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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Okay, fuck it. Ich wusste, dass das Ende kommen würde, aber es in voller Pracht zu sehen, ist eine ganz andere Hausnummer. Selten ein Spiel gespielt, was mich auf so eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt hat - die meiste Zeit aber nicht mal wegen dem Spiel selber. Die "Remake-Parts" waren echt super, die neu aufgelegten Songs absolut göttlich. Dann kommt das Padding und der Filler-Content, der ein Spiel, was als Vollpreis-RPG mit knapp 20 Stunden zu kurz wäre, auf ein 30-Stunden-Spiel streckt, da man, wie ich schon geschrieben habe, Midgar nur so weit ausreizen kann. Dann kommen wieder die "echten" Remake-Parts, die einen ja schon irgendwie bei Laune und am Ball halten. Das geht dann insgesamt 25 Stunden so, bis man aus Midgar raus ist - und irgendwie sind in diesem Moment die letzten Spielstunden für mich weggebrochen und verschwunden.

    Nomura muss sich selber unfassbar toll finden.

    Keine Chance, dass die nächsten dreihundertvierundsiebzig Teile vom Remake nicht der absolute Kingdom Hearts-Clusterfuck werden. Keine Ahnung, was die Absicht dahinter war. Will Nomura irgendjemandem etwas beweisen? Habe ich gerade gesehen, wie das Tor zur endlosen Milking-Hölle aufgestoßen wurde? Hegt Nomura einfach einen harten Groll gegen die ursprüngliche Geschichte? Den Eindruck haben mir die letzten zwei Stunden nämlich vermittelt. Jede "Vorahnung" wurde sofort mit "Nope, so wird das nicht laufen!" kommentiert, es wurde gesagt, dass "die Zukunft immer eine leere Seite" sei und so weiter. Sogar diese Schrift am Ende (die ich mittlerweile hasse, weil sie immer Hiobsbotschaften buchstabiert (und nebenbei bemerkt immer fehl am Platze wirkt, weil sie aussieht wie aus einem gottverdammt schlechten PR-Trailer, der mehr an Investoren gerichtet ist als an Spieler)) faselt was von einer "unbekannten Geschichte".

    Ich mag Final Fantasy VII sehr, bin jetzt aber kein superultramegahardcore-Purist. Ich bin komischerweise weniger wegen dem Spiel angesäuert als von den Leuten, die dahinterstehen.

    Die Zeit nach den Credits sagt 27 Stunden, in denen ich Spaß hatte und keinen Spaß hatte und Spaß hatte und keinen Spaß hatte. Im Nachhinein frage ich mich aber schon, warum stellenweise so viel Wert auf eine detailgetreue Nachbildung der ursprünglichen Spielwelt gelegt wurde, wenn zum Schluss eh alles egal ist. Ach, was soll's. Square gonna Square.


  2. #2
    Zitat Zitat von Lux Beitrag anzeigen
    (...)Nomura muss sich selber unfassbar toll finden. Keine Chance, dass die nächsten dreihundertvierundsiebzig Teile vom Remake nicht der absolute Kingdom Hearts-Clusterfuck werden. Keine Ahnung, was die Absicht dahinter war. Will Nomura irgendjemandem etwas beweisen? Habe ich gerade gesehen, wie das Tor zur endlosen Milking-Hölle aufgestoßen wurde? Hegt Nomura einfach einen harten Groll gegen die ursprüngliche Geschichte? (...)
    Ja. Ja. Hmm. Ich denke, ja. Ja. Ja, daran besteht kein Zweifel...

    Wenn man diese an den Haaren herbeigezogenen Auffüll-Abschnitte und die Sephiroth-Glorifizierung nicht so ernst nimmt, ist es aber ein wirklich gutes Spiel. Man muss halt mittlerweile echt beide Augen zudrücken, um die... mutigen Verfehlungen etwas zu verdrängen und dann geht's schon. Das Original ist in gewisser Weise einfach deutlich klarer in seiner Linie und wirkt wie aus einem Guss. Nachdem ich die ersten fünf Stunden des Originals noch mal gespielt habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Final Fantasy VII an sich auch heute noch richtig gut funktioniert. Im Gegensatz zu Teil 8, der unter seiner unlogischen Geschichte und schlechten Dialoge enorm gelitten hat, ist das Original von Teil 7 auch von den Dialogen überraschend gut.

