast alle Charaktere viel älter sind. Und da es von Urobuchi ist.

    • Alles andere sind eher Paralleluniversen: Fate/Prototype (Light Novel) ist quasi Fate, wie es ursprünglich geplant war, Fragments of Blue and Silver ist ein Prequel dazu. Frag mich aber nicht, wie da der Übersetzungsstatus ist.
    • Fate/Apocrypha (eine Lightnovelreihe) ist imho sehr gut und beschreibt ein Szenario, indem die Amerikaner (glaube ich jedenfalls?) ihren eigenen Gral gebaut haben und jetzt zwei große Servant-Teams gegeneinander antreten, sprich man hat statt 7 Servants auf einmal 14 + Ruler als Schiedsrichter. Das hat wirklich eher was von einem großen Kriegsszenario und ist viieeel taktischer als FSN. Das ist auch das, wo jetzt die OVA zu angekündigt wurde.
    • Fate/Extra spielt in der Zukunft in einem Paralleluniversum, in dem eine Art Supercomputer auf dem Mond einen Grail War simuliert (klingt bescheuert, funktioniert aber imho ganz gut). Ist ein PSP-Spiel, das auch ne ganz gute Lokalisierung bekommen hat, kann man im PSN kaufen. Das Pseudo-Sequel, CCC, wird aber aus Jugendschutzgründen wohl hier nie rauskommen, was lustig ist, das Extella, welches jetzt im Februar für die PS4 hier kommt, auf CCC aufbaut...
    • Sofern dich das Japanisch nicht abschreckt ist FGO übrigens auch ein wirklich gutes mobile game
    • Fate/Strange Fake (Kurzgeschichte/Manga) ist das Ergebnis, wenn der Baccano/Duarara-Autor einen Freifahrtschein für das Fate-Universum bekommt. War mal ein Aprilscherz, ist aber ein recht großzügiges "What if"-Intro für ein Spiel geworden, was jetzt als Manga wohl umgesetzt wird. Die Intro ist sehr gut und voll übersetzt, beim Manga kA.
    • Kaleid Liner (Manga/Anime) ist eine Mahou Shoujo-Geschichte mit Ilya in der Hauptrolle und viel (also VIEL) grenzwertigem Loli-Fanservice, dafür aber super Gags mit Rin und Luvia. Ab der 3. Staffel geht es aber storymäßig aufwärts.


    Kurzum: Ich rate zu dem Fate/Zero-Anime, ggf. Hollow Ataraxia und, falls du was längeres zum Lesen suchst, Apocrypha. Hat außerdem einige sehr coole Servants. Extra setzt ne PSP voraus.

    ...und solltest du Krimis mögen und dann mit Zero durch sein sind El Melloi II-Case Files auch gut. Der erste Band ist übersetzt, handelt von einem erwachsenen Waver der ganz Crime Fiction-mäßig einen Mord aufklärt - bloß halt mit dem ganzen Drumrum des Clocktowers. Ist nicht richtig Fate, aber es spielt im selben Universum und Waver und Luvia kommen vor.

    Wenn du natürlich am Nasuverse und nicht nur am Fate-verse interessiert bist lässt sich die Liste beliebig fortführen.

  3. #3
    Zitat Zitat von BDraw Beitrag anzeigen
    Wenn du natürlich am Nasuverse und nicht nur am Fate-verse interessiert bist lässt sich die Liste beliebig fortführen.
    Oh Gott! ^^
    Tsukihime kriegt ja irgendwann mal ein Update, da kann man ja noch "kurz" warten. (Ich bin ja noch jung, die paar Jahre(zehnte) inklusive Translation. ^^)
    Und bei Mahoutsukai no Yoru, braucht die Übersetzung ja auch noch eine Weile. Das sind die einzigen Sachen die ich im Nasuverse noch kenne, aber ich schätze das gibt es noch viel mehr. Musst du mir aber nicht alles aufdröseln. Aber wenn es dann noch was anderes gibt was dringend gelesen werden muss kannst du es ja erwähnen.

