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Thema: now watching / now reading

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Das Geass war in der ersten Staffel ja auch noch cool. Aber in der zweiten wurde es dann irgendwie so heftig von allein Seiten overused (weil da auch jeder Zweite ein Geass hatte – gab ja sogar einen Geass Canceler, der aus unerfindlichen Gründen nur einmal produziert wurde), dass es nicht mehr feierlich war und auch viel zu viele Logiklücken bot. Ich meine, Leute kontrollieren, die Zeitanhalten, in die Zukunft gucken, Erinnerungen neu schreiben – alles super Elemente, um Spannung zu erzeugen, aber leider auch viel zu mächtig, um die Story in kontrollierten Bahnen zu halten, die Sinn ergeben. Selbst mit den Einschränkungen, die diese Fähigkeiten mit sich bringen. Als positives Gegenbeispiele nenne ich mal das Death Note, dass ja ähnlich wie Lelouchs Geass funktioniert. In Death Note waren die Einschränkungen aber gut genug gewählt und ausgeführt, sodass man die Handlung meistens sehr gut nachvollziehen konnte.

    Zu der Beziehung zwischen Lelouch und Suzaku: Das war einer der besten Punkte der gesamten Serie. Mochte ich auch echt gern und gerade, weil die Charaktere sonst alle nicht sonderlich bemerkenswert waren, hat das die Serie für mich noch ziemlich aufgewertet. Selbst am Ende noch, auch wenn manche Entscheidungen und Wandlungen der Charaktere etwas fraglich sind. Ohnehin mochte ich Suzaku von Anfang an gern und er ist im Gegensatz zu Lelouch auch recht konsequent gewesen. Was ich ebenfalls mochte, war, dass die Serie gezeigt hat, dass Lelouch eben auch Fehler macht bzw. dass manche Dinge außerhalb seiner Kontrolle liegen und die Situation deshalb manchmal ziemlich fucked up war. Mein Höhepunkt war da Euphemias Tod in Staffel 1, auch wenn das Lead-Up etwas billig war ("Geass versehentlich ausgelöst"). Lelouch hatte ja deshalb auch manchmal Gewissensbisse, aber was ich der Serie absolut nicht abnehme, ist, Lelouch als eigentlich "guten" Menschen mit Idealen darzustellen, wenn es der Coolness wegen immer wieder Momente gibt, wo er sich hämisch grinsend und böse lachend präsentiert.

    Zum Ende der Geschichte: Von der Inszenierung fand ich das ziemlich cool, auch wenn in den letzten Folgen so viel passiert ist, dass ich mir mehr Zeit zum Verarbeiten gewünscht hätte. Das Ende ist aber auch wieder so ein Fall von "coole Idee, klingt auf dem Papier halbwegs plausibel, aber wenn man darüber nachdenkt, ist die Logik doch sehr fraglich". Genauer: Lelouch opfert sich ja, um den kollektiven Hass auf sich zu lenken und den Hass mit seinem Tod auch zu zerstören. Das allein klingt irgendwie schon weit hergeholt. ^^ Aber dann noch anzunehmen, dass in der Welt danach alle Freunde sind, weil jetzt der Feind von allen Tod ist, ist doch arg naiv und kurzsichtig. Natürlich sind die alten Streitthemen nicht aus der Welt geschafft, nur weil die ganze Welt kurz Lelouchs tyrannischer Herrschaft erliegt. Selbst wenn alle dadurch dichter zusammenwachsen. Hätte Lelouch einfach gesagt, dass er auf diese Weise nur den Krieg beenden will, hätte ich ihm das eher abgenommen. Ist halt wieder so ein Beispiel von eigentlich cool inszenierter Dramatik, die aber wieder recht convenient präsentiert ist und die einer Hinterfragung nicht standhält. Das ist schade, denn sehr viele Situationen in der Serie leiden darunter. Da habe ich einen etwas bodenständigeren Plot mit weniger, aber besser begründeter Dramatik erheblich lieber.

    Geändert von Narcissu (27.02.2015 um 03:37 Uhr)

  2. #2



    Das mit den Code klingt gar nicht so abwegig, aber das sind alles nur Spekulationen.

    Edit:
    Das Video scheint nicht zu funktionieren, deshalb dieser Link: https://www.youtube.com/watch?v=JITVB3Z1Ibs

    Geändert von Dragon (02.03.2015 um 19:29 Uhr)

  3. #3
    Spoilertags wären nett.

    Ansonsten, von der Theorie hab ich auch schon gehört, aber die Argumente dagegen sind sehr viel stärker. Theorien dieser Art gibts eigentlich immer, weshalb das nix besonderes ist.
    .. ich muss die Serie mal rewatchen. Habe sie eigentlich als unterhaltsame Achterbahnfahrt in Erinnerung. So wie Redline. KA warum man auf ner Achterbahn überhaupt so groß nachdenkt. Im Gegensatz zu sowas wie Aldnoah tat zumindest mir auch nicht immer alles weh, weil es nur absoluter Stuss war. :/

  4. #4
    Ich hab aufgehört, als die Sutherlands ausgemustert wurden und die Roboter anfingen Umhänge zu tragen.

  5. #5
    Zitat Zitat
    Da habe ich einen etwas bodenständigeren Plot mit weniger, aber besser begründeter Dramatik erheblich lieber.
    Ich bin unentschlossen, ob ich dir generell Recht geben soll (hat beides seinen Reiz ^^), aber bei Code Geass wäre allzu groß Glaubwürdigkeit imho fehl am Platz. Das hat die erste Folge für mich auch schon gut etabliert.

