Das Großartige an furchtbaren Filmen in die man von jemanden reingezerrt wird ist, dass man eben jenen schrecklichen Flick als Grund nutzen kann, um betreffende Person später bei sich rauszuschmeißen. Nicht, dass ich das gemacht hätte - aber mein Gott, ich war kurz davor... Ich möchte an dieser Stelle sagen dass ich nie ein Riesenfan von Superman war - ich mochte die 80er/90er Cartoonserie, ich mochte die ersten zwei Richard Donner-Filme und alles andere ist irgendwie nie auf meinem Radar aufgeploppt weil ich Superman/Clark Kent als Charakter unfassbar langweilig finde. Ich mag die Idee hinter Superman, aber eine charakterbasierte Story auf ihm und seiner kaum bis gar nicht vorhandenen Persönlichkeit (abseits von "Ich hab Superkräfte und keiner darf's herausfinden!") aufzubauen ist von vornherein eine blöde Idee. Noch blöder ist es, wenn man den Visionär der uns "Suckerpunch" bescherte (ein Film der so dermaßen hundsdumm war dass ich es nicht einmal mehr lustig fand - und ja, selbst der Director's Cut ist übelst dämlich) ans Ruder lässt und sagt: "Hier haste 250 Millionen Dollar Kirmesgeld, mach' ma' Superman, wird bestimmt cool.". Ei ei ei, was dabei rumkommt, ist erst unfassbar langweilig (die ersten 80 Minuten, so grob bummelig, die nur aus furchtbar schlecht geskripteten Melodrama und Michael Shannon bestehen, der viel zu wenig Screentime bekommt) um dann in der Mitte noch langweiliger zu werden und in den letzten 60 Minuten batshizzle insane.
Die große Frage ist eigentlich: Ist Superman eigentlich noch ein Held nachdem er...
Oder - noch besser - ist eigentlich überhaupt ein Held? Nein, denn Snyder versucht so hart Christopher Nolans Emo-Philosophie-Batmans in Sachen Grittyness und Edginess zu übertrumpfen dass es lachhaft wird. Denn auf der einen Seite will er unbedingt einen voll deepen Superman-Film machen, auf der anderen Seite ist fast jede Dialogzeile ein Exposition Dump! Russell Crowe geht stumpf aufs Set und erzählt Superman so, was er machen muss, damit die dummen Zuschauer auch ja verstehen warum Superman jetzt Superman wird. Und was mich auch wurmte: Dass sie Kent auf die Erde schießen, damit er nicht zusammen mit Krypton totgeht - klar, absolut verständlich. Aber WARUM muss Superman auf die Erde geschossen werden, um uns Menschen den wirklich wahren Weg zu weisen? Ich weiß, ich weiß - das wird auch total subtil untermalt durch eine Kameraeinstellung, in der er zusammen mit einer Jesusstatue zu sehen ist (SYMBOLIK!). Aber wenn Superman nicht wäre, wäre Zod nicht da, und wenn beide nicht da wären...
Es ergibt null Sinn, ernsthaft. Aber der Exzess welcher die letzten 45 Minuten oder so ist, in denen Subbomänn Zod quer durch ein Dutzend Wolkenkratzer mit Leuten drin schlägert - das war schon irgendwie witzig. Es sollte nicht witzig sein, aber es war's. Absolut herrlich.
Also, ja, alles in allem: Kot. Und Spaß ist nicht mehr erlaubt in Superhelden-Filmen.
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Geändert von T.U.F.K.A.S. (09.08.2013 um 18:30 Uhr)
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Ich hab mir nichts vom Film erwartet, bin nur mit gegangen, weil die große Runde sich dafür entschieden hat aber ehrlich gesagt war ich nicht allzu enttäuscht. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich eh nichts erwartet habe. Ich mochte die Aufmachung und Erzählweise, sowie die Darstellung der Geschichte. Etwas merkwürdig fand ich den erstmaligen Kontakt mit dem Anzug und den darauffolgenden sekündlichen Wandel der Haare und der gesamten Aufmachung. Natürlich hat mich auch die endlose Kampfszene etwas genervt und die Inkaufnahme unzähliger zerstörter Gebäude plus anderer Kollateralschäden. Trotzdem fand ich es insgesamt solide und vergebe ein legendäres ,,ansehbar", was hier natürlich keinen Wert hat ;-)
Hab auch gerade neulich Trance gesehen. Meisterwerk? Nein. Bester Film des Jahres? Nein. Interessant und unterhaltsam war er auf jeden Fall, Mindfuck-Faktor war auch wie angepriesen - aber mich hat das Ende (eher das letzte Drittel, inklusive des gesamten Reveals) eigentlich auch nur noch frustriert.
