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Ergebnis 1.721 bis 1.723 von 1723

Thema: Die Gender-Frage: Geschlecht, Gesellschaft und Rollenbilder

  1. #1721
    Sollte jede Aussage erlaubt sein, egal wie verletzend sie ist? Ich bin zwiegespalten. Ich finde es schrecklich, wie hasszerfressen manche Menschen sind und wie sie - vor allem im Internet - ihren Hass verbreiten. Aber nicht jeder, der etwas Dummes sagt oder Vorurteile hat, ist ein hoffnungsloser Fall. Wenn jemand sich mit den Worten vergreift, sollte man ihm das auch sagen, aber es ist wiederum nicht richtig, ihn sofort mit den Unverbesserlichen auf eine Stufe zu stellen. Ich finde es auch schrecklich, wenn sich Menschen im Namen der Gerechtigkeit auf andere stürzen, um auf sie einzutreten und sie (sozial) zu ruinieren. Man kann Ungerechtigkeit nicht mit Ungerechtigkeit bekämpfen und Hass nicht mit Hass.

  2. #1722
    Wenn man nicht auf eine Stufe mit den Unverbesserlichen gestellt werden möchte, sollte man sich vielleicht einfach nicht permanent wie diese verhalten und deren Positionen vertreten und unterstützen.

    Wir müssen hier auch differenzieren, ob sich Leute beidseitig nur kurzfristig online auslassen (das muss man dann vielleicht auch nicht medial überhöhen) oder ob es eine längerfristige Geschichte mit legitimer Kritik ist. In meiner Erfahrung hatten Leute, die ernsthaft auf eine entsprechende Stufe gestellt werden, mehr als genug Gelegenheit zur Besserung, aber beschlossen, es zu ignorieren und weiterhin ihren Hass ins Netz zu stellen.

    Und da sind Konsequenzen in Form von Account-Sperren, Boykotten und verlorenen Werbepartnern und/oder Jobs nur gerechtfertigt.
    Wer seinen Hass so öffentlich auslebt (und ggf. damit sogar Profit machen möchte), ruiniert sich im Grunde selbst.

    Ich will dazu sagen, dass ich Gewalt, Doxxing und Sachbeschädigung nicht gutheiße, aber wenn sich jemand aktiv dazu entscheidet, ein derartiger Arsch zu sein, muss man ihm keine Träne nachweinen, wenn er sich z.B. finanziell selbst gegen eine Wand gefahren hat.

    MfG Sorata

  3. #1723
    Solche Konsequenzen sind bei jemandem, der ständig seinen Hass verbreitet oder der etwas Menschenverachtendes getan hat, sicher gerechtfertigt. Aber es darf kein Zweifel bestehen.

    Das, was mit Justine Sacco passiert ist, ist ein mahnendes Beispiel dafür, dass die Konsequenzen ein vernünftiges Maß schnell deutlich überschreiten können. Ich hab hier ja schon mal ein Video zum Thema verlinkt.

    Es gibt grob gesehen drei Abstufungen: Menschen, die ideologisch verblendet sind und andere Menschen hassen, nur weil sie anders sind. Menschen, die zwar Vorurteile haben, aber lange nicht so böswillig wie die vorherigen sind. Und Menschen, die geschmacklose Witze machen, um sich aufzuspielen oder weil sie gerade etwas ärgert. Das alles sollte nicht gleichgesetzt werden. Aber es besteht leider immer die Gefahr, dass es getan wird.

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