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Thema: Teestube #1

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Puella Magi Madoka Magica (Urobuchi, nuff said. Magical Girl Deconstruction, relativ wenig SHAFTing).
    Ich weiß, man mag dieses große Wort in Internet aber mein Eindruck war, dass Urobuchi Superheldengeschichten für Pubertierende schreibt. Dieselbe Klasse von Unsinn in der Spider-Man eines seiner drei oder vier Sweethearts mal unwissentlich mit seinem radioaktiven Sperma vergiftet und somit ermordet hat.

    Ich schäme mich, diesen Satz als Beispiel niedergeschrieben zu haben. Ich schäme mich auch, dass jemand glaubte, so weit gehen zu müssen um irgendwo Konsequenzen in ein Genre über Wunscherfüllung einzubauen. Ist auch nicht so, als wären Magical Girls früher nicht an die Falschen geraten - siehe Kaito Jeanne, Magical Knights Rayearth oder X.

    Wenn ich Genre-Dekonstruktion will, dann schaue ich mir doch lieber Utena, Mawaru Penguindrum oder von mir aus auch Star Driver an. Besonders Mawaru Penguindrum hatte einige recht interessante Wendungen, welche die ganzen Stereotypen Verhaltensweisen plötzlich auf den Kopf stellten und sehr, sehr tragisch machten. Mir schien diese Re-Interpretation des Gegebenen durch den plötzlichen Perspektivenwechsel wesentlich näher an einer Dekonstruktion im - laut Wiki - klassischen Sinne des Begriffes.
    Du kannst kaum von Dekonstruktion oder Perspektivenwechsel sprechen, wenn der Auftakt der Show die Groundhog-Day-Situation gezeigt und gleich die erste Konfrontation mit den Magical Girls in dieser Geisterbahn-Dimension durch eine Tür in die Funktionsräume eines Shopping Malls stattfindet. Oder wenn von Anfang an klar gemacht wird, dass deine Roboterpiloten alle einen Knacks haben. Es findet kein Perspektivenwechsel statt, es wir die übliche Erzählstruktur nicht unterwandert indem offenbart wird, was die Charaktere mit ihrem Festhalten an ihr verdecken wollen - wie es z.B. bei der Stalkerin in Mawaru Penguindrum der Fall war.

    Zitat Zitat
    Hmpf, ich meine: Ich habe mich durch "The Hakkenden" geboxt mit ab und an getaner Wikipedia-Recherche weil nicht alles da erklärt wurde. Als ich es dann allerdings verstand, was es mit den Hundekriegern und der Legende dahinter auf sich hat.
    Es ist basically eine Karl May-Geschichte mit Samurai die daraus besteht, dass der Autor chinesische Erzählungen japanisiert und zusammengekittet hat. Natürlich, wenn man grün ist, ist da verdammt viel Infodumping drinnen aber würde sagen, die ganzen Gespräche über Gott und die Moral gefolgt vom Tod des Ungläubigen in Old Shatterhand wärn für Nichtchristen genauso WHAT WHAT WHAT-mäßig.

  2. #2
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Ich weiß, man mag dieses große Wort in Internet aber mein Eindruck war, dass Urobuchi Superheldengeschichten für Pubertierende schreibt. Dieselbe Klasse von Unsinn in der Spider-Man eines seiner drei oder vier Sweethearts mal unwissentlich mit seinem radioaktiven Sperma vergiftet und somit ermordet hat..
    Ah, da habe ich wohl blind in den TV Tropes-Wortschatz gegriffen, wohl auch, weil es mir an einem besseren Begriff für "Ist quasi ein Magical Girl Anime, der aber einige Dinge anders macht und grundlegend verändert" fehlte. Vielleicht hätte ich auch nicht daran gehen sollen, die Serie überhaupt als Magical Girl Anime zu sehen, sondern mehr als Mystery Drama mit Magical Girls. Aber es lag ja offenbar in der Intention des Schöpfers, dem Zuschauer einen Magical Girl-Anime vorzugaukeln (auch wenn ich es noch immer unglaublich finde, wie man den "Twist" nicht schon in den ersten fünf Sekunden der ersten Folge riechen konnte), um dieses Bild dann Stück um Stück zu zerstören. Und irgendwie will ich dieses Gefühl beim weiterempfehlen nicht ganz nehmen, aber gleichzeitig auch andeuten, dass dies mehr enthält, als nur Magical Girls, weil Steel wohl kaum darauf allein anspringen wird, was sehr schade wäre, wenn es in meiner Intention liegt, dass er die Serie mal anschaut.
    Was für ein Begriff wäre korrekt, aber gleichzeitigSpannung erzeugend und verständlich?

    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Ist auch nicht so, als wären Magical Girls früher nicht an die Falschen geraten - siehe Kaito Jeanne, Magical Knights Rayearth oder X.
    Stop. Krümmelkackfrage: Seit wann ist X ist dem Magical Girl-Genre zuordnen? Da würde der Begriff doch ziemlich geweitet werden.

