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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

  1. #1101
    Men fand ich super, bizarrer Horrorfilm von Alex Garland ("Annihilation") über eine traumatisierte Frau, die aufs Land fährt und dort auf verschiedene Weise von ekelhaften Typen belästigt wird, die alle von Rory Kinnear dargestellt werden Am Ende geht es dann richtig zur Sache mit höchst grotesken und surrealen Bildern, die auf der großen Kinoleinwand einfach eine Freude zu sehen waren. Totaler Exzeß. Es gibt im Netz ziemlich viele Reviews, in denen der Film als große feministische Parabel interpretiert wird, was ich persönlich für gleichzeitig zu weit gegriffen wie auch zu naheliegend halte. Ich denke nicht, daß Garland irgend etwas Politisches sagen wollte. "Men" ist zumindest für mich einfach ein guter, teilweise etwas unfokussierter, abgehobener und zu sehr in Symbolik ertränkter Horrorfilm, dem dennoch das gelingt, was dem Stümper Darren Aronofsky 2017 mit seinem miserablen "mother!" nicht gelungen war.

  2. #1102
    Ich liebe Mamoru Hosoda! Wirklich, ich liebe diesen Mann. Das ist ein Fakt.
    Seit ca. 9 Jahren beschert der gute Herr mir in einem drei Jahresabstand einen geilen Anime nach dem anderen.
    Angefangen mit Summer Wars (2013), Der Junge und das Biest (2016), Mirai aus der Zukunft (2019) und dazwischen habe ich Das Mädchen, das durch die Zeit sprang und Ame & Yuki – Die Wolfskinder geschoben.
    Jeder dieser Filme gehört für mich zur Anime-Oberliga dazu und so habe ich sehnsüchtig auf den Film Belle gewartet.
    Natürlich bin ich vorhin dafür ins Kino gegangen, Vorhang auf und ein weiteres Meisterwerk erstrahlt, oder vielleicht doch nicht?
    Denn Belle empfinde ich ein wenig anders als alle anderen Filme von Mamoru Hosada.
    An sich fast schon eine Mischung aus Der Junge und das Biest & Summer Wars.
    Wieder dreht es sich um eine digitale Welt und wieder spielt ein Roman/Märchen eine Rolle.

    Doch spulen wir 122 Minuten zurück, denn der Anfang hat mich ordentlich weggefegt.
    Das auf einer fetten Leinwand + Dolby Surround 7.1.
    Ein bildgewaltiges Intro mit schwindelerregenden Kamerafahrten und einen so geilen Song (sogar auf Deutsch hat der gezündet), dachte hier kommt etwas riiiichtig großes auf mich zu.
    Danach wird interessanterweise das Tempo gewaltig rausgenommen und befindet man sich wieder in der realen Welt, wo ein starker und vor allem etwas blasserer Stil prägt.
    Man lernt die schüchterne Suzu und ihr Umfeld kennen, was mich direkt ein wenig erstaunte, da nicht viel zu sehen war von dieser Leichtigkeit, diese bekannten aufgedrehten Charaktere, die meist recht optimistisch sind und in so ziemlich jeden Hosada-Anime vorkommen.
    Später wird das dennoch ein recht bunter Mix aus der digitalen Welt U und der Realität, was man sehr mit der Geschichte von Die Schöne und das Biest vermischt.
    Hier auch meine Kritik, denn eine (knapp zwei) Szenen waren mir etwas zu kitschig und zwar genau dann, wenn man sich am meisten an das besagte Märchen bedient.
    Die Rede ist von der Tanz-Szene, wo die plötzlich mit Kleid und Anzug da stehen, da die sehr schnell zusammenfinden ohne so wirklichen Grund (angeblich).
    Auch habe ich mir mehrmals die Frage gestellt, ob man sich in manch schwierigen Situationen nicht einfach aus der digitalen Welt U ausloggen kann?
    Vielleicht hat man das sogar erklärt und ich habe bloß nicht aufgepasst.