Gangster Squad
"Der Kampf um die Seele von Los Angeles" heißt es vollmundig auf dem Rückentext der BluRay-Hülle. Jupp, das kann man so sagen.
Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt der Film die Geschichte des Gangstes Mickey Cohen (der absolut grandiose, wenn auch mit einer gewaltigen Nase gesegnete Sean Penn), der das Post-Weltkriegs L.A. unter seiner Kontrolle hat und mit seinen Ambitionen nun die gesamte Westküste übernehmen will. Dabei ist ihm so ziemlich jedes Mittel recht (schön zu sehen in der Eingangsszene, in der er einen Gangster aus Chicago einfach mal mit Hilfe von 2 Autos zweiteilen lässt) und die Behörden schauen brav weg - weil in einer anderen Richtung das schöne Bestechungsgeld von Cohen liegt.
Einzig der Kriegsheld "Sarge" John O'Mara (Josh Brolin) pfeift darauf und stellt sich dem Gangster entgegen - zum Ärger seiner Vorgesetzten natürlich. Der perfekte Mann für Chief Bill Parker (der unheimlich gealterte Nick Nolte), der O'Mara den Auftrag gibt, eine Einheit zusammen zustellen, die außerhalb des Gesetzes agiert und die nur ein Ziel hat: Cohen so krass in den Arsch zu treten, dass dieser mit eingezogenem Schwanz aus der Stadt verschwindet. Das Team wird aufgebaut und auch der anfänglich von der Idee nicht sehr angesprochene Sgt Jerry Wooters (Ryan Gosling) schließt sich dem Team an, nachdem er einen Grund für einen persönlichen Rachefeldzug geliefert bekommen hat. Und ganz nebenbei macht Wooters noch mit der Freundin von Cohen, Grace Faraday (Emma Stone mit roten Haaren... *rrr*) rum. Was die Sache natürlich noch etwas heikler macht.
An sich ein unterhaltsamer, modern inszinierter Film Noir mit ein paar humoristischen Einlagen, viel Geballer, ein paar dummer Sprüche und viel, viel düsterer Gangsterscheiße. Hat mich persönlich spontan an das Rockstar-Spiel "L.A. Noir" erinnert (was jetzt keine schlechte Referenz ist).
Der Zauberer von Oz
Die kleine Dorothy Gale (Judy Garland) läuft kurz vor einem Sturm zu Hause weg, kriegt mit dem Fenster eins über den Kopf und landet samt Haus auf einer Hexe in dem Zauberland Oz, von wo sie nur mit Hilfe des gleichnamigen Zauberers wegkommen kann.
Zusammen mit ihrem Hund Toto macht sie sich auf dem Weg ("Folge dem gelben Steinweg!) und trifft unterwegs die Vogelscheuche, die gerne Verstand haben würde, den Zinnmann, der sich ein Herz wünscht und den feigen Löwen, den es an Mut mangelt. Als Viererparty geht es zum Zauberer, der ihnen den Auftrag gibt, den Besen der bösen Hexe des Westens (die schwester der vom Haus erschlagenen bösen Hexe des Ostens) zu klauen.
Ein herrlicher, herrlicher Film mit Bühnenbildern und Gesangseinlagen, die bis heute ihres Gleichen suchen. Dass die Handlung um 1900 spielt und der Film von 1939 stammt lässt sich an den teilweise (aus heutiger Sicht) herrlich doofen und naiven Dialogen erkennen, aber genau das macht ja auch den Charme dieses Films aus. Hach, super <3
The Bling Ring ist gut. Fühlt sich an wie eine Mischung aus The Social Network (scheinbar nah am Zeitgeschehen, Facebook-Eitelkeiten und Nicht-Zwischenmenschlichkeiten),Spring Breakers ("weil ich kann", Euphorie des Moments, schöne junge Menschen) und MTV Cribs . Ist zum Glück nicht zu moralisch aufgeladen und macht beim Schauen einfach Laune. Katie Chang und Israel Broussard waren super gecastet, hoffentlich sieht man die jetzt häufiger.
