Das sollte passen. Und selbst wenn nicht: kostenloser DLC täte es auch.Zitat von Surface Dweller
Dem stimme ich so weit zu. Eine gute deutsche Sprachausgabe wäre wünschenswert, die große Frage ist nur, wie realistisch und wahrscheinlich es ist, dass die so etwas hinbekommen können. Und an der Stelle muss ich leider einige Zweifel ankündigen. Wenn es so läuft wie in Kingdom Hearts wäre alles super, aber ich weiß grad nicht mehr genau, wer dafür verantwortlich war, und schätze, dass das eher Disney als Square zuzuschreiben ist. Auf der anderen Seite haben wir dann so etwas wie FFXIV ARR, das traurigerweise zeigt, wie man es in einem Blockbusterspiel nicht machen sollte. Das ist zwar ein MMORPG und hat deutlich weniger vertonte Cutscenes als das durchschnittliche Offline-Final Fantasy, aber dennoch handelt es sich um einen Hauptteil der Serie und kann somit als Indikator oder auch Testfeld herangezogen werden, wie sich so etwas in anderen Teilen vielleicht auf Deutsch anhören würde. Und auch wenn die deutsche Sprachausgabe von XIV nicht völlig furchtbar ist und ich schon schlechteres gehört habe, muss ich trotzdem konstatieren, dass sie nicht auf einem Niveau ist, dem ich von einem Spiel dieser Größenordnung erwarte. Übern Daumen gepeilt würd ich behaupten, dass 20% der Stimmen gut, 30% der Stimmen noch okay und 50% der Stimmen total amateurhaft schlecht und unpassend sind. Wenn schon, dann sollen sie sich das was kosten lassen und bekannte, trainierte Synchronsprecher engagieren, von denen gerade in Deutschland mehr als genug zur Auswahl stehen. Wenn ich mir da einige der zentralen Story-NPCs aus XIV anhöre, erschaudere ich vor dem krassen Overacting und fehlendem Gefühl für Tonfall und Timing. Auch ganz schlimm: Begrifflichkeiten, also beispielsweise zum in-game Lore, werden da teilweise von Figur zu Figur unterschiedlich betont/ausgesprochen, als hätte die vorher niemand diesbezüglich instruiert. Ich mein, ich weiß den bloßen Versuch zu schätzen, aber dennoch schade, dass das erste Mal deutsche Sprachausgabe in der Serie so durchwachsen ist.
Es bleibt zu hoffen, dass sie das in Zukunft besser machen. Ich würde mich übrigens über japanische Sprachausgabe durchaus freuen und diese befürworten (wäre auch einfach eine nette Geste, weil sich das nicht wenige Fans wünschen), aber denke auch nicht, dass das absolute Priorität hat. Zur Not spiel ich das auch auf Englisch durch ^^ Generell bin ich für mehr Optionen bei den Stimmen. Ein paar Beispiele zeigen hier ja, wie man das richtig machen kann, und überlassen dem Spieler die Wahl, manchmal sogar zwischen drei oder mehr Sprachen (hab ich so für Lost Odyssey und Blue Dragon in Erinnerung, aber wills jetzt auch nicht beschwören). Doch wenn deutsche Sprachausgabe bedeuten würde, dass diese die einzige zur Verfügung stehende wäre, würde ich mich tendenziell sogar eher dagegen aussprechen. Denn miese Sprachausgabe kann einem so leicht die Freude verderben, und zumindest eine Alternative, sei es Englisch oder Japanisch, wäre so etwas wie ein Fail-Safe.
Auch wenn da in der Theorie bestimmt was dran ist, würde man (je nach Spielweise natürlich individuell verschieden) wahrscheinlich kaum all die Aktionen manuell durchführen bzw. überhaupt effektiv durchführen können, die man mit den Gambits selbst automatisiert. Nachdem ich elaboriertere Gambit-Listen für diverse Situationen bei der Party eingestellt hatte, ist mir beim Spielen zum Beispiel aufgefallen, dass da Dinge praktisch erledigt wurden, an die ich zwar bei der ursprünglichen Planung gedacht habe, nicht aber in oder kurz nach der unmittelbaren Kampfsituation. In vielen Fällen war dafür auch gar keine (Reaktions-)Zeit. Selbst wenn man im Wait-Modus spielt, kann einem das unterkommen, und gerade dieses effizientere Vorbereitet-Sein rettet einem bei manchen Bossen den Hintern. Entsprechend habe ich das auch nie so empfunden wie in deinem formal durchaus korrekten letzten Satz. Ich fand die Idee grundsätzlich cool, dass man KI-Bausteine in Form von Gegenständen erhält und damit zwar mit der Zeit bestimmte Aktionen von selbst ablaufen lässt, aber diese ja dennoch immer wieder auf die entsprechenden Situationen anpassen muss und grundsätzlich einfach mehr Möglichkeiten im Gameplay zur Verfügung gestellt bekommt. Natürlich kannst du Fran auch so den Vita-Zauber nutzen lassen, wenn die HP kritisch sind, aber du würdest nie den Grad der Exaktheit erreichen, ob das nun bei 10% oder bei 20% des Maximalwertes geschieht, und in hektisch-brenzligen Situationen vielleicht sogar übersehen, dass die Figur kurz davor ist zu fallen, weil du auf etwas anderes geachtet hast.
