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Thema: Das Dorf Gottes 2 Charakterthread

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  1. #1
    Name: Merete Ivardottir
    Alter: 19
    Beruf: Jägerin





    Hintergrund:
    Merete war die Tochter des Isländers Ivar Sivertson, einem aufständischen Freigeist, den sie bereits in sehr jungen Jahren an die Waffen dänisch-norwegischer Streitmächte verlor. Im Zuge der Flucht aus ihrem Heimatdorf schloss sie sich Uppreisamoti Kirkja an, jener antichristlichen Gruppierung, der auch ihr Vater zugehörig war. Unzählige Nächte vergingen, in denen Merete gemeinsam mit den Mitflüchtlingen Schutz in vorrübergehenden Unterschlüpfen suchte, bevor die nomadierende und lediglich auf das stumpfe Überleben fokussierte Gemeinschaft weiterzog, sich häufig in Kämpfen behauptete, doch dabei schließlich immer mehr an Bemannung verlor. Während die Fischerstochter sich zu Beginn in den hintersten Reihen befand und viele tapfere Kämpfer zum Wohle ihres Überlebens verrecken sah, wuchs sie schließlich an der Seite des Hauptmannes Arik Edvinson zur Kämpferin heran und erlernte insbesondere den Umgang mit Pfeil und Bogen in Perfektion.

    Die Flucht führte die wenigen Überlebenden der Uppreisamoti Kirkja an den Hafen von Hafnarfjörður. Von dort aus schlichen sich die Kämpfer auf ein Schiff der Hanse, das sie schließlich in das verheißungsvolle Deutschland bringen sollte. Nur kurz nach der Ankunft wurden sie jedoch aufgespürt und lediglich Merete war es, die aufgrund ihrer exzellenten Bogenkünste, dem Wohlwollen Edvinsons und insbesondere einer Menge Glück fliehen konnte, sich aufmachte, um die lange Reise anzutreten, die sie immer weiter gen Süden führen sollte, so weit weg vom Meer, wie es ihr irgend möglich war. Sie führte das Leben eines Räubers, jagde - wenn nötig - Wild und versuchte sich scheiternd an der Profession ihres Vaters.

    Erst im Alter von 17 Jahren wurde Merete sesshaft. Sie erreichte im Zuge einer gewöhnlichen Rast das Dorf Düsterwald im Süden Deutschlands und wurde darauf aufmerksam, dass der Hauptmann verzweifelt weitere Jäger suchte. Ihr war nicht bewusst warum - das Dorf erschien ihr nicht besonders, die Aufgabe nicht reizvoll -, doch sie war genug geflüchtet, hatte sich weit genug entfernt von der Gefahr ihrer Heimat. Hier schien die Welt unberührt, friedlich. Genau das Richtige für einen Menschen, der nichts weiter wollte als zu überleben, weswegen sie nun bereits zwei Sommer hier verbrachte.

    Fähigkeit / Persönlichkeit: Merete ist eine exzellente Bogenschützin und benutzt diese - ursprünglich für den Kampf erlernte - Fähigkeit, um ihrer Aufgabe als einer der zwei Jäger im Dorf nachzukommen. Bei der Jagd ist sie leise, wendig und schnell, wenngleich sie reine Körperkraft vermissen lässt. Im Umgang mit Anderen ist Merete eher unbeholfen, was auf den meist nur sporadischen Kontakt mit Menschen und das schlichte Nicht-Vorhandensein von Interesse für irgendjemanden zurückzuführen ist, auch, da sie jeden, der ihr jemals nah stand, sterben sah. Der Kontakt zu anderen Dorfbewohnern hält sich demnach auf einem sehr geringen Level, auch wenn sie ihm nicht per se ausweicht. Nur für das Gespräch abseits von notwendigen und - in den meisten Fällen - geschäftsbedingten Themen räumt sie für gewöhnlich keine Zeit ein.

    Geändert von MeTa (19.03.2013 um 08:42 Uhr)

  2. #2
    Name: Viktoria Valeria von Eichenstein (Nächtlicher Künstlername: "Die rote Viola")
    Alter: 20
    Beruf: Schneiderin (Nachts: anonyme Sängerin)
    Aussehen: braune Augen, eher schlank und klein, glatte, braune Haare. Tagsüber ein relativ langweiliges, unauffälliges Verhalten und Aussehen
    nachts jedoch hat sie grüne Haare und trägt eine Maske, die ihr Gesicht halb verdeckt

