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Legende
Svenson vernimmt den Funkspruch aus der Hauptzentrale. Nochmals lässt er den Blick über die Visiere streifen. Ein paar der Geschütze zeigen 98% Treffsicherheit an, während der Rest bei annähernd 100% liegt. Die Kondensatoren zeigen ein Energieoptimum für die Desintegratoren an. Plötzlich melden sich die Langstreckenscanner mit einem leuchtend roten Warnsiganl über praktisch jedem Visier. Ihr seid ein bisschen spät... Allerdings denkt sich der Terraner nicht viel dabei. Die Abtastung des Raums durch diese Scanner versagt manchmal während einer Kampfhandlung, am besten könnte man das wohl mit dem Flackern der Licher eines Hauses bei einem nahen Blitzeinschlag beschreiben. Nichts, was den Oberleutnant nach vielen Jahren Dienst noch schocken konnte. Es waren Langstreckenscanner und nicht dieses hochmoderne Zeugs, mit dem die Ortungssysteme der Hauptzentrale arbeiten.
99% Treffsicherheit für alle Geschütze. Svenson wartet noch einen kurzen Augenblick, dann gibt er den Befehl zu Feuern. Wieder übertsrahlt der Puls aus gebündelten Lichtteilchen die Visiere der Thermogeschütze. Das Polgeschütz lässt Staufengrat ebenfalls mit Hitzeimpuls feuern. Wenn die Jäger, die sich ihnen nähern, genauso konstruiert sind, wie die beiden Plattformen, würden sie keinerlei reflektirende Oberfläche besitzen, welche die Thermoimpulse irgendwie zerstreuen könnten. Wohingegen die Desintegratorstrahlen schon mit einfacheren Schilden abgewehrt werden können. Außerdem würden die Salven auch im Falle eines Streifschusses durch die enorme Hitzeentwicklung deutlich mehr Schaden anrichten.
Bleibt nur zu hoffen, dass diese Dinger genauso viele Schildgeneratoren haben, wie die Geschützplattformen...
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Drachentöter
25. März, ca. 17:20, G-2:
Funkraum:
Cera und Emilio sehen ebenfalls das Bild des Objekts auf einem kleineren Bildschirm im Funkraum. Galotti hat es erst einmal die Sprache verschlagen, was selten genug vorkommt und Cera in diesem Moment ganz recht ist. Sie kann nicht verhindern, dass ihr ein Schauer über den Rücken läuft, als sie das Objekt genauer betrachtet. Außerdem ist ihr, als würde etwas bedrohliches davon ausgehen, was nicht nur dem Anblick geschuldet ist. Sicher ist sie sich allerdings nicht, auch nicht als sie sich genauer auf die Quelle der Störungen konzentriert. 2 Lichtminuten sind auch ohnehin etwas weit um noch parapsychisch etwas wahrnehmen zu können, zumindest für Cera, und so beschließt sie, ihre Gefühle vorerst für sich zu behalten. Von Marks Befehl endgültig aus ihren Grübeleien gerissen, drückt sie auf die Sprechtaste und antwortet: "Ich glaube nicht dass es sich um ein Notsignal handelt. Das ganze erinnert mich eher an einen unkontrollierten, zivilen Raumhafen. Die Signale haben alle verschiedene Stärken, es macht den Eindruck als würden sich die verschiedenen Stationen unterhalten." Cera ist Kolonialterranerin, auf dem abgelegenem Planeten auf dem sie aufgewachsen ist, gibt es solch einen Raumhafen. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen war es gewesen, mit einem selbstgebautem Funkscanner den Funkverkehr abzuhören, auch wenn es eigentlich verboten ist. Aber es hat sie damals schon fasziniert, dass man sich mit anderen austauschen kann ohne ihnen gegenüber stehen zu müssen, und so nicht ihren Emotionen ausgesetzt zu sein.
Zentrale:
Erste Ergebnisse der Analyse der Plattformen liegen vor, und so meldet Harman: "Die Bauweise der Plattformen ist der Positronik nicht bekannt. Die Analyse der Schiffstypen wird etwas dauern, ich fange sofort damit an."
Auch Willibald meldet sich wieder zu Wort: "Die größten Schiffe die ich bisher registriert habe, bewegen sich im Bereich von etwa 150m Durchmesser. Es sind auch einige Kugelraumer wie von uns oder den Arkoniden dabei..."
