Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
Auch bei ff12 habe ich beim gameplay durchaus was zu meckern, aber nicht an der balance. Macht es imo weitaus besser als XB. Sind sich ja doch relativ ähnlich. (Große Welt, "ähnliches" Kampfsystem, wo Gegnern manuell ausweichen nichts bringt, etc) Oh und die Welt von ff12 fand ich auch schöner und atmosphärischer. (XB ist ziemlich 0815.. wenn es auch hätte so genial sein können..)
Ich mag in dieser Hinsicht sowohl Final Fantasy XII als auch Xenoblade, aber Xenoblade hat mir allein von der Umgebung doch wesentlich besser gefallen (während Final Fantasy XII meiner Meinung nach ein wesentlich durchwachseneres Gameplay hatte, insbesondere das Kampfsystem; obwohl viele der Sidequests da auch unglaublich, unglaublich stumpf war und man teils nur stundenlang durch die Gegend lief, ohne irgendetwas zu tun). Und natürlich bedient sicher Xenoblade vieler Standard-Gebiete. Eine große Ebene, ein Wald, ein Meer, ein Gebirge. Ich persönlich fand das überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Und ich kann diese Anti-0815-Haltung und Anti-Klischeehaltung nicht ganz nachempfinden, weil ich persönlich auch immer offen für Dinge bin, die schon mal dagewesen sind, wenn sie gut präsentiert sind. Und in dieser Hinsicht kann Xenoblade allein schon durch die tollen Szenarien und die Musik punkten: Mir hat es schon große Freude bereitet, durch die riesigen Gebiete zu laufen, der Musik zu lauschen und die Kamera durch die Gegend zu schwenken. Großartige und abwechslungsreiche Panoramen. Zwar nicht soo viel Neues, aber dennoch sehr... enjoyable. Dann gab es noch verschiedene Wetterlagen. Ich habe mich zum Beispiel wirklich gefreut, als ich im Eruyt-Meer von der höchsten Plattform einen unerwarteten Sternschnuppenschauer beobachten durfte. Oder im Makna-Wald auf einmal riesige Dinos gesehen habe (gegen die ich natürlich nicht ansatzweise eine Chance hatte).

Und was die Geschichte angeht: Ich bin durchaus nicht unkritisch, was so etwas angeht. Und manche der Klischees waren wirklich nicht so gut umgesetzt. Aber im großen und ganzen war hier die Präsentation doch recht gut. Das lag unter Anderem auch an der Musik. Viele der emotionalen Höhepunkte gab es zwar in einer ähnlichen Form schon einmal in einem anderen Spiel, aber ich fand die Präsentation in der Regel, wie gesagt, erträglich bis gut. Und Szenen waren dann doch ziemlich gut umgesetzt.

Die Schwächen von Xenoblade sehe ich neben dem Balancing in den repititiven Nebenaufgaben, der Nutzlosigkeit der Monster-Drops und das Zwangsgrinding gegen Ende. Das hat für mich aber nicht das ganze Gameplay ruiniert. Viel schlimmer finde ich z.B. übertrieben schwere Zufallskämpfe oder andere Frustfaktoren. Und die gab es bei Xenoblade wirklich kaum: Wenn man gestorben ist, konnte man unmittelbar ohne große Verzögerung fast dort weiterspielen, wo man aufgehört hatte. Die Kämpfe waren actionreich und schnell, was verhindert hat, dass sie wirklich nervig wurden (belanglos wäre das bessere Wort). Xenoblade hätte in dieser Hinsicht vieles besser machen können, aber für mich hat es sich in der Regel recht locker und motivierend gespielt, abgesehen von den Sidequests. Den Kämpfen konnte man auch sehr gut ausweichen, wenn man mal keine Lust hatte.