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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat
    Ist Carrie eigentlich irgendwie lohnenswert wenn man den Brian de Palma Streifen aus den 70ern gut findet? Am neuen reizt mich eigentlich nur Julianne Moore als gestörte Sektenmutti.
    Ich kenn nur Ausschnitte der Vorlage, aber laut Kritikern ist die Neuauflage das Original in modern.

    Zitat Zitat
    Der bessere Vampirfilm als Thirst.
    Äh was? Stoker war doch kein Vampirfilm. o_O




    Ein gar nicht mal so bekannter Horrorfilm, der freilich eher ungewöhnlichere Wege geht als typischer Genreschlock. Die erste Impression ist natürlich - Was, Daniel Radcliffe in Horror, kann das funktionieren? Kann man den ehemaligen Harry Potter als Protagonist in einem Horrorfilm ernst nehmen, oder wartet man jede Sekunde nur darauf, dass er "EXPECTO PATRONUM" ruft?

    Also, ein solcher Film kann funktionieren und tut es in diesem Fall. Vorbei sind Radcliffes Tage als milchgesichtiger Zauberschüler, wie er hier als englischer Anwalt in diesem düsteren und sehr auf Atmosphäre bedachten Streifen vor der Kamera agiert, hätte man ihm so schnell wohl nicht zugetraut und es passt perfekt. Ich musste kaum bis gar nicht an HP denken, dafür hat er einfach zu gut, zu überzeugend seine Rolle gespielt.

    Die Story ist nun natürlich weniger einfallsreich, aber die Art der Präsentation, einige wirklich extreme Schocker die mich richtig erwischt haben, die dichte Atmosphäre und das erwähnte gelungene Acting des gesamten Casts machen "Die Frau in Schwarz" zu einem überdurchschnittlich guten Horrorfilm in meinen Augen, der vorallem etwas für Freunde von leicht anderen Wegen sein dürfte.

    Sehr viel zum Gesamtwerk bei trägt auch die Location des alten, nebligen Anwesens, welches gerne vom Meer abgeschnitten wird. Ankreiden würde ich dem Film das Ende, welches für meinen Geschmack nicht unbedingt ideal gewählt war. Eine Fortsetzung ist ja geplant, darauf freue ich mich auf jeden Fall schon.^^

    7,5/10 Punkte




    Tja, also. Wenn man sich Don Jon ansieht, dann kann man wohl sagen, man mag es oder nicht, diesen relativ eindeutigen Humor. Das geht ja schon aus Trailern und Inhaltsangaben hervor. Der Film ist natürlich auch irgendwo ein (Sehr interessant behndeltes) Drama, aber ich denke auf einen überwiegend satirischen/comödiantischen Anteil kann man sich fraglos einigen.^^

    Ich muss sagen, mein Humor war der Film nun doch nicht so. Es war zwar, gerade in der ersten Hälfte, fast permanent zum Schmunzeln und teilweise musste ich lachen (Click, Tuch in Eimer, Click, Tuch in Eimer, Click, ...) aber ich habe dann schon gemerkt, dass man diesen Humor entweder lustig findet oder eher nicht. Und dass der Film sich an eine gänzlich andere Zielgruppe richtet. Ich habe mich relativ blind drauf eingelassen, aber bereuen tu ich es auch wieder nicht, ihn gesehen zu haben. Joseph Gordon-Levitt spielt das hier großartig in der Hauptrolle, ebenso wie seine beiden Kolleginnen und der restliche Cast. Gerade in den ernsteren Momenten liegen da kleine Juwelen in der zwischenmenschlichen Darstellung versteckt, die ich zumindest besser fand als einen Großteil der Szenen mit etwa Scarlett Johansson, die dann eher die Humorschiene bedienten. (Ich mag ihre Rolle etwa 1-2 Szenen lang, das heißt solange, wie sie noch nicht die Girlie Princess ist)

    Die Thematik finde ich durchaus nicht uninteressant, gerade für einen US-Film, wie hier Pornografie-Sucht in den Mittelpubnkt gestellt und auch über weite Strecken relativ kritisch, wenn auch mit dem augenzwinkernden Humor, dargestellt wird, gefiel mir. Und nein, tatsächlich nicht aus eigener Betroffenheit.
    Das Ende ist eben... nunja. Es ist konsequent und bringt zum Abschluss, worauf der Film hingearbeitet hat. Ich war sehr zufrieden.

