Seit ein paar Tagen bin ich nun auch mit Dragon Quest III fertig. Grob ausgedrückt finde ich, dass Dragon Quest III ein rundum besseres Dragon Quest III ist.
Die Geschichte spielt noch im gleichen Universum wie die ersten beiden Titel (ab Teil 4 scheint das nicht mehr so zu sein), und zwar als Prequel zu Dragon Quest I. Der Protagonist ist Sohn (oder wahlweise Tochter, aber das gewählte Geschlecht verändert nicht das Aussehen des Charakters) des Helden Ortega, der auszog, um den bösen Herrscher Baramos zu besiegen, der die Welt zu zerstören drohte. Ortega kehrt aber niemals zurück, also muss sein Sohn die Aufgabe übernehmen, den ich (angelehnt an den Helden Erdrick) Findrick genannt habe.
Findrick zieht also mit drei Statisten (die diesmal gar keine Rolle in der Geschichte haben) aus der Taverne los, um Bahamos zu besiegen. Wie gewohnt ist der Weg zum Schloss des Bösewichts aber nicht unbeschwerlich, vorher muss noch allerhand besucht, gesucht und gesammelt werden. Darunter drei verschiedene Schlüssel (und wieder einmal) sechs Orbs, dazu noch eine Reihe anderer Schlüsselitems. Als Vehikel steht neben dem Schiff diesmal auch ein Phönix als Flugtier zur Verfügung.
Das schöne an Dragon Quest III ist, dass es viel benutzerfreundlicher als die Vorgänger ist. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe ist zumindest in der ersten Spielhälfte sehr human, man stirbt in Dungeons viel seltener und die NPCs geben klarere Anweisung, was als nächstes zu tun ist. Nun gut, das ändert sich auch spätestens dann, wenn man die sechs Orbs suchen muss.
Dennoch ist Dragon Quest III auch in dieser Hinsicht besser als der zweite Teil, was einfach daran liegt, dass die kleinen Substorys ziemlich charmant und die Spielwelt ziemlich lebendig ist. Ein neues Feature wäre zum Beispiel der Tag- und Nachtwechsel (mit verschiedenen Helligkeitsstufen/Tageszeiten).
Tagsüber ist meistens mehr los in den Dörfern, da nachts die meisten schlafen. Manche Dialoge, NPCs und Orte stehen einem aber nur nachts zur Verfügung. Es gibt sogar Städte, in denen nur nachts etwas los ist. Ganz toll hat mir da eine leere Stadt gefallen, die angeblich von Bahamos ausgelöscht wurde und in der tagsüber nur ein paar Skelette zu finden waren. Nachts hielten sich dort die Geister der Dorfbewohner auf, verhielten sich ganz normal und versuchten, die Wahrheit zu vertuschen. Übernachtete man aber bis zum Morgen im Gasthaus, kam die traurige Wahrheit wieder ans Licht.
Andere nette Beispiele: Ein Piratennest, ein Elfendorf, eine Wüstenstadt, ein asiatisches Dorf. Ein König, der den Protagonisten dazu zwingt, sein Amt (kurzzeitig) zu übernehmen. Ein Schloss, in das man sich nur reinschleichen kann, indem man sich unsichtbar macht. Dort kann man nachts den Kanzler erwischen, wie er sich auf den Thron des Königs setzt. Im Gegenzug, dass man dieses Geheimnis nicht verrät, bekommt man natürlich etwas. *g* Dann wäre da noch ein anfangs unbesiedeltes Land. Lässt man einen Händler (Merchant) aus der eigenen Gruppe dort, entsteht dort nach und nach eine kleine Stadt. Schließlich ist der Händler aber zum Tyrannen geworden und wird nach einer Revolution von den Dorfbewohnern irgendwann in den Kerker verbannt.
Nach dem Besiegen von Baramos gab's eine nette Wendung: Baramos war gar nicht der Hauptbösewicht. *GASP* Ja, langweilig, aber das tolle an der Wendung war das, was danach kam: Man musste in eine Art „Unterwelt“, und diese Unterwelt ist das Land Alefgard aus dem ersten Dragon Quest, allerdings ohne Sonnenlicht und viele Jahre früher. Das fand ich toll.