Kaum hat er fertig gesprochen, blitzt es auf dem Schirm auf und das Schiff vibriert leicht. "Volltreffer, Schilde halten", meldet Willibald. Im gleichen Moment ist das dröhnen der Geschütze der G-2 zu hören. Die Instrumente zeigen, dass es zwei der unbekannten Objekte erwischt hat, die restlichen - fünf, soweit die Sensoren richtig arbeiten - konnten ausweichen und sammeln sich für einen erneuten Angriff. Die Formation lässt darauf schließen, dass sie es dieses mal mit konzentriertem Feuer auf einen Punkt des Schirmes versuchen werden, nachdem der einzelne Beschuss vorher keinen Effekt hatte. Den Ausweichbewegungen des Schiffes folgen sie mühelos.
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Legende
Svenson nimmt den Treffer, den die Kaulquappe einstecken muss nur am Rande wahr, die Schirme waren jetzt nicht seine Baustelle. Er konzentriert sich darauf, zu verhindern, dass die Angreifer noch Zeit hätten einen Schwachpunkt in den Schilden finden.
Ein siegessicheres Lächeln macht sich auf dem kantigen Gesicht des Terraners breit, als zwei der feindlichen Schiffe von den Geschützen der G-2 zu kosmischem Sperrmüll verarbeitet werden. Keine Schilde, ausgezeichnet! Dass er die anderen 5 verfehlt hat, war nicht weiter tragisch, die Piloten mussten ausweichen, das zählte in diesem Falle bereits. Die feindlichen Schiffe sind mittlerweile so nahe gekommen, dass sogar auf den optischen Schirmen der Visiere Einzelheiten zu erkennen sind. Zudem zeigt die Thermalsicht verräterisch glimmende Stellen auf den Außenhüllen der Angreifer. Die breiten Mündungen von Thermostrahlern ragen aus den Jägern. Svenson gibt einige taktische Befehle in die Positronik ein. Die Waffensysteme zielen nun auf die hellsten Punkte, welche die Thermalsicht anzeigt: Die Mündungen der Strahler und die Triebwerke. In jedem Falle würden die Geschütze irgendetwas treffen. So die Theorie.
Allerdings war dem Feuerleitoffizier nicht entgangen, dass das feindliche Geschwader wie eine kollektive Intelligenz, die einzelnen Schiffe durch das Feuer der G-2 gelenkt hat. Svenson schwingt sich selbst in den Sitz vor dem Visier des Polgeschützes. Nachdem er den Geschützen den Befehl gegeben hat, automatisch weitere Salven abzugeben. Die Geschütze feuern jetzt in kurzen Abständen mit kurzen Unterbrechungen um mögliche Fluktuationen auszugleichen.
Svenson hingegen deaktiviert mit einem Knopfdruck die automatische Zielerfassung der schweren Geschützstellung. Es ist zwar nicht so einfach komfortabel und bequem, wie in einem Cockpit eines Zerstörers, aber es sollte auch so gehen. Entspannt legt er die Hand auf einen Analogstick neben der Eingabekonsole. Ruhig folgt er dem kleinen Schwarm, bis er ein Schiff in der Mitte der Formation im Visier hat. Instinktiv, wie er es gelernt hat, folgt er der Flugbahn des Schiffs für vielleicht 2 oder 3 Sekunden. Die Zielerafssung mochte das alles vielleicht berechnen und auswerten können, aber sie war nicht im Stande zu denken. Svenson schöpft hier aus einem Pool von bald 10 Jahren Erfahrung als Kanonier.
Svenson wartet die Feuerpause der anderen Geschütze ab und feuert dann gleichzeitig. Sinn wäre es - so seine Gedanken - das Schiff im Zentrum des Geschwaders möglichst so zu treffen, dass die Sensorik und die Außenbordbeobachtung der anderen Schiffe von der Explosion kurzzeitig behindert werden würde.
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Drachentöter
25. März, G-2:
Das Feuer aus dem Polgeschütz trifft den fremden Flugkörper nicht voll, aber es reicht um ihn zur Explosion zu bringen. Svensons Plan geht mehr als auf, durch die Wucht der Explosion wird ein weiteres Schiff vernichtet. Die restlichen drei vergehen im Sperrfeuer der G-2, ein einzelner letzter Schuß zieht einige hundert Meter am Schiff vorbei.
Auf den Sensoren der Feuerleitzentrale ist vorerst kein feindliches Objekt in unmittelbarer Nähe der G-2 zu sehen. Auch von Willibald kommt die Meldung: "Das sollte es gewesen sein, zumindest vorerst. Keine Objekte die sich uns nähern."
Auf dem Panoramaschirm der Hauptzentrale steht immer noch dunkel und bedrohlich die fremde Raumstation.