    Hier hört dann mein bisschen Kritik auch schon auf, denn was danach kommt war ein klares .
    Suzu wirkte nämlich auf mich immer depressiver und dann kommt dieser Strudel von Likes, Followern, Hatern samt Shitstorm hinzu, der ein die hässliche Fratze von sozialen Medien vor Augen führt.
    Jeder hat eine Meinung und die wird ein mit den Holzhammer eingeprügelt, ob man will oder nicht.
    Menschen die bereits ein hartes Los gezogen haben werden von diesem Wahn gänzlich überrollt, wie von einer Dampflokomotive.
    Suzu kann schließlich nur als Belle singen und wird in der realen Welt als graue Maus abgestempelt, die selbst ihren Vater - der es gut mit ihr meint - nicht an sich heran lässt.
    Klar, hierfür ist ihr Kindheitstrauma verantwortlich und da komme ich zurück auf das Biest.
    Denn wer das Biest ist, kann man sich denken, sobald er im RL in Erscheinung tritt.
    So war es dann auch, nur stellt man das Gegenteil von Suzu dar.
    Kei versinkt nämlich nicht in Trauer, sondern frisst all seinen Schmerz und seine Wut in sich rein, die er anschließend in U rauslässt und wie ein Biest dargestellt wird.
    Dieser Umstand erklärt für mich ganz gut die Szenen davor, warum die beiden sich gegenseitig so anziehen, woran Toma/Angel nicht ganz unschuldig ist und somit meine Kritik im letzten Drittel stark abfedert.
    Überhaupt hat mir das letzte Drittel mit Kei und Toma wahnsinnig gut gefallen, obwohl ich das wie Neuland von Hosada empfunden habe.
    Denn wenn der Livestream läuft und man sieht, wie der Vater seine Kinder misshandelt und alle wegklicken außer Suzu, ist das eine ganz bittere Pille.
    Toma hat dazu ein dissoziatives Verhalten und wird von seinem älteren Bruder beschützt, während der Vater direkt seine Hasstriaden rauslässt.
    Keis Antwort nach der Misshandlung darf man gerne als Spiegel einer Gesellschaft verstehen, denen augenscheinlich alles egal ist, selbst wenn es natürlich nicht so simpel ist.
    Mit dem darauffolgenden letzten Song bin ich nur davon ausgegangen der Film würde keine 2 Minuten mehr gehen, von wegen Kei zeigt sich, man ruft die Polizei an und fertig ist der Film, doch stattdessen geht Belle ein gutes Stück weiter.
    Nicht nur das Suzu sogar direkt handelt, es kommt noch zur Aussprache mit ihrem Vater und zur Konfrontation mit Kai und Tomas Vater.
    Wieder eine sehr, sehr unangenehme aber wichtige Szene, denn mir fällt gerade nur Erased ein, wo das Thema Kindesmisshandlung realistisch behandelt wird.
    Zudem wächst Suzu dann (wie sollte es auch anders sein) über sich hinaus und kann loslassen.


    Fazit: Belle sticht durchaus hervor, wenn man das erwartet, was Hosada die Jahre davor kreiert hat.
    Bildgewaltig, coole Songs (der Anfang erinnert mich voll an die Parade aus Paprika), erstaunlich ernst mit einigen ganz wichtigen Themen.
    Vielleicht 1-2 zu kitschige Szenen und trotzdem ein starker Anime der sich voll gelohnt hat.

    Geändert von Ὀρφεύς (15.09.2022 um 16:16 Uhr)

  3. #1103
    Beyond the Infinite Two Minutes



    Hab schon gefühlt ewig keinen japanischen Film gesehen, umso erfreulicher, dass es wieder ein guter war. Beyond the Infinite Two Minutes ist eine kleine, aber feine Indieperle aus Japan, die mit sehr wenig auskommt. Trotz der Laien-Schauspieler, der Handykamera (es ist kein Footage-Film) und der schwachen deutschen Synchro, schafft es der Film in seinen genügsamen 70min zu unterhalten und zu witzeln. Die Idee mit dem Monitor, mit dem man 2min in die Zukunft sehen kann, ist besonders erfrischend, aber nicht zu komplex, dass man irgendwann in der Mitte mit dem Mitdenken aufgibt. Wer also auf nen kleinen Mindfuck-Film ala Coherence steht, kann hier wirklich problemlos hineinschuppern.

  4. #1104

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    The Man in the High Castle
    Über die letzten Wochen habe ich mir die 40 Episoden von The Man in the High Castle angeschaut und ich muss sagen, dass ich zumindest die ersten drei Staffeln lang begeistert war. Leider hat sich das in der finalen Staffel geändert, denn plötzlich gab es eine dritte Partei die eingeführt wurde und die bisher absolut keine Bedeutung hatte. Das Problem dabei war, dass diese Partei einen Großteil der bisherigen Hauptdarsteller in Nebenrollen gezwängt hat und somit die Geschichte sich meiner Meinung nach total komisch entwickelte. Dementsprechend unzufrieden war ich dann mit dem Ende, welches einen mit vielen Fragen zurücklässt (die man mit zwei Episoden mehr sogar hätte auflösen können).

