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Thema: Twilight: Der Lionsgate-Boss will weitere Filme

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    *prust*

    Es geht nicht über einen chauvinistischen Witz am Abend. :3

  2. #2
    Ein Thread über Twilight und so weit ich das sehe, haben sich hier nur Männer versammelt xD

  3. #3
    Du weißt, dass du mal wieder Anti-Pony-Kommentare provozierst?

  4. #4
    Die Twilightfilme sind ja an sich schon eine Beleidigung - als der 4. Band in zwei Teile geteilt wurde gabs schon stellenweise Proteste und die meisten (hysterischen Fan-)Girls die ich kenne sind zu 4.1. auch gar nicht mehr ins Kino gegangen, einfach weil sie enttäuscht von dem "ausschlachten" der eigentlich total mageren Story waren.

    Wie es weitergehen wird nach 4.2 (oder evtl 4.3 - ich sehs mit Grausen auf die Fans zukommen) ist eigentlich recht eindeutig - mit Dokus im Stil von "Twilight in Forks" wo hysterische Fans, Einwohner, Halsabschneider ein Loblied auf ihre Touristenfallen singen oder Verfilmungen von Stephanie Meyers zahllosen anderen gehaltlosen Büchern - wie "Midnight Sun", die ganze lahme Story nochmal aus Edwards Sicht. Und in 10 Jahren dann alles nochmal aus der Jacobsicht.

    Wie die Indianer schon wussten - Erst wenn der letzte Baum für Unterhaltungsliteratur gerodet, die letzte einsame Gehirnzelle im Hirn von Vätern durch das Fangeschrei vergiftet, der letzte Plüschievampir gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass Babys die ihren Müttern die Knochen brechen nicht romantisch sind.

    (Alternativ einfach mal - http://thatguywiththeglasses.com/vid...ng-dawn-part-1 schauen. Er bringt es verdammt gut (und ein wenig hysterisch was das Thema Abtreibung angeht) auf den Punkt!)

  5. #5

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Zitat Zitat von Viviane Beitrag anzeigen
    [...]mit Dokus im Stil von "Twilight in Forks" wo hysterische Fans, Einwohner, Halsabschneider ein Loblied auf ihre Touristenfallen singen[...]
    ...wo man sogar Brennholz Marke "Twillight" ergattern kann....
    ...
    ...
    ._. *confused*
    Ich verstehs nicht.

  6. #6
    Zitat Zitat von Sabaku Beitrag anzeigen
    ...wo man sogar Brennholz Marke "Twillight" ergattern kann
    Und was ist dann der Slogan? "Our firewood sparkles like no other." ?

  7. #7
    Vielleicht gehts ja in diese Richtung.

  8. #8
    Zitat Zitat von Karl Beitrag anzeigen
    Vielleicht gehts ja in diese Richtung.
    Das wär maln geiler Movie, wenn die das auf 90min ausdehnen!

  9. #9
    Also ich fand den ersten Film ziemlich sympathisch. Der weibliche Teil unserer Familie hat sich den in meinem Zimmer angeschaut und da habe ich einfach mal mitgeguckt. Wird zwar jetzt nicht mein Lieblingsfilm, aber es war ein netter, guter Film und ich habe mich nicht gelangweilt. Die anderen Teile habe ich nicht gesehen, sollen aber laut den Mädels, die mir davon erzählt haben, viel schlechter sein. Generell soll die Bücherreihe nicht die beste Aussage haben und kein literarisches Meisterwerk sein. Aber das gleiche gilt auch für den Playboy und die Frauen lassen die Männer damit in Ruhe. Wenns denen Freude macht, dann sehe ich das nicht so schlimm. Twilight hat mir ja nichts schlimmes getan, genauso wie Justin Bieber oder Tokio Hotel.

  10. #10
    Ich finde, man darf sich als Frau durchaus über Playboy und Co. aufregen (Playboy ist ja noch die geschmackvolle Seite ), aus denselben gesellschaftlichen Gründen.
    Verwerflich finde ich das Ganze auch nicht, aber die Fragen, die sich bei dermaßen einseitigen Darstellungen aufdrängen, sollten auch gestellt werden.