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Legende
Feuerleitstand
Kurz blitzt das Visier auf und leuchtet für die wenigen Augenblicke der Explosion alle Falten und Kanten seines Gesichts aus. Als die riesige Feuerwolke und der Nebel zerstäubter und zertrümmerter Wrackteile sich verzogen hat und nichts weiter zeigt, als leeren Raum, wo gerade eben noch 5 Jäger das dunkle All mit Kondensstreifen durchsiebten, treibt der Impuls des Sieges den Oberleutnant kurz dazu an, alle Haltung fahren zu lassen. Seinem Ego Ausdruck verleihend, haut der Mann mit der flachen Hand auf die Plastikverkleidung und immitiert dabei für sich selbst den Moment der Explosion. 'Schrott gehört eben in die Presse, nicht ins All!' Gibt er dem Bildschirm vor sich zu verstehen, bevor er einen Moment später merkt, dass seine Haltung etwas verlorgengeht. Kurz schaut sich Svenson ein wenig ertappt um. Die Feuerorgel ist leer.
Nach einem weiteren kurzen Augenblick, den Svenson braucht um die Kontrolle des Polgeschützes wieder der Positronik zu übergeben, steht er auf, geht zum Hauptknoten und meldet sich über Funk in der Zentrale: 'Hier Feuerleitstand, die Angreifer wurden fürs Erste vernichtet. Soll ich die Geschütze weiterhin feuerbereit halten?'
Geändert von weuze (10.06.2012 um 14:07 Uhr)
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Ehrengarde
Hauptzentrale G-2
"Ich glaube nicht dass es sich um ein Notsignal handelt. Das ganze erinnert mich eher an einen unkontrollierten, zivilen Raumhafen. Die Signale haben alle verschiedene Stärken, es macht den Eindruck als würden sich die verschiedenen Stationen unterhalten." Antwortet Cera auf Marks Anfrage bezüglich der unterschiedlichen Sender. Das unbekannte Objekt muss die havarierten Schiffe offensichtlich übernommen haben und nutzt deren Sender nun für seine eignen Zwecke. „Hauptzentrale an Funkzentrale. Verstanden. Bitte beobachten sie die Sender weiter.“
Auf seine Anfrage an Harman entgegnet dieser: „"Die Bauweise der Plattformen ist der Positronik nicht bekannt. Die Analyse der Schiffstypen wird etwas dauern, ich fange sofort damit an." Nichts Unerwartetes. Bei dem Umfang an Modifikationen die offensichtlich an dem unbekannten Objekt vorgenommen wurden würde es die Positronik schwer haben eine ursprüngliche Schiffsklasse zu identifizieren. Mark nickt einfach kurz um Harman zu zeigen dass er die Informationen vernommen hat. Der zweite Teil von Marks Frage wird dagegen von Wilibald beantwortet. "Die größten Schiffe die ich bisher registriert habe, bewegen sich im Bereich von etwa 150m Durchmesser. Es sind auch einige Kugelraumer wie von uns oder den Arkoniden dabei..." Mark beißt sich bei der Antwort leicht auf die Lippen. Das Ding hat auch Schiffe in der Größenordnung eines Kreuzers erwischt…Eine Antwort bleibt er Wilibald schuldig als die Ortung mehrere kleine Objekte registriert die sich auf Abfangkurs befinden.
Mark hat seine Antwort an den Feuerleitstand gerade erst übermittelt und sich wieder mit voller Konzentration der Schiffssteuerung zugewendet. Die kleinen Objekte scheinen Jäger zu sein zumindest aber bewegen sie sich ausgesprochen schnell und wendig. Die im Vergleich riesige G-2 schafft auch unter größten Anstrengungen nicht die Jäger auszumanövrieren. Die Jäger scheinen jeder Bewegung der der G-2 mühelos zu folgen. Als die G-2 von einer Salve der unbekannten Jäger getroffen wird Mark stürzt noch verbissener in die Steuerung der G-2. Dabei spricht ihn der Epsaler an. „Die Positronik braucht noch etwas Zeit mit der Positionsbestimmung, Sir. Läuft der Hyperfunk immer noch nicht?"
Mark setzt gerade zu einer Antwort an da wird er vom Aufblitzen der Schiffsgeschütze unterbrochen. Die Bildschirme zeigen wie sich Lichtlanzen der Thermogeschütze ihren Weg durch die Dunkelheit des Alls bahnen und mit verblüffender Genauigkeit die winzigen Jäger treffen. Zuerst wird ein Schiff in der Mitte der Formation vom größeren Strahl des Polgeschütz erfasst bevor die nach der Explosion verbleibenden Jäger von den restlichen Geschützen getroffen werden. Der letzte Versuch der Gegenwehr zieht harmlos mehrere hundert Meter entfernt an der G-2 vorbei und verschwindet in den Weiten des Alls. Genauso plötzlich wie der Angriff gestartet war, ist er nun beendet.
