Bakuman 75/75: Habe nun alle drei Staffeln gesehen. Insgesamt war es sehr motivierend und spaßig, aber dennoch war es kein Anime, der mich so richtig umgehauen hat, weil alles ziemlich nach dem Formular lief und viele Ideen irgendwann alt geworden sind. Die Ganbatte-Momente waren speziell gegen Ende ziemlich ausgenudelt. Niizuma war cool, Fukuda und die anderen ebenfalls, aber manche der Rivalen mochte ich nicht. Die Sache mit Iwase wirkte ziemlich gestellt und viel zu shounenhaft und der Nanamine-Arc war mit Abstand der Tiefpunkt der Serie (furchtbar, was sie mit Nakai gemacht haben). Man hätte den Inhalt von Bakuman sicherlich problemlos auf 50 Episoden reduzieren können. Auch die Beziehung zwischen Miho und Mashiro war insgesamt zu langweilig. Da haben mir Akito und Kaya wesentlich besser gefallen. Das Thema Mangazeichnen war an sich recht interessant und besonders in Kombination mit der ganzen Jump/Jack-Sache hat man einen schönen Einblick in die Welt bekommen, aber auch das Thema hat nicht gereicht, um den Anime konsequent interessant zu machen. Größtenteils hat es mir Spaß gemacht und ich wollte meist gleich die nächste Episode sehen, aber es gab durchaus Leerlaufphasen und Momente/Wendungen, die einfach so typisch shounenhaft waren, dass ich sie nicht mehr wirklich gut finden oder ernstnehmen konnte.
Hätte besser sein können, besonders die letzte Staffel, aber insgesamt hat es trotzdem viel Spaß gemacht.
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Monster 74/74
Wow. Was für ein Meisterwerk. Jede verdammte Folge war einfach sooooooo gut, jeder Charakter wurde genial inszeniert und der Soundtrack verleiht einfach nur wahre Gänsehautstimmung!
Diesen Anime muss jeder mal geguckt haben.
Am Besten gefallen haben mir Grimmer, Runge und Roberto in seiner Rolle als "Mid-Boss".
Über das Ende hingegen lässt sich streiten.... Es ist meiner Meinung nach noch ein wenig zu offen, aber ansonsten wurde alles soweit schön aufgeklärt.
Unvergesslich ist die Szene in der Bücherei, aber auch Ruhenheim war einfach nur!
Ninja Resurrection ist...
Also... ne?
Ich hab immer gesagt, dass Apocalypse Zero zusammen mit Mad Bull 34 das unterhaltsamste Stück animierter Affenscheiße ist das ich kenne - aber, WOW, kommt Ninja Resurrection nahe ran an die rote Laterne. Wow! WOW! Was für ein Scheißdreck! Was für ein wunderbar durchgezwiebelter, dummer Scheißdreck!
Geil!
Vampire Hunter D (1985)
Gut und unterhaltsam. Für das Entstehungsjahr ein paar coole Actionszenen dabei. Sympathische (wenn auch etwas klischeelastige) lone wolf / silent wanderer mit Ehrenkodex -Hauptfigur.
Vampire Hunter D: Bloodlust (2000)
Noch besser! An das Charakterdesign muss man sich natürlich gewöhnen, aber der Film atmet quasi Yoshitaka Amanos Geist und ist dadurch angenehm durchgestyled, nicht nur bei den Charakteren, sondern auch bei der Welt. Alleine das Finale im Schloss hat schon echt gerockt.
Hmm. Sind schon wieder 15 Jahre vorbei. Können die nicht mal einen dritten Teil machen? Das sollte die Vorlage doch gewiss hergeben. Und die beiden vorhandenen als Blu-ray-Veröffentlichung wären auch nicht schlecht.
Birth /World of the Talisman /Planet Busters (1984)
WTF? Sorry, aber der Film hat keine Handlung. Bin nur durch den Look und das Sci-Fi-Thema drauf aufmerksam geworden, den ich zunächst recht angenehm fand. Aber die Geschichte ergibt keinen Sinn und ist im Grunde nur eine Aneinanderreihung von Kampf- und Verfolgungsjagd-Szenen ohne Charakterentwicklung oder Exposition. Das Ende dazu noch extremst antiklimaktisch und unbefriedigend. Oh, und dass dem Hintern des weiblichen Mitglieds der Gruppe so viel animationstechnische Aufmerksam geschenkt wurde, hat ebenfalls genervt. Hab gehört, dass es von dem Film noch eine alternative Synchro gibt (der ist nicht umsonst unter so vielen Namen auf den Markt geworfen worden), aber die wird wohl kaum viel ausmachen können.