    Schön an dem Remake sind schon einige Dinge: Jesse, ihr Haus, ihr Vater, die Pizza ist zum Beispiel ein wunderschönes Highlight, allerdings bekommt man es direkt danach leider zu tun mit dem Anime-Klischee-mysterious-antagonist-where-you-don't-know-whether-he-is-a-real-enemy-but-he-has-his-own-style-and-is-an-amazing-fighter-but-also-a-bit-excentric-and-he-has-extreme-strong-confidence-in-himself-Charakter Roche (oder wie die Japaner sagen: ein 大柄な男)... *Trommelwirbel aus*

    Sakaguchi, der ja in der Regel vernünftige Geschichten erzählt (auch Fantasian ist durchaus vernünftig nach rund fünf Stunden Spiel) hat auch eine interessante Meinung über dieses Remake geäußert:
    Zitat Zitat
    (...)„Was Final Fantasy VII Remake angeht, so steht Yoshinori Kitase an der Spitze dieses Projekts. Ich denke, er hatte seine eigene Interpretation dessen, was Final Fantasy VII sein soll“, so Sakaguchi weiter. (...)
    Quelle und Sakaguchis komplettes Statement: https://jpgames.de/2021/03/final-fan...hi-zum-remake/

    Und jetzt, lass uns Zwiebeln schneiden!

  3. #3
    Zitat Zitat von Cuzco
    Noch eine Sache zu den Kämpfen: Erschrocken habe ich festgestellt, dass es hier wieder Zufallskämpfe gibt. Und zwar nicht zu knapp. Vor allem, weil es keinen Unterschied zu den Final Fantasies bis Teil 10 bedeutet. Doch nach ungefähr zwei Stunden im Spiel gibt es nun doch eine nicht zu intuitive Neuerung: Die "Dimengion"-Maschine. Der Spieler hat die Wahl, ob er die Maschine einschaltet oder auslässt.

    Bei ausgeschalteter Dimengion-Maschine kommen ganz normal alle fünf Meter Zufallskämpfe, die etwas stören, wenn man gerade etwas weitläufigere Areale nach Schätzen und Geheimwegen abgrast.

    Also schaltet man die Maschine eben mal ein. Jetzt gibt es vorerst keine Zufallskämpfe. Allerdings saugt die Dimengion-Maschine alle paar Meter, wenn es zu Zufallskämpfen gekommen wäre, die Gegner ein... Die Maschine fasst bis zu 30 Gegner (bestimmt gibt es da ein Upgrade) und sie kann auch überlaufen. Um wieder Platz zu schaffen, kehrt man per Knopfdruck die Saugrichtung um und bekämpft alle unterwegs eingesaugten Gegner auf einmal. Sollte die Maschine überlaufen, passiert das sogar automatisch.

    Man muss sich dann darauf einstellen, sehr viele Gegner auf einmal zu bekämpfen. So treten bis zu zwölf (!) Gegner zeitgleich in Erscheinung und ist einer besiegt, so rückt sofort ein überzähliger nach, bis alle Gegner aus der Maschine besiegt sind - in einem einzigen Kampf! Das kann schon auch zu sehr gefährlichen Situationen führen, gerade, wenn die Maschine überläuft und man nicht voll aufgeladen ist. Als nicht wundern, wenn dann eine Figur nach zwölf Angriffen der Gegner nicht mehr steht. Daher ist der Gebrauch der Maschine ambivalent. Möchte man es sich leicht machen, wird man alle fünf Sekunden unterbrochen und bekämpft maximal fünf Gegner am Stück oder man macht es sich schwer und kann erst einmal in Ruhe erkunden. Man kann auch die Maschine zwischendrin ausschalten. Allerdings verbleiben die Gegner bis zum nächsten Dimengion-Kampf in der Maschine. Man bekommt die Maschine also nur durch das Herauskämpfen der Gegner wieder "sauber".

    Ich finde das auf jeden Fall ein ziemlich cooles Element, das sie hier eingebaut haben. Es spart tatsächlich Zeit, da die Zufallsbegegnung auf weniger Einzelkämpfe aufgeteilt werden. Gleichzeitig erhöht sich dabei auch der Anspruch und die Kämpfe erfordern definitiv Planung, um sie zu überleben. Oder man wartet, bis die Helden stärker sind und muss halt solange mit Zufallskämpfen leben. Eine sehr ambivalente Sache also - diese Maschine.
    Haha das klingt ja witzig, jetzt bin definitiv noch mehr interessiert!
    (allerdings habe ich auch nichts gegen Zufallskämpfe)

    Danke für die Infos, vielleicht kommt die Story ja noch in Fahrt das Spiel soll wohl in 2 Teilen released werden, heißt also sogesehen ist die Story noch nicht abgeschlossen.

  4. #4


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