    Braveheart
    Noch nie gesehen, aber nun endlich nachgeholt. Ich muss sagen, dass ich da positiv überrascht war. Leider fand ich die 3 Stunden hier und da an manchen Stellen etwas anstrengend, aber das Gesamtbild hat gepasst und der Soundtrack war großartig. Einziges Problem? Es ist kein Film den ich immer und immer wieder sehen muss und daher auch nicht wirklich in der Sammlung brauche.

    The Northman
    Ich weiß nicht was ich erwartet hatte, aber ich habe hierzu keine Trailer gesehen und daher auch einen Film mit vielen nordischen Elementen, Kämpfen etc. erwartet. Was habe ich bekommen? Midsommar in Island. Der Film war nach den ersten 30 Minuten einfach nur noch sonderbar und ist es bis zum Schluss auch geblieben. Echt schade, denn ich hatte mir hier mehr erhofft und wurde enttäuscht.

  5. #1105

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Hab die Tage wieder einige ältere Filme nachgeholt, die ich bisher noch nie gesehen habe und die dann doch irgendwie ganz kultig sind. Den Anfang machte vor ca. einer Woche Red Sonja, der bekanntlich auf einem Comic basiert und mit Arnie und Brigitte Nielsen zwei bekannte Leute bot. Die Musik in dem Film war grausam und ich frage mich, wer auf die dumme Idee kam diese zu verwenden und das obwohl es zu der Zeit schon wesentlich bessere Komponisten gab, die auch grandiose Titel produziert haben. Der Film selbst war insgesamt sehr sinnbefreit, hat aber Spaß gemacht und sorgt denke ich auch so für den einen oder anderen unterhaltsamen Abend.
    Weiter ging es mit einem lang indizierten Film: Running Man. Dieser Film basiert auf einem Buch von Stephen King und hält sich nur sehr lose an die Vorlage. Um ehrlich zu sein frage ich mich, wieso der Film überhaupt indiziert war, denn bis auf die Thematik ist das für mich schon damals eher ein 16er oder max. 18er gewesen. Die Stimmung im Film war jedenfalls gut umgesetzt und auch das Spiel des Running Man war unterhaltsam in Szene gesetzt, auch wenn die Gegner von Arnie eher Karikaturen als ernstzunehmende Gegner waren.
    Vor zwei Tagen kam dann schließlich Big Trouble in Little China dran und meine Fresse, wieso habe ich den Film noch nie gesehen? Der Hauptcharakter in Form von Kurt Russell ist von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur unfähig und sein Love Interest Kim Cattrall kann genauso wenig. Dafür sind die Nebencharaktere der Hammer und die reinsten Kampfmaschinen. Dazu gibt es dann noch Bösewichte, die brutal nach Klischee schreien und dennoch einfach lustig sind. Ich wüsste um ehrlich zu sein nicht, wie ich diesen Film brauchbar beschreiben sollte, so schwachsinnig wie er ist. Und das macht ihn eigentlich auch so gut und unterhaltsam. Muss man definitiv gesehen haben und das nicht nur ein Mal.

  6. #1106
    Jetzt auch mal Matrix Resurrections gesehen.

    Für sich betrachtet ist der Film bestenfalls ok, und als Teil der Matrix-Reihe ziemlich mies.
    Das fängt damit an, dass der Film nicht so recht zu wissen scheint, ob er zur usprünglichen Matrix nun Remake/Soft-Reboot, Fortsetzung oder Parodie sein soll, geht weiter über die nicht mehr zur Verfügung stehenden Schauspieler, so dass die Rollen von anderen Personen natürlich anders interpretiert werden, und endet mit dem völlig unsinnigen Ende. Ganz zu schweigfen davon, dass der Film nicht mal versucht, sich stilistisch den anderen anzunähern.


  7. #1107

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Nicht ganz 13 Jahre nach Release habe ich mir nun auch endlich Avatar - Aufbruch nach Pandora angeschaut und ich frage mich wirklich, wieso der Film damals und auch heute noch so gehypt wurde. Nüchtern betrachtet ist es nämlich nicht nur ein typisch amerikanischer Film, sondern ein Film darüber, wie sich Amerika in so einer Situation verhalten würde. Geldgierige Leute ignorieren die Warnungen von Wissenschaftlern (intelligenten Leuten) und haben dafür ein paar waffengeile Idioten, die ohne Skrupel alles zerstören und nicht hinterfragen (und dabei wird drauf geschissen, dass da auch Kinder dabei sind). So gesehen aber auch ein Plot, der leider einem richtigen Krieg entspricht. So gesehen ist also die komplette Geschichte dieses Film vorhersehbar und damit für mich der totale Käse. Die am Computer entstandenen Szenen (und damit wohl ziemlich alles in denen die Na'vi vorkamen) sahen manchmal etwas steif aus und nicht unbedingt als etwas, das ich im Jahr 2009 erwartet hätte (die Monster / Tiere bewegen sich ähnlich steif wie manche der Wesen aus Star Wars - Episode 1: Die dunkle Bedrohung - oder einem der Nachfolger). Und dann diese MENGE an sinnlos vielen Szenen, die einem einfach nur 3D verkaufen wollen (umso geiler, dass es heute zwar noch x Filme im Kino mit dem Mist gibt, aber auf Disc nichts mehr erscheint und auch entsprechende Fernseher nicht mehr hergestellt werden). Ob ich mir also Teil 2 im Kino deswegen anschauen werde? Ich denke nicht (rechne eh damit, dass der Film dann ziemlich flott bei Disney+ landen wird). Wenn es eine Sache gibt, die ich dem Film positiv zu Gute halten kann, dann die vielen bunten Effekte. Das war es auch schon, denn es waren anstrengende drei Stunden, die mich dieser Film gekostet hat.

  8. #1108
    Zitat Zitat
    Nicht ganz 13 Jahre nach Release habe ich mir nun auch endlich Avatar - Aufbruch nach Pandora angeschaut und ich frage mich wirklich, wieso der Film damals und auch heute noch so gehypt wurde.
    Ich denke, die wichtigste Antwort darauf lautet: Präsentation.
    Als Kinogänger kennt man ja die Werbung mit dem Spruch "Kino - dafür werden Filme gemacht", und auf Avatar trifft das absolut zu. Einfach alles in dem Film sieht wunderschön aus, und der 3D-Effekt, den du weiter unten kritisierst, kommt dort voll zur Geltung. Wenn ich mich recht entsinne, war Avatar ja überhaupt der Film, der den 3D-Hype der letzten Jahre ausgelöst hat.
    Als ich den Film dann später mal auf DVD wieder angesehen habe, war ich auch deutlich weniger beeindruckt, und ich denke, wenn das die erste/einzige Version davon gewesen wäre, die ich gesehen hätte, würde ich auch rätseln, warum die Leute so begeistert davon waren, dass jetzt gleich drölfzig Fortsetzungen angekündigt sind.

  9. #1109
    Jo, im Kino in 3D war der schon eine ordentliche Wucht!

    Allerdings erlebt er hier und da auch eine "inhaltliche" Renaissance, weil er (wie öfter mal bei James Cameron!) nicht nur diese seichte "Standard-Gesellschaftskritik" vertritt, die Hollywood so sehr liebt, sondern ernsthaft radikal interpretiert werden kann. Ich meine, die Imperialisten werden am Ende vertrieben, und der White Savior lernt eindeutig mehr von den Indianern als er ihnen beibringt, Pantheismus, etc etc etc ... ^_~ Gibt auch ganz andere, deutlich negativere Interpretationen, so oder so kann man also spannende Diskussionen zu haben!

  10. #1110
    Zitat Zitat
    Ich denke, die wichtigste Antwort darauf lautet: Präsentation.
    Als Avatar gerade im Kino lief, hat mein Jugendbetreuer mich in eine 3D-Vorstellung eingeladen. Ich wusste noch nicht viel über Filme, 3D und so und hab mich einfach auf einen netten, gratis Kinoabend gefreut. Ich so um die 14, mein Betreuer so um die 50. Wir waren beide im selben Maße vollkommen und elementar von den visuellen Aspekten und dem 3D weggeblasen, wie du schon richtig beschreibst und wir alle wissen, hat dieser Film mir gezeigt, was Kino kann, was 3D kann und wie viel diese gesamte Erfahrung für das Erlebnis ausmacht. Avatar ist ein Style no Substance Triple A-Popkornfest wie es im Buche steht, und hat damals wirklich so ziemlich jeden aus den Socken gerissen - Egal, wie zynisch man heute zurückblicken und "Was für n' Schmonz" grummeln möchte.