The Legend of Korra Book 4 ~ Balance 13/13: Es bleibt gut, aber unterm Strich fand ich Buch 1 und 3 deutlich stärker als das vierte. Leider fehlten in dieser Staffel die Höhepunkte auch fast ganz, weshalb ich sie insgesamt zwar immer noch besser finde als die zweite Staffel mit ihren deutlichen Schwächen, aber trotzdem weniger memorabel. Der Konflikt war von Beginn an recht vorhersehbar und das Finale mit dem Giganten etwas an den Haaren herbeigezogen. Gut fand ich jedoch, dass es einen Zeitsprung nach Staffel 3 gab und das Ende der dritten Staffel auch große Nachwirkungen hatte. Außerdem: Thumbs up für Julie. Gute Staffel, aber nicht unbedingt ein starker Abschluss, da das Finale von allen vier Staffeln das unspektakulärste war.
Nourin 12/12: Hab das nicht freiwillig geguckt, sondern, weil ich Episodenbeschreibungen dafür erstellen musste.Na ja, was ich bekommen würde, war abzusehen. Gab ein paar lustige Momente und auch 1-2 ganz nette Story-Momente, aber leider auch einen überwältigen Teil an Ecchi-Humor-Mist, der mich absolut nicht angesprochen hat. Die Charaktere mochte ich auch fast alle nicht sonderlich gern. War insgesamt schon unterhaltsam, aber oft eher leidlich unterhaltsam. Do not recommend.
Paradise Kiss 12/12: Unkonventionelle Josei-Serie, die von der Thematik eigentlich nicht einmal neu ist, aber von den Sub-Themen (Kleidung machen etc.) und der Präsentationsart und der älteren Zielgruppe (OMG es gibt Sex!!11) auf ihre Art besonders wirkt. Fand ich von Anfang bis Ende unterhaltsam und auch von der Entwicklung der Charaktere gut. Richtig umgehauen hat es mich nicht, aber immerhin gab es ein paar "Momente". Und das Ende-Ende war ja mal unerwartet und absolut unklischeehaft.
Natsuyuki Rendezvous 11/11: Ein Typ verliebt sich in eine ältere Frau und trifft dabei auf den Geist ihres verstorbenen Ehemanns, den nur er sehen kann. Der Ehemann will einerseits niemanden anderen an seine Frau heranlassen, aber andererseits, dass sie sich von ihm lösen kann und ein glückliches Leben mit jemand anderem führen kann. Widersprüchliche Gefühle also, aber durchaus nachvollziehbar dargestellt. Sehr cooles Konzept und auch die Umsetzung hat mir trotz diverser Schwächen gefallen. Die Erzählweise war sehr darauf ausgelegt, die Frau und ihren verstorbenen Ehemann zu beleuchten, daher kam die traurige/melancholische Stimmung sehr gut durch. Besonders im Mittelteil ging es mir jedoch manchmal etwas zu langsam, speziell als der Protagonist in der "Märchenwelt" war und die Entwicklung der Beziehung ging nur sehr langsam voran. Das Ende war sehr vorhersehbar und versöhnlich, aber dennoch schön. Hat mir gut gefallen.
Planet of the Beast King 11/11: Das, was den Anime am meisten auszeichnet, ist sein unglaublich cooles Setting. Gefängnisplaneten mag ich ja ohnehin, aber dieser hier, der von tödlichen Pflanzen und langen Tag-Nacht-Perioden dominiert wird, fand ich einfach nur großartig. Die Handlung selbst war eher Standard, aber angenehmer Standard. Das Pacing war recht gut, das Foreshadowing manchmal etwas zu offensichtlich (auch wenn ich erwartet hätte, dass Rai doch nicht tot ist). Wirklich schwach war aber das Ende. Die letzten Plotwists waren völlig an den Haaren herbeigezogen und haben kaum was mit dem zu tun gehabt, was die Handlung vorher aufgebaut hat. Und das Ende war auch nur so ein Schock-Ende, bei dem man gar keine Zeit hatte, es zu verarbeiten, weil es ohne Vorwarnung in den letzten Minuten kam. Ende war meh, der Rest ganz cool. Insgesamt ging es aber einfach so schnell, dass man nie eine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Hat mir trotz des blöden Endes gefallen, aber man hätte soooo viel mehr draus machen können.
Kakurenbo (Hide & Seek): Das war sehr cool inszenierter Grusel-Horror in einem tollen Setting, das eine Mischung aus urbanem Japan und der japanischer Mythenwelt ist. Ich fand es nicht immer ganz einfach, dem Geschehen zu folgen, weil die Perspektiven ständig gewechselt haben. Das Ende fand ich klasse und die CGI-animierten Charaktere sind für das Alter sehr ordentlich. Wer atmosphärischen Horror mag, sollte definitiv mal einen Blick riskieren, sind auch nur 25 Minuten.
