Einige Zeit verstrich, in der Maria mit Luise in der Kirche stand. Das junge, hübsche Mädchen verrichtete noch ein Gebet, während Maria schweigend danebenstand und vermutlich den gleichen Wunsch hegte, wie Luise selbst.
Nach ihrem Gebet verließ das Mädchen die Kirche. Während sie alleine in der Kirche saß, beobachtete Maria noch ein wenig das letzte Licht, das durch die Kirchenfenster schien, bevor sie sich ebenfalls auf den Dorfplatz begab.
Der Galgen war inzwischen aufgebaut, lediglich ein paar Leute schienen noch zu fehlen, bis die Nominierung beginnen sollte.
Maria wurde ganz Schwermütig, sie wollte doch, dass alles friedlich blieb. Es reichte, wenn nur der Hauptmann gestorben war... Mussten jetzt noch weitere Menschenleben geopfert werden?
Ein paar Meter von der Gruppe entfernt blieb sie stehen, schloss die Augen und holte einige Züge tief Luft, um sich zu beruhigen. Dann trat sie heran, um die weiteren Ereignisse beobachten zu können.








