Eine Frage. Ich habe mir Inquisition gekauft (weil es im PSN-Store im Angebot war, 45 Euro). Jedenfalls, das Kampfsystem finde ich bis jetzt durchaus spaßig und die Welt gefällt mir, aber mir fällt es sehr schwer in der Story auch nur ansatzweise durchzublicken. Dazu muss man aber sagen, dass ich die ersten zwei Teile nicht gespielt habe. Man wird ja mehr oder weniger in diese Welt geschmissen und es werden weder Charaktere, noch Lore oder die einzelnen Gruppierungen (Mage, Templar) irgendwie beleuchtet.
Meine Frage ist jetzt also, lohnt es sich überhaupt weiterzuspielen oder muss ich zunächst Teil 1 & 2 durchzocken? Mir geht es eigentlich echt nicht darum jeden einzelnen Aspekt der Story zu verstehen, ein grober Überblick würde mir schon genügen, aber den bietet Inquisition bis jetzt nicht und mir erschließt sich halt so rein gar nichts. Zusammenhänge verstehe ich auch nicht und ich habe auch den Eindruck, als würde das Spiel voraussetzen, dass man die vorherigen Teile gespielt hat und somit die Charaktere bereits kennt.
Eigentlich habe ich keine große Lust diese zwei umfangreichen Titeln nachzuholen, aber andererseits möchte ich auch die Story von Inquisition genießen können, was mir aber so ganz ohne Vorkenntnisse irgendwie schwer fällt ...![]()
--Look around, look around, at how lucky we are to be alive right now.
Wenn BioWare irgendwas kann, dann ist es Story und Dialoge. Ich würde dir dringend empfehlen zumindest Origins nachzuholen, und DA2 Story kannst du dann über die Keep Seite, die ein interaktives Video dafür anbietet,nachholen.
(Rant: Warum sind Videospiele eigentlich das einzige Medium, wo jemand bei Teil X einsteigt, und sich beschwert, dass man nichts versteht? Eine wirklich gute Geschichte kann man nicht so schreiben, dass wirklich alles erklärt wird. Das artet in den beschissensten Exposition-Fluss ab.
"DU TEMPLER, der du Mitglied einer Organisation bist, die errichtet wurde um uns Magier, die wir in einer kirchenähnlichen Organisation untergerodnet waren, aber jetzt rebelieren, weil so ein Typ in Kirkwall, das ist ein Stadtstaat im Norden der Region des ersten Spiels, das vor 10 Jahren spielte, wo es darum ging die Welt Thedas, so heißt diese Welt, vor den Darkspawn, das sind böse Kreaturen, die erschaffen wurden, als Magier von Tevinter, ein altes Imperium, das Rom gleicht, ... ...
STIRB! (Ja, ich weiß, dass das ein albernen Beispiel, ich übertreibe um meinen Punkt rüberzubringen. Langweilige Leuten nennen das Hyperbel))
Geändert von Mivey (31.12.2014 um 01:13 Uhr)
Erfahrungsgemäß (BIOWARE) wird es wohl eher an Dialogen, Charakteren und entsprechenden Anspielungen holpern. Die Story der beiden Teile kann man in zehn Minuten im Netz nachlesen, ohne dass was verloren geht.
Wie kommst du denn darauf? Ist bei anderen Medien doch auch Gang und Gäbe.Zitat
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Danke. Dann werde ich mich jetzt tatsächlich erst einmal mit Origins beschäftigen, bevor ich mit Inquisition weitermache, denke ich.
Bei Videospielen ist halt auch der Zeitaufwand meist deutlich höher als das bei einem Film, einer Serie, oder sogar nem Buch der Fall ist. Wir reden hier von zwei Spielen, die zusammen eine Spielzeit von locker um die 70 - 80 Stunden aufweisen. Ich habe Dragon Age, als es damals erschienen ist, "verpasst", es war einfach eine Reihe, die ich nie auf dem Radar hatte. Jetzt habe ich mir Inquisition geholt und dachte, dass es vielleicht auch so geht. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass diese Spiele so sehr aufeinander aufbauen, ich habe da eher etwas in Richtung Skyrim erwartet, was eine ganz eigene Geschichte erzählt und auch ohne Vorkenntnisse absolut verständlich ist.
Ich beschwere mich aber eigentlich auch gar nicht. Wenn die Geschichte gut ist, dann freue ich mich auf Origins (und was ich von Inquisition bereits gesehen habe, hat mir gefallen, auch wenn es mich überfordert hat). Etwas enttäuscht bin ich aber schon, weil mir Inquisition Spaß macht und ich es erstmal abbrechen muss, aber das war mein Fehler, ich hätte mich vorher informieren sollen.
