Der Erzählweise, dass ein Erzähler und auch der Rezipient die Vorgeschichte mehrerer, unter Amnesie leidender, Protagonisten kennen, ist eigentlich garnicht so ungewöhnlich. Da gibts dutzende Beispiele aus der Literatur, dem Film oder Serien (gerade wenn in Serien mehrere Personen einen Gedächtnisverlust erleiden vergisst der Zuschauer ja nicht was zuvor alles an Handlung mit den Personen bereits passiert ist), teilweise auch mit Protagonisten die vorher verfeindet/konkurierend/voneinander abgeneigt etc. waren und durch den Gedächtnisverlust ein anderes Verhältnis zueinander gewinnen. Blödsinnig ist diese Art zu Erzählen denk ich keinesfalls, ob es interessanter ist als die Vorgeschichte wegzulassen kommt ganz darauf an worauf sich die Geschichte im weiteren Verlauf konzentriert. Gerade wenn der Fokus auf der Entwicklung der Persönlichkeiten liegen soll kann die Geschichte dadurch durchaus interessanter werden, das mysteriöse und spannende am Aufdecken der Vergangenheit fällt allerding so vermutlich zu einem großen Teil weg falls hier einer der Schwerpunkte liegen soll.