Lazarett, G-2

Brok nimmt die Meldungen des Schiffsarztes gefasst auf. Natürlich ist der Ausfall von zwei Besatzungsmitgliedern eine sehr ungünstige Ausgangsposition für die Erfüllung einer Mission, auch deshalb, weil das Team jetzt unterbesetzt ist. Jedoch würde das Nachtrauern um die Seiden in der gegenwärtigen Situation ebenfalls wenig Nutzen erbringen. Ich muss wieder in die Zentrale! Geduldig lässt sich Eftermann die Medikamente von Dr. Fuhrmann geben, die seine Kopfschmerzen lindern sollen. Dann steht er auf. Ein Schwindelgefühl überkommt ihn und lässt ihn wanken, sodass er sich für einige Sekunden wieder an der Liege abstützen muss. Ich war wohl etwas voreilig mit meiner Einsatzbereitschaft. Aber ich werde gebraucht. Der Epsaler richtet sich wieder auf. "Danke für ihre Hilfe, Doktor. Ich komme wieder, wenn es die Situation zulässt." Mit diesen Worten verlässt er das Lazarett.
Die ungewohnte Schwerkraft bringt wieder das Schwindelgefühl hervor, doch er kämpft dagegen an und versucht es zu unterdrücken. Mit großen Schritten läuft er den Gang entlang in Richtung der Mannschaftsräume. Dabei überholt er Andrej Kowaljow, einen der beiden Spezialisten, der sich an der Wand entlang in die gleiche Richtung bewegt. Brok nickt ihm im Vorbeilaufen zu, hält aber nicht an. Dann ist er bei Kabine Nummer 4.19b, seinem Privatraum. Eftermann betritt den Raum eilig und durchforstet ihn. Nach einigen Sekunden findet er den gesuchten Gegenstand: Seine metallene Thermoskanne. Er schraubt die Kappe ab und füllt sie mit immer noch heißem, schwarzem Tee. Kurz genießt er den Geruch und die Wärme, die von dem Getränk abgstrahlt, dann trinkt er den Aufguss. Hitze macht sich in Mund und Speiseröhre breit, und das Schwindelgefühl legt sich endgültig. Das ist immer noch die beste Medizin..
Eiligs schraubt er die Kanne wieder zu und nimmt sie in die linke Hand. Gerne hätte sich der Epsaler für ein paar Minuten hingelegt, doch in der Zentrale wurde er benötigt. Es waren schon zwei Männer gestorben, ein dritter, wenn auch temporärer Ausfall konnte er dem 1. Offizier nicht zumuten. Daher schließt er seine Kabine wieder ab und geht in die nahe gelegene Zentrale. Dort angekommen setzt er sich auf seinen maßangefertigten Stuhl vor dem Navigationsrechner. Diese scheinen nach wie vor voll funktionsfähig zu sein, auch wenn ein Bildschirm kontinuierlich flackert. Seine Thermoskanne stellt Brok auf einer Ablagefläche ab. "Navigator Eftermann meldet sich zum Dienst, Sir. Soll ich unsere Position bestimmen?", ruft er dem 1. Offizier zu.