Dort musste man dann wieder dieses und jenes tun. Drei legendäre Ausrüstungsgegenstände finden, und für jeden davon musste auch mehr als nur eine Sache tun. Nebenbei gab's noch einige Dörfer und Dungeons zu erkunden. Den eigentliche letzte Boss Zoma musste man dann in ebenjenem Schloss besiegen, in dem sich auch der Drachenlord im ersten Dragon Quest aufhält. Nach ein paar Vorendgegnern ist Zoma endlich besiegt, aber vorher kündigt er spekakulär die Rückkehr des Dunkels in einer späteren Zeit an. Die Credits enden mit einem „To Be Continued“. So ein Gefühl der Zusammengehörigkeit ist immer schön.
Gameplaytechnisch erwähnenswert sind sicherlich noch die Jobs. Final Fantasy I hat ja bereits mit Klassen gearbeitet, aber Dragon Quest III war wohl der Vorreiter im Thema Klassenwechsel. War in Final Fantasy bisher nur ein Upgrade bestehender Klassen möglich, so konnte man sie in Dragon Quest III an einem bestimmten Ort ab Level 20 frei ändern. Dabei wurde der Charakter auf Level 1 zurückgesetzt und seine Statuswerte halbiert. Fähigkeiten behielt er aber. Meinen defensiv sehr schwachen Magier habe ich später z.B. zu einem Soldaten gemacht, der dann ein paar Zauber beherrschte. Der Held kann seine Klasse nicht ändern. Insgesamt gibt es folgende Klassen: Hero, Soldier, Wizard, Pilgrum, Merchant, Fighter, Good-Off (Jester) und Sage.
Oh, und es gab ein Schieberätsel.
Wirklich groß bemerkbar macht sich dieses System allerdings doch nicht, weil man wie gesagt nur alle 20 Level die Klasse wechseln kann. Es ist also noch kein Final Fantasy III, aber sicherlich dennoch ein prägender Fortschritt in diese Richtung gewesen. Geld kann man sich übrigens auch in einer Art Kollosseum verdienen, in dem Monster gegeneinander kämpfen. Man muss lediglich vorher auf den Sieger wetten.
Grafisch lassen sich auch ein paar Verbesserungen zum Vorgänger feststellen (z.B. detaillierte Texturen in Dungeons), und die Musik ist teilweise sogar richtig gut. Das Battle Theme ist zwar noch immer recht unspannend, aber es nervt zumindest nicht mehr. Besonders ein paar der Village Themes haben mir richtig gut gefallen.
Was das Storytelling betrifft, so hat sich der dritte Teil nicht gerade weiterentwickelt. Dragon Quest II hatte ja eine Opening-Sequenz, die Maßstäbe in dieser Hinsicht gesetzt hat. In Dragon Quest III wurde man auf dem Titelbildschirm zwar sogar Zeuge eines Kampfes, aber abgesehen davon wird die Geschichte wieder allein durch (sehr kurze) Dialoge vorangetrieben. Vor dem Ende trifft man z.B. sogar kurz Findricks totgeglaubten Vater Ortega und sieht sogar einen inszenierten Kampf (d.h. rundenbasiert), aber bis auf eine Dialogzeile danach wird das nicht weiter ausgeschmückt.
Meiner Meinung nach ist Dragon Quest III aber trotzdem ein ganzes Stück besser als der zweite Teil. Zwar wird das Gameplay ab der zweiten Hälfte auch wieder sehr repititiv und es ist nervig, ohne direkte Anhaltspunkte wieder mal sechs (und später nochmal drei) Gegenstände zu finden, aber das Drumherum ist im dritten Teil einfach viel besser gelungen. Die Spielwelt wirkt lebendiger, hat mehr Charme und dort, und dort, wo es auch im zweiten Teil schon gute Ansätze gab, hat Dragon Quest III weiter ausgebaut.
Spielzeit: ca. 17h Wertung: 5 von 10 Punkten
Fun Fact: Dragon Quest III hat geographisch und kulturell versucht, einen Teil der Welt nachzubilden. Dazu zitiere ich mal Wikipedia: The geography of Dragon Warrior III largely corresponds to the actual geography of the world, and many towns correspond to their real-world cultures, including "Romaly" for Rome, "Portoga" for Portugal, "Assaram" near present-day Iraq (derived from "as-salamu alaykum"), "Jipang" for Japan and even a "New Town" in eastern North America that experiences a revolution against an overbearing ruler.
Warum bist du nur so schnell ^^ ??? Und darf ich mir Screenshots für ein eventuelles späteres eigenes Review klauen ? Werde auch bestimmt wieder selbst welche machen, die du haben kannst, wenn du magst.