    Das heißt, dass ich Don Jon unterm Strich durchgehend amüsant finde, die schauspielerischen Leistungen als klasse erachte und die ernstere Thematik des Filmes fast noch ein wenig interessanter fand als den Humor. Erwähnt sei noch, dass ich mich in den letzten 20~ Minuten hier und da gelangweilt und den Film pausiert habe, wegen mir hätte er ruhig noch etwas kürzer seinkönnen, aber wie gesagt das wird daran liegen, dass ich allgemein mit dem Konzept nicht so viel anfangen konnte. Unterhalten wurde ich souverän.

    Ach ja, 2 Anmerkungen for the Lulz:
    1. Don Jon hat unrecht wenn er sagt, dass jeder Mann lügt der behaupten würde, keine Pornos zu gucken. Trust me.
    2.Ich stimme Barbara, so unsympathisch und furchtbar ich sie auch finde, lustigerweise in ihrer Aussage ganz zum Schluss zu.

    6/10 Punkte





    Ein für meinen Geschmack viel zu unbekannter Film, was wohl auch daran liegen mag, dass er nie im Kino lief. Aber The Tall Man ist ein echter Geheimtipp, und für mich eine realative Überraschung, vorallem wegen niedriger Erwartunghaltung.

    Dabei muss ich gleich mal erwähnen, dass ich in diesem Film festgestellt habe, dass ich Jessica Biel als Schauspielerin absolut nicht mag. Ich weiß natürlich nicht warum, vorallem weil ich nur selten Vorlieben und Abneigungen bei Schauspielern habe, aber hier habe ich mich schon allein wegen ihr auf dem Cover lange um den Film herumgedrückt und konnte sie dann auch tatsächlich nicht ab. Das nur als Randnotiz.^^

    Was soll man sagen, ohne groß zu spoilern? Der wohl wichtigste Punkt an TTM ist wohl, dass jeder Klappentext und Trailer ihn wie einen absoluten 0815-Horrorstreifen ala Hollywood aussehen lassen, nicht zuletzt deswegen waren meine Erwartungen so gering. Aber da muss man ansetzen und ausdrücklich betonen, wie sehr man hier in die Irre geführt wird. TTM ist nämlich deswegen so immens gut und anders, weil dieser Film, so seicht er am Anfang auch erscheinen mag, schnell eine hohe Spannungskurve hinlegt und, wenn er erstmal in Fahrt gekommen ist, bis zum Ende einen zündenden Twist nach dem Anderen auspackt, und ganz ehrlich, man sieht es nicht wirklich kommen. Das hier ist beileibe kein gewöhnlicher Horror/Psycho-Thriller-Streifen, gerade die letzten Minuten und das Ende beweisen das, weil sie in jeder Hinsicht wahnsinn sind, einen unvorbereiteten Zuschauer emotional in hohen Maße treffen und ja... ich damit einfach nicht gerechnet hatte und es grandios inszeniert war. Das packt einen, das überrascht einen, das berührt einen garantiert. Allein schon deswegen ist der Film weitaus besser als viele ähnliche aktuelle Horrortitel und verdient so viel mehr Aufmerksamkeit, schlicht weil er komplett andere Wege geht als man es erwartet, und damit auch andere Genres anschneidet. Die Thematik wird man so oder so nicht kommen sehen.

    8,5/10 Punkte

    ...Und wieder kein Stoker geschafft.
    Der Film war so interessant, ich weiß noch gar nicht so recht, was ich zu ihmschreiben soll. Beim nächsten Post dann!

