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Drachentöter
25. März, G-2:
Die Angreifer vergehen im Feuer der G-2, gerade als der 1. Offizier die Stoppuhr gestartet hat. Auf dem Bildschirm der G-2 sind die zwei Explosionen zu sehen, bevor Willibald eine Aufnahme der Angreifer auf den Bildschirm legt. Zu sehen ist eine etwa quadratische Plattform auf der schwenkbare Geschütze montiert sind, außerdem sind noch vereinzelte Aufbauten zu sehen, die vermutlich zur Energieversorgung gehören. Das ganze macht einen leicht provisorischen Eindruck, als wäre es Raumschrott zusammengeschweißt. "Die andere Plattform sieht ähnlich aus.", meldet Willibald. "Außerdem waren die Plattformen nicht von Schirmen geschützt, sonst hätten wir sie nicht beim ersten Treffer vernichtet, leider kann ich nicht sagen, ob sie bemannt waren. Im näheren Umkreis befinden sich keine Objekte mehr, allerdings kann ich das für höchstens 30 Lichtsekunden Umkreis garantieren."
"1. Offizier von Funkzentrale," meldet sich Cera, "kein Funkkontakt vor der Zerstörung der Objekte. Über den Normalfunk bekomme ich erste modulierte Signale, allerdings sind sie noch zu schwach, um daraus irgendetwas zu deuten, sie sind aber mit Sicherheit künstlichen Ursprungs."
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Legende
Binnen weniger Sekunden erreichen die Geschosse der G-2 ihre Ziele. Eine gewaltige Feuerfontäne platzt aus einem der Geschütze hervor, welches einen Volltreffer durch einen Thermostrahler erlitt, gleichzeitig wird die Explosion von einem voluminösen, giftgrünen Flackern begleitet, welches den Einschlag der Desintegratoren verkündet. Nur einen Lidschlag später wird das zweite Geschütz in einer ähnlichen Szene von den auftreffenden Impulsstrahlen der G-2 zerrissen. Keine Schirme?!
Die Stimme Tenners schnarrt im Bordfunk. Svenson antwortet nicht gleich, die Geschütze geben eine Salve nur auf Knopfdruck ab, es wäre ohnehin nichts weiter passiert, solange er keinen erneuten Feuerbefehl an die Geschütze gesendet hätte. Es dauert einen Moment, bis sich die Visiere wieder geklärt haben, nachdem sie ob des umherfliegenden, geschmolzenen Weltraumschrotts blind im übertragenen Sinne waren. Weitere Objekte sind zu erkennen. Die Thermalsicht der Visiere verrät einige spezifisch glimmende Stellen, welche sowohl Geschützkondensatoren, als auch Reaktoren oder sonstige Energiespeicherung oder -Leitung sein können, pauschal kann Svenson das allerdings von hier aus nicht sagen.
Der Feuerleitoffizier betätigt wieder den Bordfunk in die Hauptzentrale: 'Hier Feuerleitstand. Beide abgegebenen Salven waren Volltreffer. Die anvisierten Geschützplattformen sind zerstört. Allerdings kann ich nicht sagen, wie weit die Zerstörung durch die Thermogeschütze ins Innere des Objekts reicht. Der Beschuss wurde vorerst eingestellt... Das feindliche Objekt scheint über keinerlei Schirme zu verfügen, andernfalls wären zuminest die Desintegratorstrahlen teilweise zerstreut worden... Ich warte auf ihren weiteren Befehl.'
Geändert von weuze (23.05.2012 um 20:33 Uhr)
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Ehrengarde
Hauptzentrale G-2
Mark hat die Befehle kaum in den Kommunikator gebrüllt da leuchten die Bildschirme der Außenbordkameras aus. Die beiden Geschützplattformen vergehen in einer gewaltigen Explosion und einen grünen Leuchten. Sowohl die Thermogeschütze als auch die Desintegratoren haben das Ziel voll getroffen. Zumindest kann Svenson mit den Geschützen umgehen.