"Das sollte es gewesen sein, zumindest vorerst. Keine Objekte die sich uns nähern." Bestätigt Wilibald die plötzliche Ruhe die nach dem Gefecht Einzug gehalten hat. Es dauert nicht lange da meldet sich Svenson aus der Feuerleitzentrale. 'Hier Feuerleitstand, die Angreifer wurden fürs Erste vernichtet. Soll ich die Geschütze weiterhin feuerbereit halten?'
„Hauptzentrale an Feuerleitzentrale. Gute Arbeit Oberleutnant Staufengrat. Halten sie sich Feuerbereit. Ich fürchte das ist noch nicht vorbei.“ Antwortet Mark über den allgemeinen Bordfunk während auf dem großen Hauptschirm der Zentrale bedrohlich das riesige unbekannte Objekt zu sehen ist. Durch die Ausweichmanöver ist die G-2 unbeabsichtigter weise dem unbekannten Objekt noch ein Stück näher gekommen und auch der Blickwinkel zu dem Objekt hat sich leicht verändert. Auf den Bildschirme sind nun etwas mehr Details des unbekannten Objekts zuerkennen und Mark schießt plötzlich ein Gedanke durch den Kopf. Ein BOX?! Das Ding sieht aus wie ein Fragmentraumer, oder? Zumindest fühlt sich Mark bei dem Anblick stark daran erinnert aber sicher ist er sich nicht. Eifrig wendet er sich Kommunikationsanalage zu um seine Vermutung zu überprüfen. „Hauptzentrale an Exo-Ingenieuer Kowaljow. Bitte melden sie sich auf der Hauptzentrale ihre Expertise wird benötigt. Ich habe eine Vermutung was das fremde Objekt sein könnte aber sie sind der Fachmann für fremde Technologie.“ Als Marks Blick durch die Zentrale schweift trifft er auf Brok und Mark fällt ein das er dem Epsaler eine Antwort schuldet. „Leutnant Cera hat noch kein OK für den Hyperfunk gegeben. Aber ich werden den Status mal abfragen.“ Wieder durch das Mikrofon der Kommunikationsanlage. „Hauptzentrale an Funkzentrale. Was ist der Status unseres Hyperfunks? Irgendwelche Fortschritte?“
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Hauptzentrale G-2
In den Weiten des Alls ist für Andrej mit bloßem Auge natürlich nichts zu entdecken, und so wendet er sich missmutig wieder ab. Wenn er nur wenigstens von irgendwoher etwas zu trinken bekommen würde. Scheiß vollautomatisierte Systeme. Erfunden von fetten Menschen, die ihren Arsch vom Stuhl nicht mehr hochwuchten wollen, um sich ihr Essen noch selbst zu beschaffen. Man könnte dadurch ja abnehmen. Zwangsläufig muss er jetzt an Galotti, diese Flachpfeife, denken, und dabei schluckt er die aufkommende Wut wieder hinunter. Mit sowas arbeite ich zusammen. Unfassbar. Ich hätte diesem geleckten und gestriegelten Offizier bei der Einsatzbesprechung gleich deutlicher sagen sollen, was ich von dem ganzen Mist hier halte, dann wäre mir das bestimmt erspart geblieben. Wie um die pessimistischen Gedankengänge des Ingenieurs zu untermauern, vibriert plötzlich der Boden unter seinen Füßen aufgrund der feuernden Bordwaffen. "Na prima, jetzt werden wir wohl noch angegriffen? Aber was überrascht mich das, hier läuft sowieso nichts glatt.". Immer noch seinen Freiflug im Hinterkopf, humpelt der Terraner zu dem Sessel und lässt sich darin nieder, sich an den Armlehnen festklammernd.
Kurze Zeit später ist das Geschützfeuer verstummt, dafür meldet sich der erste Offizier über Sprechfunk. Fremdes Objekt? Technologie? Anscheinend hat er einige Informationen überhört, denn so wirklich weiß er noch nichtmal, was eigentlich los ist. Einen Moment lang spielt Andrej mit dem Gedanken, den Offizier noch ein wenig warten zu lassen, denn nach einem Spaziergang in die Zentrale ist dem Ingenieur jetzt ganz und gar nicht; aber letztendlich siegt die Neugier des Terraners, und geräuschvoll ausatmend stemmt er sich aus dem Sessel. Den Kittel lässt er auf dem Boden liegen, wozu jetzt noch den Anschein erwecken, sich um eine Kleiderordnung zu scheren, und so verlässt er sein Quartier lediglich mit Tanktop Richtung Zentrale.