Cooler Bericht. Dann weiß ich ja, was ich demnächst vor mir habe, hehe. Habe nach Teil 2 nicht weiter gespielt. Dass es besser wird als die ersten beiden, dachte ich mir natürlich schon irgendwie. Dragon Quest III ist unglaublich beliebt in Japan - vielleicht das Spiel, das die große RPG-Welle startete. Und frag mal MuadDib, das müsste einer seiner Lieblingsteile sein
Zitat von Narcissu
Dragon Quest II hatte ja eine Opening-Sequenz, die Maßstäbe in dieser Hinsicht gesetzt hat. In Dragon Quest III wurde man auf dem Titelbildschirm zwar sogar Zeuge eines Kampfes, aber abgesehen davon wird die Geschichte wieder allein durch (sehr kurze) Dialoge vorangetrieben.
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Ich habe grade keine Lust nachzugucken, aber bei beiden oder zumindest einem der Teile war dieses technisch schicke Intro in der japanischen Originalversion soweit ich weiß noch gar nicht vorhanden. Das wurde für die Dragon Warrior II bzw. III Versionen in den USA hinzugefügt. Kein so ultrakrasses grafisches Update wie beim ersten Teil (wo in Japan der Held immer von vorne gezeigt wurde, egal in welche Richtung er lief *g*), aber immerhin. Sind ja glaub ich auch ein paar Jahre später rausgekommen als in Japan.
Screenshots kannst du gerne haben. Hab im Laufe des Spiels unbewusst über 500 gemacht, also falls du noch welche brauchst, ist das kein Problem.
Dass Dragon Quest III in Japan so beliebt war, kann ich schon verstehen. Ich selbst hatte mehr Spaß am ersten Dragon Quest (weil es für mich noch „neu“ und vor allem kürzer war). Für Teil 3 hab ich ca. 17 Stunden gebraucht, also nochmal 3-4 Stunden mehr als für den Vorgänger. Ich denke aber trotzdem, dass Dragon Quest III in vielerlei Hinsicht das beste Dragon Quest der ersten drei ist. Grafisch, musikalisch, von der Story und auch vom Gameplay. (Wobei bei Spielen, die schlecht gealtert sind – was auf die meisten alten Spiele mit Zufallskämpfen zutrifft – arguably mehr Spaß machen, wenn sie sich nicht so in die Länge ziehen.) Besonders die Geschichte (und damit meine ich jetzt nicht die Rahmenhandlung, sondern die liebenswerten Subplots) zu verfolgen hat mir hier sehr viel mehr Spaß gemacht. Bei 'ner Famitsu-Umfrage von vor ein paar Jahren war Dragon Quest III auch auf Platz drei der beliebtesten Spiele – nach all den Jahren.
Zitat von Enkidu
Ich habe grade keine Lust nachzugucken, aber bei beiden oder zumindest einem der Teile war dieses technisch schicke Intro in der japanischen Originalversion soweit ich weiß noch gar nicht vorhanden. Das wurde für die Dragon Warrior II bzw. III Versionen in den USA hinzugefügt. Kein so ultrakrasses grafisches Update wie beim ersten Teil (wo in Japan der Held immer von vorne gezeigt wurde, egal in welche Richtung er lief *g*), aber immerhin. Sind ja glaub ich auch ein paar Jahre später rausgekommen als in Japan.
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Ja, ich hab glaube ich auch mal die japanische Version von Dragon Quest II angeworfen, und da wurde man direkt ins Spiel geworfen. Von daher ist die Kritik also deplatziert, weil DQII, wie du gesagt hast, ja erst später (ca. 2 Jahre) nach dem JP-Release des dritten Teils lokalisiert wurde. So gesehen wirkt die Kampfszene im Vorspann von DQIII schon ziemlich cool. Aber ich habe gerade mal die japanische Version getestet, und die scheint das Intro auch gar nicht zu haben. D:
Zitat von Enkidu
Werde auch bestimmt wieder selbst welche machen, die du haben kannst, wenn du magst.
Screenshots kannst du gerne haben. Hab im Laufe des Spiels unbewusst über 500 gemacht, also falls du noch welche brauchst, ist das kein Problem.