„Hier Feuerleitstand. Beide abgegebenen Salven waren Volltreffer. Die anvisierten Geschützplattformen sind zerstört. Allerdings kann ich nicht sagen, wie weit die Zerstörung durch die Thermogeschütze ins Innere des Objekts reicht. Der Beschuss wurde vorerst eingestellt... Das feindliche Objekt scheint über keinerlei Schirme zu verfügen, andernfalls wären zuminest die Desintegratorstrahlen teilweise zerstreut worden... Ich warte auf ihren weiteren Befehl.“ Erklingt Svensons Stimme aus dem Lautsprecher kurz nachdem die Explosion auf den Bildschirmen zu sehen war.
„Zentrale an Feuerleitstand. Verstanden. Sie haben schnell reagiert, aber warten sie das nächste Mal auf den Feuerbefehl. Halten sie die Augen auf da draußen gibt es sicher noch mehr solcher Plattformen.“ antwortet Mark über die Kommunikationsanlage wobei er darauf achtet diesmal nur den Kommunikationskanal zum Feuerleitstand zu benutzen und seine Stimme zu senken damit nicht die ganze Zentrale mithören kann.
Als Mark von der Konsole hochschaut gibt ihm Wilibald ein Zeichen und legt eine Aufnahme der Geschützplattform vor ihrer Zerstörung auf einen der großen Schirme. "Die andere Plattform sieht ähnlich aus.", meldet Willibald. "Außerdem waren die Plattformen nicht von Schirmen geschützt, sonst hätten wir sie nicht beim ersten Treffer vernichtet, leider kann ich nicht sagen, ob sie bemannt waren. Im näheren Umkreis befinden sich keine Objekte mehr, allerdings kann ich das für höchstens 30 Lichtsekunden Umkreis garantieren."
Mark begutachtet das Bild gründlich. „Sie wirken improvisiert als wären sie aus Trümmern zusammengebaut worden. Das würde auch das Fehlen der Schutzschirme erklären. Leutnant Nasir schauen sie mal ob die Positronik Geschützplattformen dieser Art in ihrer Datenbanken hat. Ich bezweifle es zwar bei diesen Schrotthaufen aber vielleicht haben wir ja Glück.“
Nun meldet sich auch Cera der Mark den Befehl zur Kontaktaufnahme gegeben hat. "1. Offizier von Funkzentrale, kein Funkkontakt vor der Zerstörung der Objekte. Über den Normalfunk bekomme ich erste modulierte Signale, allerdings sind sie noch zu schwach, um daraus irgendetwas zu deuten, sie sind aber mit Sicherheit künstlichen Ursprungs."
„Verstanden. Versuchen sie Kontakt zu unserem unbekannten Objekt aufzunehmen. Spätestens jetzt wissen sie dass wir hier draußen sind. Kein Grund mehr uns ruhig zu verhalten. Und behalten sie das Signal im Auge das sie von dem Objekt empfangen.“ antwortet Mark über den allgemeinen Bordkanal. Nach kurzen überlegen betätigt Mark den Knopf der Kommunikationsanlage erneut. „Zentrale an G-2 wir nähern uns dem unbekannten Objekt langsam weiter und warten auf Funkkontakt. Aber wir müssen mit weiteren feindlichen Kontakten rechnen. Bereiten sie sich vor.“
Während er den neuen Kurs eingibt wendet er sich an Wilibald. „Sie wissen worauf sie achten müssen halten sie die Augen auf in fünf Minuten sollten wir in Reichweite der normaloptischen Sensoren kommen.“ Dabei stellt er den neuen Kurs so ein sie erst mal mit 20%iger Lichtgeschwindigkeit bis auf 2 Lichtminuten an das unbekannte Objekt heranfliegen. Schön ruhig und langsam. Jetzt haben sie genügend Zeit zu antworten. Wenn sie den wollen.