    Ansonsten vielen Dank für das zusammenschreiben der Infos!
    Von ein paar Sachen hatte ich noch nie was gehört und für die kurze Einordnung bin ich dir bei allen Spin Offs dankbar. Heavens Feel hab ich gelesen und war auch die Route die mir am besten gefallen hat. Fate/Zero und Fate/Apocrypha klingen von den Sachen am Interessantesten für mich, die werde ich mir mal ansehen.
    Das mit dem Mobile Game, war nicht mal abwertend gemeint ich bin mir sicher das man mit FGO Spaß haben kann, aber ohne Übersetzung ist das für mich wohl eher Nichts. Ich hab zwar mal ein wenig Kancolle gespielt (auch wenn das ein Browser game ist aber naja) nur gab es da praktisch keine Story die es zu verstehen gilt.
    Bei Hollow Ataraxia hatte ich nur mal gehört das es irgendwie auf einem Gemisch aller Endings zusammen aufbaut, was ich ein wenig seltsam fand, aber vielleicht schaue ich mir das auch mal an, da soll ja auch ein Voice Patch kommen vielleicht warte ich den noch ab.

    Geändert von Kayano (06.01.2017 um 22:39 Uhr)

  4. #4
    Zitat Zitat
    Bei Hollow Ataraxia hatte ich nur mal gehört das es irgendwie auf einem Gemisch aller Endings zusammen aufbaut, was ich ein wenig seltsam fand, aber vielleicht schaue ich mir das auch mal an, da soll ja auch ein Voice Patch kommen vielleicht warte ich den noch ab.
    Versuch nicht HA irgendwie zu erklären. Akzeptier einfach, dass sämtliches Zeug aus allen Routen passiert ist, und trotzdem alle Charaktere (außer Kotomine) leben, dann fährst du am besten. Agesehen von den Geschehnissen um Avenger, Bazett und einem weiteren neuen Charakter kannst du ohnehin fast alles, was passiert, ignorieren, wenn du willst.

  5. #5
    Ah, das erinnert mich an was:

    Der beste Ableger ist natürlich Carnival Phantasm. Wenn du die VN zu FSN gespielt hast soltest du auch fast alle Gags verstehen.

  6. #6
    Zitat Zitat von BDraw Beitrag anzeigen
    Ah, das erinnert mich an was:

    Der beste Ableger ist natürlich Carnival Phantasm. Wenn du die VN zu FSN gespielt hast soltest du auch fast alle Gags verstehen.
    Ebenfalls notiert.

    @Liferipper
    Ok werde ich im Kopf behalten sobald ich mich HA widme.

  7. #7
    A cute.



    A CUTE! Dis be gud.

  8. #8
    Ich schaue gerade Yu-Gi-Oh! Zexal während ich darauf warte, dass Yu-Gi-Oh! Arc-V hoffentlich in nächster Zeit ein Ende findet ... und sie müssen sich gerade im Turnier in einer Achterbahn duellieren. Da sind zwar Fallen- und Magie-Karten auf der Strecke verteilt um dem einen gewissen Sinn zu verleihen, aber gegen normale Duelle hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt. Aber gut, ist auch nicht bizarrer als auf Motorrädern zu kämpfen. Ein Aspekt dieses Systems ist aber richtig dumm. Jeder Wagen hat zwei Sitze ... aber laut Ansage des Veranstalters sind die eigentlich nur für eine Person gedacht, weswegen er extra erlauben musste, dass Yuma eine zweite Person mitnimmt Und apropos Yuma: er ist ein furchtbarer Protagonist. Kann anfangs so gut wie gar nichts und vergisst teilweise Effekte von Karten auf seinem Friedhof (oder den Fallenkarten die er gelegt hat...) und braucht eigentlich ständig Hilfe von Astral (der quasi die Rolle des Pharaos einnimmt) um überhaupt irgendwas zu reißen. Dummerweise gibt es außer ihm so gut wie keine interessanten Duellanten die auf Seiten der Guten spielen würden. In der Hinsicht ist Arc-V um einiges besser.