    Zitat Zitat
    Ansonsten, von der Theorie hab ich auch schon gehört, aber die Argumente dagegen sind sehr viel stärker. Theorien dieser Art gibts eigentlich immer, weshalb das nix besonderes ist.
    Häh, wieso Theorie? War die letzte Szene da nicht absolut eindeutig? (Bzw.: Was zur Hölle wollte sie uns sagen, wenn nicht das? xD) Ich finde es auch total naheliegend. Alles andere würde imho nicht zu Charakter und Dramaturgie der Serie passen, und die Serie auch noch mal ein gutes Stück schlechter, weil lahm-reißerischer machen. Lelouch ist vieles, aber auch am Ende sicherlich kein selbstloser Märtyrer, und wenn er diese Möglichkeit nicht genutzt hätte, die nur ihm offen stand, wäre das total out of character.

  6. #6
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Häh, wieso Theorie? War die letzte Szene da nicht absolut eindeutig? (Bzw.: Was zur Hölle wollte sie uns sagen, wenn nicht das? xD) Ich finde es auch total naheliegend. Alles andere würde imho nicht zu Charakter und Dramaturgie der Serie passen, und die Serie auch noch mal ein gutes Stück schlechter, weil lahm-reißerischer machen. Lelouch ist vieles, aber auch am Ende sicherlich kein selbstloser Märtyrer, und wenn er diese Möglichkeit nicht genutzt hätte, die nur ihm offen stand, wäre das total out of character.
    Es ist eine Theorie, weil soweit ich weiß in ALLES offiziellen Werken angegeben ist, Darum ist alles andere nur ne Theorie. Erinnern kann ich mich nicht mehr an alles am Ende, aber ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck wie du. Weiß also nicht, was du da meinst.

  7. #7
    Okay. Das würde das Ende dann tatsächlich wesentlich weniger cool machen. Weil ... großes Klischee und so.

    Glücklicherweise leben wir in der Postmoderne, in der ich geflissentlich auf die Intention der Autoren scheißen und bei meinem Verständnis bleiben kann. ^__^

  8. #8
    Berserk 337
    Nachdem ich jetzt für die letzten 50 Chapter ca. 2 Monate gebraucht habe, bin ich endlich auf dem aktuellsten Stand. Der Golden Arc war grandios, das Setting und die Charaktere einfach nur geil. Die Fantasy-Elemente übernehmen allerdings so um Chapter 200 rum die Überhand, was ich recht schade finde. Seitdem die Truppe ihre magischen Ausrüstungsgegenstände hat, mag mir die Serie nicht mehr so sehr gefallen. Nicht, dass sie jetzt schlecht sei, aber viel mehr ist sie nur noch interessant, als wie zuvor mitnehmend.

  9. #9
    Zitat Zitat von Byder Beitrag anzeigen
    Berserk 337
    Nachdem ich jetzt für die letzten 50 Chapter ca. 2 Monate gebraucht habe, bin ich endlich auf dem aktuellsten Stand. Der Golden Arc war grandios, das Setting und die Charaktere einfach nur geil. Die Fantasy-Elemente übernehmen allerdings so um Chapter 200 rum die Überhand, was ich recht schade finde. Seitdem die Truppe ihre magischen Ausrüstungsgegenstände hat, mag mir die Serie nicht mehr so sehr gefallen. Nicht, dass sie jetzt schlecht sei, aber viel mehr ist sie nur noch interessant, als wie zuvor mitnehmend.
    und jetzt heißts warten. XD wieviel Zeit vergeht aktuell zwischen den Kapitel releases? 2-3 Monate? Also ca. 6 Kapitel im Jahr?

  10. #10
    Are they still on the "Namek"?

  11. #11
    Tokyo Ghoul:re (Chapter 21)
    Gott sei Dank ist der Manga so viel besser als der Anime <3

    Ich finde es echt schön, wie alle Charaktere nach und nach jetzt nach dem Timeskip wieder eingebaut werden und man sieht, wie sich ihr Leben und vor allem sie selbst sich nach dem Ende von Tokyo Ghoul verändert haben. Vor allem Juuzou ist fantastisch (und badass wie eh und je...). Ich bin ja sehr gespannt darauf, wie der Timeskip Hinami bekommen ist und was passiert, wenn sie auf Akira und ihr Quinque trifft. Armes kleines.
    Die Ananas-Sache dagegen war einfach nur ganz, ganz gemein. Der arme Kerl tut mir richtig leid. Der Autor ist echt böse im Umgang mit seinen Charakteren. ;_; Fehlt nur noch, dass Amon wieder auftaucht, oder dass Centipede!Kaneki wieder ausbricht.

    Ich hättes btw nicht gedacht, aber Sasaki ist mir als MC echt ans Herz gewachsen.

    EDIT: Mir fällt gerade ein, dass Rize ja auch wieder rumrennt und der Unfall, mit dem alles Anfing, auch immer noch ungeklärt ist...

    Geändert von BDraw (19.03.2015 um 18:52 Uhr)

  12. #12
    Monster 74/74
    Ich bin begeistert! Ich hätte nicht gedacht dass mir dieser Anime mich so sehr in seinen Bann zieht. Die hohe Folgenanzahl hat mich skeptisch gemacht, jedoch war meine Sorge unbegründet. Selten habe ich in einen Anime so viele gut geschriebene Charaktere gesehen. Jeder Charakter trägt einen wichtigen Teil der Handlung bei und es wurde zum Glück auf Überdramatisierung verzichtet. Die Serie hat zwar seine Längen, aber diese fallen kaum ins Gewicht. Es gibt unzählige Spannende Szenen die mich immer wieder überrascht haben und so manche Wendungen habe ich nicht kommen sehen.
    Leider hat mir die letzte Folge nicht besonders gefallen, was leider das große Finale der vorletzten Episode ein klein wenig dämpft.

    Ich vergebe den Anime 9,0 von 10 Punkten. Pflichttitel!

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