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Ergebnis 1.861 bis 1.864 von 1864

Thema: Die Gender-Frage: Geschlecht, Gesellschaft und Rollenbilder

  1. #1861
    Abtreibung hatten wir glaub hier im Thread angesiedelt - oder?
    Damit zusammen hängen ja auch jetzt dieses Gen-Tests, die Kassenleistung werden sollen, die Trisomie 21 erkennen können.
    (Es gibt übrigens schon viel mehr Tests auch für andere Sachen: https://www.zeit.de/wissen/gesundhei...nderung-embryo )

    Ich denke es ist schon wichtig, dass werdende Eltern darüber Bescheid wissen, ob ein Kind solche Gendefekte aufweisen könnte oder nicht. Gerade dann ist ja die Pflege/Erziehung mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Leute mit viel Geld können sich da eher Hilfe dazuholen. Und die leisten sich vermutlich - wenn gewollt - den Test auch selber.

    Die Ärmeren hätten das Problem hier benachteiligt zu sein, wenn sie sich Tests nicht leisten könnten. Folge: Die behinderten Kinder werden eher in Ärmere Familien geboren, wo sie eher damit rechen müssten, dass die Eltern überfordert werden - auch mal zu Kurzschluss-Reaktionen sich hinreißen lassen.


    Ich seh jetzt auch nich wirklich was dagegen spricht, dass die Kasse so Tests übernimmt. So teuer sind die auch nich. Argumente gegen Ausselektierung/Diskriminierung, etc. greifen hier ja nich. Hier ist halt entscheidendes Gegenargument, dass die Eltern ja theoretisch schon selber so nen Test zahlen könnten. (Wenn man kdagegen wäre müsste man ihn auch komplett verbieten.) Interessant ist auch - das hatten wir in den Diskussionen über Abtreibung herausgestellt - dass das ungeborene Kind noch kein vollwertiges menschliches Leben ist. (Deshalb ist eine rechtswidrige Abtreibung nach der Zeitgrenze innerhalb der es erlaubt ist auch kein Mord sondern wird anders eingestuft.) Da ist ja bei geltender Rechtslage auch nicht argumentierbar dass man Behinderte diskriminiert. Da hier ja die "Leibesfrucht" (die viel weniger Rechte hat) diskriminiert wird.

  2. #1862
    Was bei der Sache so ein bisschen untergeht: Früherkennungstests für Krankheiten und Gendefekte sind heute schon erlaubt. Es geht bei der Debatte darum, dass der deutlich ungefährlichere Bluttest nicht von den Krankenkassen übernommen wird. Die Fruchtwasseruntersuchung dagegen ist kostenlos - und ziemlich riskant für Mutter und Kind. Das Ergebnis ist bei beiden Tests dasselbe.

    Wenn man es sich leisten kann, macht man den risikoarmen Bluttest, und wenn nicht, läuft man Gefahr, eine Fehlgeburt zu erleben.

    Das ist soziale Ungerechtigkeit in Reinform und sollte meiner Ansicht nach korrigiert werden. Das ist eine ganz andere Ebene als die emotionale und moralische Diskussion, die gerade daraus gemacht wird.

  3. #1863
    Zitat Zitat von Caro Beitrag anzeigen
    Das ist soziale Ungerechtigkeit in Reinform und sollte meiner Ansicht nach korrigiert werden. Das ist eine ganz andere Ebene als die emotionale und moralische Diskussion, die gerade daraus gemacht wird.
    Das ist vor allem soziale Ungerechtigkeit aus Gründen der Ideologie, nach welcher alles was zu einer Abtreibung führen könnte = böse ist. Das ist halt Deutschland, man ist links/sozialistisch und da drinne dann aber konservativ. Eine grauenvolle Mischung.

  4. #1864

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