Vielleicht ist es der falsche Begriff, "mehr Möglichkeiten im Gameplay" zu sagen, aber man kann zumindest seinen eigenen Spielstil dadurch sehr viel genauer einbringen. Der Wechsel zu (Semi-)Echtzeit-Kämpfen, in denen die Figuren nicht mehr alle brav auf einer Stelle stehen und der Reihe nach dran sind, sondern in denen man immer nur noch eine Figur zu einem bestimmten Zeitpunkt direkt kontrolliert (selbst wenn man fliegend wechseln darf), hat gewisse Automatismen einfach erforderlich gemacht. Wenn das schon sein muss, so hat es mich gefreut, dass Square /Square Enix das wenigstens so fein und beeinflussbar wie möglich gemacht hat (anders als in XIII, da hat mich diese Oberflächlichkeit und manchmal Dummheit der Charaktere echt gestört), ohne dabei zu komplex und unzugänglich zu werden. Da ist es doch clever, wenn man das direkt an den eigentlichen Fortschritt im Spiel bindet, indem weitere Gambit-Optionen mit der Zeit hinzu kommen. Denke, dass man es sich im späteren Verlauf einfacher machen kann, ist den anderen, älteren Teilen gar nicht so unähnlich, obgleich es dort weniger auffällig ist und auf anderen Wegen geschieht.
Ich würde aber auch sagen, dass da noch Luft nach oben war und Optimierungsbedarf bestand, so genial ich es stellenweise auch fand. Man hätte ein paar der wichtigsten Gambits gleich von Anfang an haben sollen und insgesamt noch einige andere mehr, die in der Originalversion nicht abgedeckt waren. Nicht umsonst haben sie in der International-Fassung noch einige weitere hinzugefügt. Hätte es auch besser gefunden, wenn das mehr stufenweise geschieht, also zum Beispiel nach einem bestimmten Storyfortschritt an drei oder vier Punkten ein neues Set an Gambits freigeschaltet wird. Deshalb fand ich es auch so schade, dass der XIIer Ansatz nicht mehr weiterverfolgt wurde. Mit einiges an Finetuning, standardmäßig vier anstatt nur drei Charakteren gleichzeitig, mehr Augenmerk auf Position durch AoE-Fähigkeiten, deren Bereich jeweils angezeigt wird, sowie Fallen und Umgebungsbeeinflussung gegen die Gegner (zu den letzten beiden Punkten siehe Breath of Fire V, sollte nur dynamischer und schneller sein) könnte das wirklich der Hammer werden. Deinen vorrangigen Kritikpunkt könnten sie unter anderem aushebeln, indem gewisse Boni auf die Benutzung der Gambits gewährt werden (zum Beispiel, indem positive Statuseffekte etwas länger halten). Wenn man schon in FFX-2 Kampfboni für das Durchqueren dieser Kostüm-Bretter bekommt, obwohl das von Bossen mal abgesehen kaum was bringt und die normalen Kämpfe viel zu schnell dafür vorbei sind, dann wüsste ich nicht, wieso man etwas Vergleichbares nicht auch mit dem System aus XII verbinden könnte, wo es wahrscheinlich sehr viel lohnenswerter wäre.
Oh ja. Und nichtmal unfair-schwieriger, sondern einfach schwieriger durch eine offenere Welt und mehr Freiheiten, die diese mit sich bringt. Man kann zum Beispiel schon früh in Gebiete gehen, wo man gemäß Storyverlauf eigentlich erst später hin soll, und trifft dort natürlich auf fiesere Gegner usw. Aber wer Herausforderungen sucht, der findet sie in FFXII massenhaft, auch bei den optionalen Hunts. Den Schwierigkeitsgrad fand ich sehr angenehm und ich denke zumindest das mit diesen Freiheiten und Herausforderungen ist etwas, das auch XV durch die Beschaffenheit seiner Spielwelt bieten wird.Zitat
Heh, ich hätte nichtmal was gegen einen old-schooligen Disc-Wechsel, wenn das Spiel auf zwei BDs rauskämeWäre mir sogar noch lieber als DLC, weil es dann fest dazu gehört. In XIII-2 war das ja ganz nett und ich habe sie mir auch rechtzeitig runtergeladen, aber es ist bei sowas immer nur eine Frage der Zeit, bis sie doch Geld dafür verlangen.
