-
Held
Suparman hatte gut geschlafen, doch wachte er nun aus seinem tiefen Schlummer auf, als ihm auffiel, dass die gewohnten Motorgeräusche aus dem Maschinenraum verklungen waren und sich der Luxusdampfer nicht mehr von der Stelle bewegte. Waren sie schon da? Er verließ seinen kleinen Maschinenraum und blickte nach draußen. Zwei ineinander verkeilte Schiffe. Offenbar nicht mehr fahrtüchtig. Und es sah so aus, als wäre bereits ein großer Teil der Gruppe aufgebrochen, die Schiffswracks zu erkunden.
Was wollten sie hier? War jetzt auch nicht so wichtig. Sein Magen knurrte und die Vorräte hier auf dem Schiff schienen langsam zur Neige zu gehen. Zeit also, sich wieder einmal auf Nahrungssuche zu begeben.
[Aufgabe My, Kampf]
-
Held
So ein aufgelaufenes Schiff ist wie eine Schatzkiste. Es dauert etwas, bis man den Mechanismus geknackt hat, aber wenn man erstmal drinnen ist, findet man die tollsten Dinge. Leider hatte sich dieses Schiff als eine Schatzkiste voller Reisnadeln herausgestellt, wobei mit Reisnadeln diese Untoten gemeint waren. Selbst auf den offenen Weiten der See schien es keine Ruhe vor diesen Dingern zu geben.
Matt hatte ohne Probleme mit der Alten, dem Typen, der ständig mit der Alten im Streit war und einem kleinen Mädchen, das sich als Leo vorstellte (jedenfalls ging der Name irgendwie in die Richtung), das Schiff betreten. Planlos, wie sie alle waren, musste natürlich jeder in eine andere Richtung laufen, aber Matt bewegte sich sowieso lieber in den Schatten und da konnte er niemanden gebrauchen, erst recht kein Kind, was alles angrabscht. Die meisten Türen waren entweder verschlossen, oder verrammelt, außerdem hörte Matt das schlurfen und stöhnen dieser Kreaturen durch die Türen hindurch. Da würde er mit Sicherheit nicht reingehen; das letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, war eine Horde Zombies, die ihn begrüßte, sobald er auch nur eine der Türen geöffnet hätte.
Es gab ein paar Räume, in denen wohl Fässer gelegen hatten, aber leider waren die meisten entweder über Bord gerollt, oder ausgelaufen; Enttäuscht vom Zustand des Schiffs machte Matt sich gerade auf den Rückweg, als er laute Geräusche in der Nähe hören konnte. Entgegen seiner Intuition machte Matt sich auf den Weg, um herauszufinden, was da vor sich ging. In Sicht kam ein großer Lagerraum, wo er jemanden Keuchen hörte. Ein Zombie? Nein, das war eindeutig Erschöpfung und nur lebende Menschen konnten erschöpft sein. Untote spüren sowas nicht und selbst wenn, müssen die eh nicht atmen, sind ja schon tot.
Der Anblick, der sich Matt bot, war kein allzu guter: da war dieser Typ, der mit blutender Hand neben einem toten Körper hockte und anscheinend in einer Art Schockzustand war. Außerdem lag da noch Leo, die anscheinend bewusstlos war. Mit schnellen Schritten eilte Matt also zu den beiden "Hey, alles in Ordnung? Was ist hier passiert?" noch leicht in Schock antwortete ihm der Kerl: "Geht schon. Kümmer dich um Leo, die braucht die Hilfe jetzt am dringensten." dann fügte er noch hinzu: "Ich würd es ja selbst machen, allerdings..." ein Blick auf seine Hände machte deutlich, was er damit meinte. Mit so einer Verletzung würde er so schnell niemanden heben, geschweige denn transportieren können. "Ok." langsam versuchte Matt Leo von den Kisten zu befreien, zwischen die sie geklemmt war und als er es endlich geschafft hatte, hievte er sie hoch und ging ein wenig schleppend zurück zum Boot, den Typen immer im Auge behaltend, damit der nicht irgendwie noch umkippte und somit noch weitere Zombies anlockte.
So schafften es alle drei letztlich, wieder aufs Schiff zurück, wo die Alte auch bereits wartete. Wo hatte die sich eigentlich verkrochen? Erst große Reden schwingen und sich dann aus dem Staub machen!
Geändert von R.F. (01.09.2013 um 19:24 Uhr)
-
Ehrengarde
Shoana war die letzten Tage vollkommen ruhig, ja, teilnahmslos gewesen. So, als wäre das Hole, ihr Wissen, ihre Macht, ihre sozialen Kontakte Fäden einer Puppe gewesen, die nun gekappt worden waren. In sich gekehrt sah man sie zu verschiedensten Tages- und Nachtzeiten an Deck sitzen und in die Ferne starren, als suche sie dort etwas.
Am 12. August stand sie unruhig am Deck, in einen einfachen dunklen Wollmantel gehüllt, den sie irgendwo aufgetrieben hatte - um sich gegen das Wetter zu schützen und als sich die Schemen der gestrandeten Schiffe ausmachen ließen, schlossen sich ihre Hände so fest um die Reling, dass ihre Knöchel - nun ja, nicht weiß aber sehr milchkaffeefarben wurden.
Während schon die ersten Passagiere sich an Bord der Ungetüme wagten, tigerte sie auf und ab, die Dolphin nicht aus den Augen lassend.
Die Nahrung war knapp, die Situation spitzte sich zu, sie würde an Bord dieses Schiffes gehen und Beute bergen müssen. Aber sie musste effektiv vorgehen. Ihr Gefühl zog sie dort hin, wo sich der hintere Teil der gehobeneren Kabinen befinden musste. Und Shoana hatte ein gutes Gefühl für schöne und wertvolle Sachen.
[Shoana geht Aufgabe Theta an]
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln