Zitat Zitat von Don Cuan
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Ein gutes Pacing zeichnet sich für mich nicht unbedingt durch Konstanz in der Geschwindigkeit aus. Für mich ist das Pacing gut, wenn ich motiviert werde, weiterzuschauen und ich das Gefühl habe, dass etwas für die Handlung oder Charaktere Relevantes geschieht. Das umfasst zum Beispiel a) Charakterentwicklung und -Interaktion, b) die Vermittlung handlungsrelevanter Informationen oder c) das Voranschreiten der Handlung durch unmittelbare Aktionen. Es gab vereinzelte Folgen in Shinsekai Yori, die in dieser Hinsicht schwächer als andere Folgen waren, aber jede einzelne Folge war zumindest in irgendeiner Weise relavant. Besonders das Maß an enthüllten Informationen wurde meiner Meinung nach sehr gut reguliert, was den Anime für mich durchgehend interessant gemacht hat. Während das im ersten Teil eine Einführung in die Welt und das dystopische Setting war, war das im zweiten Teil der (aussichtslose) Kampf gegen diese Gesellschaft (mit allem was dazugehörte), während der dritte Teil in eine andere Richtung ging und die schon vorher zum Teil gezeigten Zustände außerhalb mit dieser Gesellschaft kollidieren lassen.

Dass sich die Charaktere „dumm und unnachvollziehbar“ verhalten haben, habe ich so nicht wahrgenommen. Insbesondere in der Szene, die du kritisierst, finde ich Sakis Verhalten durchaus nachvollziehbar, auch wenn ich es nicht für richtig gehalten habe.

Und ich habe den Thread auf AniDB nicht mitverfolgt, weil ich den Anime erst am Ende gesehen habe. Was ich auch nicht bereue, weil mir dadurch, dass nicht eine Woche Pause war, ein paar Sachen aufgefallen sind, die ich sonst sicherlich vergessen hätte. In Folge 2 gibt es ganz am Ende zum Beispiel eine Art Foreshadow auf die Ereignisse im dritten Teil:

Und ich hatte eigentlich das Gefühl, das Elitisten, zu denen ich mich glücklicherweise nicht zähle, Shinsekai Yori letzten Endes eher doch nicht so gut fanden.


Zitat Zitat von Don Cuan
Es ist aber nunmal eine Serie über erwachsene Frauen, für erwachsene Frauen und basierend auf Romantik-Geschichten für erwachsene Frauen, die von erwachsenen Frauen geschrieben sind. Was übrigens auch der Name der Reihe ist. Und ich fand es großartig (zumindest die ersten beiden Folgen, die dritte muss ich noch schauen).
Ja, dagegen habe ich ja auch gar nichts gesagt. Gerade aus diesen Gründen fand ich Otona Joshi no Anime Time ja gerade so gut.