Lexi hatte keine Probleme damit zu erkennen, dass die Kabel tatsächlich lang genug wären um bis zum Boden zu reichen. Und für sie als Soldatin war es sicherlich auch kein Problem, daran nach unten zu hangeln.
Während sie schon damit begann, hektisch das Laminat aufzubrechen, warf sie immer wieder einen Blick in Richtung Ajax. Dieser hatte den Arm um Heather Vantower gelegt und versuchte gerade, die zitternde Dame in eine sichere Position zu manövrieren, von wo aus er sie besser würde verteidigen können. Lexi verschwendete wertvolle Sekunden darauf, Ajax mit Blicken nur steuern zu wollen, da sie genau erkennen konnte, wo die Horde gerade durch die Aula schlurfte und ihr Herz wurde von Erleichterung geflutet, als er schließlich mit Heather zusammen eine Ecke fand und der Soldat abkniete und die drei auf ihn zuschlurfenden Zombies mit schnellen und konzentrierten Schüssen niederstreckte.
Jubelnd hob er leise die Hand zur Faust und grinste.
Lexi fuhr auf dem Absatz herum und machte sich wieder am Laminat zu schaffen, während sie hören konnte, wie Ajax seine Stellung mit kurzen Feuerstößen aus seinem Sturmgewehr verteidigte.
Endlich hatte Lexi das Laminat so weit entfernt, doch die Kabel waren fest an den Boden verklebt. Frustiert ballte sie die Hände zu Fäusten und blickte wieder Richtung Ajax. Um dessen Stellung lagen bereits 15 verweste Leichen und abermals grinste er Richtung Lexi. Er salutierte spöttisch und lud die Waffe geschickt durch. Er hielt noch einige Minuten durch, kein Zombie konnte sich seiner Position in der hinteren Ecke nähern. Und dann wurde ihm seine Hilfsbereitschaft zum Verhängnis. Diesmal endgültig. Heather Vantowser Zähne bohrten sich in den ungeschützten Nacken von Ajax. Es war grotesk anzusehen, der Soldat trug noch teilweise die Kleidung, die er in seiner Rolle als Scheinzombie getragen hatte und nun tropfte sein Blut auf die beschmierte Uniform. Er versuchte verzweifelt Blickkontakt herzustellen, Lexi einen letzten Blick zu schenken, doch die eben Erweckte drückte ihn noch weiter zu Boden und gebärdete sich wie eine Wilde, als sie Ajax tötete.
Lexi hielt kraftlos den ersten halben Meter Kabel in der Hand - sie hatte gar nicht gemerkt, wie sie Diesen herausgerupft hatte, doch ihre Hände schmerzten und ihr wurde klar, hier würde sie deutlich mehr Kraft oder Geschick aufwenden müssen.
Doch für Ajax hatte es nicht mehr gereicht...
Suparman rutschte auf dem Boden herum, die sachtrote Notbeleuchtung trug nicht zur Orientierung bei. Immer wieder glaubte er einen kleinen Schimmer zu sehen und robbte mit den auf den Rücken gefesselten Händen zu der Position.
Doch schien es aussichtslos. Niemand achtete auf ihn, Niemand achtete auf den Boden. Wahrscheinlich war der Schlüssel schon nach unten getreten worden.
Und dann fiel sein Blick auf Tanning. Eine Hand war mit schwindender Kraft auf die Wunde gepresst, die andere hielt einen kleinen, metallernen Gegenstand umklammert, fest, wie im Wahn. Und Suparman dämmerte, dass Tanning den Schlüssel zu seiner Freiheit in der Hand hielt.








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