    Was das angeht, hatte ich mir den Film vor ein paar Jahren auf Bluray geholt und ihn zum ersten Mal seit damals komplett angesehen. Natürlich konnte ich ihn dann nur noch schwerlich genießen, ohne aller fünf Minuten die Augen zu verdrehen, zu vergiftet war meine popkulturelle Wahrnehmung von Tropes, struktureller Spannungslosigkeit und einer algemeinen Ermüdung dem Mainstream gegenüber. Inhaltlich mach Avatar nicht so viel Spaß wenn man gefordert werden möchte oder zu lange nachdenkt, und audiovisuell ist der Film Zuhause nur okay. Dennoch habe ich mich kaum gelangweilt und finde den film immer noch passabel. Es ist peinliches Popkornkino, aber das ist Jurassic World, Avengers, Need for Speed, Star Wars und Minions auch - Avatar ist wenigstens unterhaltsam und besitzt Schauwerte, die einen Heidenspaß machen. Es bereitet mir jedes Mal aufs Neue eine spitzbübische Freude, Steven Lang's bis zur Grenze des Sonnensystems überzeichneten Militär-Stereotype reden und handeln zu sehen, ich genieße immer wieder die epische und überbordernde Endschlacht mit durchaus gelungenem Spannungsaufbau und ich fühle mich jedes Mal wieder abgeholt, wenn Sam Worthington, der fraglos einer der größten Schwachpunkte des Film ist, auf Avatar ankommt und langsam in diese Welt eingeführt wird.

    Der Film hat mehr Schwachpunkte als blaue Ureinwohner, aber am Ende des Tages ist die Spulfunktion hier dein Freund.

    Zitat Zitat
    und der White Savior lernt eindeutig mehr von den Indianern als er ihnen beibringt, lässt sogar seinen Körper zurück ...
    Die Moral des Protagonisten und das Ende sind aber auch auf so vielen Ebenen dermaßen bescheuert, dass ich da lieber immer nicht länger als zwei Sekunden drüber nachdenke. Was glauben die, was passiert, nachdem sie die 2Aliens" auf ihre Erde zurückgeschickt haben?
    Spoiler: Sie kommen mit ein paar Atomar-Bombern zurück und machen eure kleine Naturparty platt.

  11. #1111
    Das beste an dem Film ist ja eindeutig der Colonel. Jede zweite Szene sieht man ihn pumpen und als er dann am Ende in dem Jet anordnet den Baum anzuzünden und dabei lässig ne Tasse Kaffee in der Hand hat, einfach nur

  12. #1112

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Jo, im Kino in 3D war der schon eine ordentliche Wucht!
    Und genau dass ist das Problem, denn was bringt es mir, wenn ein Film wirklich nur im Kino funktioniert? Klar, dafür werden sie gemacht, aber Zuhause sollten sie eigentlich mindestens genauso gut funktionieren.

    Ansonsten zu den restlichen Beiträgen:
    Ich beschäftige mich nie mit Tropes, da die einem allgemein den Spaß an Filmen nehmen (wenn man dann immer auf bestimmte Sachen achtet).
    Das Problem an Avatar ist einfach, dass der Film so auch auf der Erde hätte spielen können, da "Möchtegern-Steve-Jobs" die US-Regierung in der Hand hat und damit auch Teile des Militärs, um in einem Land etwas zu holen, mit dem Einheimische nicht einverstanden sind. Wie man daraus letztendlich gefühlt 20 Filme basteln will... keine Ahnung. Und dann soll soweit ich sehe "Möchtegern-Steve-Jobs" in allen Teilen vorkommen, unabhängig davon das Giovanni Ribisi ein cooler Darsteller ist (der irgendwie auch nicht altert).

  13. #1113
    Wir werden ja im Dezember sehen ob Avatar nur ein Glücksgriff oder Teil 2 zeigt, dass der Hype damals gerechtfertigt war. Damals im Kino habe ich den Film ganz anders erlebt (3D!), als später zuhause per DVD. Das Erleben macht natürlich extrem viel aus, auf dem Papier hat der Film nicht wirklich was Besonderes. Da geb ich Knuckles recht. Einzig der Lore und der Welt an sich merkt man an, dass hier Cameron sich Mühe gegeben hat. Diese gilt es nun auszubauen, für mich wird Teil 2 diesmal "nur" ein Heimkino-Erlebnis.

