Hauptzentrale G-2

Brok hat sich in den vergangenen Minuten seiner Art entsprechend stillschweigend zurückgehalten und die Gespräche aufmerksam verfolgt. Er ist kein Hyperfunktechniker und schon gar nicht ein Experte der Posbitechnologie und ~psychologie. Wie Komarov herausgefunden hat, besteht der Kern des zentralen Objektes tatsächlich aus einem Fragmentraumer, wie ihn die Posbis verwenden, jedoch bezweifelt er, dass die Verbündeten der Allianz hinter den merkwürdigen Ereignissen stecken. Der Symbolfunk unterscheidet sich von dem der Posbis, und es wurde noch nicht beobachtet, dass die Hybriden aus Positronik und Biomasse simple Angriffsdrohnen benutzen, wie die, die Stauffengrat gerade zerschossen hat. Eftermann schlussfolgert, dass es sich bei den Eigentümern dieses Schrottgeflechts nicht um die Posbis handeln kann, behält seine Gedanken aber für sich. Zum Einen kennt er sich in der Tat zu wenig in diesem Gebiet aus, zum Anderen würde eine falsche Schlussfolgerung zu noch mehr Schaden führen. Brok gibt dem 1.Offizier recht. Die G-2 kann ihren Einsatz nie zu Ende führen, wenn sie die Einflüsse, die von diesem...Ding...ausgehen, beseitigen. Wir müssen den Körper entern, wenn hier endlich weg wollen.

Tenner koordiniert das konkrete Vorgehen des Angriffs. Dabei wendet er sich auch an Brok: „Bitte berechnen sie den besten Kurs zum Fragmentraumer unter Berücksichtigung der ganzen Wracks und Anhänge des Fragmentraumers. Wir sollten möglichst viele davon als Deckung gegen möglichen Beschuss nutzen. Und wenn möglich berechnen sie bereits im Voraus einen Linearflug vom Fragmentraumer weg. Wir werden uns schnell von hier absetzen müssen.“

Brok nickt und setzt sich in Bewegung zu seinem Navigationsrechner. Eine kleine Leuchte blinkt neben dem Ausgabebildschirm der Positronik. Eftermann erinnert sich wieder an die Positionsbestimmung, die er vorhin vorgenommen hatte. Leider bringt ihm das Ergebnis der Auswertung zurzeit nichts, da er bei der Kursberechnung die G-2 selbst als Origo bestimmt, wodurch die Lage des kleinen Kugelraumers zum Zentrum der Galaxie überflüssig wird. Also speichert er die Koordinaten vorrübergehend in den Arbeitsspeicher seines Computers und macht sich an die Berechnung des Kurses zum Fragmentraumer. Dazu ruft er die Ortungsergebnisse auf den Kartenbildschirm auf und markiert sämtliche Objekte, die die G-2 auf ihrem Weg zum Fragmentraumer als Schutz verwenden könnte. Dann errechnet er die wahrscheinlich kürzeste und effektivste Route in die Mitte. Aufgrund der Problematik der Nicht-Polynomialität kann er sich hier leider nicht auf die Schnelligkeit und Präzision der Positronik verlassen, sondern muss viele Kombinationen manuell vornehmen und kombinieren. Aufgrund dessen benötigt Brok für seine Berechnungen des Kurses ganze 19 Minuten. Dann jedoch hat er eine gute Route zusammengestellt, die er in den Hauptspeicher einspeist. Der Epsaler erinnert sich an die zweite Aufgabe, die ihm der 1. Offizier gegeben hat. Verärgert schaut er auf die Uhr des Navigationsrechners. Für eine genaue Ermittelung der Daten für einen Linearflug zu unserem eigentlichen Missionsziel reicht die Zeit nicht mehr, aber vielleicht kann ich uns einfach ein paar Lichtjahre hier rausbringen.
Brok ruft die gespeicherten Positionsdaten aus dem Arbeitsspeicher hervor und kombiniert sie mit dem von ihm errechneten Kurs. Um Zeit zu sparen, verzichtet er auf eine neuerliche Lagebeziehung der G-2 zur Zielsonne, sondern nimmt einfach die alten Daten als Richtungsvektoren zur Hilfe. Das bedeutet, dass sich die G-2 dann nicht auf dem direkten Weg zu MX-54586 befindet, sondern eine Parallele nimmt. Aber es dürfte kein Problem darstellen, diese geringfügigen Einflüsse später auszumerzen.
Für diese Berechnung, wobei es eher eine Kombination aus bereits vorhandenen Daten ist, braucht Brokendillar nur eine Minute, und nachdem er auch diese Daten in den Hauptspeicher gespeichert hat, steht der schwere Mann auf und geht zu Leutnant Herman, dem Ersatzkommandanten. „Sir, ich habe alle Berechnungen beendet. Sie finden die nötigen Daten wie immer auf dem Hauptspeicher. Ich melde mich hiermit von der Zentrale ab und begebe mich ins Arsenal zur Missionsbesprechung.“
Mit diesen Worten verlässt Eftermann die Zentrale und läuft zum Arsenal.