Mir ging es auch so, dass ich nach jeder Folge gleich noch eine gucken wollte. Zumindest immer bis man irgendwo gut Pause machen konnte. Das schaffen auch nur wenige Animes bei mir.
Zu Jones Tod: Ja, damit war ich auch nicht ganz zufrieden. Das kam mir a) zu plötzlich, b) wurde das im Folgennamen (!!!) angekündigt und c) hatte ich mich sehr darauf gefreut, dass Erin und Jone sich nochmal wiedersehen. Es ist ja nicht mal so gewesen, dass der Tod dann eine zu kleine Rolle gespielt hat – danach gab's ja Erins „Irrfahrt“ und ihre kleine Reise mit Ezal –, aber dass sich Erin und Jone nicht wenigstens noch einmal gesehen haben fand ich sehr traurig. Im echten Leben passiert so etwas natürlich auch auf so eine Weise. Aber ganz zufriedenstellend war es nicht.
Zur Mensch-Tier-Beziehung: Ja, das ist einfach wunderbar dargestellt. Die Zeit, in der Erin ihre Nächte im Stall bei Lilan verbracht hat. Als sie herausgefunden hat, dass sie über die Harfe kommunizieren kann und so zu einer Art Mutterfigur geworden ist. Aber dann doch die Erkenntnis, dass es einen großen Unterschied zwischen Menschen und den Beast Lords gibt. Jap, da gab's auch ein paar schockierende Momente. Aber dann kam die Flugszene, das war dann so ein toller Wow-Moment.
Vom Pacing her ist der Anime ja meistens ziemlich langsam und lässt sich für alles Zeit. Obwohl es schon 50 Folgen sind, denke ich öfters darüber nach, wie schön es gewesen wäre, einige der weniger stark behandelten Handlungsstränge nochmal ausführlicher präsentiert zu bekommen. Erins Beziehung zur Königin fand ich zum Beispiel äußerst interessant, aber da war es auch schon zu Ende. Und wie du gesagt hast: Aus dem Beziehungsleben hätte man auch noch viel rausholen können.
Ich würde auch gern wissen, wie die Romanvorlagen so sind. Aber die Übersetzung wurde ja nach dem ersten Band abgebrochen, ähnlich wie bei Guardian of the Spirits.
