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Thema: WG #72 - Fell, Gebäck und Hygiene

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  1. #1
    Nur werden sich manche Dinge so niemals ändern. Ich bin weiß Gott nicht soooo unzufrieden mit der deutschen Politik, aber manche Dinge sind einfach festgefahren und werden sich nie ändern, wenn immer dieselben großen Parteien das sagen haben. Ist ja nicht nur in der Politik so, sondern überall, wo Leute über viele Jahre das sagen haben und die bewährten Dinge nicht ändern wollen, weil sie Angst davor haben, dass es in die Hose geht oder sie nicht wieder gewählt werden. Ich mag Schröder ja eigentlich gar nicht, aber er hat sowas in der Art mal vor ner Weile gesagt. Man muss als Politiker auch mal Dinge angehen, die vielleicht nicht so beliebt in der eigenen Partei sind oder die einfach gemacht werden müssen, auch wenn man dadurch Wähler verliert.

    @steel
    Man kann halt niemanden zwingen. Was bringts, wenn ich gegen meine innere Überzeugung angehe und wähle, nur weil es von mir erwartet wird, bzw. einfach weil ich es kann? Ich bin ja nicht grundsätzlich Nichtwähler. Kann gut sein, dass ich nächstes Mal doch wähle.

    Geändert von Eisbaer (23.09.2013 um 11:23 Uhr)

  2. #2
    Ich habe bisher von Nichtwählern nicht ein wirklich gutes Argument gehört, weshalb er oder sie nicht zur Wahl gegangen ist.
    Und die genannten "Gründe" haben eher offengelegt, dass die betreffende Person einen unheimlichen Mangel im Bereich politischer Bildung und da dringenden Nachbesserungsbedarf hat.

    Aber gut, diese Debatten gibt es nach jeder Wahl zu Hauf. Doch zumindest schaffen es einige Parteien (abseits der AfD), Nichtwähler wieder dazu zu motiveren, am demokratischen Prozess teil zu nehmen. Die höhere Wahlbeteiligung zumindest ist ein sehr positives Signal.

  3. #3
    Warum muss ein Nichtwähler überhaupt argumentieren? Die Gründe müssen nicht immer für jeden nachvollziehbar sein. Ich persönlich finde es auch völlig okay, dass jemand nicht wählt, wenns ihn nicht interessiert und man auch keinerlei Ahnung davon hat. Ich kenne auch mehrere Personen, die immer zur Wahl gehen, dort aber per Zufall entscheiden, wo sie ihr Kreuz machen. Ist das Demokratie?

    Im Übrigen finde ich ne Wahlbeteiligung von 73% jetzt nicht so dramatisch. Finde ich sogar sehr viel, wenn man bedenkt, wieviele politisch völlig Uninteressierte es bei uns gibt. Kann natürlich verstehen, dass das gerne anders gesehen wird. Sind immerhin 27% potenzielle Stimmen, die da entscheiden können.

    Geändert von Eisbaer (23.09.2013 um 11:55 Uhr)

  4. #4
    Naaaahhhh, ich habe in letzter Zeit viele doofe Argumente gehört warum Leute nicht wählen gegangen sind - vielleicht bin da einfach nur touchy Ich wollte dich jetzt nicht beleidigen oder so, nur wenn du Sachen hörst wie "Ich geh' nicht wählen weil ich sonntags besseres zu tun habe." (O-Ton) wirst du irgendwann aggro Oder ich, besser gesagt.

    Und 73% ist voll in Ordnung, das stimmt. Zumindest im Gegensatz zur letzten Wahl ist das fast astronomisch hoch.

  5. #5
    Na gut, Faulheit ist eh kein Argument, auch wenn ich da durchaus auch zu faul wäre. Aber dafür gibt es ja auch Briefwahl und so weiter. Andererseits, wer zu faul ist, der ist eben zu faul. Ist ja sein eigenes Problem.

  6. #6
    Ich hab auch null Plan von der Politik und offen gestanden ist mir das auch völlig egal, was die da oben machen. Darum mach ich stumpf seit Jahren mein Kreuz bei der SPD, weil ich Schröder als Kanzler voll cool und sympathisch fand und bei den Piraten, weil die mit so Sachen wie ihrem Wombat Plakat imo einfach recht haben. xD

  7. #7
    Zitat Zitat von Sölf Beitrag anzeigen
    Ich hab auch null Plan von der Politik und offen gestanden ist mir das auch völlig egal, was die da oben machen. Darum mach ich stumpf seit Jahren mein Kreuz bei der SPD, weil ich Schröder als Kanzler voll cool und sympathisch fand und bei den Piraten, weil die mit so Sachen wie ihrem Wombat Plakat imo einfach recht haben. xD
    Ich bin immer noch dafür, dass man eine Wahltauglichkeitsprüfung ablegen sollte, bevor man wählen darf -.- So ein Schwachsinn, den Du da machst!

