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Thema: Der Anfang einer Fantasywelt

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Wayze Beitrag anzeigen
    Wie geht ihr beim erstellen einer Welt vor? Nehmt ihr einfach bestimmte Elemente aus anderen Fantasywelten und bindet sie in eure ein?
    Ich versuche es zu vermeiden, dass die Ähnlichkeiten zu stark sind. Aber inspirieren lasse ich mich sicherlich. Es ist mir auch schon passiert, dass ich mir etwas "selbst ausgedacht" habe und dann gab es etwas ganz Ähnliches so schon... ob mir da mein Unterbewusstsein ein Streich gespielt hat, keine Ahnung.
    Nur selten würde ich wirklich tolle Sachen in Anlehnung an das Original übernehmen. Möglichst aber mit einem Augenzwinkern.

    Zitat Zitat von Wayze Beitrag anzeigen
    Seht ihr meine Pingeligkeit einfach als Zeitverschwendung oder seit ihr auch der Meinung eine Welt muss bis ins Detail ausgearbeitet werden?
    Generell nicht, da dir ja genau diese Pingeligkeit Spaß zu bereiten scheint. Und meiner Meinung nach geht es beim Entwickeln von Geschichten nicht unbedingt darum, diese auch zu erzählen sondern um die Freude am Prozess.
    Wenn es aber um die Notwendigkeit geht, dann ist das für mich zumindest schon ein bisschen Zeitverschwendung (aber hier kommt es auch darauf an, was für eine Art Geschichte man schaffen will).
    Ich baue auch gerne eine Welt so genau/komplex wie es mir Spaß macht und nötig ist, auch mit verfeindeten Rassen, Religionen oder Wirtschaftsabkommen etc. Aber ich muss dafür nicht jeden König und dessen Spießgesellen bis ins kleinste Detail analysieren und konstruieren, nur weil der mal einen Krieg vor 1000 Jahren angezettelt hat, der keinerlei Auswirkungen (außer einer einmaligen Nennung oder so) auf die aktuelle Handlung hat. Keine Ahnung, mir ist das einfach ZU VIEL des Guten.
    Liegt aber vielleicht auch daran, dass mich solche tiefgehenden Erzählungen in die Geschichte einer Welt als Konsument irgendwann ziemlich nerven können. Klar ist das geil ausgearbeitet und ich respektiere die Arbeit und die Genialität hinter sowas... Spaß macht es mir aber nicht so auf Dauer.
    Mich interessieren auch viel mehr die Charaktere und deren Handlungen, Gedanken, Interaktionen und Vergangenheiten als irgendwelche Leute aus der Weltgeschichte.

    Zitat Zitat von Wayze Beitrag anzeigen
    Aber die wichtigste Frage, wie stellt ihr den Anfang eurer Fantasywelt vor? Macht ihr euch Gedanken wie z.B. bestimmte Rassen, Königreiche und Gilden entstanden sind?
    Wie sie entstanden sind? Hm... Königreiche/Gilden schon, aber nur wenn es einen sinnvollen Draht zur aktuellen Handlung/Charakteren gibt, also ich diese Erklärungen auch benötige. Aber Evolution speziell (also wirklich detailreich) oder die Motivationen aller Götter? Hell no.

  2. #2
    Zitat Zitat
    Das größte Problem was ich hier in einer Fantasywelt sehe ist "der Anfang von allem". Oftmals wird ein Gott benutzt oder eine Kraft welche das Universum oder die Welt entstehen lassen hat, da ich aber sehr pingelig in diesem fundamentalem Storyelement bin gibt es einige paradoxe Fragen die ich mir auch in meinem eigenem Leben stellen muss.

    Zunächst, wie ist Gott entstanden? Hier kann man vielleicht damit argumentieren dass es diesen Gott immer schon gab, das Paradoxum was sich hier jedoch bildet ist folgendes:
    Wenn es diesen Gott schon immer gab, hat er unendlich Jahre gewartet bis er diese Welt erschafft. Dies muss der Fall sein da es die Welt nicht immer gab, der Gott jedoch immer schon existierte. Ebenfalls muss man sich Fragen was für Motive dieser Gott hatte. Wie entstehen Motive wenn es nix gibt? Deshalb ist diese Option für mich schonmal ein nono.
    Jedoch bin ich willig auch "Gottheiten" in meine Welt miteinzubringen, wie ich dies tu werde ich später erläutern.
    Es steht auch nicht zweifelsfrei fest, wie/warum unsere Welt/die Menschen ensttanden sind. Warum muss eine Fantasywelt eine Antwort auf eine Frage liefern, die nichtmal im RL beantwortet wird?

    Zum eigentlichen Thema kann ich nicht viel sagen. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit Kurzgeschichten, und da gehe ich nach dem Prinzip vor, so WENIG wie möglich außer dem, was direkt mit der Handlung zu tun hat, festzulegen.

  3. #3
    Ich sehe das ebenfalls wie Corti. Die Priorität liegt bei den Charakteren. Welche Entwicklungen sie durchgemacht haben und was sie am Ende der Geschichte sind. Schlüsselpersonen oder Ereignisse die dazu beigetragen haben. Erst danach kommt der Rest der Welt, der sich entsprechend danach richtet was meine Charaktere brauchen. Locations entstehen in erster Linie, weil sie darin wachsen und nicht weil ich die haben will.
    Ich will meine Geschichte an den Mann bringen und der hat nun mal kein Interesse an dem "Rest". Ich meine, ich gucke mir auch gerne Bilder von Kathedralen an, weil ich ihre Architektur unglaublich toll finde. Habe aber kein Interesse daran zu wissen wer die gebaut hat und warum.
    Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch meinen Spass daran habe mir Details auszudenken. Ich ziehe meinen geliebten Chars gerne irgendwelche neuen Kleidchen an ( Seien es Uniformen, Alltagskleider, Schutzkleider etc), die aber nie einen Bezug zur Story haben werden. Ich tu's einfach weil fun.

    Es ist eine Frage der Priorität. Ich nehme was ich brauche. Der Rest ist Spass an der Freude.

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