Ach so! Und ich dachte, es wäre wegen des rechten Analogsticks ...
Zu dem Thema Haare hatte ich mal was in einem anderen Zusammenhang geschrieben: Das Argument mit der fehlenden Realitätsnähe ist sowieso total bescheuert. Als ob ein Chara-Design irgendeinen Anspruch auf Realitätsnähe genügen müsste. Das ist höchstens eine der Eigenschaften des Designs, für oder gegen welches bewusst entschieden wurde um ein bestimmtes Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen. Einige Leute sollten vielleicht mal anfangen einen Zeichenstil als das anzusehen, was es ist, nämlich Kunst. Statt ihm irgendwelche Regularien aufzuerlegen.Zitat
Man soll Trolle zwar eigentlich nicht füttern, aber dieses Kommentar hat mich nun wirklich etwas geärgert.
Nippon Ichi hat Takehito Harada, GUST hatte Mel Kishida und Ryou Nagi und Compile Heart hat Tsunako, alles bekannte Künstler, die für ihr individuelles Artdesign bekannt sind (und natürlich haben die drei Studios noch einige andere Künstler beschäftigt).
Also, wo ist denn dieser absolut standardmäßige Anime-Stil (Zitat Tonkra), der hier so angeprangert wird. Ich kann ihn nicht sehen ...
Einmal zur Verdeutlichung; es geht hier nicht um persönlichen Geschmack. Denn das ist eine rein subjektive Sache, über die man nicht diskutieren kann. Es soll hier um eine angebliche Standardisierung des Anime-Zeichenstils gehen, der auch in JRPGs Einzug erhalten haben soll.
Und als Belege für diese Theorie werden hier zufällige Bilder gepostet, die gar das Gegenteil zeigen, eine völlig undifferenzierte, oberflächliche und pauschalisierende Betrachtung der Entwicklung der Anime in den letzten Jahren gegeben und die "Ich habe zwar noch nie eines der Spiele dieser Studios wirklich gespielt, aber Low-Budget-JRPGs haben das Genre kaputt gemacht"-Keule rausgeholt.
Das ist in etwa so, als würde man sich ein paar Lieder aus den japanischen Charts anhören (sprich: AKB48 und Konsorten) und danach urteilen, dass die gesamte japanische (Pop-)Musik aus seelenlosen Quietschestimmen besteht ... (na, fühlt sich wer angesprochen?)
Gebt doch einfach zu, dass diese Stilrichtung nicht euer Geschmack ist. Das ist doch auch völlig in Ordnung. Aber tut nicht so, als wäre hier irgendwie ein Verfall oder eine Standardisierung zu verzeichnen um der puren Subjektivität etwas Objektivität zu verleihen.
Gleiches gilt übrigens auch für das Genre JRPG allgemein.

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