Wenn jemand nach Anime fragt und selbst nicht wirklich welche gesehen hat, dann frage ich ihn nicht danach, was er für ein Genre haben will. Die Erwartungshaltung wird wohl kaum mit der dem Bild übereinstimmen. Je nach Person würde ich danach aussuchen, was mir gefällt und was ihm gefallen könnte. Dabei achte ich eher auf den Grad der Bizarrheit und Fremdartigkeit für die Person. Ich denke, man sollte für Skeptiker zunächst möglichst Sachen nehmen, die nicht oder nicht besonders davon abhängig sind, dass ihr Setting Japan ist (oder gar nicht Japan). Black Lagoon, Ghost in the Shell und Darker Than Black wären doch zum Beispiel eine nette Sache. Aber FMA würde ich auch empfehlen.
Als Einstieg würde ich immer Anime empfehlen, deren Plot-Strukturen etc. eher Nicht-Anime (d.h. zugänglicher alls der Durchschnitt) sind - z.B. Black Lagoon, Cowboy Bebop, Michiko to Hatchin, vielleicht auch noch Samurai Champloo. Halt alles, was ein bisschen befreit ist von typischen Anime-Plotstrukturen und was augenscheinlich von westlichen Einflüssen inspiriert ist. Es ist halt leichter, jemandem eine Serie wie Black Lagoon schmackhaft zu machen, die zu 50% aus Girls-with-Guns-Geballer und zu anderen 50% aus Tarantino-Style-Dialogen besteht, als ihm direkt Klopper wie Vividred oder so vor die Nase zu schleudern![]()
Hängt natürlich immer von der Person ab. Gibt sicherlich auch viele, die mit Black Lagoon & Co. nichts anfangen können, dafür muss man nämlich schon ein gewisser Liebhaber von Over-the-Top-Action sein. Als Einstieg eignen sich aber prinzipiell die Sachen besser, die auch von Leuten ohne Anime- und Kultur-Hintergrundwissen bedenkenlos akzeptiert und genossen werden können, das stimmt schon. Ich sehe FMA da auch als gute Wahl an.
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