    Geändert von Holo (24.01.2014 um 11:16 Uhr)

  2. #2
    Zitat Zitat von Nonsense Beitrag anzeigen
    Äh was? Stoker war doch kein Vampirfilm. o_O
    Ja, nicht direkt. Implizit vielleicht schon? Darüber könnte man streiten. Mir war Thirst ein bisschen zu explizit und konkret, vielleicht reite ich deswegen so sehr darauf rum. Wenn man die Analogie mal bemüht, ist das doch gar nicht so fern und der Titel (+ Familienname) ist doch auch nicht von ungefähr eine Verneigung vor Bram Stoker.

    Was hälst du von dem Vergleich? Und was sind deine Ideen zu dem Film?

  3. #3
    Ich hab letztens Frozen, Europa Report und Hunger Games: Catching Fire gesehen.

    Frozen und Catching Fire waren richtig gute Filme, von Europa Report war ich leider sehr enttäuscht (auch wenn es schön war, dass letzterer wirklich Hard Sci-Fi war - als Film war er leider dennoch langweilig).
    Frozen war ein richtig guter Film, wie gesagt, blieb aber hinter meinen Erwartungen zurück, da die Story ein bisschen verworren war. Die Bösewichte hätte es nicht gebraucht... ich hätte mir gewünscht, dass Elsa irgendwie mehr durchdreht, ein paar Leute einfriert und so... der Film hat mich dahingehend immer mit Ansätzen geködert, blieb aber doch recht zahm. Die Musical-Nummern waren toll... aber ja, irgendwie hätte ich mir etwas Epischeres erhofft.
    Catching Fire hingegen war einfach so überraschend gut, weil ich so niedrige Erwartungen hatte. Ein paar Szenen haben für mich nicht funktioniert und die Hunger Games wirkten irgendwie draufgeklatscht (der Film baut die erste Stunde über eine Revolution auf und schwenkt dann plötzlich um... und man nimmt dem Film an dem Punkt einfach nicht mehr ab, dass sich überhaupt jemand noch ernsthaft für die Spiele interessiert). Aber im Großen und Ganzen war das wirklich gut, kurzweilig und unterhaltsam. Das Ende kam für mich überraschend, weil die Zeit wie im Flug verging und ich dachte, dass der Film jetzt eigentlich erst losgehen würde... das kann man negativ sehen, aber letztendlich zeigt es nur, dass mich das alles gut fesseln konnte. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Teile.

  4. #4

    A Touch of Sin | Trailer + Kinospielplan

    Vier Episoden von vier unterschiedlichen Charakteren aus der chinesischen Unterschicht. Ein wütender Altruist, ein Familienvater, die Geliebte eines verheirateten Mannes und ein junger Fabrikarbeiter. Die Episoden sind lose miteinander verknüpft, nur die Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten.

    Sehr treffend und deshalb deprimierend. Aber genau genug um keine Platitüde zu werden, und viel zu wütend und gekonnt inszeniert um nicht auch zu packen. Dabei fährt der Film ein recht spannendes und sehr gut funktionierendes inszenatorisches Programm. Einmal ist's eine Milieustudie, dann schlägt es plötzlich in Gewalt um, die im Vergleich sehr unpassend und überbordend inszeniert scheint. Natürlich nicht wie bei Tarantino, aber brutal und künstlich genug um zu irritieren (und nicht in einem lustvollen Ekel zu erstarren) und andererseits zurückhaltend genug um nicht rausgerissen zu werden. Alles vor dem Hintergrund, dass solche Geschichten so ähnlich passiert sind/passieren. Habe A Touch of Sin zufällig kurz vor The Wolf of Wall Street gesehen und ein Vergleich drängt sich fast von selbst auf. Thematisch sind da das liebe Geld, der Sex und die Gewalt und von der Inszenierung sind sich die Enden beider Filme so ähnlich, dass es eine wahre Freude ist. Es ist ein bisschen so, als sei The Wolf der böse, aber erfolgreichere Zwilling dieses Filmduos.
    Meine Empfehlung haben beide Streifen.

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