In diesem Fall finde ich es nicht so schlimm, da es tatsächlich romantischer ist (die beiden haben ja auch eine gemeinsame Kindheit), aber in vielen Fällen ist letzteres leider wirklich der Fall. Als man in Kapitel 6 (glaube ich) die(?) Regalia zurückholen muss und dafür zu viert in Feindesgebiet stürmen, macht das imo auch nicht viel Sinn, da der Wagen trotz emotionaler Bindung trotzdem nicht so wichtig wie das Leben der vier sein sollte, und es sicherlich Möglichkeiten gäbe, ein alternatives Gefährt zu besorgen. Bin jetzt in Altissa und die letzten Spielstunden bestanden gefühlt auch fast nur aus Fetchquests, was ich doch arg schade finde, wenn ich höre, dass die Story gegen Ende so überhastet erzählt wird. Dabei mag ich die Atmosphäre eigentlich: die Dungeons sind cool (auch wenn von ihnen leider keine Gefahr ausgeht, da man kaum sterben kann), die kumpelhafte Beziehung zwischen den Jungs wirkt glaubwürdig und unheimlich lebendig und z.B. die Bootsfahrt nach Altissa gefiel mir, obwohl man nur zuhören und die Kamera drehen konnte, richtig gut.
Leider ist Final Fantasy XV ein Spiel, das in vielen Belangen beeindruckenden Detailreichtum demonstriert, aber in vielerlei Hinsicht die Grundlagen nicht richtig hinbekommt. So sehr ich diese kleinen Dinge auch schätze, die Prioritäten wurden einfach falsch gesetzt und mir wäre (das habe ich glaube ich schon oft gesagt) lieb, Square Enix würde für den nächsten Teil die Ambitionen etwas zurückschrauben und ein komplett rundes Produkt ablaufen, auch wenn es bedeutet, dass ich nicht durch zehn reale Quadratmeilen Pseudo-Arizona stapfen oder aus dem richtigen Winkel im Sonnenlicht die Dreckspuren auf Lack des Autos erkennen kann.

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