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Drachentöter
25. März, G-2:
In der Funkzentrale beginnt Cera damit, die vorbereiteten Funksprüche für eine erste Kontaktaufnahme in einigen der verbreitetsten Sprachen der Galaxis abzustrahlen.
Während die G-2 sich weiterhin dem Objekt nähert, erfolgt keine Reaktion auf die Funksprüche. Dafür werden langsam die Signale des Objekts klarer. "Zentrale von Funkraum, ich empfange jetzt klarere Signale, wenn auch keine Antwort auf unsere Rufe. Es sind keine akustischen Signale, sondern Symbole." Sie zögert kurz, bevor sie weiterspricht: "Sie ähneln entfernt dem Symbolfunk, mit dem sich die Posbis verständigen. Aber irgendwie sind sie doch ganz anders, unsere Symboltransformer können sie auch nicht übersetzen. Es macht außerdem den Eindruck, als wären dort vorn verschiedene Sender in Betrieb, in verschiedener Stärke. Die Positronik geht im Moment von mindestens 100 verschiedenen Stationen aus, die sich zum Teil überlagern."
Inzwischen ist die G-2 bis auf zwei Lichtminuten an die Masse herangekommen und es ergibt sich für die Leute in der Kommandozentrale der G-2 ein deutlicheres Bild: Das Gebilde vor ihnen ist eindeutig künstlichen Ursprungs – oder vielleicht wäre ‚die Gebilde’ angemessener. Vor dem kleinen Beiboot ertreckt sich ein wahrer Alptraum aus - ausnahmslos kleineren - Raumschiffen aller erdenklicher Völker der Milchstraße. Viele von ihnen zerstört oder zumindest schwer beschädigt, treiben sie wie waidwunde Fabelwesen um einen Kern einer noch größeren Ansammlung aus Metall und Kunststoffen, teilweise sind die havarierten Schiffe auch mit dem zentralen Komplex verbunden, als sei das Ding in der Mitte eine Spinne im Netz, die sich von all denen nähre, die ihr zu nahe gekommen sind. "Durchmesser dieses... Dings... etwa 5km. Der feste Teil in der Mitte hat nach den Infrarotmessungen eine länge von ca. 3km. Es sieht aus als wäre es eckig. War eckig. Bevor... Verdammt, was ist das?" Willibald klingt hörbar erschüttert, so etwas gigantisches hat er auch noch nie gesehen. "Die Hyperortung ist immer noch gestört, schlimmer als jeh zuvor, wir scheinen uns tatsächlich der Quelle zu nähern.", besinnt er sich aber dann doch wieder auf seine Aufgabe. Weitere Einzelheiten können die optischen Sensoren aus dieser Entfernung noch nicht auflösen.
Nach einer kurzen Weile, in welcher die G-2 in relativem Stillstand vor dem unwirklichen Szenario im Raum hängt, meldet sich die Positronik des Feuerleitstandes: "Annäherung mehrerer kleiner Objekte registriert."
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Legende
Svenson vernimmt die Meldung der Positronik. Bis hierher war er noch recht gelassen, keine Schirmung, die Zielsicherheit der Angreifer war auch alles andere als herausragend... alles keine Bedrohung. Aber jetzt spürt Staufengrat, wie der Adrenalinspiegel in seinen Venen ansteigt. Auf den ersten Blick unzählige kleinere Objekte nähern sich jetzt der G-2. Die wollens also ganz genau wissen... Der Oberleutnant markiert die Ziele so, dass die Geschütze nach der Flugrichtung und Geschwindigkeit der anvisierten Punkte auf eine Achse feuern würden, derer nach die Ballistik - sofern man das bei Impulsstrahlern so nennen will - dafür sorgen würde, dass die abgegebenen Salven genau die Triebwerke treffen sollten, wenn diese denn vorhanden sind. Im anderen Fall hätten die fremden Objekte ein ziemlich unschönes Loch im Heck klaffen. Im Falle eines Thermalgeschützes sollte es die Schiffe sogar innerlich ziemlich übel beschädigen.
