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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Da sich im Forum und in diesem Thread sehr wenig tut, wieder etwas von mir:

    Coherence [2013]



    Ich hab mir wieder ein Kammerspiel angetan, diesmal einen Sci-Fi-Mindfuck und nach dem Abspann muss ich sagen, es hat sich sowas von gelohnt, sich auf dieses Gedankenexperiment einzulassen. Doch das ist gleichzeitig die größte Schwäche des Films, denn wer sich nicht darauf einlässt, verliert schnell das Interesse an dem Film. Der Anfang ist nämlich sehr, sehr zäh, u.a. auch wegen den sehr nervigen Charakteren die erst sehr langsam auftauen. Die schlechte deutsche Synchro und die anfangs dummen Dialogen verstärken leider dieses negative Gefühl. Aber hat man das alles mal hinter sich, entfaltet der Film sich erst so richtig und wird mit jeder Minute besser. Er ist beleibe kein Film für eine Gruppe oder für ein nen kurzen Zeitvertreib, der Film fordert jegliche Gehirnzellen ab und treibt seine Komplexität bis zum Schluss auf die Spitze. Aber genau das macht so viel Spaß, da dadurch das Filmerlebnis intensiviert wird. Schön zu sehen, dass selbst mit wenig Budget solche Filme entstehen können, auch wenn der Film technisch nicht top ist. Coherence ist trotz einiger Defizite ein innovativer und spannender Thriller geworden, der Fans dieses Subgenres sicherlich gefallen dürfte.

  2. #2
    Guardians of the Galaxy

    Guter Film, allerdings denke ich, das er mir noch besser gefallen hätte, wenn ich nicht wüsste, dass er zum MCU gehört. Der Gedanke, dass theoretisch jederzeit Spiderman, Thor und Captain America um die Ecke kommen könnten, macht mir irgendwie das schöne Weltraumfeeling kaputt.

  3. #3
    Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

    Den auch endlich mal nachgeholt. War leider nur okay meiner Meinung nach. Weiß nicht, ob das vor allem daran lag, dass mit Harry Potter einfach eine gewisse Erwartungshaltung verbunden ist. Das größte Problem war der fehlende Fokus. Ich könnte euch zwar die grundlegende Prämisse wiedergeben, aber die Handlung schien irgendwie nicht zu wissen, in welche Richtung sie gehen möchte. Die neuen Charaktere waren zwar sympathisch, aber bleiben meist eher blass und ein paar von ihnen haben kaum Screentime. Das überraschende Highlight des ganzen Films war für mich Dan Fogler als Jacob Kowalski, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Auch seine Beziehung zu Queenie war schön. Aber wenn der Comic-Relief-Charakter mit Abstand der menschlichste und unterhaltsamste ist, dann ist das eigentlich schon Zeichen genug dafür, dass da irgendwas erzähltechnisch nicht optimal funktioniert.

    Die Kulissen waren nett, vor allem das Innenleben des Koffers hat mir visuell gefallen. Ich weiß nur nicht, ob die USA der 20er Jahre das beste Setting für einen Film dieser Franchise ist. Wirkte stellenweise seltsam grau und trostlos. Die alten Filme habe ich abwechslungsreicher und zum Teil auch farbenfroher, oder einfach "verzaubernder" in Erinnerung. Ein weiterer Kritikpunkt, der mit der konfus wirkenden Story einhergeht, ist, dass man das Gefühl bekam, Ahnung von Harry Potter haben zu müssen, um noch wirklich durchzublicken. Sei es bei vielen Anspielungen, Erklärungen und Namen, als auch bei dem anscheinend großen Reveal am Ende, als sich Colin Farrell in Johnny Depp verwandelt o_Ô War beruhigt, dass es nicht nur mir so ging, als ich neben mir auch andere hörte, die meinten, sie würden grade nix mehr checken (der Saal war voll mit über 150 Leuten). Die Mühe, darauf näher einzugehen, macht sich der Film aber nichtmal, ist sofort abgehakt. Hey, mag sein, dass davon früher schonmal was vorkam, auch in einem der späteren Filme, aber besagte Figur stand definitiv nie im Mittelpunkt der Handlung bei Harry Potter, und Deathly Hallows war schon ein halbes Jahrzehnt her. Da wäre es hilfreich, wenn man nicht erst nachschlagen müsste.

    Würde sagen, Phantastic Beasts war ein solide gemachter, aber nicht gerade überragender Film. Viel Luft nach oben. Mehr ein Prequel für Fans zur Erweiterung dieses fiktionalen Universums, aber als eigenständige Geschichte nicht rund genug sondern sehr holprig. Hoffe das kriegen sie in den geplanten Fortsetzungen besser hin. 6/10

    Geändert von Enkidu (26.04.2017 um 03:26 Uhr)

  4. #4
    @Enkidu
    Spoiler wären durchaus angebracht, sonst verdirbt sich ja jeder die Überraschung der den Film noch nicht gesehen hat.
    Da wird aber sicherlich noch weiter drauf eingegangen wenn man bedenkt dass die Handlung vermutlich auf den Krieg hinauslaufen wird in dem sich schlussendlich Dumbledore und Grindelwald gegenüberstehen werden, immerhin wurde mittlerweile auch ein junger Dumbledore gecastet. Von daher hat mich diese Enthüllung nicht wirklich gestört, auch wenn es sicherlich besser gewesen wäre jemand anderen als Johnny Depp zu wählen. Der nicht vorhandene Fokus hat mich aber auch gestört. Mal ernst, mal lustig, und zwischendurch gabs dann auch noch ne Storyline die so gut wie keine Relevanz hatte. Da hätte mir News Suche nach seinen Tierwesen fast schon ausgereicht.

    Geändert von ~Jack~ (26.04.2017 um 02:09 Uhr)

  5. #5
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Spoiler wären durchaus angebracht, sonst verdirbt sich ja jeder die Überraschung der den Film noch nicht gesehen hat.
    Ich hab ja nur Schauspieler genannt (neu für diese Filmreihe), keine Charakternamen. Außer der Tatsache, dass jemand nicht ganz so ist wie es zunächst scheint, verrät das eigentlich nicht viel - und noch viel weniger für Leute wie mich, die bei der Materie eh nicht mehr so den Durchblick haben - deshalb zündete die "Enthüllung" bei vielen auch überhaupt nicht und sorgte eher für Verwirrung. Dachte jedenfalls, das wäre nach über einem halben Jahr genug, aber meinetwegen, kein Risiko eingehn. Hatte auch falsch in Erinnerung, dass der Film schon ein paar Monate älter wäre. Habs mal geschwärzt.

    Zitat Zitat
    und zwischendurch gabs dann auch noch ne Storyline die so gut wie keine Relevanz hatte. Da hätte mir News Suche nach seinen Tierwesen fast schon ausgereicht.
    Ja, irgendwie komisch, dass letzteres der Aufhänger war und der Film auch so beworben wurde, aber die entfleuchten Kreaturen später kaum mehr eine zentrale Rolle spielen. Tonal fand ichs eigentlich in Ordnung, dass es mal lustig-süße und mal fies-grausame Momente gibt (Harry Potter nicht ganz unähnlich), nur die Handlung wirkte auf mich total querbeet und plätscherte daher trotz Action und Zerstörung so vor sich hin. Denke auch, dass die in den kommenden Filmen noch weiter auf einige dieser Punkte eingehen werden, doch einfach nötige Exposition wegzulassen und ggf. auf später zu verschieben, ist sicher nicht die beste Lösung (sowas in der Art hat mich schon bei The Force Awakens genervt).

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