Der Film hat Spaß gemacht, aber an der ersten Teil kommt er längst nicht ran. Es fehlte einfach die Größe, die Wucht. Im ersten Teil nahmen sie noch einen Drogenring auseinander, im zweiten... ja was geschieht da eigentlich? Die Bösewichter und auch die Helden sind dieses Mal leider sehr blass, die Gewalt ist bis auf einige Ausnahmen nicht mehr so spaßig in Szene gesetzt. (Und ich wusste, dass es brutale Szenen geben würde, aber hier war einiges einfach nur verstörend.) Und das Finale enttäuscht einfach nur. Kick-Ass hatte ein geradezu episches Finale mit einem krassen Shootout und perfekt abgestimmter wummernder Musik. Bei Kick-Ass 2 wird einfach nur antiklimaktisch rumgedroschen.
Ich hatte hohe Erwartungen an den Film nach dem ersten Teil, und die konnte er nicht erfüllen - aber unterhaltsam war der zweite Teil trotzdem. Keine Ahnung, 6/10 oder so.
Hab gestern den Phoenix Wright Film gesehen, und als jemand, der die Spiele nicht kennt, muss ich sagen: Was ein Clusterfuck!
Unterhaltsam war's allemal, die Schauspielkünste der Japaner schienen mir regelrecht tödlich ... wenn ich allein schon an seine MIMIK denke, ey! xD Dass der Film letztendlich richtig schlecht war, ist daher nur insofern schade, dass man eigentlich auch was richtig Gutes hätte draus machen können. Entgegen dem Internet-Konsens fand ich nicht, dass sie zu viel Story reingepackt haben, das kleine Bisschen, das man vom Setting gesehen hat, war auch ziemlich cool (sieht man da in den Spielen mehr von?), und das Design des Ganzen hat auch funktioniert (Maya war großartig). Nur einen Tacken weniger Fanservice und einen noch größeren Tacken weniger japanische Filmindustrie, dann wäre das vielleicht ein wirklich cooler Film geworden. Leider befürchte ich, dass ein Ami-Reboot o.ä. das genau so schlecht machen würde, also nein danke. Gibt ja die Spiele.
Und der Film hat auf jeden Fall mein bisher nicht vorhandenes Interesse für die Reihe geweckt.
--
Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
Hab gestern den Phoenix Wright Film gesehen, und als jemand, der die Spiele nicht kennt, muss ich sagen: Was ein Clusterfuck!
Unterhaltsam war's allemal, die Schauspielkünste der Japaner schienen mir regelrecht tödlich ... wenn ich allein schon an seine MIMIK denke, ey! xD Dass der Film letztendlich richtig schlecht war, ist daher nur insofern schade, dass man eigentlich auch was richtig Gutes hätte draus machen können. Entgegen dem Internet-Konsens fand ich nicht, dass sie zu viel Story reingepackt haben, das kleine Bisschen, das man vom Setting gesehen hat, war auch ziemlich cool (sieht man da in den Spielen mehr von?), und das Design des Ganzen hat auch funktioniert (Maya war großartig). Nur einen Tacken weniger Fanservice und einen noch größeren Tacken weniger japanische Filmindustrie, dann wäre das vielleicht ein wirklich cooler Film geworden. Leider befürchte ich, dass ein Ami-Reboot o.ä. das genau so schlecht machen würde, also nein danke. Gibt ja die Spiele.
Und der Film hat auf jeden Fall mein bisher nicht vorhandenes Interesse für die Reihe geweckt.
