The Girl with the Dragon Tatoo
Die zweite Version des ersten Teils der Trilogie und gleich vorweg muss ich eines feststellen: Daniel Craig füllt die Rolle des Mikael Blomkvist deutlich besser aus als es sein Vorgänger (Mikael Nyqvist) in der Produktion von ZDF und dem schwedischen Fernsehen. Ihm nimmt man den Frauenschwarm, als der die Figur Mikael Blomkvist beschrieben wird, deutlich eher ab. Und auch Rooney Mara schafft es, in der Rolle der verschrobenen Lisbeth Salander zu punkten. Ein Kunststück, wenn man bedenkt, dass Noomi Rapace diese Rolle (eigentlich) perfekt ausgefüllt hatte.
Die Atmosphäre und die Inszenierung des Films passen perfekt, die düstere Grundstimmung ist in jeder Minute zu spüren und wird durch den guten Soundtrack (unter anderem von Nine Inch Nails-Frontmann Trent Reznor geschaffen) unterstützt. In dieser Hinsicht ist mein persönliches Highlight bereits das Intro, das mit einem coolen Remix von Led Zeppelins "Immigrant Song" unterlegt wurde.
Leider erlaubt sich diese Fassung - wie auch schon das deutsch-schwedische "Original" - einige Schnitzer bei der Umsetzung. So zum Beispiel bei der Geschichte von Lisbeth, die gegen Ende des Films mit ihrem Vormund Schach spielt, obwohl dieser in "Verblendung" keinerlei aktive Auftritte hatte.
Dann auch die Tatsache, dass Mikael nicht ins Gefägnis gehen muss, was in der Buchvorlage allerdings de Fall ist. Oder die finale Offenheit Lisbeths gegenüber Mikael was ihre Vergangenheit oder ihr fotographisches Gedächtnis betrifft.
Vor allem gegen Ende des Films scheint es so, als wolle man auf Biegen und Brechen den Film zu einem runden Abschluss bringen, um nicht in die Situation zu geraten, einen zweiten Teil drehen zu müssen.
Abgesehen davon jedoch ein gut gemachter Film, der mir rein von der Atmosphäre und den Bildern besser gefallen hat, als die erste Umsetzung.





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