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Thema: now watching / now reading #7

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Erinnert sich jemand an Nerawareta Gakuen? Ihr wisst schon, dieser Shinkai-like Film von Sunrise. Jetzt ist er draußen und nur so als Warnung: er suckt. Ähnlich wie Tokikake basiert er ein altes Zeitreisen-Novel, setzt es in gewisser Weise fort nicht ohne deutliche Paralellen zur Originalgeschichte einzubauen. Es gibt aber einen gewaltigen Unterschied, man versteht die Story kaum, wenn man das Original nicht kennt. Möglich dass das Novel so bewühmt ist, dass es auf die meisten Japaner nicht zutrifft, alle anderen aber werden in 105 Minuten zu Tode gelabert. Dazu kommt noch, dass weder das Skript, die Regie noch die Charaktere wusste zu überzeugen. Für alle die einfach nur Scenery Porn haben will, muss ich anmerken, dass ich auch in diesem Fall Nerawareta Gakuen nicht uneingeschränkt empfehlen würde. Shinkais Filme haben in der Regel diesen HDR Look, der die Farben deutlich satter darstellen lässt aber das ist gar kein Vergleich zu der Farbwahl von Nerawareta Gakuen. Hier sehen 90% der Szenen aus wie eine Farbexplosion, nebenbei wird auch reichlich mit Glizern und Funkeln um sich geworfen dass es manchmal schon weh tut in den Augen. Man braucht sich einfach nur die ersten 5 Minuten anzuschauen, wo man Zeuge von nicht nur einem Kirschblütenregen sondern gleich einem Sturm wird um zu verstehen, dass Subtilität hier ein Fremdwort ist und das gilt ebenso, nein eigentlich besonders für das Storytelling.
    Der Soundtrack hat bei mir keinen bleibenden Eindruck gemacht, außer dass die paar Vocaltracks ziemlich standard JPop-Kram waren. Irgendwas positives zu berichten? Kana Hanazawa spielt mit vielleicht?

  2. #2
    Zitat Zitat von Akito Beitrag anzeigen
    alle anderen aber werden in 105 Minuten zu Tode gelabert.
    Dem kann ich mich so nicht anschließen. Ich fand die 1.Stunde durchaus unterhaltsam auch wenn sie einige Klischees bedient hat. Aber je mehr die übernatürlichen Kräfte ins Spiel kam desto uninteressanter wurde es. Hätte es nicht gereicht eine Geschichte über einen Zeitreisenden zu erzählen und sich größtenteils auf die Romanzen zu fokussieren? Hätte mir jedenfalls wesentlich besser gefallen.
    Grafisch fand ich es aber gut und die Musik war zwar nicht sonderlich einprägsam aber ich fand sie durchaus passend.

  3. #3
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Dem kann ich mich so nicht anschließen. Ich fand die 1.Stunde durchaus unterhaltsam auch wenn sie einige Klischees bedient hat. Aber je mehr die übernatürlichen Kräfte ins Spiel kam desto uninteressanter wurde es. Hätte es nicht gereicht eine Geschichte über einen Zeitreisenden zu erzählen und sich größtenteils auf die Romanzen zu fokussieren? Hätte mir jedenfalls wesentlich besser gefallen.
    Grafisch fand ich es aber gut und die Musik war zwar nicht sonderlich einprägsam aber ich fand sie durchaus passend.
    Problem wäre nur, dass die Charaktere einfach nur wandelnde Tropes waren. Ich hab nach 10 Minuten das Liebesdreieck bemerkt, das nebenbei gesagt zur klischeehaftesten Sorte gehört, ich bin mir nicht sicher, was man daraus hätte rausholen können. Lediglich die Romanze zwischen Harukawa und dem Schönling könnte davon profitieren denn sie existiert eigentlich nur ihrer Existenz wegen, sowas unentwickeltes seh ich wirklich selten.

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