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Ja, ist aber auch ein Manko, das so gut wie gar nicht vorher gesagt wird.Zitat
. Ich kenne einige, die einsteigen wollten und sich erstmal vor ein Wiki gesetzt haben.
Dragon Age: Origins reicht auf jeden Fall für die grundlegenden Lore-Sachen, vor allem, was eben die ganze Religion und Magie angeht. Klar, man kann alles im Wiki nachlesen, aber Origins lohnt sich wirklich und ist eine gute Einführung in die Grundzüge von Thedas. Teil 2 kann man allerdings gut übergehen. Da würde ich mir echt einfach nur den Dragon Age Wiki-Artikel durchlesen und die Keep machen. Es hat nicht viel neues auf den Tisch gebracht, aber es ist ganz nützlich zu wissen, warum auf einmal die Magier den Templar in die Nüsse hauen und umgekehrt – und natürlich auch, woher einige Charaktere auf einmal kommen. Wirklich relevante Dinge für Inquisition passieren aber erst im letzten Drittel des Spiels.
Vieles ist nur Anspielung, wie eben ein paar War Table-Missionen, aber man wird schon sehr in das ganze Magier/Kirchen/Templar-Dilemma geworfen. Es wird zwar viel erklärt (Cullen und Varric können einiges über Dragon Age 2 und die Magier-Rebellion erzählen, Vivienne klärt gerne über die Mage Circles auf, Iron Bull gibt einen Crashkurs in Qunari-Kultur, Giselle kann die gesamte Kirchengeschichte runterrattern, Solas weiß alles über TEH FAAAAAAADE...), allerdings ist es gigantischer Exposition-Dump. Ich weiß nicht, ob das unbedingt genug aufholt, auch wenn es ein gut geschriebener Dump ist.. Origins erklärt die Welt durch Erkunden, das ist bestimmt um einiges angenehmer.
Aber ja, ich kann die Enttäuschung schon verstehen. Es ist eher bedingt einsteigerfreundlich, auch wenn sich Bioware Mühe gemacht hat und einige Charaktere den Spieler aufklären können. Es ist doch etwas besser das Ganze "live zu erleben" statt einfach nur erzählt zu bekommen..
Hab das Spiel übrigens ein zweites Mal durch und diesmal so gut wie alles gemacht ich bin gar nicht süchtig aaaaaaah. Und ist euch aufgefallen, dass es in ganz Thedas nur ein Kind gibt? Hm!
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Geändert von Wonderwanda (04.01.2015 um 01:42 Uhr)
Ich weiß nicht, was ihr habt. In dem Spiel wird gerade am Anfang laufend über den Clash zwischen Templern und Magiern geredet, dann werden immer mal wieder Details zur Darkspwan-Krise eingestreut, und dazu kommen noch die missionsbezogenen Infos, etwa wenn man sich für Magier oder Templer entscheidet. Und das nur in den ersten 15 Stunden (Wie anderswo erwähnt, mein Spielstand ging kaputt und ich hab neu angefangen, diesmal als Qunari). Die "Exposition Dumps" durch die Party Member find ich sogar gut, eben weil sie gut geschrieben sind, reichlich Mitspracherecht für den Spieler bieten, und dadurch einen netten Überlick liefern, der sich gut in Sachen Welt und Charaktere eingliedert. Also ich hab bisher alles verstanden, und ich habe null komma nullnullgarnix Ahnung von den Vorgängern. Brauch ich auch nicht, soweit ich es bisher betrachten konnte. Ich muss jetzt nicht noch mal zwei andere Games spielen, damit ich hier nicht den Überblick verliere. Wer nicht permanent Texte wegklickt, sollte keine Probleme haben.
My opinion.
So ist es, und nicht anders. Man muss weder die Vorgänger spielen, noch ist man genötigt, irgendeine schmucklose Zusammenfassung aus dem Netz rauszusuchen. Viele grundlegende Details, essentielle Eckpfeiler und anderes Wissen, dass man nicht mal zwingend braucht, wird einem Ingame präsentiert. Es werden doch immer mal wieder alte Geschichten aufgewärmt oder kleinere Randerlebnisse irgendwo, irgendwie erwähnt. Das man nicht sofort den Überblick über alles hat, macht doch gerade den spannenden Plot aus. Bioware wäre auch schon blöd, wenn sie eines Tages wirklich mal ein Spiel produzieren sollten, wo Quereinsteiger wirklich nur noch Bahnhof verstehen. Nach meiner Erfahrung gibt es in den meisten (direkten) Fortsetzungen zu spielen immer genug Querverweise auf den Vorgänger mit erläuterndem Charaktere, auch gerade deswegen, da man als Spieler ja auch nicht immer zwingend alles noch im Kopf hat, was man mal vor 3 Jahren erlebt hat. Die Zeit spielt doch gerade bei Videospielen eine nicht gerade unerhebliche Rolle. Wer hat schon die Zeit Dutzenden von Stunden Spiel nachzuholen, nur um ein Spiel endlich angehen zu können, was man eigentlich spielen möchte.