Die Zentrale ist nicht allzu weit entfernt, und der Zufall will es, dass der Funkraum auf dem Weg liegt. Zwangsläufig muss Andrej an seine erste Begegnung mit Cera denken, als er an der offenen Tür vorbeiläuft und einen Blick riskiert. Aber seine Gedanken verfinstern sich sogleich, denn hinter Cera, welche am Schaltpult sitzt, steht der fette Galotti und starrt mit der Funkerin gebannt auf den Monitor. Von seiner Position aus kann Andrej nicht sehen, von was oder wem die beiden so fasziniert sind, aber allein die Anwesenheit des Hyperfunktechnikers bewegt den Ingenieur dazu, sich unbemerkt aus dem Staub zu machen und in die Zentrale zu verschwinden.
Hier angekommen erwartet er eigentlich nichts Außergewöhnliches, schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass irgendein Kommandant einen skurril aussehenden Asteroiden mit einer fremden Lebensform verwechselt. Die Augen des Wissenschaftlers fixieren den großen Bildschirm, auf dem sich die ganze 'Schönheit' des fremden Objekts Andrej darbietet, und obwohl er dieses Mal vorgehabt hatte, sich wenigstens halbwegs an die Meldungs-Etikette zu halten, misslingt auch dies angesichts dieser Überraschung. "Verdammte Scheiße...", murmelt der Terraner stattdessen halblaut, bleibt auf halben Weg stehen und starrt gebannt auf das Panel. Ein metallisches Geschwür bildet ein Zentrum, um welches die Trümmer oder halb zerstörte Raumschiffe wie Monde um einen Planeten kreisen. Teilweise sind sie mit einer Art Traktorstrahl an dieses unnatürlich aussehende Gebilde in der Mitte gefesselt. Für die Raumschiffe braucht Andrej nur einen kurzen Blick, um zu identifizieren, dass es sich hierbei größtenteils um bekannte Technologie handelt, wenn sie auch teilweise so stark demoliert ist, dass ein paar Objekte wohl genauere Untersuchungen bräuchten. Vielmehr jedoch widmet der Ingenieur sich jetzt den missgestalteten Kern zu und geht dazu nahe an den Bildschirm heran. Dieses Ding sieht einem Fragmetraumer täuschend ähnlich, Andrej vermutet jedoch, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Vielmehr sieht das Gebilde so aus, als habe jemand aus allen erdenklichen Bauteilen, die er bekommen konnte, sich eine Raumstation gebaut. Die Augen nicht von dem obskuren Konstrukt lösend, richtet er seine Frage an den Offizier, wirft sie jedoch eher allgemein in den Raum. "Was gibt's denn?". Natürlich weiß er er, um was es geht, jedoch kann er sich diesen Sarkasmus nicht verkneifen, zu geschockt beziehungsweise fasziniert ist er von diesem technologischen Weltraumklumpen.
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Ehrengarde
Hauptzentrale G-2
Es dauert etwas bevor Andrej in einer der Türen zur Hauptzentrale erscheint. In seinem Gang sind noch die Nachwirkungen ihrer Beinah Katastrophe zu erkennen. Er muss gestürzt sein auch wenn er es sich nicht anmerken lassen will. Verwundert nimmt Mark zu Kenntnis dass ihr Spezialist nur in Unterwäsche gekleidet ist. Marks Mund öffnet sich schon um sein Crewmitglied zu Recht zuweisen, doch dann überlegt er es sich nochmal anders. Er kommt direkt aus der Krankenstation und wir haben keine Zeit ihn nochmal zum Umziehen zu schicken.
Auf halben Weg durch die Zentrale bleibt Andrejs Blick am Hauptpanel hängen, das weiterhin den Grund ihrer unfreiwilligen Kursänderung zeigt. Ein halblautes "Verdammte Scheiße..." entgleitet ihm während er weiter gebannt auf den Hauptbildschirm starrt. Ja das habe ich auch gedacht. Mark beobachte Andrej noch ein paar Sekunden bevor er seinen Blick ebenfalls wieder dem Hauptbildschirm zuwendet. Der Exoingenieur soll sich ruhig Zeit nehmen und sich das Objekt ansehen. Nach einer Weile wirft Andrej ein unschuldiges "Was gibt's denn?" in den Raum, obwohl er sich am unbekannten Objekt anscheinend noch nicht sattgesehen hat, den sein Blick bleibt weiter auf den Bildschirm gebannt. Mark geht davon aus dass dieser Kommentar die Retourkutsche dafür ist das Andrej außerhalb der Hauptzentrale nicht alle Informationen mitbekommen hat. Also beschließt er ihren Spezialisten auf den neusten Stand zu bringen.