Die Geschütze folgen den Befehlen des Feuerleitoffiziers. Es rumort deutlich über ihm, als die Jiquolakristalle und die Magnetrons des Polgeschützes Energie fokussierten. 'Feuerorgel an Hauptzentrale, ich hoffe, ihr Feuerbefehl kommt dieses Mal etwas zügiger, Tenner. Werfen sie mal einen Blick nach draussen. Die da werden uns mit der ersten Salve sicher nicht mehr verfehlen. Feuerorgel Ende.' Svenson wird nicht so lange warten, bis die feindlichen Schiffe auf eine Distanz heran waren, die eine 100%ge Treffsicherheit ihrerseits zulässt und die G-2 somit gefährdet.
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Ehrengarde
Hauptzentrale G-2
Als sich die G-2 langsam ihrem Ziel nähert ist Cera die Erste, die sich in der Hauptzentrale meldet.
"Zentrale von Funkraum, ich empfange jetzt klarere Signale, wenn auch keine Antwort auf unsere Rufe. Es sind keine akustischen Signale, sondern Symbole." Nach kurzer Pause fügt sie hinzu. "Sie ähneln entfernt dem Symbolfunk, mit dem sich die Posbis verständigen. Aber irgendwie sind sie doch ganz anders, unsere Symboltransformer können sie auch nicht übersetzen. Es macht außerdem den Eindruck, als wären dort vorn verschiedene Sender in Betrieb, in verschiedener Stärke. Die Positronik geht im Moment von mindestens 100 verschiedenen Stationen aus, die sich zum Teil überlagern."
Unbekannter Symbolfunk? Die Meldung dass es sich um 100 verschiedene Sender handelt erscheint Mark jedoch bedeutender. Während er noch überlegt hat sich die G-2 dem unbekannten Objekt jedoch endlich soweit genähert das es Bilder von dem unbekannten Objekt gibt. Das unbekannte Objekt ist in Wahrheit ein Wirrwarr aus Schiffen die teilweise mit dem 3km großen zentralen Gebilde verbunden sind. Ein Großteil der äußeren Schiffe scheint beschädigt und es ist ein wahres Sammelsurium an unterschiedlichen Schiffen die das Objekt auf den Sensoren auf 5km Größe aufplustern. Wie zur Unterstützung der optischen Eindrücke beginnt Wilibald mit seiner Meldung. "Durchmesser dieses... Dings... etwa 5km. Der feste Teil in der Mitte hat nach den Infrarotmessungen eine länge von ca. 3km. Es sieht aus als wäre es eckig. War eckig. Bevor... Verdammt, was ist das?" In seiner Stimme schwingt deutlich eine Erschütterung über das Objekt mit als er anfügt. "Die Hyperortung ist immer noch gestört, schlimmer als jeh zuvor, wir scheinen uns tatsächlich der Quelle zu nähern."
Den letzten Teil hat sich Mark auch ohne Meldung denken können. Ganz offensichtlich erzeugt der zentrale Komplex die Hyperraumstörungen und die G-2 ist nicht das erste Schiff das aus seiner Bahngeworfen hier gelandet ist. Als Mark die Unzahl an zerstörten und havarierten Schiffen mit wachsender Erschütterung betrachtet wächst in Mark allerdings die grimmige Entschlossenheit dass sich die G-2 nicht in die schier endlose Reihe der zerstörten Schiffe einreihen wird. Dieses Ding wird Niemanden mehr zerstören.