  11. #11
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Verwerflich finde ich das Ganze auch nicht, aber die Fragen, die sich bei dermaßen einseitigen Darstellungen aufdrängen, sollten auch gestellt werden.
    Ja. Wenn mich etwas bloß nicht interessiert und alle anderen drauf abfahren, ist das nicht das Problem - ich weiß gutes Filmemachen auch dann zu schätzen wenn ich inhaltlich nichts damit anfangen kann. Aber dieser erste Twilight Film (die anderen hab ich mir noch nicht angetan, aber wenn die noch schlimmer sein sollen ...) war ganz ehrlich auf dem Niveau einer billigen TV-Produktion, und zwar in jeder Hinsicht. Ich glaub die fanatischen Fans projizieren etwas darauf, was eigentlich gar nicht wirklich vorhanden ist. Und da nervt mich der ganze Wirbel um Twilight schon etwas, weil man ja kaum drum herum kommt wenn man nicht gerade als Einsiedler in der sibirischen Einöde leben möchte. Wobei ich finde dass der Hype in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist, oder ich habe mich inzwischen schlicht daran gewöhnt.

    Sicher, es ist Fiktion, da kann im Grunde jeder machen was er will, aber sorry, für mich persönlich hat das auch einfach nichts mehr mit den "richtigen" Vampiren zu tun. Ich meine, Emo-Veganer die im Licht glitzern? Seriously? Wenn sie sich schon nicht an die gängigsten Konventionen der Mythologie hält, dann sollte sich Stephenie Meyer lieber was komplett anderes ausdenken und dieses Genre bei Anne Rice & Co lassen, wo es hingehört. Da erscheint es mir schon etwas ärgerlich, dass Klassiker wie die Vampire Chronicles nicht weiter verfilmt werden, während Twilight solche bizarr astronomischen Erfolge feiert.

  12. #12
    Welche Probleme bringt die Verzerrung der Mythologie denn bitte gesellschaftlich?

    Ich hab eigentlich von dem sehr einseitigen Menschen- und Geschlechterbild geredet, das der Film vermittelt. ^^ (Ähnlich wie auch Tittenhefte, um Aldins Argumentation wieder aufzugreifen.)

  13. #13
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Verwerflich finde ich das Ganze auch nicht, aber die Fragen, die sich bei dermaßen einseitigen Darstellungen aufdrängen, sollten auch gestellt werden.
    Macht es wirklich Sinn mehr über dieses Machwerk nachzudenken, als es die Autorin selbst getan hat? Ich kann ja verstehen wenn man Bücher oder allgemeinen Schriften interpretiert und analsysiert bei denen es klar ist, dass der Autor sich wirklich was gedacht hat. Bei Momo, z.B, geht es eben um mehr als bloß eine nette Geschichte um Zeitmanipulation. Es werden Fragen über Wirtschaft, Geld, Zeitmanagment usw gestellt. Einem Micheal Ende traue ich schon zu, dass er über solche Dinge nachdenkt und es langsam an sein Publikum näher bringen will.

    Stephene Mayer im Vergleich ist eine ideenlose, ungebegate Autorin, die ganz klar nur die Bücher schreibt um ihr Kapital zu maximieren, ganze Sequels sind nur so entstanden. Dieser Frau traue ich gar nicht zu sich sozialrelevante Fragen zu stellen, gar sie in Bücher einzubringen.

  14. #14
    Danke Leute das lesen dieses Threads hat mir den Abend versüsst bevor ich mich wieder krank ins Bett lege

  15. #15
    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Meyer ursprünglich auf Fandom in dem derzeitigen Maße abzielte. Ich denke nicht einmal, dass sie besonders vertraut mit Fanszenen oder Internet-Gemeinschaften ist. Hell, die Frau weiß nicht einmal, wie eine Suchmaschine funktioniert.

    Natürlich ging es ihr darum, Geld aus willigen, weiblichen Jugendlichen rauszu••••n, wozu ihr Konzept auch supergut taugt. Dieses Konzept hat sie übrigens nicht aus dem Boden gestampft und daraus Twilight geformt, sie hat vielmehr geklaubt wo es ging und sich daraus etwas zusammengerührt. Und ich wage sogar zu behaupten, dass sie selbst das nicht allein getan hat. Auf die Dichotomie zwischen Unbelebtem und Lebendem und die Polarität, in der sich der Mensch befindet, kommt keine Frau von allein, die regelmäßig die Katastase in der Konfliktkomplikationen fallen lässt, weil sie zu faul ist, die Konflikte miteinander zu verweben.