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Was genau meinst du mit Setting? Das Problem am Film ist, wenn du den kennst, haste dir effektiv das gesamte erste Spiel (ohne den 5ten NDS Bonus Fall) gespoilert, da alle 4 Fälle irgendwie unterkommen - wenn auch allesamt, außer dem letzten, in sehr stark abgespeckter Form. Der dritte wurde z.B. nur so dargestellt, dass Edgeworth gerade dabei ist den Antagonisten zu überführen, der komplette eigentliche Fall fehlte. Auch war die Umsetzung des Anfangs vom 4ten Fall (auf dem Boot) viel schlechter als im Spiel. Hier mal der Anfang von Fall 4 im Spiel:
Die Umsetzung ist hier imo um ein vielfaches besser, einfach weil du anfangs viel weniger weißt
Story war halt sehr gequetscht, aber die Umsetzung, wie die Beweise im Gericht präsentiert wurden und auch generell die komplette Grafik und die Kostüme, DAS war richtig geil! Auch dieses Beweise entgegenschleudern, wurde schon sehr cool gelöst. Ich fand den Film jedenfalls recht unterhaltsam. xD
Edit: Aber ja, spiel die Spiele. Selbst mit dem ersten dürftest du noch Spaß haben.
Das verborgene Gesicht
(Konnte das Cover aus Spoilergründen nicht verwenden)
Nachdem ich mir auch heute wieder bei einem gewissen Herren von Youtube, auf den ich nach meinem Review eingehen werde, einige Filmkritiken angesehen habe, wurde ich auf diesen kolumbianischen Streifen aufmerksam, der nicht so einfach in Genres zu unterteilen ist. Am ehesten würde wohl ein gewitzter Romance-Psycho-Thriller passen. Oder so. Jedenfalls hat mich die Kritik neugierig gemacht und ich sah mir den Film direkt an. Ich bin sehr positiv überrascht über diesen Underground-Tipp,der wirklich keinerlei PR bekommt.
Inhalt
Hier würde ich jetzt vielleicht irgendeine Inhaltsbeschreibung copypasten, aber da kommen wir auch gleich zum wichtigsten Punkt rund um DvG: INFORMIERT! EUCH! NICHT!
Begeht keinesfalls den Fehler, euch bei Interesse am Film den Trailer anzusehen (Ich wiederhole: KEINE Trailer ansehen!!) oder irgendwelche Inhaltsangaben zu recherchieren. Ich habe diesen Fehler gemacht, und es verdirbt einem leider den halben Film, weil er wirklich verpatzt wurde.
Achtung, eventueller Spoiler!
Das zweite Gesicht kommt zuerst als anscheinbares Liebesdrama daher. Adrián, ein erfolgreicher Diligent, wird von seiner Freundin Belén verlassen und bricht darunter natürlich erstmal zusammen, schnell jedoch lacht er sich eine neue Dame an und kommt ihr näher, die beiden beginnen eine Beziehung, alles ist gut. Doch irgendetwas scheint mit dem abgeschiedenem Haus, das Adrien gemietet hat, nicht zu stimmen, und Belen ist auch spurlos verschwunden.
Ab hier ist der Text voller Spoiler, wer den Film noch nicht gesehen hat bzw. noch sehen möchte, nicht weiterlesen!
Der Film lullt den Zuschauer mit der ersten Hälfte sehr geschickt ein, es wird sich auf den Charakter Adrian und seine neue, nicht sehr sympathische Liebschaft konzentriert. Sehr behutsam, nur vereinzelt werden seltsame, unheimliche Momente eingestreut, etwa wenn Fabianas Wannenwasser kleine Wellen schlägt oder komische Geräusche aus dem Waschbecken dringen. Man kann sich als Zuschauer maximal vorstellen, dass es auf irgendeine Verfluchtes-Haus oder Geister-Story hinausläuft, auch weil die Polizei schnell anfängt, wegen der verschwundenen Freundin zu ermitteln. Allerdings hätte man nie mit den Tatsachen gerechnet, und deswegen trifft einen der Schlag umso härter, würde ich vermuten, von 0 auf 180 lässt die Handlung die Fragezeichen über den Köpfen zerbrechen und beginnt mit dem 2.Handlungsstrang: Nämlich der Erzählung, wie es dazu kommen konnte, dass Belen im Panikraum hinter dem Schhlafzimmerspiegel eingesperrt ist. Ich kann selbst natürlich nur vermuten, wie dieser Twist einen trifft; leider habe ich ja den Trailer gesehen.
Wenn man wirklich keine Ahnung hat, was einen erwartet, ist es im nachhinein umso gemeiner. Da rekelt sich die neue Liebschaft am Anfang mit Adrian genau vor dem Schlafzimmerspiegel, hinter dem Belen eingesperrt ist, und als die beiden Sex haben, ist sie natürlich gezwungen, das über den unabstellbaren Lautsprecher mitzuverfolgen. Sie bekommt mit, dass Fabiana ein kleines Miststück ist und so weiter. Die spannenden Momente entstehen vorallem in der zweitenHälfte, wenn man sieht, wie Belen versucht, sich in ihrem schalldichten Gefängnis bemerkbar zu machen - Mit Erfolg.
