D-D-Doppelpost!

Suicide Squad
Ähnlich wie Knuckles kann ich das negative Genörgel echt nicht nachvollziehen.
Der Film zeigt, dass DC filmtechnisch doch noch was reißen kann - auch wenn er rückblickend eher wie ein großes Intro wirkt und der eigentliche Film erst noch kommt. So ging es weniger um die eigentliche Story (die nun nicht unbedingt originell und deren Auflösung doch ziemlich vorhersehbar war), als darum die Charaktere ordentlich zu etablieren. Und der Fokus lag vor allem - oh Wunder! - auf Harley Quinn (die herrlich durchgeknallte Margot Robbie) und Deadshot (der endlich mal wieder in einem großen Film mitspielende Will Smith). Ein wenig vielleicht noch Flagg, aber dann wird das Eis auch schon dünn - wobei ich gern mehr über Killer Croc und El Diablo erfahren hätte (vor allem Letzterer hat sich im Laufe des Films zu meinem kleinen Favoriten entwickelt). Wobei der Preis für die unnötigste Rolle auch sehr schnell vergeben werden konnte. Slipknot war wohl das ärmste Schwein des ganzen Films - nur da zu sein, um zu zeigen, wie gut die Sprengsätze in deren Hälsen funktionieren.
Die Rolle des Joker fand ich - im Gegensatz zu Knuckles - jetzt nicht zu gering. Der hat meiner Meinung nach sehr gut reingepasst und - natürlich und vor allem - Harley Quinns Charakter noch mehr Hintergrund verliehen. Mal davon abgesehen dass seine Szenen schon ziemlich abgedreht waren und man Jared Leto einfach zugestehen muss, dass er einen echt interessanten Joker erschaffen hat. Vor allem einer, der sehr gut zu Ben Affleck als Batman passt. In dem Zusammenhang ergibt der beschmierte Anzug,den man in BvS sieht, noch ein ganz anderes Bild.
Viel geht in dem Film vor allem aber über den Stil - und da vor allem darüber, dass gefühlt jede dritte Szene mit einem (mehr oder weniger) bekannten Musikstück unterlegt wurde ("Seven Nation Army", "Paranoid", "Spirit in the skies" etc.). Das war am Anfang noch echt cool, ging mir persönlich jedoch ab einem bestimmten Punkt ziemlich auf den Keks. Vor allem, weil die Musikauswahl nicht unbedingt immer passend war.

Ansonsten war das der beste DC-Film, den ich dieses Jahr gesehen habe