"Tyrell, komm her."
(Nein... ich-)
"Tyrell, liebst du... mich nicht?"
(Was? Doch, sag sowas nicht...!)
"Bitte... komm hierher..."
(Wo gehst du hin? Nein... nein, nicht weiter weg! Nein-)
"Mama, geh nicht!!"
Das war laut. Nicht so laut, dass jemand anders es hätte hören können, aber... eine noch unangehmere Art, um Aufzustehen, als Niesen. (Oh große Güte...), dachte er, (....das war... nicht schön... w-was passiert hier nur...?) Für einen Moment kam alles wieder hoch. Es war ein schöner Tag, sonnig. Tyrell war draußen zum Spielen, während seine Mutter zuhause im Fieber lag. Sie sagte, er solle sich keine Sorgen machen... als er zurückkam, antwortete sie auf keinen Satz von ihm. Oder etwa doch? So genau weiß es niemand. Aber ab diesem Tag war Tyrell komplett auf sich allein gestellt. Wer sollte sich auch um ihn kümmern?
Deprimiert machte sich Tyrell einen weiteren Tee. Seine Erschöpfung verschwitzte er völlig während des Schlafens, allerdings dachte er, er sollte lieber auf Nummer sicher gehen. Der Tee zog genau drei Minuten, bis er ihn trank und in seinem Buch herumtüftelte. Er saß da, still und leise, vor sich hin. Er stieß dabei immer wieder zurück zur Seite mit dem Blitzfänger. Darin stand, dass Blitze nicht von Gottes Hand kommen, sondern eine natürliche Begebenheit sind. Solange niemand diese Seite zu Gesicht bekam, war für ihn die Welt noch vollkommen in Ordnung. Er steckte sein Buch weg, wo es unauffällig blieb, obgleich er seit Jahren schon keinen Besucher empfangen durfte, und ging nach draußen. Frische Luft schnappen. Dieses Vorhaben blieb nicht lange im Vordergrund, als er mit der Dorfmasse gen Zentrum schwimmte und dort ein Schwert vorfand, mit höchst interessantem Zettel, viel interessanter der dortige Inhalt.
(Oh je...), dachte er sich, (worauf wird das nur hinauslaufen...?") Dann fand er einen weiteren Zettel vor, am Ankündigungsbaum.Zitat
(Was zum... so paranoid? Wer bin ich, dass ich den Argwohn unseres Hauptmanns anzweifle, aber warum müssen wir schon so hart durchgreifen? Das hätte ich nicht erwartet... es hätte genauso gut ein übler Streich sein können. Ich kann's nicht fassen...) Nachdenklich streifte er durch das Dorf. Er kratzte sich dabei mehrmals, soll ja beim Denke helfen. Aber wirklich etwas zusammen bekommen hat er nicht. (Konrad...? Das kann ich nicht machen... so ein ehrlicher Kerl, der für seine Cousine da ist... aber was soll ich nur machen... wie schrecklich... ich will hier nicht sein.)Zitat