Meinung
Ich komme mal zum Wesentlichen. Das zweite Gesicht ist ein spannender... hm... Thriller, der eine interessante und vorallem in sich stimmige Geschichte erzählt, mit der man nicht rechnet. Ich persönlich finde Belens Idee, aus Jux mit ihrem Freund Schluss zu machen, reichlich geschmacklos, was ihr dann ja auch selbst schnell klar wird. Aber hops, sie hat dummerweise natürlich den einzigen Schlüssel des schalldichten Gefängnisses draußen fallen lassen. Mir persönlich viel zu inszeniert, es braucht schon wirklich sehr viel Dummheit dazu, aber die Handlung dreht es immerhin so, dass Belen sehr gehetzt war, bevor sie sich in den Panikraum begab.
Allerdings weist der Bunker auch einige weitere Ungereimtheiten auf, die mich stutzig machen:
1. Ersatzschlüssel maybe? Sollte zu diesem Zwecke angebracht sein, wenn man den einzigen Zugang verliert.
2. Warum zum Geier gibt es zwar einen Lautsprecher nach drinnen, aber keine anschaltbare Sprechanlage oder wenigstens ein Festnetz nach draußen?! Der Bunker wurde als Versteck vor Nazis gebaut, es wäre absolut logisch, dort drinnen eine Möglichkeit es Hilferufens zu haben, aber nichts dergleichen existiert, geschweige denn die Möglichkeit, sich IRGENDWIE wirklich bemerkbar zu machen.
3. Und natürlich hat ein Handy da drinnen auch keinerlei Empfang.
4. Und warum kann man die Tür von innen nur mit Schlüssel öffnen? Das ist wirklich eine sehr unkluge und dumme Konstruktion.
Sieht man von diesen Logiklöchern ab, passt aber eigentlich alles. Sie fallen jetzt auch nicht so stark auf, so dass der Film in sich stimmig ist.
Das Charakterverhalten ist soweit ebenfalls konform, in der Liebschaft Fabiana täuscht man sich vielleicht Anfangs, merkt aber schnell, dass sie das typische kleine Miststück ist, dass sich gerne reiche Männer angelt und letztendlich, wenig überraschenderweise, sogar so weit geht, ihre potentielle Konkurrentin eingesperrt zu lassen. Damit ist sie die Rolle als hassenswertes Dummchen, und die nehm ich ihr auch ab. Was ich von Adrian halten soll, weiß ich nicht so recht. Einerseits beteuert er die Liebe zu seiner Freundin, flirtet aber mit einer Violinistin und hat nur einen Tag nach dem vermeintlichen aus seiner Beziehung eine neue Liebschaft. Belen ist da noch der Nachvollziehbarste Charakter in ihrem Hass, ihrer Trauer und Enttäuschung während ihrer Gefangenschaft und wassie dabei alles mitbekommt.
Das Ende kommt plötzlich für viele unbefriedigend, aber für mich nicht. Rache kann eben süß sein, und hier werden zudem viele Möglichkeiten offen gelassen, was denn nun noch alles passieren wird. Es trifft einen auf jeden Fall, man ist zum nachdenken und vielleicht sogar diskutieren angeregt.
Mir hat der Film genau so gefallen. Ich denke, man hätte mit der ein oder anderen Detailänderung, vorallem im Charakterverhalten, stellenweise mehr aus den Szenen rausholen können, aber das ist alles Gemecker aus sehr hohem Niveau.
Erwähnt werden muss noch die Musik, die sehr schwer und dramatisch herkommt und damit die spannendsten Momente perfekt untermalt.
Fazit
Das verborgene Gesicht ist ein Film, den man einfach komplett unvoreingenommen genießen sollte. Da er komplett keine PR bekommen hat und deswegen den wenigsten bekannt sein dürfte, ist er ein würziger Geheimtipp für Freunde eines intelligenten Psychothrillers auf vielen verschiedenen Ebenen.