    Noch 22 Folgen bis ich zu der angeblich besseren zweiten Staffel komme. Auch wenn ich bezweifle, dass Yuma sich irgendwie bessern wird. Immerhin habe ich jetzt schon 51 Folgen geschaut ohne dass sich viel geändert hätte. Gab zwar trotzdem einige gute Duelle, aber ein anderer Protagonist wäre mir lieber...


  9. #9
    Endlich hab ich es geschafft Shigatsu wa kimi no uso aka Your Lie in April fertig zu gucken. Hat für 22 Folgen ja nur 13 Monate gedauert. :x

    Ich will nicht sagen, dass der Anime unglaublich fürchterlich sei, aber ich hatte wirklich nur wenig Spaß. Die Story für sich gefällt mir ganz gut (auch wenn sie sehr vorhersehbar war), aber die Umsetzung und die Charaktere waren schrecklich. In erster Linie liegt es daran, dass alle Charaktere nur überaus kitschigen Schwachsinn von sich geben und >90 % der Dialoge dadurch einfach nicht real wirkten. Gefühlt 1/4 des Animes bestand auch nur aus schlechten Monologen, die das gleiche Problem haben. Diese Sülze konnte ich wirklich nur in Maßen ertragen, weswegen ich teilweise monatelang keine Folge geschaut hatte. Dass ich jetzt fertig geworden bin und nicht erst im Sommer, lag auch nur daran, dass ich mich vorhin dazu gezwungen hatte, die letzten 6 Folgen einfach durchzustehen und dann wärs endlich vorbei.

    Hin und wieder schaffte es der Anime aber trotzdem, gutes Drama zu erzeugen. Dumm nur, dass die dann einsetzenden Comedy-Elemente viel zu überzogen/ schrill waren und das Drama dann schon fast ins Lächerliche gezogen wurde. Trotzdem mochte ich die Beziehung der Charaktere untereinander, auch wenn keiner von ihnen besonders real wirkte. Die Beziehung zwischen dem Protagonisten und seiner Sandkastenfreundin wäre hier besonders nennenswert, da diese, soweit ich mich erinnere, durchgehend gut durchgezogen wurde.

    Ich werde jetzt schlafen gehen und dabei den Anime von mir wie Schmutz abschütteln und hoffen, dass ich nie wieder auch nur 5 Minuten davon sehen muss.

    Geändert von Byder (12.02.2017 um 06:04 Uhr)

  10. #10

  11. #11
    Mal wieder ein Update von mir. Hat sich ein bisschen angesammelt seit Anfang des Jahres.

    Love Hina 25/25: Die Harem-Pionierserie schlechthin. Erfreulicherweise ist Love Hina dabei auch deutlich charmanter als das meiste, was danach kam. Die Serie hat ein paar echt nette Momente (die Episode mit dem Robotermädchen fand ich cool), von Anfang an ein offensichtliches End-Pairing und immer wieder verrückte Ideen. Leider ist die Hälfte des Casts imo auch recht nervig, der Fanservice-Humor war damals schon nicht lustig und er wiederholt sich auch immer. Als Juwel würd ich die Serie nicht bezeichnen, aber man kann sie sich definitiv angucken.

    Kamisama Hajimemashita Kako-hen 5/5: Der Vergangenheits-Arc war insgesamt ziemlich stark. Waren einige der besseren Episoden der gesamten Serie, und imo auch ziemlich konsistent. Scheint die Handlung ja auch abzuschließen, damit hab ich nicht gerechnet.

    Video Girl Ai 6/6: Gemischte Gefühle. Einerseits stellt die Serie die Sorgen des Protagonisten und die zwiegespaltenen Gefühle von Ai ziemlich gut dar. Gerade der Eskapismus-Aspekt wird ansprechender als in anderen Animes, die ein ähnliches Thema haben, dargestellt. Allerdings kommt die Serie auch ohne die typischen Romcom-Probleme nicht aus: Erzwungene Missverständnisse, die für Drama sorgen, und ewiges Hin und Her. Das ist es eigentlich auch, was mich am Genre am meisten stört. Dennoch sehenswert.