  14. #1114
    Zitat Zitat
    Wir werden ja im Dezember sehen ob Avatar nur ein Glücksgriff oder Teil 2 zeigt, dass der Hype damals gerechtfertigt war.
    Braucht es denn einen (guten) zweiten Teil, um einen Hype zu rechtfertigen?
    Wir sind uns hier doch ziemlich einig, dass der Hype daher kam, dass das einfach ein wahnsinnig guter Kinofilm war. Und wenn das keinen Hype rechtfertigt, der Leute ins Kino treibt, weiß ich auch nicht! ^^

    Ich weiß aber auch nicht, was die Fortsetzungen sollen ... ^_~ Dann wiederum ist Cameron ziemlich fucking gut mit Fortsetzungen, um nicht zu sagen einer der ganz wenigen, der zweimal total beliebte Filme NOCH beliebter gemacht hat, indem er ihnen jeweils einen ganz neuen Spin verpasst hat? (Aliens, Terminator 2) Und scheinbar sind die Avatar-Filme ja auch ernsthafte Lieblingsprojekte von ihm, so lang wie er dafür gekämpft hat. Das allein macht sie dann doch wieder irgendwo interessant für mich! =3



    Zitat Zitat von Yoraiko.
    Spoiler: Sie kommen mit ein paar Atomar-Bombern zurück und machen eure kleine Naturparty platt.
    Eigentlich finde ich inhaltliche Plot Holes immer ziemlich egal, aber hier gehe ich kurz drauf ein, weil es schon ziemlich ahistorisch ist: Imperialisten und spezifischer Kolonisten wären meistens ganz gut imstande gewesen, ihre Gegner "auszulöschen", haben es aber eher selten getan (zumindest bewusst und großformatig), weil sie halt ausbeuten wollen -- was deutlich besser funktioniert, wenn du sowohl eine Bevölkerung hast, die nicht komplett vereint gegen dich steht, als auch ... eine atomar unverseuchte Landschaft? Deshalb können Guerilla-Bewegungen und ziviler Ungehorsam ja auch oft Teilerfolge und manchmal sogar langfristige Erfolge verbuchen; es geht nicht ums Gewinnen, sondern darum, die Ausbeutung unprofitabel zu machen. Es hat in diesem Sinne also auch schon einen (definitiv nicht "harmlosen"!!) Grund, dass die Menschen anfangs mit Avataren nach Pandora gehen statt mit Battle-Mechs.

  15. #1115
    Uh, Prey war richtig gut! Ich habe zwar sonst nur den ersten Predator (und Alien vs. Predator ) gesehen, der sich schön mit dem hier reimt, aber allem voran ist der neue ästhetisch eine Wucht! Und so dumm & seltsam es auch sein mag, dass er nicht in den Kinos gelandet ist ... noch seltsamer ist, dass es die Comanche-Tonspur nicht auf das europäische bzw. deutsche Disney+ geschafft hat? Megaschade. So oder so empfehlenswert, wenn man kein Problem mit vielen toten Tieren (und Menschen I guess) hat!


  16. #1116

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Ich weiß aber auch nicht, was die Fortsetzungen sollen ... ^_~ Dann wiederum ist Cameron ziemlich fucking gut mit Fortsetzungen, um nicht zu sagen einer der ganz wenigen, der zweimal total beliebte Filme NOCH beliebter gemacht hat, indem er ihnen jeweils einen ganz neuen Spin verpasst hat? (Aliens, Terminator 2)
    Dass ihm das gerade bei den beiden von dir genannten Reihen gelungen ist, hat aber meiner Meinung nach nicht viel zu bedeuten (wobei Terminator 2 in meinen Top 10 der besten Filme EVER ist). Naja, lassen wir uns mal überraschen, was er sich dann für Teil 2 wirklich ausgedacht hat und welchen Bockmist er für die 20 Fortsetzungen plant (und sich dumme Ideen aus dem Arsch zieht).

    Ich würde mir ja wünschen, dass er sich endlich mal die Zeit nimmt und sich um Disc-Veröffentlichungen in HD seiner beiden "Klassiker" The Abyss und True Lies kümmert. Ist ja nicht so als würden die Fans schon ewig darauf warten und sie werden immer wieder wegen Avatar vertröstet.

    Heute Abend war ich in Bullet Train, damit ich auch mal wieder ins Kino komme. Dafür habe ich Thor: Love & Thunder ausgelassen, aber das wird eh bald auf Disney+ landen. Nun aber zurück zu Bullet Train, bei dem alleine schon der Trailer Lust auf mehr gemacht hat und das war auch gut so, denn der Film kann von der ersten bis zur letzten Minute unterhalten. Alleine der Charakter Ladybug weiß einen den ganzen Film über zu unterhalten, doch auch die ganzen Nebendarsteller sind der Hammer und großartig gewählt. Sehr kurzweiliges und unterhaltsames Popcornkino!