Geändert von Enkidu (08.03.2015 um 05:10 Uhr)
@Suface Dweller:Ja, das stimmt. Allerdings konntest Du in FF XII auch vollkommen alleine kämpfen. Du konntest in jeden Zug eingreifen und die Gambits auch einfach weglassen. Ich hingegen fand es als enorme Zeitersparnis und Erleichterung. So konnte ich durch die riesigen Gebiete ziehen und hatte überhaupt erst die Möglichkeit ordentlich zu leveln. Deswegen fand ich das System an sich super. Random Encounters hätten mich bei den weitläufigen Gebieten beispielsweise angekotzt und das Spieleerlebnos sicherlich auch zerstört. Aber es ist ein wenig Geschmackssache. Man hätte evtl. auch ein ganz anderes Kampfsystem haben können. Trotzdem fand ich es extrem flüssig und flott.Zitat
Ich fand sie nicht flach, wie schon gesagt - das Verhältnis Cutscenes zu Story war einfach nicht das Wahre. Auch ist die Länge der Cutscenes auf schnelles Weiterspielen ausgerichtet. Mir haben die Figuren allesamt getaugt. Dass einige weniger und andere mehr beleuchtet werden liegt im Sinne des Erfinders. Man hätte hier nur deutlich mehr Cutscenes und evtl. Active Time Events benötigt. Dann wären die Charaktere meiner Meinung nach auch wesentlich interessanter gewesen.Zitat
Ah ja, und du hast recht: Die abwechslungsreichere Geschichte hat tatsächlich FF VII, wenn ich jetzt so weit zurückdenke. Ein fantastisches Spiel ist es allemal. Und wie schon gesagt: Im Rückblick finde ich Teil VIII schlechter, der zwar stärker beginnt, dann aber etwas nachlässt. Und vom Writing her nicht das Wahre ist, wobei ich hier die Übersetzung im Verdacht habe.
@ Enkidu:
Das wäre auf jeden Fall schon wichtig, aufgrund des Failsafes eine englische Tonspur mit dabei zu haben, wenn es wirklich eine deutsche Synchro gibt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass FF eine schlechte Synchro bekäme. Das Dingens wird multiplattform und alle Spiele die multiplattform sind haben in letzter Zeit eine hervorragende Synchro (Assassins Creed, Bishock Infinite, etc.). Die Synchro von FF XIV kenne ich nicht, aber in der Regel sollte doch Teil XV eine normale Synchro bekommen. FF XIV spielen außerdem sehr wenig Leute. Überhaupt ein Wunder dass gerade der Teil eine deutsche Synchro bekommen hat. Die Qualität ist in der Regel jedoch in allen deutschen Sprachausgaben der letzten Jahre gut. Dazu ist es auch nicht unbedingt wichtig ausschließlich beste Prominenz zu haben. Die Regie ist viel wichtiger, dass zum Schluss alles zusammenpasst. Wir erinnern uns noch an die PS 2 mit Arc-Twilight of the Spirits. Das hatte bereits eine deutsche Sprachausgabe. Mit Sascha Draeger und mehreren bekannten Profisprechern. Und trotzdem klang sogar der an den meisten Stellen hölzern und alles klang extrem gekünstelt. Das liegt nicht unbedingt an den Profis, sondern eher an der Regie. Ist die Regie gut, dann klingt die Synchro meistens danach auch hervorragend. Das ist ähnlich wie bei Hörspielen. Ich habe in der Vergangenheit schon an allerlei Produktionen mitgewirkt und auch bei einigen die Regie geführt. Auch da hat man manchmal Laien oder unebkanntere Sprecher. Ziel ist es, sie so weit zu bekommen, dass sich ihr Gesprochenes in den Sprachfluss der Handlung einfügt. Das ist kein Hexenwerk und ist immer sehr gut gelungen. Das einzige wo ich mir vorstellen kann, dass es schiefläuft ist unter Zeitdruck. Aber deswegen besetzt man die wichtigen Rollen (die mit mehr Text) mit erfahrenen Sprechern und das Drumherum kann man auch mit Laien auffüllen. Im Endproukt kannder Hörer, der sich eh auf das Geschehen konzentriert, die Laien nicht mehr unbedingt von den Profis unterscheiden, außer er ist Sprachtrainer, Rhetoriker oder Logopäde. Und selbst da sind die Promis meist sogar eine Spur schlechter, was die gesprochene Sprache an sich betrifft (vgl. Til Schweiger - der nuschelt als Markenzeichen).Zitat