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Sehr gut! Haha, bei mir läuft das meistens genauso Mein Rekord beim Super Famicom - es könnte Star Ocean gewesen sein - war glaube ich mal so an die 2000 Bilder *g* Geht ja auch schnell, mal eben einen Knopf zu drücken. Wobei ich für neuere Spiele auch immer viele wenn es geht wasserzeichenfreie Screenshots aus dem Netz sammel. Der eigentliche Horror kommt dann, wenn ich diese Zahlen irgendwie auf einen einstelligen (oder sehr sehr niedrigen zweistelligen, falls mir genug Text einfallen sollte) Bereich zusammenkürzen muss, in dem aber noch möglichst viel aus dem jeweiligen Spiel repräsentiert sein soll ^^
Heute habe ich mal mit Legend of Mana angefangen. Wollte das schon lange getan haben, aber irgendwie habe ich mich nie dazu aufraffen können, aber heute morgen hab ich Enkidus Review nochmal gelesen und einfach mal angefangen. Mit 4:30h hatte ich auch einen guten Einstieg.
Ich kann nur eins sagen: Das Spiel ist wunderschön! Hab Seiken Densetsu schon immer für den Grafikstil geliebt, und auf einem großen Bildschirm sieht es ganz besonders toll aus. Die wunderschönen gezeichneten Hintergrundgrafiken ebenso wie die Charakter-Sprites. Mit Sicherheit eines der schönsten 2D-Spiele, mithalten können da wohl nur wenige, höchsten Titel wie Odin Sphere oder Okami.
Zuerst war ich mir unsicher, wie gut ich mit dem System klarkommen würde, weil ich eigentlich lieber einigermaßen lineare Spiele mit einem roten Faden spiele. Aber ich hatte Legend of Mana ganz falsch eingeschätzt: Zwar ist absolut keine Reihenfolge vorgegeben, wie man die einzelnen Substorys abarbeitet, aber man kann (glaube ich) nichts verpassen, und man ist komplett frei ohne dass man irgendwelche komplizierten Vorgaben beachten muss. Das gefällt mir doch sehr gut.
Etwa zehn der kleinen Geschichten habe ich schon gemacht, und ich war mehrmals von dem Charme überwältigt. Ob es der Kampf gegen zwei Möchtegernhexen auf einer Wiese voller Kürbisse war, oder das Verkaufen von Lampen, damit ein Poet seiner Angebeteten helfen kann (wozu man sich die Mausbärensprache aneignen musste) – die kleinen Geschichten haben es mir echt angetan. Dieser charmante Humor, dieses liebevolle Drama und die Welt, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt. Das ist toll. Zwar mochte ich die Serie immer auch für ihre Geschichten und Legenden, aber es ist auch mal ganz schön, wenn der Fokus auf der Vielzahl der Weltbewohner liegt.
Gameplaytechnisch ist es größtenteils kurzweilig, aber das Gameplay an sich ist nicht besonders gut. Die Kämpfe sind fast alle extrem anspruchslos und die paar Mechaniken und Zusätze, die es gibt, braucht man eh nicht. Gibt zwar Dutzende von Spezialattacken und einige züchtbare Helfer-Monster, aber wenn man die Gegner auch so locker besiegt, muss man davon nicht einmal Gebrauch machen.
Was mich ein bisschen in den Kämpfen stört, ist, dass man wirklich pixelgenau arbeiten muss. Man kann nur nach links und rechts schlagen (auch wenn manche Waffen eine größere Reichweite haben), und steht man nur leicht unter oder über dem Gegner, trifft man nicht mehr. Nach unten oder oben kann man gar nicht erst schlagen. Dadurch fühlt man sich in einem Action-Kampfsystem etwas beschränkt, was auch den Spaß ein wenig mindert.
Die Musik ist übrigens auch sehr schön und fast durchgehend im sehr guten Bereich. Falls Shimomura mit ihrer Rolle für die Serie für mich Hiroki Kikura übertrifft, ist das nicht verwunderlich (habe allerdings SD2 bzw. Secret of Mana und SD3 kaum bis gar nicht gespielt, kenne nur dem SD2-Soundtrack vom groben Hören), aber ich denke trotzdem nicht, dass sie für mich die Rolle einnehmen kann, die Kenji Ito für mich im Bezug auf die Serie hat, denn er hat das musikalische Seriengefühl für mich immer noch mit Abstand am stärksten geprägt hat.
Ich hab noch einiges vor mir, über 50 kleine Missionen warten noch. Dass die Abschnitte so kurz und überschaubar sind, motiviert auf jeden Fall dazu, mehrere hintereinander zu spielen. Von daher denke ich, dass es nicht wochenlang dauert, bis ich meine liebevoll „Lynea“ getaufe stumme Protagonistin ans Ziel gebracht habe.
