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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Ich war richtig heiß auf diesen Film.
    Gestern war es dann soweit und nach 10 Jahren endlich wieder eine reine Batman-Verfilmung.
    Das Erbe ist gerade nach der Nolan-Trilogie gewaltig und 100%ig überzeugt war ich von der Wahl Robert Pattinsons als Batman nicht.
    Ja, was habe ich in knapp 3 Stunden bekommen?
    Ein sehr anderer Batman, der nicht die Fehler macht sich auf seine Ursprungsgeschichte zu verlassen oder Batman Begins nacheifert.
    Man zeigt vielmehr einen gebrochenen Mann, der sich von der Menschheit zurückgezogen hat ohne diese aufzugeben.
    Dabei legt Batman eine Kälte an den Tag, die allgegenwärtig ist.
    Egal ob mit oder ohne Maske, dieser Mann hat Probleme und kann sich nicht einmal Alfred öffnen und fährt diesen sogar mehrfach verbal an.
    Hier wird kein Training in der Vergangenheit oder der tot der Eltern in Rückblenden durchgekaut, sondern man startet direkt im zweiten Jahr von Batman in Gotham.
    Manche halten Batman für eine Legende, er selbst macht noch viele Fehler und die Ausrüstung funktioniert auch nicht perfekt.
    Immerhin steht sein Symbol auch als Warnung, was man direkt am Anfang wahnsinnig gut in Szene gesetzt hat.
    Selbst die Kämpfe die er austrägt sind überraschend brutal, als würde Batman ein Ventil für seine Verzweiflung suchen oder Probleme haben sich selber zu bremsen.
    Die Polizei zeigt sich auch nicht begeistert und so ist das Duo Batman & Gorden mehr auf sich allein gestellt.
    Dabei wird absolut alles so extrem düster, dreckig und brutal dargestellt, was ein den Atem raubt.
    Gerade wenn der Riddler am Anfang im Haus den Bürgermeister umbringt, wie die Spannung dabei steigt bevor er zuschlägt und wie holperig, krank und brutal er den Mord ausführt, bekommt man einen schönen Vorgeschmack auf die kommenden Stunden.
    Paul Dano verkörpert den Riddler nämlich als Serienkiller mit Liebe für Rätsel, der zwar einiges von der Comicvorlage hat und auf mich bedrohlicher und vor allem gestörter wirkt, als alles was ich zuvor von ihm gesehen oder gelesen habe.
    Denn es ist eine realistische Zeichnung eines Kriminellen, wie man sich den wirklich vorstellen könnte in der heutigen Zeit mit all seinen sozialen Netzwerken.
    Wo, egal wie krank etwas ist, sich eine Zielgruppe findet und sich von dieser ermutigen lässt.
    Gerade diese Ausraster vom Riddler oder der Dialog zwischen Batman und ihm im Arkham Asylum sind pure Gänsehautmomente.
    Das dabei alles von einem Story-Grundgerüst getragen wird, welches 20 Jahre zurück reicht und sich mit Falcone an The Long Halloween, Hush und sogar an Batman: The Telltale Series bedient, sorgt für genügend Ermittlungen quer durch Gotham, was cool ist, da endlich richtig ermittelt wird und an einem Noir Detective Thriller erinnert.
    Dabei führt man noch genügend weitere Charaktere wie den Pinguin oder Catwoman ein, die aber nicht zu präsent sind, was den Film gut steht.
    Am Ende muss ich sogar Gotham selbst loben, denn in dieser Verfilmung hat man die Stadt in einer Realverfilmung nie besser getroffen mit all seinen dunklen Gassen und Neonlichtern, die im Regen eine ganz spezielle Atmosphäre erzeugen.

    Was ich dafür etwas kritisch sehe sind die Szenen wo Batman & Catwoman intimer wurden.
    Es passt zwar in den Film und gibt das die Vorlage auch her, nur habe ich das zum einen zu oft gesehen (wie etwa den Mord der Eltern oder den von Onkel Ben in Spider-Man) und hätte das irgendwie cool gefunden, wenn der Pattinson Batman selbst dafür zu kaputt gewesen wäre.

    Auch der Soundtrack von Michael Giacchino ist so dermaßen stark, da bekommt man eine Gänsehaut von.
    Speziell die Batman Theme ist genau so stark wie die von Hans Zimmer der Nolan-Trilogie.

    Kann nur sagen, The Batman hat die hohen Erwartungen voll erfüllt und waren meine Sorgen um Robert Pattinson als Batman völlig unbegründet.
    Pattinson liefert für mich sogar den interessantesten Batman ab, seit man ihm zum ersten Mal verfilmt hat.
    Dieser sehr gezeichnete Charakter, der stark an Frank Millers Interpretation Batmans erinnert, hat noch so viel Spielraum sich zu entwickeln.
    10 Jahre sind außerdem eine lange Zeit für einen Neuanfang und packt Matt Reeves den dunklen Ritter anders an als alle zuvor und auch wenn ich alle möglichen Comicverfilmungen liebe, Batman ist ein extrem hoher Standard für mich und zwar einer ohne viel Humor mit einer ernsten, brutalen Story, die sich stark von den meisten Comicverfilmungen abhebt.
    Auf eine Fortsetzung darf man vermutlich hoffen, selbst wenn ich keine brauche, doch würde gerne eine Trilogie sehen, um diese besser vergleichen zu können.
    Denn verglichen mit Batman Begins möchte ich mir kein Urteil erlauben.
    Schließlich trägt jeder Batmanfilm von Nolan zum Gesamtwerk bei und das fehlt in Matt Reeves Batman noch.
    Kaum auszumalen was eine Trilogie für ein Gesamtbild abliefert, wenn man vom gesamten Stil her so weitermacht wie in The Batman.

