Was mir aber viel wichtiger ist: Ich kann und konnte noch nie irgendwas studieren, nur weil es "sinnvoll" ist. Ich hab's probiert, ich hab's bei viel zu vielen Freunden erlebt, nein. Einfach nein. Macht's nicht. Es stresst sowas von ungemein und man geht kaputt daran, wenn man wirklich keine Interessen daran hat außer einen "guten" Job zu kriegen, in dem man auch nicht klar kommt. Am Ende steht man nur noch vor einem riesigen Haufen Frust. Nein. Nein. Neinneinneinnein. Nein.
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Das weicht jetzt vielleicht ein bisschen arg vom Thema ab, aber ich denke es ist durchaus unproblematisch ist einen Studiengang zu wählen weil er "sinnvoll" ist. Das machen sogar sehr viele , wenn man sich die ganzen BWL Studenten ansieht. Das ist meiner Meinung nach ein einziger Alibi Studiengang zu dem die Leute hin gehen um später bessere Job Chancen zu haben. Ich selber studiere Wirtschaftsingenieurwesen und wenn es nach mir ginge wäre ich jetzt lieber an irgend einer Privathochschule und würde irgend etwas kreativeres Studieren. Dennoch, ich stehe zwar nicht auf der Dean's List , aber habe durchaus Erfolg im Studium, einen gut Bezahlten Job am Institut und bekomme auch ständig irgend welche Tutorien angeboten, also per se zu sagen "tut's nicht" ist ein bisschen übertrieben. Das Einstiegsgehalt als Motivation kann schon genug sein um sich durch Systemtheorie und Statistik zu quälen. Und im ernst, selbst wenn's einen Interessiert, Spaß macht es keinem, gerade jetzt in der Klausurphase nicht.
Was? Spass macht es keinem? Man kann unmöglich ein Studium wie Mathematik durchziehen,wenn man keinen Spass daran hat.Also wer zb. Aktuar werden will,selbst wenn die Eltern zahlen nur wegen dem vermeintlichen dicken Gehalt,der tut mir leid.
Zum Arbeitsmarkt etc.: Ich hätte die Möglichkeit mit einem Einstiegsgehalt von ca. 3300-3500 Brutto anzufangen.Hört sich ok an? Und einige die bei uns abgegangen sind bekommen sogar direkt 3800-4000? Hmhm Tja.Die mussten aber 500Km sonst wo hinziehen,haben 70 Stunden Wochen,pennen halb im Zug und im Flieger,erhalten Sonntagsmorgens die Nachricht,dass sie Abends nach Singapur fliegen sollen um irgendwas vorzustellen und bereits bei meinem Nebenjob sah ich regelmässig um 20:00,wenn ich nach 10:45 Stunden aufhörte,die Herren an der Stechuhr die ausstachen und dann in Richtung ihres Büros zurückginggen.Die kommen sich dann auch noch alle wie die Kings vor,wie viel sie schaffen und das sie voll reinhauen. Nur da wäre ich leider in 10 Jahren n Krüppel.Ohne mich.
Gleichzeitig,hatte ich natürlich die Chance,die Jobabgebote intern einzusehen,also bei einem grossen Versicherer.Die Anforderungen war so extrem hoch,das war meistens unmöglich.
Ihr solltet bitte Mathe,BWL,VWL und Versicherungswesen studiert haben,in den letzten 6 Monaten mit mindestens 1,5 an der Uni den Master abgeschlossen haben,einen riesen Umfang an Stochastik und Numerik-Programmen beherrschen,die sich keine öffentliche Hochschule leisten kann und am besten viel Erfahrung neben dem Studium gesammelt haben,vorzugsweise im Prozessdesign oder natürlich der Optimierung von interner Software und dann bekommt ihr vielleicht:
Besser noch ihr seit Aktuar DAV.Das heisst ihr habt bei der DAV (deutsche Aktuaren Vereinigung) für 3 Jahre (neben dem Job) oder noch besser in ca. nem halben/einem Jahr Vollzeitartig an dieser Institution 10-15 Klausuren geschrieben und sehr gut bestanden,damit ihr euch so nennen dürft und die Kenntnisse der Versicherungsmathematik nachweisen könnt.Natürlich kostet euch das schon so 15.000 aber ihr wollt ja einen guten Job.Ne?