Das mit Abstand größte Manko bildet für mich tatsächlich der Trailer, der einfach das große Kernelement, den unvorhersehbaren Twist des ganzen Films
vorneweg nimmt, spoilert und vollkommen zerstört, so dass die erste Hälfte leider den heilen Charme verliert. Hier wäre einfach wirklich so viel mehr erreicht wurden mit dem Schock, und ich habe auch das Gefühl, dass mein Gesamteindruck ohne Vorwissen deutlich besser gewesen wäre. Das wurde wohl in den Trailer gepackt, um das Genre festzulegen, aber das wärewirklich auch subtiler gegangen.
Nichtsdestotrotz ist DvG spannend, dramatisch und unterhaltsam in Szene gesetzt, macht nicht allzuviel falsch und bildet ein stimmiges Bild. Allerdings würde ich von einem DVD-Kauf abraten, denn diesen Film wird man nicht mehrmals sehen. Hat man ihn einmal geschaut, ist die Katze aus dem Sack und die Luft komplett raus. Daher lieber die Investition des Ausleihens tätigenoder... nunja... einfach den Titel googeln.
Die FSK12-Einstufung finde ich btw... sehr gewagt bei der vielen Erotik und der Thematik.
Himmel... ich kann echt keine Filmreviews verfassen... weiß schon, warum ich das nicht mache... -____-
Wollte btw. nochmal auf den netten Herrn Robert Hofmann eingehen, der unter dem Synonym DVDKritik sehr interessante Reviews etc. pipipi zum Thema rund um Filme, Kino, Trailer auf Youtube verfasst. http://www.youtube.com/user/DVDKritik
Habe mir in letzter Zeit u.a. auch mal die Kritiken zu den Filmen
House at the End of the Street
Warm Bodies
Les Misérables
Zimmer 205
OBLIVION
MAMA
Evil Dead
To the Wonder
THE PURGE - Die Säuberung
World War Z
The Call - Leg nicht auf (Bescheuerter deutscher Titel ist bescheuert)
Die Unfassbaren
Paulette
Pacific Rim
Das ist das Ende
Elysium
3096 Tage
angesehen. Gerade so Sachen wie MAMA oder THE PURGE werde ich mir demnächst auf DVD mal zulegen und ansehen, aber wollte hier auch mal allgemein rumfragen, welche Filme davon so am sehenswertesten sind, welche man sich auch per DVD zulegen kann und welche man eher nur einmal sieht.So Sachen wie Les Misérables oder Neon Genesis Rim wird man sich zwar sowieso mal ansehen, aber etwas Orientierung kann ja nicht schaden.
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Du hattest schon x Chancen bekommen, die du nie genutzt hast. Man hat so oft versucht dir zu helfen und dennoch ignorierst du alles! Anstatt dass du hörst, was man dir sagt, pisst du den Leuten lieber weiter ans Bein! Du bist hier im Forum nicht mehr erwünscht! Jeder neue Account von dir wird von uns gebannt werden! ~ Knuckles
angesehen. Gerade so Sachen wie MAMA oder THE PURGE werde ich mir demnächst auf DVD mal zulegen und ansehen, aber wollte hier auch mal allgemein rumfragen, welche Filme davon so am sehenswertesten sind, welche man sich auch per DVD zulegen kann und welche man eher nur einmal sieht.
...
Weder Mama noch The Purge sind sehenswert. Mama hat nervige Kinder und ne bescheuerte Story und The Purge hat nur ein interessantes Konzept aus dem aber nichts gemacht wird.
Und von den anderen genannten:
Warm Bodies
Zum Glück kein Twilight mit Zombies, dafür einfach eine sehr gute Zombie-Romanze
Les Misérables
Selbst nicht gesehen, aber der Gesang im Nostalgia Critic Video hat mir schon den Rest gegeben xD
OBLIVION
Guter Scifi
Evil Dead
Auch ein guter Film, wenngleich er etwas mehr verspricht als er hält. Originale sind auch sehenswert.
World War Z
Nicht so dumm wie erwartet, aber er wiederholt die selbe Formel mehrmals und ist quasi wie ein Roland Emmerich Katastrophenfilm nur halt mit Zombies
Die Unfassbaren
War ganz nett und wird ja mit Oceans 11 und co verglichen, aber die fand ich persönlich interessanter.