Nachdem der Kommandant das Arsenal betreten hat, beginnt auch er, sich seine Bewaffnung zusammen zu stellen und fordert kurz darauf Cera und ihn auf, es ihm gleich zu tun. Ausrüstung? Er meint Bewaffnung? Achso, ja, selbstverständlich, ich soll mir meine Waffe, mit der ich mich vor der Gefangennahme eigenhändig erlöse, selbst aussuchen. Verständlich. Sein Vater hat ihn in seiner Kindheit tief in den Minenschächten öfters eine Waffe in die Hand gedrückt, anfreunden konnte sich Andrej damit jedoch nie. Wehmut kommt in ihm auf, als er an seinen Elternteil denkt, und schnell wischt er diesen beiseite. Etwas ratlos tritt er an das Waffenregal heran und besieht sich die Auswahl, in diesem Moment betritt Brock den Raum und beginnt, sich ebenfalls auszurüsten, aber Andrej lässt sich nicht stören Auf den ersten Blick kommt ihm keine der Waffen bekannt vor, dann aber bleiben seine Augen an einem handlichen leichten Thermostrahler hängen. Dieser sieht zwar etwas anders aus als das Modell, mit dem er damals in den Schächten um sich geschossen hatte, aber die Grundfunktion würde wohl dieselbe sein. Zielsicher greift er nach der Waffe, seltsam vertraut und zeitgleich etwas befremdlich fühlt sie sich an, er ist einfach kein Waffentyp. Was soll's, und seine Augen suchen nach einer Aufbewahrungstasche. Gürtel? Nein, ebenfalls nicht seine Art. Stattdessen nimmt er sich einen von den Schulterhalftern vom Haken, zieht seinen Kittel aus und legt ihn an. Ganz schön eng, die Flotte rechnet wohl nicht mehr mit meinen Körpermaßen, denkt Andrej etwas resigniert, schiebt dann aber den Thermostrahler in den Halfter und legt seinen Kittel wieder an. Konnte er noch etwas gebrauchen? Granaten? Nein, auch nicht seine Art. Dann aber sieht er etwas Erfreuliches. Warum hat er soetwas nicht unten als Missionsausrüstung erhalten? Diese Verwaltungsschwachköpfe denken auch nicht nach, wie kann man Dutzende dieser Bomben nur im Arsenal lagern und mir keine zur Verfügung stellen? Andrej nimmt eine der kleinsten vorhandenen Vibratorbomben in die Hand und besieht sie sich genauer. Ja, da würde er sich welche mitnehmen. Einen Moment lang denkt er darüber nach, ob man zum Knacken der Außenhülle nicht auch eine Vibratorbombe verwenden könnte, aber das würde auf dieselben komplizierten Berechnungen hinauslaufen wie mit dem herkömmlichen Sprengstoff. Trotzdem, und er nimmt sich dazu einen der Gürtel und zwei der kleinen Bomben. Nachdem er auch diese angelegt beziehungsweise verstaut hat, tritt er zurück und überlässt dem Rest das Feld. Mehr würde er nicht benötigen und auch nicht mitnehmen, letztendlich würden ihn noch mehr Waffen lediglich behindern, und außerdem hat er noch vor, nach der Besprechung im Labor vorbeizuschauen. Die Minikamera, fällt ihm soeben ein. Vorhin dachte ich noch daran, aber dann kam sie mir in die Quere, und dabei blickt er Cera an, aber dies ganz und gar nicht vorwurfsvoll, sondern eher wie als ob er über diese Ablenkung froh gewesen ist.