Insofern,ich glaube die Jungs wissen genau,dass sie mehr fordern als oft möglich ist und Fachkräftemangel schreien um die Leute noch billiger zu bekommen,weil sie noch geiler auf nen Job sind,die dann rar sind.Deshalb wurde wohl auch der Bachelor eingeführt.
Sie sind Bachelor? Wir nehmen sie,aber es gibt wenig Geld,weil sie sind kein Master.Sie sind Master? Sie bekommen auch weniger als vorher,weil wir könnten ja auchn Bachelor nehmen.Es bekommen einfach jetzt alle weniger.Ganz einfach.
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Kindergärtnerin: "Und neben der Marienkäfergruppe gibt es auch noch die Elefantengruppe."
Ich:"Sind da die dicken Kinder drin?"
Zum Arbeitsmarkt etc.: Ich hätte die Möglichkeit mit einem Einstiegsgehalt von ca. 3300-3500 Brutto anzufangen.Hört sich ok an? Und einige die bei uns abgegangen sind bekommen sogar direkt 3800-4000?
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Als Junior Softwareentwickler verdiene ich schon 3.400 € Brutto pro Monat. Dann muss ich sagen, dass du dich sehr billig verkaufst.
Zitat von noRkia
Gleichzeitig,hatte ich natürlich die Chance,die Jobabgebote intern einzusehen,also bei einem grossen Versicherer.Die Anforderungen war so extrem hoch,das war meistens unmöglich.
Ihr solltet bitte Mathe,BWL,VWL und Versicherungswesen studiert haben,in den letzten 6 Monaten mit mindestens 1,5 an der Uni den Master abgeschlossen haben,einen riesen Umfang an Stochastik und Numerik-Programmen beherrschen,die sich keine öffentliche Hochschule leisten kann[...]
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Das ist das, was sie haben wollen.
Tatsächlich nehmen, können sie auch nur das, was auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, und das sind zum Großteil echte Luschen, die für einfache Additionsaufgaben schon einen Taschenrechner brauchen, weil sie vollkommen überfordert sind. Diese Leute sind die billigeren Fachidioten.
Ich seh das in meinem Beruf. Ich arbeite an einer Software für Banken, und eigentlich sollte man meinen, dass die Personen, die in den Banken eine höhere Stellung beziehen, wissen, was sie da jeden Tag machen, aber wenn ich Anfragen bekomme, was wir unter einem "variabel verzinslichen Wertpapier" verstehen, dann kommen mir da doch echte Zweifel auf.
Das Einstiegsgehalt als Motivation kann schon genug sein um sich durch Systemtheorie und Statistik zu quälen.
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Ich bezweifle jedoch etwas, dass auch du wirklich nur wegen dem Einstiegsgehalt dieses Studium gewählt hast, sondern auch gewisse Anlagen für deinen Beruf mitbringst. Der darauffolgende Job ist natürlich ein Auswahlfaktor und auch bei mir ein Grund, warum ich nicht "einfach nur" Kunst studieren könnte; aber auch, wenn ich allgemeinpädagogische Theorien ziemlich ungeil zum Lernen finde, so habe ich durchaus eine Motivation. "Spaß" ist eh so'n Wort, das nicht immer greift, weil es immer nach "Ich bin so glücklich!" riecht – ich bin einfach motiviert mich dafür auf den Hosenboden zu setzen und halte den Frust aus. Dazu kommen eben auch Talente: Wenn ich einen Job wähle, der zwar gut bezahlt wäre, ich aber gar nicht die nötigen Grundlagen hab (Kontaktfreudigkeit bei Lehrern, Faible für Mathe bei Wirtschaft, Auswendiglern-Charakter für Medizin...), dann führt es nur zu Niederlagen.