    Hintergrund: Viktoria lebt mit ihrer Mutter Elisabeth und ihrem kleinen 10-jährigen Bruder Peter am Rande des Dorfes in einem großen Haus mit einem großem Garten, der viele Blumenbeete beinhaltet. Unter anderem auch ihre Liebelingsblumen, Veilchen. Als Viktoria 7 war, bekam sie von ihrem Vater Viktor einen Hund geschenkt. Einen kleinen Mops.
    Bis dahin hatte sie eine ganz normale Kindheit. Als ihr Bruder zur Welt kam jedoch, brach ein eiskalter Winter an. Ein Winter in dem einige Menschen in dem Dorf Hunger litten. Viktor von Eichenstein entschloss sich aufzubrechen und für seine kleine Familie Nahrung zu suchen. Er kam nie mehr zurück.
    Viktorias Mutter begann sich seit seinem Verschwinden immer mehr zu verändern. Sie bestand erst darauf, dass Viktoria sich ihre Haare beim Rausgehen zubinden sollte. Dies steigerte sich. Elisabeth wollte, aus ihrer Tochter eine anständige und höffliche junge Frau machen und das so perfekt wie Viktor es sich ihrer Ansicht nach gwünscht hätte.
    Als Viktoria 18 Jahre alt wurde, zwang ihre Mutter sie, ihre Schneiderei zu übernehmen, sowie es die Tradition der Familie Eichenstein besagte.
    Viktoria ist nun vollkommen unzufrieden mit ihrem Leben bis sie schließlich auf eine Idee kommt und ein neues Talent an sich entdeckt.
    Sie saß als Kind oft mit ihrem Vater an dem Veilchenfeld und zusammen sangen sie Lieder.
    Eines Nachts nun, als sie 18 Jahre alt ist, verschwindet sie und tritt als Sängerin im Wirtshaus auf.
    Niemand erkennt die sonst so langweilig angezogene Viktoria, die plötzlich ein wunderschönes Kleid trägt, ihre Haare zu grünen Locken offen trägt, eine schwarze halbe Maske im Gesicht trägt und mit der samtweichen Stimme ihre Zuhörer verzaubert. Seit dem tut sie das Nacht für Nacht. Im Dorf ahnt niemand, dass die Frau die sich "Die rote Viola" nennt, in Wirklichkeit die langweilige Viktoria von Eichendorf ist.

  3. #3
    Name: Brunhild Brauer

    Alter: 26
    Beruf: Wirtin des Gasthauses "Zur runden Hirschkuh"

    Als Sohn des einzigen Wirts weit und breit das „Glück“ zu haben, sich mit der immer nach Bier riechenden Brauerin der Gegend zu vermählen, liegt wohl auf der Hand. Bier ist ein gefragtes, aber in Massen doch recht teures Gut, und so ward es schnell beschlossene Sache für den Erben des Gasthauses „Zum dicken Hirsch“. Einige Jahre später als nunmehr selbstbestimmender Wirt das Pech zu haben, von einem der Bierfässer der Frau beim nächtlichen Stibitzen überrollt zu werden, mag ein nicht unbedingt angenehmes, aber wohl außergewöhnliches Lebensende gewesen sein.
    Gudrun Brauer ließ der Verlust ihres Gattens nicht verzweifeln, sondern mit der Lektion, die Fässer in Zukunft besser festzubinden, den Betrieb in die eigenen Hände nehmen- zusammen mit ihrer damals fünfjährigen Tochter. So wuchs Brunhild fortan ohne Vater, aber lange nicht ohne Vaterfiguren auf. Genügend Männer, die dem jungen Ding abends gerade nach einigen Bieren so manches über Gott und die Welt erzählten, gab es schließlich genug in dem Dörfchen. Ihrer Mutter griff sie wo sie nur konnte unter die Arme, lernte sporadisch lesen und so wurde sie unweigerlich über die Jahre zur besten Köchin, Brauerin und vor allem Tratscherin des Dorfes ausgebildet. Ihre Zukunft als nächste Wirtin war also mehr als vorgezeichnet.
    Ihre Mutter schaffte sich drei Jahre nach dem Tod des Wirts gegen zu aufdringliche Gesellen einen Schäferhundwelpen an, den sie nach ihrem verblichenen Mann Rüdiger taufte. Ihr wurde versichert, dass aus ihm ein geradezu furchteinflößender Köter werden würde, schließlich habe er einen Stammbaum, der das verbriefen würde. Allerdings entwickelte er sich mehr zu einem faulen, verfressenen und treudoofen Feigling denn einer wirkungsvollen Einschüchterungsbestie. Die Brunhild vor sechs Jahren zusammen mit dem Wirtshaus vererbt bekam, nachdem ihre gute Mutter einer Lungenentzündung erlag.
    „Zum dicken Hirsch“ wurde kurzerhand umbenannt in „Zur runden Hirschkuh“ und Konrad wurde als neuer Stalljunge eingestellt. Dass sie inzwischen eine leichte Schwärmerei für ihn entwickelt hat, würde sie nie offen zugeben, zumahl sie sich kaum vorstellen kann, dass er eine „alte Jungfer“ wie sie noch haben wöllte. Doch das muss ja nicht heißen, dass man ihm nicht doch ab und an einmal schöne Augen machen oder ein extra Bier mit Rührei und Speck ausgeben kann…
    Brunhild ist jedem gegenüber offen und herzlich, redet gern und hat für alles und jeden ein offenes Ohr. Überdies versucht sie einen Weg zu finden, Rüdiger endlich dazu zu bewegen, wie jeder normale alte Hund endlich das Zeitliche zu segnen, da er zu sonst eh nicht nütze ist.

    Geändert von Mephista (21.03.2013 um 00:41 Uhr)

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