Sich an Ceras Meldung erinnernd greift Mark zur Kommunikationsanlage und sagt: „Hauptzentrale an Funkzentrale. Können sie feststellen ob die 100 Sender alle dasselbe Signal senden? Mein erste Gedanke ist das es sich bei den Sendern um die Notruf Signale der havarierten Schiffe handelt. Wenn aber alle dasselbe Signal senden müssen die Angreifer die Sender manipuliert haben.“
Dann dreht er sich zu Harman um: „Leutnant Nasir füttern sie die Positronik mit den Daten der havarierten Schiffe die unsere Sensoren erfassen. Sehen sie nach wie alt die Schiffstypen sind die wir hier vorfinden. Vielleicht können wir ja über die Schiffstypen Rückschlüsse ziehen wie lange das Objekt bereits hier ist. Schauen sie auch nach ob sie sehr neue Schiffstypen finden und ob Schiffe der Solaren Flotte dabei sind. Desweiteren wäre interessant was die größten Schiffsklassen sind die hier havariert sind.“
Zufrieden mit seinen Anweisungen lässt Mark wieder seinen Blick über die Bilder der normaloptischen Ortung schweifen als ihn die Warnmeldung der Positronik schmerzhaft daran erinnert das er einen Anfängerfehler begangen hat. "Annäherung mehrerer kleiner Objekte registriert." Plärrt es aus dem Lautsprecher. Man bleibt mit seinem Schiff in Bewegung vor allem in Situationen wie dieser.
Mark beginnt sofort damit die G-2 wieder in Bewegung zusetzen und den unbekannten Objekten auszuweichen. Mindestens genauso schnellt muss der Mann eine Etage über ihnen reagiert haben den es dauert nur Augenblicke bis nach der Positronikmeldung die Stimme von Svenson aus dem Lautsprecher dringt. 'Feuerorgel an Hauptzentrale, ich hoffe, ihr Feuerbefehl kommt dieses Mal etwas zügiger, Tenner. Werfen sie mal einen Blick nach draussen. Die da werden uns mit der ersten Salve sicher nicht mehr verfehlen. Feuerorgel Ende.'
Mark wird durch den Anblick der vielen havarierten Schiffe der Ernst der Lage wieder deutlich bewusst. Ihr Gegenüber ist offensichtlich nicht an Verhandlungen interessiert wenn man sich ansieht wie viele Schiffe er zerstört hat. „Feuererlaubnis erteilt. Wenn es sich bei den Objekten um Lenkflugwaffen handelt oder von den Objekten eine potenzielle Bedrohung ausgeht feuern sie nach eignen Ermessen.“ Die Spitzen in Svensons Durchsage überhört Mark in dieser Situation einfach. Jetzt ist nicht die Zeit. „Funkzentrale fordern sie die Objekte auf ihren Kurs zu ändern sonst werden sie zerstört.“ Als Mark seine Aufmerksamkeit von der Kommunikationsanlage wieder zur Schiffsteuerung wendet um die Ausweichmanöver des Schiffs zu steuern spürt er das bekannte Gefühl wie das Adrenalin durch seinen Körper rauscht.Die Hyperortung ist immer noch gestört, schlimmer als jeh zuvor, wir scheinen uns tatsächlich der Quelle zu nähern.
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Veteran
Hauptzentrale G-2
Eifrig, aber gründlich tippt Brok die letzten identifizierten Sternengebilde in den Navigationsrechner ein. In den vergangenen Minuten hatte er nach bekannten Formationen gesucht, auch wenn dies nicht ganz einfach gewesen ist. Die G-2 befindet sich in einem anderen Quadranten der Milchstraße, weswegen die meisten terranischen Sternenbilder völlig verdreht sind. Dennoch hatte er mithilfe der Navigationspositronik genügend Konstellationen analysieren können, darunter auch die Andromeda-Galaxie und das Sternbild Orion, auch wenn letzteres hier weniger wie ein Mensch, sondern eher wie ein verbogenes Schwert aussieht. Alle Daten sind nun im Navigationsrechner eingespeichert, der sie gemeinsam mit der Zentralpositronik auswertet. Das Ergebnis erwartet Brok in einer Viertelstunde.
