Ich hatte nicht viel erwartet, da der Film kein Zeichentrick mehr war, aber ich wurde dann doch positiv überrascht. Hat mir sehr gut gefallen, aber er erreicht noch immer nicht die Qualität von Asterix und Kleopatra oder Asterix erobert Rom. Die Realfilme habe ich übrigens noch nie gesehen.








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Da das letzte, was ich von Besson gesehen habe, Lucy war, musste ich mich dann doch diversen "Ja, früher war der Mann einfach besser!"-Gedanken hingeben. Es sticht jetzt zwar nicht hervor und die Action ist mehr so "ulkig", aber es ist halt einfach ein voll niedlicher Film mit einer niedlichen Beziehung im Mittelpunkt und ein bisschen culture porn (manchmal hab ich mich echt an Lost in Translation erinnert, so wie sie mit dem Kulturschock arbeiten ^^). Allerdings sollte man die deutsche Synchro meiden. Ich weiß nicht, wie das Original ist, aber es geht echt so einiges verloren, und manchmal drücken sie es einem mit Gewalt ins Gesicht. Ich sag nur "zerTRÜmmern" ... plötzlich einen Sprachwitz rauszuholen, funktioniert nicht, wenn die Japanerin die ganze Zeit perfektes Deutsch spricht. Auch wenn man ihnen vermutlich anrechnen muss, dass nicht der halbe Cast einen Klischee-Asiaten-Akzent hat.



Anderswo wird man mit Köpfen beworfen usw.)! Von daher ist Return to Oz auch nicht als direktes Sequel zu verstehen, sondern mehr als ein von einem komplett anderen Studio produzierter spiritueller Nachfolger, der zwar ein paar Elemente aus der 39er Fassung wieder aufgreift, aber dieser an anderen Stellen widerspricht (Dorothy erwähnt Handlungspunkte/Exposition aus den Büchern, die im alten Film nie erwähnt wurden). Disney hatte hier kaum eine Wahl: Der Film mit Judy Garland genießt in den USA einen dermaßen hohen popkulturellen Stellenwert, dass sie kaum auf die ikonischen, magischen roten Schühchen verzichten konnten, die einst hinzuerfunden wurden und in den Büchern nie vorkamen (um dieses Element nutzen zu dürfen, haben sie MGM wohl ein hübsches Sümmchen bezahlt). In solchen Situationen bin echt froh, in Europa aufgewachsen zu sein, weil es in den USA offensichtlich echt schwierig ist, sich Return to Oz ohne massive Vorurteile anzuschauen.