  17. #1117
    Ms. Marvel

    Was für eine erfrischende Serie.
    Der gesamte Stil hat es in sich mit den lebendigen Gravitis, während die Kids mit ihren Fahrrädern durch Jersey City radeln oder die Credits laufen.
    Humor wirkt zum Glück nicht so erzwungen wie in etwa in Thor oder Black Panther und hatte richtig viel Spaß mit Kamala & Co.
    Was mir dennoch immer öfters auffällt ist wie schnell immer mehr dazu kommt und wie woke alles wirken muss.
    An sich begrüße ich diese Entwicklung voll nur wenn immer mehr Welten oder Dimensionen hinzukommen verzettelt sich Disney hoffentlich nicht irgendwann.
    Und so politisch korrekt alles ist, mir fehlt dieser eine Schritt sich komplett von den USA oder Great Britain (erstaunlich gerne London) zu lösen.
    Denn es reicht finde ich nicht in all diesen Serie einen Ausflug ins Ausland zu unternehmen und sich endlich Superhelden in anderen Kulturen zu bedienen, sondern lasst doch endlich eine Serie oder einen Film komplett + Entstehungsgeschichte woanders abspielen.
    Denn egal ob ein Black Panther oder Shang-Chi oder die beiden Serien Moonknight und jetzt Ms. Marvel, man schwappt immer wieder leicht rüber.
    Als wolle man es jeden recht machen und vielleicht ist genau das die größte Schwäche von Disney?
    Bloß nicht anecken, bloß niemanden auf die Füße treten.
    Damit will ich die Werke an sich nicht schlechtreden, doch ich würde einen konsequenteren Weg begrüßen.
    Noch ein kleiner Kritikpunkt: Kamala kontrolliert in den letzten beiden Folgen ihre Kräfte zu gut, was so gar nicht zu den ersten Episoden passt.
    Der OST von Ms. Marvel ist übrigens der absolute Hammer und läuft hier rauf und runter.
    Schön wenn man so endlich Künstler aus anderen Teilen der Welt für sich neu entdeckt.

    Bullet Train

    Der reinste Spaß.
    Als würde man ein Kill Bill 3 sehen oder einen Ableger von R.E.D.
    Habe auch lange keinen Film mehr gesehen indem mich ein Brad Pitt überzeugen konnte.

    The Batman

    Zum 3x jetzt. Warum? Ist halt Batman.

    Everything Everywhere All at Once

    Völlig verrückt.
    Habe lange darauf gewartet und was hat der mich abgeholt?
    Man hat mich hier gleich auf mehrere Ebenen abgeholt, denn EEAaO funktioniert als Komödie, Drama und Actionfilm.
    Die Ideen sind völlig irre, die Actionszenen dennoch cool und das Drama um Vater, Mutter, Tochter hat mich voll erwischt.
    Besonders der Vater ist so herzlich, hat mir voll gut gefallen und war das ja auch Ke Huy Quans Comeback nach zig Jahren.
    Ich meine, der Mann hat damals bei den Goonies mitgespielt!!!

    Morbius

    Die erste halbe Stunde wollte ich gar nicht glauben einen schlechten Film gestartet zu haben.
    Aber dann folgt mit jeder weiteren Minute eine Abwärtsspirale.
    Furchtbar wie man ein Matt Smith für diesen Mist verpulvert hat.
    Habe es im Vorfeld ja gesagt, man wird auf die Fresse landen, wenn man abgesehen von Venom einzelne Filme mit eher unbekannten Spider-Man Antagonisten abliefert.
    Und Morbius springt förmlich von einer Szene zur nächsten und so wirkt alles völlig übereilt.
    Besonders Loxias Crown ist ein Witz und jede Vampire Diaries Folge hat mehr Hintergrund als das, was Sony sich für diesen Gegenspieler ausgedacht hat.
    Ne, der Film ist wirklich schlecht und bleibe da lieber bei Venom.

    Constantine: The House of Mystery

    Eigentlich gar kein richtiger Constantine Film, sondern ein Kurzfilm und somit der schwächste DC Animationsfilm geworden den ich kenne.
    Den eigentlich ist dieser Film eine Ansammlung von mehreren Kurzgeschichten der unterschiedlichsten Helden.
    Die Idee dahinter ist sogar originell, weil man mit einen Zeichenstil arbeitet der voll an die 70er Jahre erinnert und die Kurzgeschichte von Kamandi hat enormes Potenzial.
    Denn was war davor vielleicht der Apokolips War? und wie geht es weiter?
    Ja, hier könnte man richtig was raushauen und die beiden Kurzgeschichten danach sind nicht der Rede wert.