Der Epsaler steht von seinem Sessel auf. Er hat mitbekommen, dass die G-2 von einigen unbekannten Objekten angegriffen wurde und wieder bedroht wird. Näher hatte er sich bislang noch nicht befasst, war er durch die Positionsbestimmung doch sehr eingenommen gewesen. Jetzt aber schreitet er zu dem großem Panoramabildschirm und stellt sich etwa einen Meter hinter Tenners Stuhl. Schweigend betrachtet er das Bild, das sich ihm bietet: Er erkennt ein fast spinnennetzartiges Gebilde, in dessen Mitte ein großer, um die drei Kilometer dicker Kern liegt. Mehrere Objekte rasen auf die Kaulquappe zu und wollen sie scheinbar angreifen. Die Geschütze der G-2 haben sie bereits anvisiert.
Ich habe noch nie einen derartigen Komplex gesehen. Er ähnelt keiner Rasse, der wir bisher begegnet sind. Na gut, wir haben noch nicht von allen Rassen deren Stützpunkte entdeckt, etwa von den Laurins. Brok läuft ein kalter Schauer den Rücken herunter, als er an die Geschichten denkt, die von den unsichtbaren Wesen handeln. Hoffentlich sind es keine Laurins!. Eftermann lenkt sich von dem Gedanken ab und spricht Tenner an: "Die Positronik braucht noch etwas Zeit mit der Positionsbestimmung, Sir. Läuft der Hyperfunk immer noch nicht?"
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Legende
Svenson vernimmt den Funkspruch aus der Hauptzentrale. Nochmals lässt er den Blick über die Visiere streifen. Ein paar der Geschütze zeigen 98% Treffsicherheit an, während der Rest bei annähernd 100% liegt. Die Kondensatoren zeigen ein Energieoptimum für die Desintegratoren an. Plötzlich melden sich die Langstreckenscanner mit einem leuchtend roten Warnsiganl über praktisch jedem Visier. Ihr seid ein bisschen spät... Allerdings denkt sich der Terraner nicht viel dabei. Die Abtastung des Raums durch diese Scanner versagt manchmal während einer Kampfhandlung, am besten könnte man das wohl mit dem Flackern der Licher eines Hauses bei einem nahen Blitzeinschlag beschreiben. Nichts, was den Oberleutnant nach vielen Jahren Dienst noch schocken konnte. Es waren Langstreckenscanner und nicht dieses hochmoderne Zeugs, mit dem die Ortungssysteme der Hauptzentrale arbeiten.
99% Treffsicherheit für alle Geschütze. Svenson wartet noch einen kurzen Augenblick, dann gibt er den Befehl zu Feuern. Wieder übertsrahlt der Puls aus gebündelten Lichtteilchen die Visiere der Thermogeschütze. Das Polgeschütz lässt Staufengrat ebenfalls mit Hitzeimpuls feuern. Wenn die Jäger, die sich ihnen nähern, genauso konstruiert sind, wie die beiden Plattformen, würden sie keinerlei reflektirende Oberfläche besitzen, welche die Thermoimpulse irgendwie zerstreuen könnten. Wohingegen die Desintegratorstrahlen schon mit einfacheren Schilden abgewehrt werden können. Außerdem würden die Salven auch im Falle eines Streifschusses durch die enorme Hitzeentwicklung deutlich mehr Schaden anrichten.
Bleibt nur zu hoffen, dass diese Dinger genauso viele Schildgeneratoren haben, wie die Geschützplattformen...
