Hmm... ich interessiere mich sehr für Mystery und psychologischen Horror, konnte mit der Geschichte als Ganzes dennoch wenig anfangen. Die Gründe habe ich ja schon im Vorstellungsthread aufgezählt, deswegen lasse ich den Punkt jetzt mal aus, aber ich denke nicht, dass das Missfallen der Geschichte bei einigen nur daran liegt, dass sie zu wenig spektakulär ist. Ich finde immer noch, man hätte mehr in die Tiefe gehen müssen bzw. die Geschichte hätte weniger voraussehbar sein müssen. Ich denke, letzteres ist der größte Makel am Plot. Es gibt einfach keine Überraschungen und man kann sich von Anfang an denken, worauf das alles hinausläuft, vor allem, wenn man gerne in besagtem Genre unterwegs ist. Und ich finde, es ist dabei völlig egal, worauf man in der Geschichte seinen Schwerpunkt legen will, aber wenn die Geschichte selbst der Schwerpunkt des Spiels ist, darf sie einfach nicht so vorhersehbar sein.
Und auch gerade in dem Genre, und wenn man im Grunde nur das Wesen der Protagonisten verdeutlichen will, wäre es, denke ich, besser, wenn man viel mehr mit der Umgebung arbeitet; das war in Ansätzen vorhanden, aber eben auch nur das.
Letztendlich denke ich, dass man einiges aus der Thematik herausholen könnte, um auch eine solche Geschichte spannend zu gestalten. Eigentlich mag ich Vergleiche zu kommerziellen Spielen nicht so gern (eigentlich mag ich Vergleiche an sich nicht so gern), aber während ich das hier tippe, muss ich die ganze Zeit an Silent Hill 2 denken; in dem Spiel geht es ja im Grunde auch nur um das Wesen der Protagonisten, und im Gegensatz zu Urban Nightmare kann ich dort mit den Charakteren wirklich etwas anfangen, die Geschichte selbst lässt einen auch nicht los, weil man immer ein Ziel vor Augen hat. Ja, vielleicht ist auch das etwas, was der Plot von UN interessanter gestaltet hätte: irgendein Ziel, worauf hingearbeitet wird. Also ein interessanteres Ziel als 'wir haben uns verlaufen und wollen zu unserem Professor/ nach Hause'. Irgendetwas Persönlicheres.






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