  8. #8
    Das war halt das, was ich oben meinte. Was hat die Demokratie davon, wenn random gewählt wird? Da kann man auch alle vier Jahre auswürfeln.

  9. #9
    Zitat Zitat von Eisbaer Beitrag anzeigen
    Das war halt das, was ich oben meinte. Was hat die Demokratie davon, wenn random gewählt wird? Da kann man auch alle vier Jahre auswürfeln.
    Gott sei Dank gibt es noch Menschen, die sich damit befassen. Sei es nur der Wahl-o-Mat oder das komplette durchblättern des Wahlprogramms.
    Zum Glück wählt nicht jeder so Randomkacke! Echt, da bekomme ich gerade das Kotzen!

  10. #10
    Zitat Zitat von Dizzy Beitrag anzeigen
    Ich bin immer noch dafür, dass man eine Wahltauglichkeitsprüfung ablegen sollte, bevor man wählen darf -.-
    Und was soll da rein? Was sind die Kriterien, damit du jemanden als wahltauglich anerkennen würdest? Ich fänds auch schön, wenn sich Wähler vor der Wahl informieren würden, aber das mit ner Prüfung abzuprüfen ... so funktioniert Demokratie nun mal nicht (und das ist auch gut so).

    Das ändert natürlich nichts daran, dass Sölfs Begründung Schwachsinn ist. Ich verstehs auch nicht, wie man sich nicht dafür interessieren kann, weil Politik tatsächlich jeden betrifft.

  11. #11
    So eine Prüfung ist ja schon nicht mit der Verfassung vereinbar.

    Aber da ist ja auch genau der Widerspruch, den ich vorhin meinte. Leute, die kein Interesse haben, sollen nicht wählen, gleichzeitig sollen aber Nichtwähler unbedingt wählen. Das passt doch nicht zusammen. Soll man die Uninteressierten nun dazu zwingen sich zu informieren? Finde ich alles schwachsinnig. Uninteressierte sollten einfach nicht wählen und auch nicht belabert werden. Man kann natürlich versuchen, sie für Politik zu begeistern, aber ob das immer so ertragreich ist. Finde ich auch generell nicht so tragisch. Solange es genug Leute gibt, die sich damit beschäftigen, wird auch hier wahltechnisch kein Scheiß passieren.

    Zitat Zitat von DSA-Zocker Beitrag anzeigen
    weil Politik tatsächlich jeden betrifft.
    Nicht unbedingt. Wenns dir allgemein blendend geht und du nix zu mosern hast, warum sollte es dich interessieren? Jetzt im Moment würden mich auch maximal Steuersenkungen interessieren, wenn ich nicht ohnehin ein gewisses Interesse an Politik hätte.



    Aber mal was Anderes: Manche Leute haben echt ein Talent dafür, Rechner zu zerschießen. Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber in einer Umgebung, wo alle Rechner das gleiche Image haben und baugleich sind, schaffen diese Personen es, einen Rechner nach dem anderen zu Fehlern und Abstürzen zu bringen, während die meisten anderen überhaupt keine Probleme haben.

    Geändert von Eisbaer (23.09.2013 um 13:09 Uhr)

  12. #12
    Zitat Zitat von Eisbaer Beitrag anzeigen
    Soll man die Uninteressierten nun dazu zwingen sich zu informieren?
    Meiner Meinung ja. Natürlich klingt das Wort hart, aber politische Bildung sollte Pflicht sein. Um das demokratische Recht in Anspruch nehmen zu können, sollte jeder eine Grundlage haben. Dabei sollten Menschen frei von Meinungen die Parteiprogramme der größeren Parteien erklärt werden.
    Wollen wir wirklich eine Bevölkerungsschicht stärken, die sich nicht bilden möchte, weil sie keine Lust dazu hat? Einen Pflock an Leuten, denen es egal ist, was passiert ist extrem suboptimal.

    Und ist ja nicht so, dass die Parteien sich keine Mühe geben würden, es Leute einfach zu machen. Ich meine, die CDU hat ein Wahlprogramm für Dum... in einfacher Sprache.
    http://www.cdu.de/sites/default/file...ache-btw13.pdf

  13. #13
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung ja. Natürlich klingt das Wort hart, aber politische Bildung sollte Pflicht sein. Um das demokratische Recht in Anspruch nehmen zu können, sollte jeder eine Grundlage haben.[...]
    Da halte ich dagegen, dass dann andere Bildungsformen Pflicht sein sollten. Beispielsweise genügend Grundlagen von allem, mit dem man tagtäglich pausenlos interagiert und von dem man noch viel direkter abhängig ist als von Politik. Also Grundlagen in Physik, Bio, Chemie. In der heutigen Zeit dann aber auch Grundlagen von Rechnermaschinen, blablalba...