Ich hab seinerzeit auch mit Witcher 2 angefangen und das fehlende Kodex-Element gerade zu Beginn verflucht, aber irgendwann bricht halt der Knoten, und man konnte problemlos durch die Akte streifen, ohne dass man nur ein großes, imaginäres ? sieht. Ich würde weder irgendeine Zusammenfassung lesen (falls einen doch noch mal das Interesse an den Vorgängern packen sollte) noch zwanghaft versuchen, 100 Stunden Spiele vor Inquisition zu quetschen. Einfach spielen, und irgendwann ist es ein Selbstläufer. Einziger Makel: Der ein oder andere Insider könnte überhört oder –sehen werden, aber sonst. Ne, das funktioniert auch so.
Aber warum warten, bis der Knoten platzt? Ich hätte da glaub ich auch keinen Bock drauf. Dann spiel ich lieber gleich was Zugänglicheres (oder les mich ein, oder spiel die Vorgänger).
Hängt sicherlich hart davon ab, wie man an Spiele rangeht, aber dass es nicht für alle bisher "Unbeteiligten" funktioniert hat, ist erstmal ein Fakt.
Stattdessen ne Zusammenfassung lesen oder die Vorgänger spielen, damit das Spiel, für das man bezahlt hat, funktioniert? Spricht dann auch nicht gerade für das Spiel und wäre ebenso ein Grund, das Ding zu den Akten zu legen. In der Regel will ich zumindest einlegen, loslegen und genießen. Nicht nebenbei recherchieren, querlesen und 100 Stunden nachholen...
Genau, es sind verschiedene Meinungen.Zitat
.
Außerdem sagt glaub ich niemand, dass das Spiel ohne Vorwissen "unspielbar" ist, der Einstieg ist nur eventuell schwerer. Ich kenn auch Leute, die fanden es total angenehm sich bei Dragon Age 2 alle Infos aus dem Codex zu holen und jedes Buch zu lesen, da ist man aber nicht unbedingt der Typ für. Deshalb kann man durchaus darauf hinweisen, wie bisheriges Geschehen erklärt wird.
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Lässt man mal meinen provokanten Einstieg außen vor (Mea Culpa an dieser Stelle) bin ich trotzdem der Meinung, dass ein nachlesen oder nacherleben der vorhergehenden Geschehnisse außerhalb des Spiels einfach nicht notwendig ist. Klar, einige nette Details gehen verloren. Der Wurf ins kalte Wasser wiegt schwerer als er ohnehin schon zu sein scheint. Aber dennoch braucht man für den nahezu vollen Spielgenuss keinerlei Wikis, Bücher oder eben die Vorgänger. All die dünkelhaften Erzählungen und böhmischen Dörfer lösen sich im Laufe des Spiels erfahrungsgemäß in Wohlgefallen auf, wie z.B. bei mir und dem Hexer (damals bekam ich auch zuhören, warum ich denn mit einem zweiten Teil einsteige). Sitzfleisch und Durchhaltevermögen muss man so oder so mitbringen, wenn man ein RPG anpackt. Ein breites Gaminggrinsen und einen steten Anstieg der Spannungskurve mag dieses Genre, bei aller Liebe, auch nicht auf Dauer zu halten. Und das man eine Zusammenfassung (bei Bedarf) zu Rate ziehen kann, oder der Vorgänger doch die ein oder andere Basis für Konflikte geschaffen hat, sollte bei einer Reihe so oder so klar sein. Was aber gerade bei Bioware-Spielen auffällt, ist der Punkt, dass Vergangenes immer gut aufbereitet wird, und man sich trotz neuem Ableger, neuem Helden, neuem Ausgangspunkt nie wirklich verloren fühlt – zumindest mit der Zeit. Klar, der Anfang kann immer etwas holprig sein (und war er auch speziell bei den ganzen Fortsetzungen zu Mass Effect und Dragon Age), nach einiger Zeit dürfte aber auch die letzten Rätsel gelöst sein – bis man am Ende vor neue gestellt wird.
Ich sag ja lediglich: Spielt und es klärt sich von selbst.![]()