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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    The Lego Movie 2: The Second Part
    Irgendwie war für mich ein wenig die Luft raus. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Ninjago-Film (nicht gesehen) und Lego Batman (war okay aber hat mich ein wenig enttäuscht) nicht vorher zu veröffentlichen. Die Einspielergebnisse bleiben für das Studio ja weit hinter den Erwartungen zurück. Möglich, dass die Leute, gerade auch die erwachsenen Zuschauer, nicht mehr so viel Lust drauf haben. Der erste Teil wirkte noch frisch und neu und überraschte mit Qualität, wo alle nur ein Spielzeug-Cash-in erwarteten (wobei ich dazu sagen muss, dass ich den ersten nur gut aber nicht überragend fand, den Hype hatte er nicht verdient; außerdem kann ich Will Ferrell nicht leiden). Diesen Bonus genießt die Fortsetzung jedenfalls nicht mehr. Fühlte sich häufig nach more of the same an.

    Die Idee mit den Geschwistern und ihrer individuellen Perspektive fügte eine schöne Erzähl-Ebene hinzu und verleiht dem Film genug Tiefe. Also als oberflächlich würde ich die Geschichte nicht bezeichnen, jedoch geht dieser interessante Ansatz völlig auf Kosten der Kohärenz. Alles wird sehr wild und konfus erzählt und dann mit Scherzen und Musical-Nummern aufgebauscht. Manches davon funktioniert gut, anderes not so much. Charakterentwicklung kommt zu kurz, gerade aus den Freunden des ersten Teils (Benny, Batman, Unikitty, Metalbeard), aber auch aus den neuen Figuren der Königin und ihrer Untergebenen hätte man so viel mehr herausholen können. Die Popkultur-Anspielungen fielen ein wenig einseitiger aus; konzentriert sich jetzt merklich stärker auf DC-Comichelden, während die Mischung im ersten Teil noch richtig bunt war. Hab mich zwar die meiste Zeit unterhalten gefühlt, aber letztenendes war Lego Movie 2 für mich eher Durchschnitt. Kann man sich mal geben, aber hätte im Nachhinein lieber kein teures Kino-Geld dafür ausgegeben und stattdessen auf Streaming-Optionen gewartet. 3D hat sich übrigens wie so oft nicht gelohnt.

  2. #2
    Let's get real.



    Was ich von Kim Possible (2019) erwartet habe, ist Edeltrash auf den Spuren von Disney's Descendants. Und das habe ich bekommen, also an der Stelle schon mal Daumen hoch.
    Über den Trash-Part müssen wir denk ich auch nicht viel reden, von wunderbar schlechten Effekten über die Schauspielkünste des Ron-Darstellers (What the actual fuck? xD) bis hin zu Patton Oswalt, der seine Nazi-Sprechrolle aus der Serie wieder aufnimmt ... einwandfrei!
    Interessanter ist der "Edel"-Part. Einerseits war ich echt positiv überrascht von der Adaptionsleistung: Kim, Ron (Ja, selbst und vielleicht gerade mit diesen Schauspielkünsten!), überhaupt die Genre-Mischung des Originals und allem voran Drakken und Shego als Schurken sowie ihr Zusammenspiel? Das war so richtig passend umgesetzt, hat mir gut gefallen und mich streckenweise auch schon mal wie ein kleines Mädchen kichern lassen. Selbst der Humor hat überraschend oft den Tonfall des Originals getroffen. Der Höhepunkt war da wohl die After-Credits-Scene und "I want to go home so I can get out of these clothes and into a sensible leather bodysuit." definitiv das Lustigste, was ich heute gehört habe. Einzige Ausnahme: Rufus. Ein echter Nacktmull war scheinbar zu hässlich für Disney, und ein digital "aufgehübschter" Nacktmull ist nicht nur MINDBOGGLING, sondern auch ein handfester Adaptions-Fail, weil es der ganze Witz dieses Charakters ist. Nun ja, Kleinkram.
    Andererseits war alles, was der Film irgendwie neu gemacht hat, ernsthaft schlecht. Athena als neuer Charakter – vor allem in ihrer AUFDRINGLICHEN Rolle als Fan Insert – war zum Fremdschämen (Und das nicht im guten Sinne, wie etwa Rons Schauspielkünste!), die Story um sie war nicht nur dumm, sie war auch ziemlich unpassend für Drakken und Kim Possible generell, und die Konstruktion des Films hat dazu geführt, dass das alles nicht nur hart vorhersehbar war, sondern auch noch verhindert hat, dass wir am Ende den obligatorisch coolen Endkampf bekommen haben.

    Insgesamt kommt für mich auf der Edeltrash-Skala ein "Nett, aber schade!" raus. Als trashige Adaption kann es nämlich wirklich was, aber sie hätten einfach irgendeine Story aus der Serie umsetzen oder einen der alten Autoren anstellen sollen. Vorteil daran: Ich habe gewisse Hoffnungen für einen zweiten Teil, sollte er denn kommen! Und ich möchte Duff Killigan, Monkey Fist oder einen anderen Zweitschurken.


    Edit zu Enkidus nächstem Post: Das ist natürlich ärgerlich. Würde mich interessieren, was da schiefgelaufen ist.

  3. #3
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    aber sie hätten einfach irgendeine Story aus der Serie umsetzen oder einen der alten Autoren anstellen sollen.
    Die Showrunner und Autoren der Serie (Mark McCorkle und Bob Schooley) haben das Drehbuch für den Live-Action-Disneychannel-Trashfilm selbst geschrieben, zusammen mit Josh Cagan. Macht das Ergebnis umso trauriger. Ich finds immer noch schade, dass Disney der Marke trotz vieler Fans nicht mehr zugetraut bzw. das Ganze nicht ernst genommen hat. Kim Possible hätte ein klasse Kinofilm und Franchise-Starter werden können. Auf den knalligen live-action Fernseh-Müll, den der Sender so produziert, vergeht mir immer schon nach wenigen Sekunden die Lust. Was ich in Vlog-Reviews zu dieser Adaption sah, wurde der Vorlage nicht gerecht :-/

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