  2. #2

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    The Babysitter
    Irgendwie verliert man bei den ganzen Streaming-Anbietern den Überblick, denn da wird inzwischen so viel selbst produziert. Diese Horrorkomödie aus dem Jahr 2017 hatte ich somit auch verpasst, aber letzte Woche wurde sie nun nachgeholt. Und der Beginn des Films lässt einen alles vermuten, nur nicht das was man letztendlich zu sehen bekommt. Er war brutal und durchaus lustig, denn auf manche Slasherszene folgte dann plötzlich eine Szene bei der man sich nur dachte: "WTF????!!!" und dennoch war es geil. Für einen netten Abend durchaus zu gebrauchen.

    Turning Red
    Ich will nicht wissen wie angepisst Pixar derzeit ist, dass die letzten Filme (mit Ausnahme von Toy Story 4) sofort bei Disney+ gelandet sind. Egal, denn so konnte ich mir den Film schon anschauen. Im Internet liest man öfter der Film sei "cringe", aber das kommt zumeist von älteren Leuten die wohl vergessen haben, wie man als Kind war. Und wenn ich so lese was viele Frauen in dem Alter gemacht haben, scheinen die Leute bei Pixar das schon alles gut und richtig gemacht zu haben. Es war für mich daher auch ein typischer und unterhaltsamer Movie aus deren Schmiede, denn ich mir gerne noch ein paar mal anschauen will.

    The Adam Project
    Dieser Film von Netflix wurde ja schon seit einiger Zeit promotet und so konnte ich ihn zum Glück nicht verpassen. Letztendlich erfindet der Film das Rad ebenfalls nicht neu, denn es dreht sich um Zeitreisen und was bei Änderungen der Vergangenheit alles passieren kann. Hier ist besonders das Zusammenspiel von Ryan Reynolds und seinem jüngeren Co-Star zu erwähnen, welches Gold wert ist. Gutes Popcorn-Kino, mehr aber auch leider nicht.

  3. #3

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    In den letzten Tagen wurden wieder Filme nachgeholt und einer davon ist doch schon etwas älter...

    Top Gun
    Ich mag Tom Cruise noch immer nicht und hier spielt er genau solch einen Kotzbrocken, für den ich ihn tatsächlich auch halte. Ich denke Top Gun ist vor allem durch seinen Soundtrack bekannt, aber auch sonst hat der Film doch hier und da ein paar faszinierende Szenen zu bieten, vor allem wenn es um die Luftkämpfe geht. Bedenkt man wann dieser Film gedreht wurde, ist das echt beachtlich wie gut das alles in Szene gesetzt wurde. Leider ist die Story ziemlich an den Haaren herbeigezogen und gefühlt hatte mir Hot Shots! mehr an Story gezeigt als Top Gun. Habe ich eigentlich erwähnt, wie geil der Soundtrack war?

    Halloween Kills
    Bevor es wohl im Oktober mit Halloween Ends enden wird (bis es halt wieder Mal einen Reboot gibt), habe ich mir letzte Woche Halloween Kills angeschaut, welcher direkt an das Ende vom vorigen Teil anschließt und es nach wie vor die gleiche Nacht ist und wohl auch für den letzten Film bleiben wird. Während es im Vorgänger wieder etwas mehr Story gab, konzentriert sich dieser Film weniger darauf und man bekommt echt verdammt viel Gemetzel durch Michael Myers zu sehen. Insgesamt hat mir der Vorgänger aber besser gefallen.

    Gunpowder Milkshake
    Leider ist dieser Film gefühlt etwas an der Kinokasse untergegangen, aber unterhaltsam war er trotzdem. Dies lag denke ich vor allem an den sympathischen Charakter, dem Neonlook und dem echt bekloppt epischen Soundtrack. Karen Gillan spielt die Hauptrolle eiskalt und unterhaltsam, weshalb man ihr gerne bei den ganzen Actionszenen zusieht. Freya Allan (Ciri aus The Witcher) habe ich zuerst gar nicht erkannt, weshalb ich es fast schon schade finde, dass man sie nur recht kurz zu sehen kann. Die Ähnlichkeit zu Karen ist aber brutal, da sie die gleiche Rolle 15 Jahre jünger verkörpert. Wer einen Film für den Abend mit sinnlosen Ballereien braucht ist aber hier goldrichtig.

  4. #4
    Die Eiskönigin 2

    Auch dieser Film liefert mal wieder keine Antwort auf die Frage: Was wird zuerst passieren? Schafft Disney es, eine zweite (für mich) befriedigende Fortsetzung zu produzieren (als die erste und bisher einzige würde ich Dschafars Rückkehr bezeichnen), oder lerne ich, sie einfach nicht mehr anzusehen?

    Die Handlung hat praktisch nichts mit dem Vorgänger zu tun, ergibt wenig Sinn und hätte an einigen Stellen deutlich besser ausgebaut gehört. Dafür war aber vermutlich innerhalb der Laufzeit kein Platz mehr, nachdem reichlich Drama und Gesang, die zum Großteil allein zum Selbstzweck zu dienen scheinen, hineingepackt wurden.

    Nebenbei, wieviel hat Disney eigentlich Nintendo dafür gezahlt, dass sie Feurigel in diesem Film verwenden durften?

    Geändert von Liferipper (18.04.2022 um 22:20 Uhr)

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