    True Tears 12/12: Erstaunlich gute Production Values für P.A.s Erstlingswerk, gerade das CGI sieht erstaunlich gut aus und erspart der Serie statische Figuren im Hintergrund. Das Drama funktioniert teilweise recht gut, auch wenn ich dafür eigentlich mittlerweile nicht mehr so viel übrig hab, und die Charakterinteraktionen sind nett. Zum Ende hin übertreibt es die Serie aber wieder ein bisschen zu sehr. Die ganze Sache mit dem Hühnermädchen war dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Um die Serie richtig zu mögen, muss man da schon für diese Visual-Novel-Tragödien-Slash-Liebesdramen affin sein, was ich nicht (mehr) bin. Hat mir trotzdem besser gefallen als gedacht.

    Lupin III: Das Schloss des Cagliostro ist selbst 38 Jahre später noch ein verdammt guter Abenteuer-Film, der nicht viel falsch macht. Fühlt sich im positiven Sinne unheimlich klassisch an. Die Charaktere haben durch Miyazakis idealistischere Interpretation nicht mehr viel mit den zynischen / nihilistischen Figuren von Monkey Punch zu tun, aber das stört mich gar nicht (eher im Gegenteil, sonst hätte es als Abenteuerfilm einfach nicht so gut funktioniert). Das Setting ist toll, die Hintergründe fantastisch. Pacing ist gut, Animation ist auch ziemlich gut gealtert. Ein paar Minuten kürzer hätte der Film vielleicht sein können – am Ende war etwas viel hin und her. Unterm Strich aber dennoch ein absolut lohnenswertes Erlebnis.

    Kuromukuro 26/26: Die Serie hat nette Charakterinteraktionen, eine recht klassische SciFi/Mecha-Geschichte, die nichts neu erfindet, aber coole Ideen zusammen in einen Topf wirft und die größtenteils auch gut präsentiert. Animation und Hintergründe sind gut, die CGI-Mechas heben sich leider unangenehm davon ab. Am meisten hat mich gestört, dass die Serie es mit dem Melodrama manchmal übertreibt, und dass die teilweise doch recht bedrückenden und aussichtslosen Situationen immer wieder durch generische Slice-of-Life-Momente kaputtgemacht wurden, was irgendwie obligatorisch für moderne Animes zu sein scheint. Letztlich war’s deshalb eher mittelmäßig.

    Cowboy Bebop 26/26: Vollkommen zurecht ein Klassiker. Was Watanabe und sein Team damals abgeliefert haben, ist nicht nur handwerklich und inhaltlich klasse gewesen, sondern auch vollkommen zeitlos. Ich bin mir sicher, in 20 Jahren wird man Cowboy Bebop noch genauso gut gucken können wie heute oder zur Erstausstrahlung. Trotzdem hat die Serie nicht immer meinen Nerv getroffen. Am besten haben mir die bittersüßen Episoden gefallen – die mit einer gewissen Tragik, die aber nicht zu sehr in Szene gesetzt wird. Vom Hauptcast mochte ich auch nur Spike so richtig gern, und das Weltraum-Setting fand ich auf Dauer nicht so spannend (die Planeten hingegen hatten fast alle eine tolle Atmosphäre). Darum bleibt letztlich auch Samurai Champloo mein Watanabe-Favorit, das hat mich in den meisten Aspekten einfach mehr angesprochen. Dennoch will ich Cowboy Bebop seinen guten Ruf gar nicht verwehren, es ist ’ne tolle und unnachahmliche Serie, die ihrem Ruf alle Ehre macht.