Erster Eindruck: Unerwartet, frisch, charmant und wunderschön, aber gameplaytechnisch anspruchslos.
Nebenbei spiele ich noch Ys II. Mehr dazu später. Zelda II ist mir übrigens zu brutal schwer, das habe ich (vorerst) abgebrochen. ^^'
Man kann durchaus etwas verpassen. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Bereiche ist abhängig davon, wie weit entfernt sie von deinem Zuhause gesetzt werden. Je nachdem wo dieses ist und wie du die anderen platzierst, ändert sich leicht, was du in den jeweiligen Dungeons vorfinden kannst oder was in den Städten verkauft wird. Bestimmte tollige Sachen gibt es nur, wenn sie möglichst weit von Zuhause weg platziert worden sind (sehr vereinfacht ausgedrückt). Schau dir dazu mal das hier an, wenn dir das wichtig ist.
Oh, davon wusste ich noch gar nichts. Danke für den Hinweis, den Guide muss ich mal ein wenig studieren bevor ich weiterspiele. Mir ist es zwar nicht so wichtig, alles in dem Spiel zu kriegen, aber möglicherweise bedeutsame Events würde ich nur ungern verpassen.
@Legend of Mana: Okay, war ja auch eines meiner älteren Reviews Weiß nicht, ob ich das heute noch so überschwänglich formulieren würde. Ich mag Shimomura wirklich gerne und der Legend of Mana OST ist und bleibt großartig, aber die Serie musikalisch am meisten geprägt hat für mich persönlich rückblickend wohl doch eher Hiroki Kikuta. Ja, die Spielwelt ist total schön und bezaubernd. Mir fällt auf die Schnelle auch kein anderes RPG ein, in dem ich am Ende so sehr an den sympathischen, einfachen NPCs hing bzw. mich an diese so stark gewöhnt und sie liebgewonnen hatte. Und bei den Hintergründen mit der Bilderbuchoptik gerate ich noch immer ins Schwärmen... die Piraten-Pinguine waren auch cool ^^ Und überhaupt wie die einzelnen Handlungs-Quests teilweise miteinander verwoben sind (und sei es nur durch die Location). Man bekommt richtig das Gefühl, in einer lebendigen Spielwelt zu agieren, in der auch alle anderen Figuren ein gewisses Eigenleben haben. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden, ob ich in der Serie Legend of Mana oder Seiken Densetsu 3 am besten finde. Was das Verpassen angeht - ich hab fast komplett ohne Guide gespielt und alle Haupthandlungsstränge und jede Menge von den kleineren Geschichten fertig beendet vor dem Finale. Also bestimmt kann man was verpassen, alleine durch die von Tyr erwähnten Platzierungen auf der Karte was Items usw. angeht, weil die Spielwelt bei jedem Spieler mehr oder weniger eine andere ist. Aber soweit ich das aus der Erinnerung noch beurteilen kann, konnte ich zumindest keine wesentlichen Story-Abschnitte verpassen.
Kurz was anderes: Irgendwie sehen deine Dragon Quest Screenshots anders aus als meine. Das finde ich ausgesprochen seltsam. Farben fallen immer etwas anders aus, aber da einzelne Tiles betroffen sind, weiß ich nicht, ob das wirklich am Emulator liegen könnte. Gab es verschiedene NES-Versionen des Spiels, abseits vom Warrior-Upgrade der US-Version? Und auch wenn nicht, welche ist das eigentliche Original? Das verwirrt mich grade echt. Siehe hier, links du, rechts ich:
Also ein paar kleinere Missionen kann man auf jeden Fall recht leicht verpassen, habe ich jetzt festgestellt. Zumindest bei einer ist mir das passiert, was ein bisschen ärgerlich war. Was die größeren Handlungsstränge betrifft glaube ich aber nicht, dass man da einen komplett verpassen kann. Die Piraten-Pinguine hab ich auch schon ein paar mal getroffen, die sind wirklich toll. ^^
Vielleicht lerne ich Kikuta noch mehr zu lieben, wenn ich endlich mal die SNES-Titel spiele. Hab auch noch Koudelka von ihm hier rumfliegen, wo er sich ja mal in den Chefsessel erhoben hat.
