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Ritter
Er hatte schon viele Menschen in Panik geraten und auch massenhaft tote auf einem Haufen gesehen und doch hatte es Ivan unvorbereitet getroffen, als sich das Schiff wie ein Messer in einen Körper eindringt in das Gemeinschaftszentrum sprichwörtlich gebohrt hatte und einfach stecken blieb, seine sprichwörtliche Fracht in das Gemeindezentrum und die unvorbereitete Menschengruppe ergießend. Schreie flüchtender vermischten sich mit dem Geächtze und Gestöhne der Untoten, die übereinander fielen, als sie sich scheinbar alle gleichzeitig aus dem aufgeschlitztem Schiffsrumpf zu drängen versuchten. Ivan stand nur da, sich am Geländer haltend und hinab starrend. Warum nur hatte er Idiot seine RPK74 her gegeben? Jetzt in diesem Moment könnte er sie bestens brauchen um die Situation im Erdgeschoss zu klären, doch war das scheinbar ein chancenloses Unterfangen, wenn die Menschen dort es nicht irgendwie schafften, den Gebäudekomplex zu verlassen und nicht zumindest einer dabei war, der den Ausgang des Erdgeschosses verbarrikadieren würde. Dochd ann würden er und die anderem im Umkehrschluss hier drinnen fest sitzen und entweder aushungern, sich selbst das Leben nehmen oder von den Untoten überrannt werden. Keine gute Ausgangssituation.
Ivan nahm nur einzelne Wortfetzen wahr und verstand ob des Lärms von Geschrei, von Geräuschen der Untoten und den sich gegenseitig überlagernden Worten, die er ob der Sprachbarriere ohnehin nur Bruchteile, die er nicht recht zu deuten wusste. Das schein auch letztrangig zu sein. Er brauchte einen Überblick... und zwar schnell!
Er überblickte die Situation recht schnell - es war doch von Vorteil, das Gerede nicht zu verstehen, dachte er sich dabei - und fand zwei mögliche Fluchtwege. Der eine schien ein Rohr zu sein, das aus seinen Halterungen gelöst werden müsste und dann eine zumindest halbwegs begehbare Brücke nach unten bilden würde. Allerdings hatte er in der von Panik beherrschten Situation nicht einen halbwegs brauchbaren Einfall, wie er das bewerkstelligen sollte. Da fiel ihm der zweite mögliche Weg ins Auge: Eine Tür, unscheinbar und hölzern. Warum sich keiner der Anwesenden an dieser Tür versuchte war ihm schleierhaft, doch auf der anderen Seite war hier ein Durchkommen. Die für ihn schlüssige Erklärung war, dass es neben einem Fahrstuhl stets einen Notausgang nebst Treppenhaus geben musste und mit etwas Glück konnten sie so auf recht einfache Art und Weise entkommen... falls die Untoten nicht die gleiche Idee hatten. Und falls es die Tür zu einer Abstellkammer war... nun... vielleicht lag dort mit etwas Glück ja das eine oder andere herum, woraus Ivan sich eine Art Molotov-Cocktail bauen konnte. Petroleum, Motor- oder Fahrradöl, ein Putzlappen und eine Glasflasche waren alles, was er für einen solchen brauchte. Das und ein Feuerzeug. Sicher war einer aus der Gruppe Raucher.
Also eilte er zur Tür, wo schon die ältere Dame, deren Namen er nicht wusste - hatte sie ihm den ihren überhaupt genannt? Er war sich nicht mehr sicher - mit einem Ohr an der Tür stand. Ob sie etwas hören würde?
Geändert von Dr. Alzheim (18.08.2013 um 00:16 Uhr)
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