  3. #3
    Ianus sein Beitrag ist herrlich, aber ich glaube, man muss das Wort "Dekonstruktion" jetzt nicht so eng sehen. Madoka ist durchaus eine Magical Girl-Dekonstruktion, ... wenn auch keine gute. Zu offensichtlich, zu manipulierend, zu konstruiert um in seiner Zerlegung wirklich dem Zuschauer nah gehen zu können. Zweifellos gute Unterhaltung, aber imho nicht den Hype Wert, den die Serie bekommt.

    Aber vielleicht liegt es auch einfach an mir. Für mich ist immer noch Princess Tutu der beste Magical Girl-Anime, unter anderem weil auch dieser dekonstruktive Züge aufweist. Ich weiß noch, dass mir der "Twist" damals in Episode 6 sehr nah gegangen ist. Im Unterschied zu Madoka hatte dieser auch thematische Substanz und ruhte sich nicht nur auf konstruiertem Schicksalsdrama aus.

    Utena und Penguindrum sind natürlich auch hervorragend.

  4. #4
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Stop. Krümmelkackfrage: Seit wann ist X ist dem Magical Girl-Genre zuordnen? Da würde der Begriff doch ziemlich geweitet werden.
    Eher unwahrscheinlich, aber es schien mir thematisch recht gut hierhin zu passen - als Beispiel für diesen Typus von Erzählung.

    Zitat Zitat
    Ianus sein Beitrag ist herrlich, aber ich glaube, man muss das Wort "Dekonstruktion" jetzt nicht so eng sehen.
    Mein Herr, wo kommen wir hin, wenn ich keine Korinthen mehr kacke!

  5. #5
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Eher unwahrscheinlich, aber es schien mir thematisch recht gut hierhin zu passen - als Beispiel für diesen Typus von Erzählung.
    Moment, implizierst du etwa, dass X 'nen Plot hatte?

    Und The Hakkenden ist tatsächlich sehr symbolikgeschwängert. Aber man muss den Machern zugute halten, dass sie als Ausgleich für die für Westerner megaverwirrenden Erzählstränge zumindest artdeisgnmäßig so ziemlich das bestmöglichste rausgehauen haben was zu der Zeit möglich war. Und der Synthie-Soundtrack ist einfach absolutes Nostalgie-Gold <3

  6. #6
    Zitat Zitat von steel Beitrag anzeigen
    Moment, implizierst du etwa, dass X 'nen Plot hatte?
    Es hatte definitiv mehr Szenen als Plot. Die Serie war sehr stark darauf ausgelegt, Charaktere einzuführen und Origin Stories aneinander zu reihen.

    But at least it's not Angel Sanctuary. Oder Please Save my Earth, um zwei weitere Serien zu nennen, die sich in vergleichbarem Ausmaß verlieren.

  7. #7
    Zitat Zitat
    Es hatte definitiv mehr Szenen als Plot. Die Serie war sehr stark darauf ausgelegt, Charaktere einzuführen und Origin Stories aneinander zu reihen.
    Dafür gibt es ja den Zehn-Kleine-Negerlein-Film. Hat zwar auch nicht mehr Handlung, aber dafür weniger drumherum .

  8. #8
    Oh mein gott ich so auf Facebook von wegen Karl macht irgendwas mit Naiyore und ich so mit ihm und anderen am Niyore (?) gucken und plötzlich ich so den wahrscheinlich beknacktesten-ich meine was verfickte Scheiße gucken wir da um Gottes willen und-ich meine, Alter alles ist voll Space und was nicht Space ist ist 'ne Anspielung auf irgendwas als wäre das Excel Saga aber das ist es nicht es ist irgendwas mit Space und Bibors und die eine sieht aus die Olle aus Tenjo Tenge und AAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHH

  9. #9

    UH! NYA! UH! NYA! UH! NYA!
    CHAOS, CHAOS, I WANNA CHAOS!
    UH! NYA! UH! NYA! UH! NYA!


    Am Besten sind ammer immer noch Nyarukos Ausrufe, wenn sie mit der Gabel gestochen wird.

  10. #10
    Achja, Mai Waifu kam auch vor einiger Zeit endlich an:


    In diesem Sinne, MARVELOUS!

  11. #11
    Ich finde ja immer noch, dass sie ein bisschen aussieht wie Maya Natsume aus "Tenjo Tenge". Die nebenbei erwähnt fucking bad-ass ist. Und heiß. Also: Ihre echte Form, nicht die andere.

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (03.03.2013 um 17:42 Uhr)

  12. #12
    Ich konnte die Waifus aus Tenjo Tenge bzw. den ganzen Stil nie mögen. Zu überzeichnet, zu abstrakt, zu creepy, zu offensichtlich.

    Aber kann mir durchaus vorstellen, dass jemandem wie dir sowas gefällt.

  13. #13
    Naja, aber Tenjo Tenge ist genau richtig vom Kompletter-Unsinn-Faktor her dass ich nicht anders kann als es zu mögen. Es ist genau die richtige Dosis aus cheesy Drama, cheesy Action, cheesy Dialogen und cheesy Fanservice die Highschool of the Dumb zum Bleistift niemals erreichen konnte.

    Und wer ist "jemand wie ich", bitte?

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