Warum deine Screenshots so anders aussehen, weiß ich auch nicht. Das sind ja wirklich gewaltige Unterschiede bei einzelnen Tiles, und die Farben sehen bei dir auch irgendwie satter aus. Kann mir aber nicht vorstellen, dass der Emulator da so viel dran ändern (ich hab den JNES benutzt). Ich nehme mal an, wir haben beide die US-Version „Dragon Warrior“ gespielt? Ich werde, wenn ich von der Uni wieder da bin, mal versuchen, etwas zu recherchieren.
Hab's gestern vergessen (kommt davon, wenn man den Tab schließt), aber heute hab ich mal nachgeforscht und bin schnell zur Lösung gekommen:
Meine Bilder stammen von der überarbeiteten Dragon-Warrior-Fassung, während deine der japanischen Version entsprechen. Allerdings macht mich stutzig, dass deine Bilder ja den technischen Stand der US-Fassung haben (und offenbar auch die Übersetzung), während die Grafik ja genau wie die der Urversion aussieht. Zum Vergleich habe ich nochmal drei Screenshots von exakt den gleichen Orten gemacht.
JP-Version (links) vs Dragon Warrior (rechts)
Ich glaube aber nicht, dass es mehrere US-Fassungen für den NES gab, da sich das Spiel ja ohnehin nicht gut verkauft hat. Hm, hast du vielleicht mit einer modifizierten ROM gespielt, die eigentlich die US-Version war, aber die originalen Tiles verwendet hat?
Meine Bilder stammen von der überarbeiteten Dragon-Warrior-Fassung, während deine der japanischen Version entsprechen. Allerdings macht mich stutzig, dass deine Bilder ja den technischen Stand der US-Fassung haben (und offenbar auch die Übersetzung), während die Grafik ja genau wie die der Urversion aussieht. Zum Vergleich habe ich nochmal drei Screenshots von exakt den gleichen Orten gemacht.
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Ich glaube aber nicht, dass es mehrere US-Fassungen für den NES gab, da sich das Spiel ja ohnehin nicht gut verkauft hat. Hm, hast du vielleicht mit einer modifizierten ROM gespielt, die eigentlich die US-Version war, aber die originalen Tiles verwendet hat?
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Ja, wird dann wohl eine modifizierte ROM gewesen sein, die sowas wie eine Mischung aus der japanischen Version und der Warrior-US-Überarbeitung waren. Denn bei mir entsprachen zwar die Hintergründe komplett dem japanischen Original, aber die Sprites (und die Übersetzung) der US-Version. Das ist mir auf jeden Fall aufgefallen, denn in der Urfassung haben die viel primitiveren Figuren immer nur in eine Richtung geguckt, egal ob man nun nach links und rechts oder oben und unten geht. Kann man auch auf den Screens von dir sehen, wenn man den Helden vergleicht - der war bei den Bildern, die ich gepostet habe, ja auch gleich bei dir und bei mir.
Ich glaub ich erinnere mich noch schwach, dass ich verschiedene Varianten durchgetestet habe, bevor ich damals anfing, zu spielen. Ich entschied mich dann wohl für die Fassung, weil sie schlichtweg den japanischen Screenshots ähnlicher sah. Find ich aber ehrlich gesagt sogar noch etwas besser so, also dass ich diese Version gespielt habe, auch wenn das Spiel wohl nie exakt so erschienen ist. Noch ein wenig archaischer und näher an der Urfassung, aber nicht ohne auf den imho großen ästhetischen Vorteil der überarbeiteten US-Sprites aus Dragon Warrior zu verzichten (denn ich weiß nicht, ob ich mir das sonst angetan hätte ^^).
Sagt mal wie quält ihr euch durch diese NES Ära RPGS?
Ich meine die Grafik kann man sich noch einigermaßen antun, ich selbst habe damals FF3 als NES Fassung gespielt, aber ich liege doch nicht falsch wenn ich annehme, dass die Spiele viele der Gameplaykomfortfunktionen, die wir zumindest seit FF3 kennen nicht bieten?
Naja zumindest wenn ich mir vornehmen würde DQ1-3 durchzuspielen würde ich eher zu den SNES Remakes greifen.
Die Bilder zu Ys sind auch recht interessant für mich, da ich erst vor einigen Monaten Ys 1 und 2 in der Chronicles+ (Steam) Version durchgespielt habe. Einige Szenen kann man gut wiedererkennen, aber andere kann ich gar nicht zuordnen
btw. Dark Fact Bossbattle ist BS.