„Das ist der Grund für unseren unfreiwilligen Umweg.“ Antwortet Mark ebenso flapsig bevor er wieder ernst wird. „Dieses Objekt ist der Grund für die Kursabweichung unseres Linearflugs. Es ist die Quelle der Hyperraumstörung die unseren Hyperraumfunk und überlichtschnellen Flug unterbindet. Und es ist der Grund wieso Miller und Tars jetzt in Leichensäcken auf der medizinischen Station liegen. Die Vielzahl der havarierten Schiffe sagt uns dass dieses Objekt hier schon länger sein Werk vollrichtet. Bei Annäherung wurden wir zunächst von Waffenplatformen und danach von Jägern angegriffen ohne das auf unsere Kontaktversuche geantwortet wurde. Beide hatten keine Schutzschirme. Mich erinnert der Kern des unbekannten Objekts an einen Fragmentraumer der Posbis obwohl die Positronik das Objekt nicht einordnen kann. Für meine These spricht außerdem dass das unbekannte Objekt mehr als hundert Sender besitzt die Symbolfunk benutzen die unsere Wandler allerdings nicht übersetzen können. Sicher bin ich mir meiner These jedoch nicht und deshalb habe ich sie her gebeten. Also was denken sie? Haben sie eine Idee bezüglich der Hyperraumstörung?“ Während er Andrej die Kurzfassung der vergangen Ereignisse wiedergibt behält er den Exoingenieur fest im Blick und wartet nun auf eine Reaktion.
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Hauptzentrale G-2
Während der Erklärung des Offiziers hört Andrej mit einem Ohr zu, hat aber hauptsächlich nur noch Augen für das fremde Objekt. Ein überdimensionales Puzzel, schießt ihm durch den Kopf und er legt die Stirn in Falten. Bei der Frage des Offiziers wird er hellhörig. Achso? Er will gar nicht wissen, was genau das ist, sondern nur, warum es den Hyperraum stört? "Nun", beginnt Andrej zurückhaltend, "ich bin kein Hyperraumtechniker wie mein geschätzter, abwesender Kollege, aber ich vermute, dass dieses...Ding eine stark erhöhte Hyperimpedanz erzeugt, man muss sich dieses Gerät nur anschauen um zu erkennen, dass es vollgestopft ist mit Technik. Vielleicht wurde ein Weg gefunden, eine künstliche Hypersenke zu kreieren.". Der Ingenieur verfällt in Schweigen und überlegt angestrengt; nicht über die Frage, wie dieses Ding sie angezogen hat, sondern vielmehr, was es eigentlich ist. Ihm kommt eine Idee, und er tritt an das Schaltpult und beginnt den Rechner nacheinander und Schritt für Schritt mit den Daten aller bekannter Technologien zu füttern und stellt dann einen Bezug zu dem gescannten Objekt her. Die Positronik müsste nun alle bekannten Teile an dem unförmigen Weltraumklumpen der Reihe nach ausblenden und nur die fremdartigen Dinge übriglassen; Andrej hofft dadurch einen Rückschluss auf die ursprüngliche Form des Konstrukts herleiten zu können.
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Drachentöter
25. März, 17:48 Bordzeit, G-2:
Gerade als Andrej zu seiner Erklärung ansetzt, betritt Galotti die Zentrale. Den Vorwurf des Wissenschaftlers ignoriert er, auch Galotti hat inzwischen den Ernst der Lage begriffen und wäre nicht bei der Flotte wenn er nicht wüsste, wie er sich entsprechend zu verhalten hat.
"Ganz Unrecht hat mein Kollege Kowaljow nicht," beginnt Galotti mit seinem durchdringendem Organ zu sprechen, als Andrej sich der Positronik zuwendet, "Allerdings würde ich das ganze eher als ein hyperenergetisches schwarzes Loch bezeichnen. Das Zentrum muss bei dieser Station liegen. Alles was wir an Hyperenergie produzieren, wird offensichtlich abgezogen, sobald es die Antennen verlässt. Selbst die Impulskonverter arbeiten nur noch mit Energieverlust, obwohl diese relativ gut abgeschirmt sind. Dass sich die Störungen über den Linear- bis in den Hyperraum erstrecken, haben wir ja gemerkt. Laut Cera brauchen wir auch nicht mit Hilfe zu rechnen, da das Objekt vermutlich nicht angepeilt werden kann, da es sämtliche Tasterstrahlen schluckt, die es von außerhalb des Störfeldes treffen. Das ist natürlich nur eine erste Theorie, aber durchaus plausibel."
"Nach ersten Berechnungen verhindert die gestörte Raumstruktur außerdem auch den Aufbau eines stabilen Linearfeldes. Bei allem anderen das irgendwie auf hyperenergetischer Basis arbeitet, ist mit einer vermutlich zum Teil erheblichen Leistungsminderung zu rechnen.", ist Katharina vom Maschinendeck zu vernehmen, die Galottis Erörterungen über Bordfunk verfolgt hat.