    Nichijou 26/26: Im Vergleich zu Azumanga Daioh fand ich Nichijou nicht ganz so konsistent unterhaltsam, dafür gab es manchmal zu viel Leerlauf oder manche Szenen waren zu lang. Aber trotzdem hatte Nichijou viele lustige und schöne Momente und war die meiste Zeit über echt stark. Sympathische Charaktere, kreative Einfälle, interessante Regie, zahlreiche lustige Situationen, eine wunderbare Farbpalette und ein unglaublich niedlicher Zeichenstil. Hinzu kommt, dass es kaum eine TV-Serie gibt, die besser animiert ist als Nichijou. Wirklich ein Meilenstein, was die Leute von KyoAni da geschafft haben. Gerade die Action- und Renn-Sequenzen mit den Slowmotion-Einlagen und den räumlichen Kamerabewegungen sind wirklich unüberholt. Das zweite Ending ist auch unheimlich toll, da gibt’s so viel zu entdecken und jede Folge gibt es ein neues Lied. Letztlich hab ich die Serie doch sehr ins Herz geschlossen und eine zweite Staffel wäre fantastisch. ♥ (Auch wenn das wohl nicht passieren wird, obwohl die Serie rückblickend kein Flop für KyoAni war, wie gerne behauptet wird.)

    Future Boy Conan 26/26: Es ist wirklich beeindruckend, wie eine so alte Serie es schafft, eine der besten Abenteuer-Serien überhaupt zu sein. Sicher sind die Charaktere für heutige Verhältnisse etwas zu archetypisch und einfach gestrickt. Aber die gesamte Serie ist einfach extrem konsistent. Sie kommt komplett ohne Filler aus, jede Folge trägt etwas zur Handlung bei. Das Setting ist gut ausgearbeitet, die Hintergründe und das World Building echt gut. Jede Folge hat ihre Momente und es wird eigentlich nie langweilig. Hätte echt nicht gedacht, dass eine so alte Serie mich so gut unterhält. Mein größter Kritikpunkt ist, dass Conan einfach zu perfekt ist – insbesondere in den Situationen, wo er übermenschliche Kräfte hat, was nicht so recht zur sonst realistischen (wenn auch kindergerechten) Darstellung passt.

    Alles in allem aber selbst heute noch eine schöne Abenteuer-Serie, nach wohlgemerkt fast 40 Jahren.

    Munto Film 1+2: Klassische Zwei-Welten-Fantasy im 90er/00er-Stil. Kommt fast gänzlich ohne Exposition aus, weshalb man sich leider nie so recht mit dem Setting vertraut machen kann. Es passiert einfach irgendetwas und man muss es als Zuschauer hinnehmen. Ist jetzt nicht unbedingt langweilig, aber man hat das Gefühl, dass etwas fehlt. Der zweite Film war etwas besser, aber ich hab noch immer nicht so recht ein Gefühl für die Welt und ihre Mechaniken. Die Charaktere sind ganz sympathisch, mal abgesehen von Munto, von dem ich immer noch nicht weiß, wie er eigentlich ist. Mal schauen, ob die Serie besser ist.

    Shounen Sarutobi Sasuke: Sehr alter Toei-Film von 1959. Fühlt sich sehr wie die Toei-Filme Hakujaden (1958) und Wanpaku Ouji no Orochi Taiji (1963) an (waren auch ähnliche Teams), ist aber imo sehr schlecht gealtert. Animation ist sehr flüssig und teilweise auch beeindruckend (das Wasser zum Beispiel), wirkt aber stellenweise auch abgehackt. Der Sound wurde leider nur mäßig restauriert. Die Handlung selbst ist eine typisches Märchen bzw. eine Heldensage: Held zieht aus, wird stärker, besiegt böse Hexe. Nicht besonders spannend und von der Präsentation auch nicht interessant. Die Tiere als Sidekicks haben mir auch nichts gegeben. Letztlich sollte man den Film wirklich nur aus historischem Interesse gucken, und vielleicht, um zu schauen, wie flüssig Animes aussahen, als sie noch wie Disney sein wollten und bevor ihre Framezahl so stark reduziert wurde.

    Geändert von Narcissu (22.02.2017 um 16:21 Uhr)

  12. #12

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