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Drachentöter
25. März, ca. 17:20, G-2:
Funkraum:
Cera und Emilio sehen ebenfalls das Bild des Objekts auf einem kleineren Bildschirm im Funkraum. Galotti hat es erst einmal die Sprache verschlagen, was selten genug vorkommt und Cera in diesem Moment ganz recht ist. Sie kann nicht verhindern, dass ihr ein Schauer über den Rücken läuft, als sie das Objekt genauer betrachtet. Außerdem ist ihr, als würde etwas bedrohliches davon ausgehen, was nicht nur dem Anblick geschuldet ist. Sicher ist sie sich allerdings nicht, auch nicht als sie sich genauer auf die Quelle der Störungen konzentriert. 2 Lichtminuten sind auch ohnehin etwas weit um noch parapsychisch etwas wahrnehmen zu können, zumindest für Cera, und so beschließt sie, ihre Gefühle vorerst für sich zu behalten. Von Marks Befehl endgültig aus ihren Grübeleien gerissen, drückt sie auf die Sprechtaste und antwortet: "Ich glaube nicht dass es sich um ein Notsignal handelt. Das ganze erinnert mich eher an einen unkontrollierten, zivilen Raumhafen. Die Signale haben alle verschiedene Stärken, es macht den Eindruck als würden sich die verschiedenen Stationen unterhalten." Cera ist Kolonialterranerin, auf dem abgelegenem Planeten auf dem sie aufgewachsen ist, gibt es solch einen Raumhafen. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen war es gewesen, mit einem selbstgebautem Funkscanner den Funkverkehr abzuhören, auch wenn es eigentlich verboten ist. Aber es hat sie damals schon fasziniert, dass man sich mit anderen austauschen kann ohne ihnen gegenüber stehen zu müssen, und so nicht ihren Emotionen ausgesetzt zu sein.
Zentrale:
Erste Ergebnisse der Analyse der Plattformen liegen vor, und so meldet Harman: "Die Bauweise der Plattformen ist der Positronik nicht bekannt. Die Analyse der Schiffstypen wird etwas dauern, ich fange sofort damit an."
Auch Willibald meldet sich wieder zu Wort: "Die größten Schiffe die ich bisher registriert habe, bewegen sich im Bereich von etwa 150m Durchmesser. Es sind auch einige Kugelraumer wie von uns oder den Arkoniden dabei..."
Kaum hat er fertig gesprochen, blitzt es auf dem Schirm auf und das Schiff vibriert leicht. "Volltreffer, Schilde halten", meldet Willibald. Im gleichen Moment ist das dröhnen der Geschütze der G-2 zu hören. Die Instrumente zeigen, dass es zwei der unbekannten Objekte erwischt hat, die restlichen - fünf, soweit die Sensoren richtig arbeiten - konnten ausweichen und sammeln sich für einen erneuten Angriff. Die Formation lässt darauf schließen, dass sie es dieses mal mit konzentriertem Feuer auf einen Punkt des Schirmes versuchen werden, nachdem der einzelne Beschuss vorher keinen Effekt hatte. Den Ausweichbewegungen des Schiffes folgen sie mühelos.
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Legende
Svenson nimmt den Treffer, den die Kaulquappe einstecken muss nur am Rande wahr, die Schirme waren jetzt nicht seine Baustelle. Er konzentriert sich darauf, zu verhindern, dass die Angreifer noch Zeit hätten einen Schwachpunkt in den Schilden finden.
Ein siegessicheres Lächeln macht sich auf dem kantigen Gesicht des Terraners breit, als zwei der feindlichen Schiffe von den Geschützen der G-2 zu kosmischem Sperrmüll verarbeitet werden. Keine Schilde, ausgezeichnet! Dass er die anderen 5 verfehlt hat, war nicht weiter tragisch, die Piloten mussten ausweichen, das zählte in diesem Falle bereits. Die feindlichen Schiffe sind mittlerweile so nahe gekommen, dass sogar auf den optischen Schirmen der Visiere Einzelheiten zu erkennen sind. Zudem zeigt die Thermalsicht verräterisch glimmende Stellen auf den Außenhüllen der Angreifer. Die breiten Mündungen von Thermostrahlern ragen aus den Jägern. Svenson gibt einige taktische Befehle in die Positronik ein. Die Waffensysteme zielen nun auf die hellsten Punkte, welche die Thermalsicht anzeigt: Die Mündungen der Strahler und die Triebwerke. In jedem Falle würden die Geschütze irgendetwas treffen. So die Theorie.
