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Legende
Peter erwachte an diesen Morgen, bzw. vielmehr war es schon Nachmittag, mit starken Kopfschmerzen. Au, das war dann gestern eindeutig zu viel von Brunis guten Braukünsten. Brunhild! Peter schreckte hoch und stieß sich den Kopf an einem Holzbalken, der über seinem Bett hing. "Verflixt nochmal!" Behäbig stand Peter auf und seufzte. Er erinnerte sich nur noch schemenhaft an den vergangen Abend. Aber eines würde er so schnell nie wieder vergessen: Sie hatten Brunhild an den Galgen gebracht. Brunhild, die Wirtin und gute Seele des Dorfes. Und er war mit Schuld gewesen an ihrem Tod. Und das nur weil er auf diesen Noel gehört hatte. Dabei war er ihm doch schon immer suspekt vorgekommen. "Dieser Bursche mit seiner verhexten Zunge. Auf den werd ich bestimmt nicht mehr hören!"
Nachdem er sich gewaschen und angezogen hatte ging Peter in Richtung Dorfmitte. Aufgrund der durchzechten Nacht hatte er den Sonntagsgottesdienst verschlafen. Das erste Mal in seinem Leben. Peter fühlte sich miserabel. Er hoffte, den Pfarrer anzutreffen um bei ihm noch die Beichte ablegen zu können. Doch bevor er dazu kam den Pfarrer zu finden, traf er Noel, Luise und Tyrell auf dem Dorfplatz. Die Stimmung war angespannt. Anscheinend waren wieder in dieser Nacht gleich zwei Bewohner gestorben, Patricia und Rekon. "Es werden immer mehr" murmelte er. Außerdem hatten Ross und Viktoria das Dorf verlassen. Außer ihnen vieren und dem Mädchen Lumi war niemand mehr übrig geblieben. Ob das Dorf noch irgendwie zu retten ist? Peter war sich nicht sicher, und seine Zuversicht sank, als Luise und Noel ihn anklagten.
Er wandte sich dem Mädchen zu: "Luise, bitte, überdenke deine Entscheidung. Ich bin kein Lumianer, glaube mir! Ich bereue meine Entscheidung von gestern zutiefst. Ich habe doch nur für Brunhild gestimmt, weil ich dem da (er zeigte dabei auf Noel) vertraut habe. Aber damit ist jetzt vorbei!" Er dreht sich zu Noel um. "Du! Du bist Schuld an der Scheiße, in welches dieses Dorf geraten ist!" rief er ihm entgegen. "Du kleines Miststück, hast uns alle an der Nase herum geführt! Ich hätte auf meinen Bauch hören sollen. Ich wusste gleich, dass du nichts gutes für unsere Dorf bedeuten kannst. Deshalb klage ich dich, Noel (Nonsense), an der Grund allen Übels zu sein. Und ich hoffe, dass mit deinem Abschied diese Sekte besiegt ist und in Düsterwald endlich wieder Frieden einkehren kann." Peter zitterte am ganzen Leid, während (verbal) er auf Noel losging. Seine rechte Hand war nur noch weniger Millimeter von Noels Gesicht entfernt. Doch er nahm all seine Beherrschung zusammen und fasste ihn nicht an.
Geändert von Layana (08.04.2013 um 22:01 Uhr)
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