Inzwischen wird Andrej durch ein leises Piepen der Bordpositronik darauf aufmerksam gemacht, dass zur vollständigen Ausführung seines Befehls das Objekt umkreist werden muss, da die Masse im Zentrum zu massiv für die Taster ist, und so keine sicheren Aussagen über die Rückseite des Objekts getroffen werden kann. Allerdings ist auf der Schemazeichnung auf dem Schirm schon das große Objekt in der Mitte verschwunden - die Vermutung dass es sich um einen Fragmentraumer handelt, war offensichtlich richtig.
Langsam werden nach und nach ein paar der kleineren Raumschiffe ausgeblendet, aber alles in allem wird die vollständige Analyse noch etwa eine Stunde dauern.
Geändert von Andromeda (03.07.2012 um 16:04 Uhr)
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ᵵ Ghost Rider ᵵ
Hauptzentrale G-2
Ohne von der Eingabekonsole aufzublicken widmet sich Andrej der Positronik, das Geschwafel von Galotti verfolgt er nur mit halben Ohr. Kurz darauf meldet der Computer, dass eine Umkreisung des unbekannten Objekts für eine vollständige Analyse notwendig ist; der Ingenieur ignoriert bewusst die Fehlermeldung und lässt das Programm weiterlaufen. Kurze Zeit später verwindet plötzlich das zentraloe Objekt vollständid und nur die umherkreisenden Schiffe und Wrackteile bleiben übrig. Andrej ist überrascht und zieht die Augenbrauen erstaunt nach oben. Damit hatte er nicht gerechnet; sicher, er hat vermutet, dass es sich um einen Fragmentraumer handelt, aber irgendwo in ihm war noch die Hoffnung, etwas Neues, etwas Einzigartiges zu finden. Dass der gesamte Technologieklumpen einfach nur ein überdimensionaler und missgebildeter Fragmentraumer ist, enttäuscht den Wissenschaftler jetzt schon ein wenig. Das Programm arbeitet jedoch ungerührt weiter und lässt einige der Schiffe verschwinden, aber Andrej achtet darauf nicht mehr wirklich. Was sollte die Positronik schon groß finden, fremde Technologie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, denn bei den havarierten Schiffen wird sich kaum eines eingeschlichen haben, welches glänzlich unbekannt ist; trotzdem lässt er den Rechner weiterarbeiten, vielleicht hat er ja zur Abwechslung mal wirklich Glück. Kurz denkt der Terraner nach und gibt dann weitere Befehle in die Konsole ein, welche bewirken, dass eventuelle Funde fremder Technologie auch an die Positronik im Labor und in seine Kabine gesendet werden. Die Fehlerquote wird relativ hoch sein, da einige dieser Wracks so stark lädiert sind, dass sie bei der Positronik wohl auch Falschmeldungen auslösen können. Aber ich lasse mir bestimmt nicht die Chance auf eine Sensation durch die Lappen gehen. Nachdem er alles zu seiner Zufriedenheit eingestellt hat und das Gehirn des Schiffes weiter eifrig an dem Ausschlussverfahren arbeiten lässt, blickt er auf und tritt von der Eingabeeinheit zurück.
"Wie vermutet handelt es sich bei dem fremden Objekt um einen Fragmentraumer", wirft Andrej mit monotoner und etwas enttäuschter Stimme in den Raum. "Einen sehr missgestalteten Fragmentraumer, muss man sagen, jedoch ist noch nichts Fremdartiges zu finden. Für mich sieht dieses Ding auf jeden Fall aus wie eine überdimensionale Abfangstation. Wer weiß, am Ende sind diese Posbis-Dinger durchgeknallt und haben beschlossen, Raumschiffe zu sammeln.". Der abwertende Ton in seiner Stimme ist nicht zu überhören und verdeutlicht sehr gut, was der Ingenieur von eigenständig lebenden Robotern mit Gefühlen hält.
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Ehrengarde
Hauptzentrale G-2
"Nun ich bin kein Hyperraumtechniker wie mein geschätzter, abwesender Kollege, aber ich vermute, dass dieses...Ding eine stark erhöhte Hyperimpedanz erzeugt, man muss sich dieses Gerät nur anschauen um zu erkennen, dass es vollgestopft ist mit Technik. Vielleicht wurde ein Weg gefunden, eine künstliche Hypersenke zu kreieren." sagt Andrej nach kurzem Zögern. Der abfällige Unterton für seinen Kollegen fällt Mark natürlich auf, allerdings wartet dieser immer noch darauf dass der Exoingenieur eine Aussage zu seiner Vermutung macht dass es sich um einen Fragmentraumer handelt. Der Exoingenieur hüllt sich allerdings weiter in Schweigen und wendet sich erst einmal einer der Konsolen zu.
