Man kann das Spiel teilweise nur noch schwerlich ernst nehmen. Die Welt ist kurz vor dem Untergang, aber viele Leute scheint das überhaupt nicht richtig zu tangieren. Fast alle Charaktere, die man in Lightning Returns wiedertrifft, verhalten sich ausgesprochen seltsam, teilweise sogar unlogisch. Man müsste eigentlich annehmen, dass das Spiel an das Ende von XIII-2 anknüpft – tut es aber nicht. Stattdessen gibt es einen massiven Zeitsprung, alles ist anders und man erfährt erst nach und nach, teils über Umwege, was in der Zwischenzeit passiert ist. Das Ende des Spiels ist zudem wirklich absurd, ein lächerlicher Plot-Twist, der ganz und gar nicht zu Final Fantasy passt. Spoiler: Lightning ist am Ende in unserer realen Welt. Good job, Toriyama. \o/

Es ist meiner Meinung nach kein schlechtes Spiel, aber noch nie musste ich bei Final Fantasy Writing-Schwächen in diesem Ausmaß beklagen. Nach Plotholes habe ich gar nicht mehr gesucht, weil alles wie ein kunterbunter Haufen wirrer Ideen wirkte, bei dem man mehr damit beschäftigt ist, den Sinn zu suchen, und nicht den Unsinn.