Allerdings war dem Feuerleitoffizier nicht entgangen, dass das feindliche Geschwader wie eine kollektive Intelligenz, die einzelnen Schiffe durch das Feuer der G-2 gelenkt hat. Svenson schwingt sich selbst in den Sitz vor dem Visier des Polgeschützes. Nachdem er den Geschützen den Befehl gegeben hat, automatisch weitere Salven abzugeben. Die Geschütze feuern jetzt in kurzen Abständen mit kurzen Unterbrechungen um mögliche Fluktuationen auszugleichen.
Svenson hingegen deaktiviert mit einem Knopfdruck die automatische Zielerfassung der schweren Geschützstellung. Es ist zwar nicht so einfach komfortabel und bequem, wie in einem Cockpit eines Zerstörers, aber es sollte auch so gehen. Entspannt legt er die Hand auf einen Analogstick neben der Eingabekonsole. Ruhig folgt er dem kleinen Schwarm, bis er ein Schiff in der Mitte der Formation im Visier hat. Instinktiv, wie er es gelernt hat, folgt er der Flugbahn des Schiffs für vielleicht 2 oder 3 Sekunden. Die Zielerafssung mochte das alles vielleicht berechnen und auswerten können, aber sie war nicht im Stande zu denken. Svenson schöpft hier aus einem Pool von bald 10 Jahren Erfahrung als Kanonier.
Svenson wartet die Feuerpause der anderen Geschütze ab und feuert dann gleichzeitig. Sinn wäre es - so seine Gedanken - das Schiff im Zentrum des Geschwaders möglichst so zu treffen, dass die Sensorik und die Außenbordbeobachtung der anderen Schiffe von der Explosion kurzzeitig behindert werden würde.
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Drachentöter
25. März, G-2:
Das Feuer aus dem Polgeschütz trifft den fremden Flugkörper nicht voll, aber es reicht um ihn zur Explosion zu bringen. Svensons Plan geht mehr als auf, durch die Wucht der Explosion wird ein weiteres Schiff vernichtet. Die restlichen drei vergehen im Sperrfeuer der G-2, ein einzelner letzter Schuß zieht einige hundert Meter am Schiff vorbei.
Auf den Sensoren der Feuerleitzentrale ist vorerst kein feindliches Objekt in unmittelbarer Nähe der G-2 zu sehen. Auch von Willibald kommt die Meldung: "Das sollte es gewesen sein, zumindest vorerst. Keine Objekte die sich uns nähern."
Auf dem Panoramaschirm der Hauptzentrale steht immer noch dunkel und bedrohlich die fremde Raumstation.
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Legende
Feuerleitstand
Kurz blitzt das Visier auf und leuchtet für die wenigen Augenblicke der Explosion alle Falten und Kanten seines Gesichts aus. Als die riesige Feuerwolke und der Nebel zerstäubter und zertrümmerter Wrackteile sich verzogen hat und nichts weiter zeigt, als leeren Raum, wo gerade eben noch 5 Jäger das dunkle All mit Kondensstreifen durchsiebten, treibt der Impuls des Sieges den Oberleutnant kurz dazu an, alle Haltung fahren zu lassen. Seinem Ego Ausdruck verleihend, haut der Mann mit der flachen Hand auf die Plastikverkleidung und immitiert dabei für sich selbst den Moment der Explosion. 'Schrott gehört eben in die Presse, nicht ins All!' Gibt er dem Bildschirm vor sich zu verstehen, bevor er einen Moment später merkt, dass seine Haltung etwas verlorgengeht. Kurz schaut sich Svenson ein wenig ertappt um. Die Feuerorgel ist leer.
Nach einem weiteren kurzen Augenblick, den Svenson braucht um die Kontrolle des Polgeschützes wieder der Positronik zu übergeben, steht er auf, geht zum Hauptknoten und meldet sich über Funk in der Zentrale: 'Hier Feuerleitstand, die Angreifer wurden fürs Erste vernichtet. Soll ich die Geschütze weiterhin feuerbereit halten?'
Geändert von weuze (10.06.2012 um 13:07 Uhr)
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