    Harley Quinn Staffel 1

    Man hat etwas gebraucht um die Serie in Deutschland sehen zu können und hier darf DC gerne nachbessern.
    Hinter Young Justice Staffel 3+ bin ich nämlich auch schon ewig her.
    Zudem finde ich ca. 35 Euro für 13 Folgen völlig überteuert und das digital.
    Habe beide Staffeln mit etwas Abstand jeweils für die Hälfte im Angebot erhalten und letztens dann Staffel 1 beendet.
    Harley Quinn ist böse, völlig abgedreht, blutig, witzig und manchmal kommen diese kleinen Momente hoch, die die Serie besonders machen und eine schöne Charakterentwicklung offenbart.
    Ist auch neben all den Kinderserien auch erfrischend mal eine Zeichentrickserie für Erwachsene zu sehen.

    Der Aufstieg der Teenage Mutant Ninja Turtles – Der Film

    Der Film ist gar nicht so besonders von der Handlung her.
    Die Turtles bekommen es mit Aliens zu tun und so kloppt man sich 88 Minuten lang durch zig Gegner.
    Was mir aber so gut gefällt ist das drumherum.
    Der Zeichenstil hat mich voll abgeholt und wie das zusammen mit der leicht überdrehten Art der Turtles und den Fights wirkt hat was.
    Hat mich so angesprochen, dass ich anschließend recherchieren musste und tatsächlich, es gibt sogar eine Serie davon, die ich mir direkt gegönnt habe.
    Bin gespannt was man da erwarten darf?

    Sandman

    Darauf habe ich gewartet und hatte die Befürchtung, dass man die gesamte Comicreihe mit einer Staffel gegen die Wand fährt.
    Doch dann wird man auf einen spannenden Mix mitgenommen, denn die erste Staffel besteht mehr aus zwei Teilen und konnte mit beiden viel anfangen.
    Tom Sturridge schafft mit seiner Darstellung als Dream etwas ganz ähnlich wie damals Matt Smith als der Doctor.
    Und zwar kauft man denen ab ein älteres Wesen zu sein, statt irgendein Mitte 30-jähriger, der sich alt geben möchte.
    Neben den beiden Hauptthemen kommen einige schöne Momente hinzu, wie die Freundschaft zwischen Dream und Hob Gadling oder seine Beziehung zu seiner Schwester Death und wie belebend sie mit ihrer Aufgabe/Laster umgeht.
    Sandman sprudelt halt nur so vor Ideen.
    Alleine die Folge im Diner ist so komplett anders zur restlichen Serie, genial.
    Man hat hier echt eine Tür zu einer anderen Welt aufgestoßen, die noch viel zu bieten hat und zeigt was Comics abseits von Superhelden zu bieten haben und wie wertvoll der Vertigo-Verlag damals war bzw. heute noch unter anderem Namen (DC Black Label) ist.

    Geändert von Ὀρφεύς (16.09.2022 um 23:12 Uhr)

  18. #1118

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Thor: Love & Thunder habe ich nun auch auf Disney+ nachgeholt und wie erwartet war es wieder eine Aneinanderreihung lustiger Szenen, die so schnell und abwechselnd kamen, dass einem nicht wirklich langweilig wurde. Wenn man etwas daran kritisieren kann, dann dass die Vorlage der Geschichte ins Lächerliche gezogen wurde und man durch die Art und Weise wie der Film präsentiert wurde, einfach nichts ernst nehmen konnte. Und dann gab es so geniale Szenen, wie diese hier mit Christian Bale als Gorr, die einfach nur der Hammer war. Sieht man mal von dem ganzen Schabernack den der Film präsentiert ab, waren wohl die Ziegen das absolute Highlight des Films. Was ich da gelacht habe.

    Vor ein paar Tagen habe ich dann auch endlich Im Körper des Feindes angeschaut, auch wenn der dt. Titel von Face/Off einfach nur dämlich ist. Das Ende war meiner Meinung nach total dämlich, aber unglaublich wie geil Travolta und Cage die Rollen gespielt haben. Dazu gab es viele geile Action, hier und da ein paar sinnlose Dialoge und ansonsten Spannung pur. Als nächstes wird dann Con Air angeschaut, den ich auch noch nie gesehen habe. Jedoch bin ich derzeit von den Filmen mit Cage angefixt und will die "Klassiker" nach und nach angucken. Wobei kein Klassiker ist wohl Drive Angry, aber der war damals so unterhaltsam das ich ihn mal wieder angucken will.

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