  14. #14
    Armer Sölf

    Zitat Zitat von Eisbaer Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt. Wenns dir allgemein blendend geht und du nix zu mosern hast, warum sollte es dich interessieren?
    Weil ich weiterhin nichts zu mosern haben möchte

    Zitat Zitat von Eisbaer Beitrag anzeigen
    Aber mal was Anderes: Manche Leute haben echt ein Talent dafür, Rechner zu zerschießen. Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber in einer Umgebung, wo alle Rechner das gleiche Image haben und baugleich sind, schaffen diese Personen es, einen Rechner nach dem anderen zu Fehlern und Abstürzen zu bringen, während die meisten anderen überhaupt keine Probleme haben.
    Oh. OOOOHHHH JA das kenne ich irgendwoher. Ist hier in letzter Zeit eine regelrechte Epidemie geworden, dass Leute ihre Rechner mit irgend'nem Müll vollkoten und sich dann wundern, warum nichts funktioniert. Da ist mir immer nach allgemeiner (Achtung! Hier kommt mein liebstes Wort der deutschen Sprache!) Defenestration zumute wenn ich das höre...

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (23.09.2013 um 13:20 Uhr)

  15. #15
    Zitat Zitat von Eisbaer Beitrag anzeigen
    So eine Prüfung ist ja schon nicht mit der Verfassung vereinbar.
    Genau genommen ist es ja immernoch nur ein Grundgesetz und keine Verfassung. Würde mich mal interessieren, ob sich das noch irgendwann ändert.

  16. #16
    Zitat Zitat von R.F. Beitrag anzeigen
    Genau genommen ist es ja immernoch nur ein Grundgesetz und keine Verfassung. Würde mich mal interessieren, ob sich das noch irgendwann ändert.
    Nur wenn die Verantwortlichen in der Verfassung dafür sind.

  17. #17
    Zitat Zitat von Dizzy Beitrag anzeigen
    Ich bin immer noch dafür, dass man eine Wahltauglichkeitsprüfung ablegen sollte, bevor man wählen darf -.- So ein Schwachsinn, den Du da machst!
    Dann kriegen aber CDU/CSU nicht mehr so viele Stimmen, wenn dann plötzlich viele Dumme wegfallen, die das alles aus Tradition wählen. Ist ja grad bei diesen "Volksparteien" der Fall, dass man aus Tradition wählt. Oder hier halt momentan weil Merkel so sympathisch ist. Und Bayern sind eh von Geburt an CSU-Wähler bis in den Tod.

    Außerdem bringt dir das beste Wahlprogramm nix, wenn die Leute sich nicht dran halten und nix durchsetzen. FDP hatte letztens nen riesigen Erfolg. Würde man denen glauben, hätten sie wohl noch immer so einen Erfolg Nur glaubt ihnen jetzt nach der letzten Wahl und den 4 Jahren keine rmehr.

  18. #18
    Hier geht es beinahe zu wie im Politik-Teil eines anderen Forums, das vor langer, langer, langer Zeit den Bach runtergegangen ist. Ich habe an sich nichts gegen Diskussionen über Politik, aber bisher hab ich die Erfahrung gemacht, dass ich das lieber mit Menschen von Angesicht zu Angesicht mache, als im Internet. Irgendwie läuft das sonst jedes Mal aus dem Ruder.

  19. #19
    Hätte ich gewusst was mein Post hier auslöst... xD

    Ne, aber ich seh das ähnlich wie Eisbaer. Auf der einen Seite heißt es, alle Nichtwähler sollen gefälligst wählen gehen. Und wenn dann jemand daher kommt wie ich, der sich nunmal einfach gar nicht für Politik interessiert und das auch noch nie getan hat und "irgendwas" wählt, dann ist das auch wieder falsch. Tut mir ja leid, aber Politik hat mich einfach noch nie in irgendeiner Form interessiert. Die Piraten hab ich übrigens wirklich nur gewählt, weil sie mit dem von mir verlinkten Plakat imo einfach Recht haben.

    Ich gehöre übrigens zu der Kategorie, die gerade nichts zu mosern hat. Wenn ich doch mal was zu mosern habe, dann wird das mit der Wahl vermutlich ganz anders aussehen.

  20. #20
    Zitat Zitat von fernQ Beitrag anzeigen
    Irgendwie läuft das sonst jedes Mal aus dem Ruder.
    Wir sind hier im MMX. Da läuft alles wegen jeder Kleinigkeit aus'm Ruder. Da ist 'ne Politikdiskussion gar nicht notwendig, glaub mir.

    Ich persönlich diskutiere darüber auch nicht gerne, vor allem weil es ein Thema ist, das am nächsten Tag den meisten eh schon wieder egal ist. Das ist vergleichbar mit Stuttgart 21 und der Fußball-WM. Für eine kurze Zeitperiode sind alle Experten auf dem Gebiet, können überall mitreden, und am nächsten Tag ist es den meisten wieder egal und keinen kümmert's mehr.

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