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Thema: Der Heldentod

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Also ich mag Heldentode wenn sie passend sind und in dem Zeug was ich maker bau ich sowas auch hin und wieder ein.
    Klar ist es nicht toll wenn ein Lieblingscharakter stirbt, aber gerade das lässt sie einem ja noch mehr ans Herz wachsen.
    Ich habe schon einige Spiele gespielt wo, meine Lieblingscharaktere sterben oder die Gruppe verlassen und dann irgendwann durch einen selbst getötet werden müssen. Auch wenn die ganze Gruppe am Ende stirbt muss das auch kein schlechtes Ende sein, es gibt halt nicht immer ein Happy End. Ich seh mir oft alte Chinesische Filme an, da sterben auch immer alle Hauptprotagonisten am Ende, außerdem ist es ja realistischer, man kann nicht immer ein überragender Held sein, das hat sich langsam abgenutzt finde ich.^^

  2. #2
    Zitat Zitat von Kyojiro Beitrag anzeigen
    Ich habe schon einige Spiele gespielt wo, meine Lieblingscharaktere sterben oder die Gruppe verlassen und dann irgendwann durch einen selbst getötet werden müssen. Auch wenn die ganze Gruppe am Ende stirbt muss das auch kein schlechtes Ende sein, es gibt halt nicht immer ein Happy End. Ich seh mir oft alte Chinesische Filme an, da sterben auch immer alle Hauptprotagonisten am Ende, außerdem ist es ja realistischer, man kann nicht immer ein überragender Held sein, das hat sich langsam abgenutzt finde ich.^^
    Leider sind beide Varianten inzwischen Klischees. Will man also ohne Klischees makern, darf der Held am ende weder überleben, noch sterben...was irgendwie schwer umsetzbar ist Vieleicht sollte man ein Spiel machen, wo der Held am Ende in eine andere Dimension gesaugt wird, oder so ...
    Ich finde es halt nur dumm, wenn ständig alle am Ende fröhlich sind, aber dann halt doch ebend noch der Beste Kumpel des Protagonisten krepiert, damit selbiger sein tränenüberströmtes Gesicht in die kamera halten darf. Der einzige Punkt, unter dem ich den späten heldentod akzeptiere, ist zur auflösung eines moralischen Dilemmas. Etwa wenn der Charakter ein verbrecher ist, und eigentlich in Knast gehört, die Handlung über aber immer für das gute eingestanden ist. Dann ist der Heldentod ein Ausweg, um dem Charakter einen halbwegs würdevollen abgang zu gewähren.

  3. #3
    @caesa_andy
    Ich denke nicht, dass der Tod eines Charakters auf seinen Lebensweg zugeschnitten sein muss. Selbst wenn er sich vorher immer heldenhaft aufgeführt hat, wie z. B. Kirk, muss er deswegen nicht unbedingt wie ein Held sterben (wobei Kirk das ja sogar getan hat, er ist nicht beim Apfelpflücken gestorben).

    Zitat Zitat
    Du nicht. Aber ein einzelner Charakter.
    Ich meinte schon mich vertreten durch den Charakter. Da ich alle spielbaren Charaktere spiele, möchte ich nicht, dass einer von ihnen am Ende der Geschichte scheitert.

  4. #4
    Also das was ich maker, ist eher alles Spontan der Held ist dann eigentlich auch nie wirklich ein Held^^
    Das entwickelt sich dann immer so mit der Zeit alles.

    Und Kirks tot hätte besser ausfallen müssen, ich meine so wie der sich daran festgekrallt hat, hätte er auch
    eigentlich überleben können. xD

  5. #5
    Ich sehe in diesem Fall die Erzählung als sehr in die Spielmechanik eingebettet an. Stirbt der Held anfangs in den Standardkämpfen, heißt es "Game over" und ich muss neu laden. Stirbt er in der Mitte des Spiels - gleichfalls. Patze ich im Finale, habe ich ebenfalls verloren. Es ist nach so einem Vorlauf erzählerisch ziemlich anspruchsvoll, den Heldentod ganz zum Schluss glaubhaft als Spielerfolg zu inszenieren, damit der Spieler nicht mit dem schalen Geschmack der Niederlage aus dem Spiel entlassen wird, obgleich er doch alles richtig gemacht hat. Plötzlich verkehrt sich die bisherige Wertung, aus "Verloren!" wird "Gut gemacht!". Wenn man ohne Gespür für diesen Kontrast bastelt, geht es vermutlich schief.

    Ich denke, wer nicht gerade ein talentierter Erzähler ist, sollte von so einem Stilmittel lieber die Finger lassen und auf das ebenso handelsübliche wie schön befriedigende glückliche Ende zurückgreifen: Held rammt Schuft das Schwert in die Kehle, Siegerpose, Prinzessin wirft sich Held in die Arme, Schlussbild als Schattenriss vor dramatischem Himmel, Abspann.
    Dennoch kann ich mir eine Reihe an Geschichten vorstellen, die mit dem Heldentod funktionieren. Aufopferung für das allgemeine Beste ist eine vermutlich recht akzeptierte Variante. Oder eine persönlichere Geschichte um einen alten Mann, der am Ende seines Lebens noch einmal alles daran setzt, sich den lang ersehnten Traum zu erfüllen und im Finale mit einem Lächeln ins Grab überwechselt. Dann kann ich sagen: Schade drum, aber passt schon. Beim Spielen bin ich knallharter Romantiker.

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