Obwohl ich dir generell zustimme, dass ein Arztbesuch in der Nacht nicht gerade eine glänzende Idee ist, muss ich dir widersprechen. Figuren in einen Roman sollten niemals nur Werkzeuge sein, um die Geschichte voranzutreiben. Die Charaktere haben ein eigenes Leben, eigene Charakterzüge, eigene Routinen, eigene Handlungsweisen - sie sind niemals nur Mittel zum Zweck, die nur dazu da sind, um die Handlung zu füllen (jedenfalls sollten sie das nicht sein; ich für meinen Teil lese ungerne Geschichten wo die Figuren leblose "plot devices" sind...)
Hatte es irgendwelche Bewandnis für den späteren Storyverlauf, dass Valnar sich nachts Medizin holt? Nein, eher nicht (wobei die Medizin selbst sehr wohl in gewisser Weise wichtig war, da ihre einschläfernde Wirkung verhinderte, dass Valnar während Ayshas Entführung aufwachte. Hätte er sich direkt im Haus mit Abraxas angelegt, wäre er womöglich direkt getötet worden und wir hätten nicht viel von Vampires Dawn). ABER es war eine Möglichkeit, ein wenig von Valnars Leben zu sehen und mehr über ihn zu erfahren; zum Beispiel seinen Umgang mit seiner Freundin, oder den Leuten in Klennar; es zeigt über seine Persönlichkeit, dass er ein Mann der Tat ist, der manchmal etwas überstürzt handelt, aber seine Probleme nicht anderen aufbürdet, und zu guter Letzt zeigt es, dass seine Kopfschmerzen wirklich extrem stark gewesen sein müssen. Und wenn man trotz allem sagen will, dass es eine dumme Idee ist, spät nachts im Regen noch Medizin holen zu gehen... tja, Menschen sind halt (manchmal) dumm. Als hätten wir nicht alle schon weitaus dümmere Sachen gemacht =)
Was deine anderen Punkte angeht kann ich dir nicht wirklich widersprechen, hab halt noch nicht so weit gelesen. Aber ich kann zumindest irgendwie verstehen, dass der Autor nahe bei der Geschichte geblieben ist. So kann es zwar ein wenig langweilig sein für Leute, die das Spiel schon kennen, aber dafür ist das Risiko geringer, dass die Story zu einer schlechten Fanfiction mit verunstalteten Charakteren und absurden Plottwists wird.
(btw, ich hoffe man kann meinen Standpunkt verstehen, ich bin in Diskussionen nämlich nicht so gut darin mich wirklich strukturiert auszudrücken... =( )







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). Liest man eine Geschichte, so sollte man sich zu einem gewissen Grad sich mit den Begebenheiten der Welt abfinden, die dort beschrieben werden (gerade, wenn es eine Fantasy-Welt ist). Natürlich, es hätte warm und trocken sein können. Ist es aber nicht. Es gewittert halt und es ist kalt. Es ist einfach so. Es ist nicht unrealistisch, zwar auch nicht üblich, aber es ist nicht vollkommen absurd. Ob es klischeehaft ist, ist 'ne andere Frage. Aber die Frage des Wenn und Aber ist in einer Geschichte in der Regel irrelevant. Es ist so passiert, weil es so passiert ist. Sheeta hätte vom Spiel abweichen können, was er aber nicht getan hat. Weil es halt so passiert. Das ist nichts, worüber man sich wirklich aufhalten sollte. Aber auch bloß meine Meinung dazu.


Nein, ernsthaft: Ich finde es gut, dass sie Seelen dafür brauchen. Das ist übrigens im Spiel nicht der Fall, da brauchen sie ihr Blut.