Ja, ich hab's krass ausgedrückt. . Ich bin da auch etwas emotional, weil einige meiner Freunde gerade wegen alleiniger "Der Job ist sinnvoll"-Wahlen ihres Studium entweder ewig im Studium rumkrebsen oder nun nach dem Studium den großen Schock haben, dass der Beruf ja ganz schrecklich ist und man sich regelrecht hinquält. Hey, selbst bei meinen Lehramt-Kollegen sehe ich einige, die schon im Studium daran kaputt gehen, weil es eben doch nicht nur "leichtes Geld mit viel Urlaub" ist. Wenn dann diese Motivation nicht stark genug ist, kann man mit diesem Stress gar nicht mehr umgehen.
Eigentlich wollte ich damit auch nicht ausdrücken, dass man so einen Studiengang nur wegen einer sehr einfachen Motivation gar nicht antreten sollte, denn meistens sind Motivationen recht simpel. Vor allem nach dem Abi weiß man meist ja noch nichtmal, was einem liegen könnte, und man probiert einfach aus. Jedoch merkt man eigentlich erstaunlich schnell, ob es eben eine Ausbildung/ein Studium/ein Beruf ist, für den sich der Frust lohnt. Wenn er's nicht tut, sollte man auch mal eine Fehlentscheidung eingestehen und vielleicht doch etwas anderes probieren. Diesen Absprung schaffen nämlich viele aufgrund gesellschaftlicher Ansprüche nicht und der darauffolgende Stress ist nicht zu unterschätzen. .
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Geändert von Wonderwanda (02.08.2013 um 10:12 Uhr)
Echt? Hm ich hab vorhin mal wieder gegoogelt und n Typ gefunden der meint er will schon so 70k im Jahr haben und da meinten einige noch,das wäre nicht total überzogen.Er könnt ja nochn Doktor machen,dann würd ers auf jeden Fall verlangen können.
Hm die Gehaltstabellen,die man überall findet,sagen was ganz anderes.Könnte es sein,dass die Seitens der Unternehmen manipuliert sind?
Ich hab bei der als Kunde Bank erlebt,dass ne Omi,die neben mir wartete wissen wollte,wie viel Geld sie in 3 Jahren hat,also "mit Zinseszins und so".Da meinte die Beratungstussie,dass sei eigentlich unüblich sowas auszurechnen und deshlab könnte sie das auch nicht.Da konnt ich nich mehr an mich halten und es endete damit,dass dann der Filialleiter kommen musste und dieser anbot,dass er das recherchieren könnte und es ihr dann schriftlich zuschicken könnte ^ ^
Prof meinte heute zu meinem Promotionsvorhaben (schreibe bei nem andern,aber angesprochene war so lang im Ausland,da bin ich grad ma ins Büro),er und der andere müssten sich dann ma genau die Masterarbeit ansehen,denn dies sei einzig und allein entscheidend.Ich solls einfach ma machen.Zudem sei es zwar ein schönes Leben am Institut,aber es gebe auch draussen Interessantes.Nargh ich will nicht nach draussen,auch wenns wohl doch mehr Kohle gibt als erwartet ;(
Meine Gamedesignträume kann ich mir in der heutigen Zeit auch in als Einzelperson in meiner "Freizeit" in Form von sowas http://www.noctuelles.info/ erfüllen und dann die paar Donations mitnehmen.Promotionsstellen sind nur halbtags,wodurch zumindest 2,3 Arbeitstage (meine Woche hat 7) für das Digitale bleiben.Das is jetzt der Masterplan.
Sorry Offtopic,aber ich habe Aufgrund des im nächsten Jahr nahenden Endes meines Studiums langsam,aber sicher schon leichte Depressionen und Panikattacken beim Aufwachen,weil ich nie mehr in som BWLding wie von 08 bis Ende letzten Jahres arbeiten will.Deshalb jetzt hier mein Berufsberatungspost für mich.
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Kindergärtnerin: "Und neben der Marienkäfergruppe gibt es auch noch die Elefantengruppe."
Ich:"Sind da die dicken Kinder drin?"