Mark hat den Mund schon geöffnet um Andrej anzusprechen da vernimmt er hinter sich die unverwechselbare Stimme ihres zweiten Fachmanns.
"Ganz Unrecht hat mein Kollege Kowaljow nicht. Allerdings würde ich das ganze eher als ein hyperenergetisches schwarzes Loch bezeichnen. Das Zentrum muss bei dieser Station liegen. Alles was wir an Hyperenergie produzieren, wird offensichtlich abgezogen, sobald es die Antennen verlässt. Selbst die Impulskonverter arbeiten nur noch mit Energieverlust, obwohl diese relativ gut abgeschirmt sind. Dass sich die Störungen über den Linear- bis in den Hyperraum erstrecken, haben wir ja gemerkt. Laut Cera brauchen wir auch nicht mit Hilfe zu rechnen, da das Objekt vermutlich nicht angepeilt werden kann, da es sämtliche Tasterstrahlen schluckt, die es von außerhalb des Störfeldes treffen. Das ist natürlich nur eine erste Theorie, aber durchaus plausibel." Galotti scheint den Kommentar von Andrej einfach überhört zu haben, etwas was Mark vom Hyperraumtechniker gar nicht erwartet hat. Aber anscheinend ist der Ernst der Lage nun auch ihm bewusst geworden. Dass die Tasterstrahlen der Fernortung von Objekt ebenfalls gestört werden hat sich Mark schon gedacht, das sie jedoch nicht mit Hilfe zu rechnen haben verschärft ihre Lage nur noch. Ob es sich bei dem Phänomen nun um eine Hyperraumsenke oder doch schon ein hyperenergetisches Schwarzes Loch handelt ist Mark dagegen in dieser Situation allerdings relativ egal. Zur Lösung ihres Problems trägt dieses Detail jedenfalls nicht bei.
Nun schaltet sich auch Katharina vom Maschinendeck in die Diskussion mit ein nachdem sie das Gespräch über den Bordfunk verfolgt hat. "Nach ersten Berechnungen verhindert die gestörte Raumstruktur außerdem auch den Aufbau eines stabilen Linearfeldes. Bei allem anderen das irgendwie auf hyperenergetischer Basis arbeitet, ist mit einer vermutlich zum Teil erheblichen Leistungsminderung zu rechnen." Auch das ist letztendlich nichts Neues. Langstreckenortung, Langstreckenkommunikation und Langstreckenbewegung sind unterbunden. Selbst wenn die Information bezüglich des Linearantriebs vorher noch nicht gesichert war, hätte Mark im Einflussgebiet dieses Objekts niemals den Befehl für den Linearflug gegeben. Nicht nachdem was bei ihrem letzten Linearflug passiert ist.
Mark lässt den Blick durch die Hauptzentrale wandern. Die Gesichter die sein Blick streift zeigen ernste Mienen. Nur Andrej ist noch auf sein Terminal konzentriert bis er ruhig davon zurücktritt und sagt: "Wie vermutet handelt es sich bei dem fremden Objekt um einen Fragmentraumer." Erklingt enttäuscht was Mark in diesem Moment nicht einordnen kann. „Einen sehr missgestalteten Fragmentraumer, muss man sagen, jedoch ist noch nichts Fremdartiges zu finden. Für mich sieht dieses Ding auf jeden Fall aus wie eine überdimensionale Abfangstation. Wer weiß, am Ende sind diese Posbis-Dinger durchgeknallt und haben beschlossen, Raumschiffe zu sammeln."
Mark wirft die Stirn in Falten. Er hat damit gerechnet dass seine Vermutung stimmt, aber er hat die damit verbundenen Fragen verdrängt. Doch jetzt gibt keinen Grund mehr seine Überlegungen zurück zustellen. Bevor er langsam zu sprechen beginnt stellt er sich das die gesamte Crew ihr Gespräch immer noch über Bordfunk verfolgen kann. „Wieso wohl greifen uns die Posbis an? Sie sind schon seit Jahrhunderten enge Verbündete von uns. Von ihnen haben wir die Konstruktionspläne für Transformkanonen und erst vor ein paar Jahren haben sie uns die Baupläne für Materieumwandler gegeben. Wieso sollten sie uns also jetzt angreifen?“ Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu. „Vielleicht ist der Fragmetraumer hier schon lange isoliert und weiß nichts von irgendwelchen Bündnissen. Eventuell sitzen sie sogar selber in dieser Hyperraumanomalie fest. Haben wir schon Daten wie alt die ältesten havarierten Schiffe hier sind?“
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