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Deus
Gestern habe ich mir endlich Cloud Atlas angeschaut. Fand ihn gut aber letztenendes doch knapp unter meiner Habenwill-Grenze. Etwas langatmig war er, und vielleicht haben sie sich mit dem Projekt auch generell ein wenig übernommen, weil der Film alles gleichzeitig sein will. So ist zwar für jeden was dabei, aber dafür hat man auch Teile, die man ggf. nicht so interessant findet oder die nicht so gut reinpassen. Vom humorvollen Ton das mit der Flucht aus dem Irrenhaus zum Beispiel. Sicher entspricht das nur der Romanvorlage, und versteht mich nicht falsch, an sich war die Episode sehr charmant und eigentlich einen eigenen Film wert, aber "Cloud Atlas" hätte mir ohne viel besser gefallen. Dafür fand ich die Segmente in der Zukunft und nach der Apokalypse richtig toll und hätte am liebsten einen Film gehabt der nur daraus besteht.
Das Makeup war manchmal total genial (vor allem wenn man erst im Abspann merkt, wer noch alles eine kleine Dritt- oder Viertrolle hatte ^^) und manchmal sehr gewöhnungsbedürftig (Hugo Weaving als böse Krankenschwester ist ja ganz lustig, aber auch völlig unglaubwürdig, und der pseudo-asiatische Look der westlichen Schauspieler in Neo-Seoul war irgendwie daneben, da hätten sie dann ruhig mal andere Leute casten können).
Sehenswert war er aber allemal.
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Mirokurator
Einer flog über Kuckucksnest war cool und funktioniert für sein Alter (1975!) immer noch extrem gut, wenn man über das gemächliche Tempo hinwegsieht (was durch den Humor ziemlich leicht fällt) -- einer der wenigen Filme, die auch auf mich zeitlos wirken, kann man echt gesehen haben. Er ist einfach witzig, liebenswert und niemals zu "deep", auch wenn das Ende schon reinhaut. Fühlt sich irgendwie an wie ein besser balanciertes Shawshank Redemption.
Und Nicholson ist so DÜNN und JUNG. Und DÜNN.
Dredd reiht sich einwandfrei bei den Action-Filmen ein, die genau wissen, was sie sind, und auch keinen Hehl daraus machen. Es hat ihm gut getan. Der Judge wie üblich komplett ohne Charakter, die weibliche Supporterin musste es wieder aufwiegen -- was ihr auch gelungen ist, sehr sympathisch. Gerade die Klischeehaftigkeit des Pairings nervt mich persönlich trotzdem irgendwie. Cersei als sadistische Gegenspielerin hat vieeel mehr aus der Rolle geholt, als eigentlich drin war, sehr beeindruckend.
Dadurch wirkt das Ende dann aber etwas lahm, weil man eben merkt, dass es für einen weniger bemerkenswerten Charakter geschrieben wurde. Schade drum. Das Setting war goofy genug (der Penner, ey ... >_<) und der Drogen-Effekt ein netter Twist in der Optik. Die Judge-Masken sind immer noch total lächerlich. 
Wenn das jetzt negativ klingt, sollte es das nicht. War ein unterhaltsamer Film mit coolen Ecken und ein paar Kanten, mehr hab ich nicht erwartet, also Daumen hoch und auch gern mehr davon.
Vielleicht dann auch mit etwas mehr World Building.
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Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
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