@Enkidu: Die Amano-Artworks haben mich auch schon oft dran erinnert, dass ich mir Vampire Hunter D mal geben sollte. Klingt auch cool, sollte ich demnächst mal in Angriff nehmen.![]()
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Geändert von Narcissu (19.02.2015 um 12:43 Uhr)
Code Geass R2 25/25: Die zweite Staffel war wirklich nicht gut. So viel sinnloses Drama, so viel Fanservice, so viele Asspulls. Nette Ansätze gab es durchaus, aber die Serie war ausgesprochen inkonsequent, hat sich ständig irgendwelche Dinge ausgedacht und sie als logisch dargestellt (obwohl sie es beim näheren Nachdenken gar nicht sind), um für möglichst dramatische Wendungen zu sorgen. Die erste Staffel hatte ihre Stärken und ihre Schwächen, doch in der zweiten ist alles, was ich an der ersten kritisieren würde, noch viel schlimmer. Wirklich überbewertet, dieser Anime. Sicher, er hatte auch seine guten Seiten und es gibt weit furchtbarere Serien, aber dennoch ist die Serie weit davon entfernt, wirklich gut zu sein.
Ich könnte jetzt einen langen Text darüber schreiben. Habe sogar zwischendurch schon reihenweise Screenshots von den peinlichsten Fanservice-Momenten gemacht. Unglaublich, wie ein Anime, der eigentlich ernst sein will, es für nötig hält, so viel dadurch zu zerstören. Im Grunde genommen war aber die ganze Serie großes Fan-Catering ohne viel Substanz. Das fängt bei den Charakterdesigns an und hört mit den Storywendungen auf. Die Geschichte wirkt nicht gut durchdacht, sondern einfach wie etwas, das man den Fans vorwirft, damit die sich unreflektiert darauf stürzen. Valvrave hat das gleiche nur in schlimmer gemacht – Code Geass hat immerhin seine Momente. Die Serie hat durchaus einiges, was ich an Animes sonst mag, aber noch viel mehr, was ich absolut nicht mag. Es ist einfach so ein gigantisches Konglomerat aus DRAMA PLOTTWIST ASSPULL FANSERVICE ALMIGHTY LELOUCH – und größtenteils aus Handlungselementen, die wirklich nicht neu sind –, dass ich mich als Zuschauer wirklich teilweise beleidigt gefühlt habe, und frustriert, dass es genug Leute gibt, die die Serie als BEST ANIME EVAAAR ansehen.
Don't get me wrong, ich kann verstehen, was man an der Serie mögen kann und auch, warum sie so viele Fans hat. Doch man muss seine Augen schon wirklich vor sehr vielen Sachen verschließen und darf nicht sonderlich kritisch über den Inhalt nachdenken, damit man diesen Blick beibehält. Ich bin insgesamt ziemlich enttäuscht von der zweiten Staffel, und das, obwohl meine Erwartungen nicht hoch waren. Es gab einfach so viele Momente, in denen ich mir an den Kopf gepackt habe. Die zweite Hälfte war insgesamt besser, besonders das Finale war recht spannend, aber man muss einfach das, was geschieht, akzeptieren, ohne groß drüber nachzudenken, sonst funktioniert das nicht.
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Stimmt.Wobei ich den Fan Service spätestens seit Karens erstem Auftritt als essentiellen und respektablen Teil des Konzepts verstanden habe.
So richtig ernst nehmen konnte ich die Serie sowieso von Anfang an nicht, alleine schon durch Lelouch als pubertären Wunschtraum und die allgegenwärtige stumpfe Eskalation.
Es gibt allerdings einige Elemente, die ich bis heute sehr faszinierend finde. SPOILER!
Das erste Element ist die Inszenierung der Geas und ihrer Träger. Ich kann nicht mal sicher sagen, ob es geplant oder stumpfe Faulheit war, aber wie nebensächlich und selbstverständlich das Ganze lief, wie knapp und subtil letztlich alles erklärt wurde (oder eben nicht), unterstrichen von CCs Charakter, das hatte schon was. Ich mag es, wenn ein übernatürliches Element eher im Hintergrund der Story steht, und vor allem mag ich es, wenn Animes auf ihre Exposition Dumps verzichten.
Das zweite Element ist die Beziehung zwischen den beiden männlichen Hauptprotagonisten, ihre Auflösung und in diesem Kontext das Ende der Serie. Die Beziehung war imho die ganze verdammte Zeit über nicht sonderlich gut inszeniert, aber ich hab mich ab der Hälfte der zweiten Staffel wirklich durchgängig gefragt, wie ZUR HÖLLE sie das Ganze noch vernünftig auflösen wollen -- und war dann entsprechend überrascht davon, dass ich das Ende eigentlich ziemlich passend fand und sehr gern mochte. Die ganze Angelegenheit hat natürlich stark davon profitiert, dass jeder Schlag in Lelouchs Gesicht eine Wohltat war, aber letztlich mochte ich diesen Mittelweg aus "Oha." im Twist und "A-ha!" in der After-Credits-Scene ... ^^ Muss aber dazu sagen, ein gutes Ende in einem Anime kann für mich immer sehr viel richten, weil ich eigentlich nie damit rechne. Und das war wenn nicht gut, dann doch mindestens faszinierend.