    Das Ding ist, dass sie nichts geschaffen hat, das tatsächlich schädigenden Einfluss nehmen kann. Ja, Bella ist die Cracknutte des Jahrhunderts und die Werte, die Twilight vermittelt, sind so gesund wie öffentliche Toilettensitze. Man macht sich allerdings etwas vor, wenn man Meyer da irgendeine Verfehlung von Verantwortung vorwirft: Dieses Medienkonzept gibt es spätestens seit den 90ern. Und es wird geduldet. In Deutschland nennt man das zum Beispiel BRAVO.

    Was subtextlich in Twilight da ist, sind nur die krassen Masturbationsphantasien von weiblichen Teenagern; es ist sicher nicht richtig, die zu bestätigen und Projektionsflächen dafür zu bieten, allerdings ließe sich das gleiche über Action- und Soldatenfilme sagen. Oder über eine Reihe von virtuellen Realitäten in Computerspielen. Oder über Seifenopern. Und auch hier ist die Frau nicht die erste, die es so krass ausufern lässt, sie trägt das Vampirroman-Genre eigentlich nur ein paar Altersstufen weiter und verbindet es mit populären Elementen -- die Twilight-Reihe ist nicht der erste Schlüpferbefeuchter mit Blutsaugern.


    Ich halte es prinzipiell nicht für fragwürdig, das Twilight-Konzept bis zum getno auszumelken: Dafür ist es gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das über Renesmee passieren wird, die ist nämlich der perfekte Sequel-Ansatzpunkt -- auch das sicherlich aus Kalkül Meyers. Ein Perspektivenwechsel etwa in die männliche Perspektive ist allein schon deshalb unmöglich, weil es die zugrundeliegende Dichotomie (und damit das einzige, was aus den aneinandergespuckten Worten Literatur macht) zerstören würde: Und welcher weibliche Teenager möchte schon eine männliche Reflektorfigur.

  16. #16
    Zitat Zitat
    Was subtextlich in Twilight da ist, sind nur die krassen Masturbationsphantasien von weiblichen Teenagern; es ist sicher nicht richtig, die zu bestätigen und Projektionsflächen dafür zu bieten, allerdings ließe sich das gleiche über Action- und Soldatenfilme sagen. Oder über eine Reihe von virtuellen Realitäten in Computerspielen. Oder über Seifenopern. Und auch hier ist die Frau nicht die erste, die es so krass ausufern lässt, sie trägt das Vampirroman-Genre eigentlich nur ein paar Altersstufen weiter und verbindet es mit populären Elementen -- die Twilight-Reihe ist nicht der erste Schlüpferbefeuchter mit Blutsaugern.
    Wie gesagt, ich sehe den Hauptgrund dafür, Twilight als spezielles Werk zu kritiseren, in der Ausbreitung. Deshalb wird ja auch Counterstrike auseinandergenommen und nicht irgendein obskurer 2D-Shooter, und deshalb gehen die religiösen Fundamentalisten auf Harry Potter los und nicht auf irgendeines der tausend Kinderbücher, die hundertmal ketzerischer sind.
    Sie macht natürlich nichts neues, und natürlich sind die Annahmen, die dahinter liegen, akzeptiert (das ist ja das Problem). Aber dass sie in einem so erfolgreichen Medium so überdeutlich sind, ist nunmal perferkter Nährstoff für kritische Auseinandersetzung, und ich denke auch, dass es durchaus etwas bringen kann.

  17. #17
    Na ja, wenn Twilight keinen interessieren wuerde, waere es ja eh fruchtlos, darueber zu diskutieren. Die Frage ist ja, warum ist es so erfolgreich, obwohl es so mies ist.

  18. #18
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich sehe den Hauptgrund dafür, Twilight als spezielles Werk zu kritiseren, in der Ausbreitung. Deshalb wird ja auch Counterstrike auseinandergenommen und nicht irgendein obskurer 2D-Shooter, und deshalb gehen die religiösen Fundamentalisten auf Harry Potter los und nicht auf irgendeines der tausend Kinderbücher, die hundertmal ketzerischer sind.
    Sie macht natürlich nichts neues, und natürlich sind die Annahmen, die dahinter liegen, akzeptiert (das ist ja das Problem). Aber dass sie in einem so erfolgreichen Medium so überdeutlich sind, ist nunmal perferkter Nährstoff für kritische Auseinandersetzung, und ich denke auch, dass es durchaus etwas bringen kann.
    Ich denke allerdings eben, dass die Auseinandersetzung auch auf einem nicht sonderlich fruchtbaren Niveau betrieben wird. Damit beziehe ich mich jetzt nicht auf diesen Thread oder dieses Forum (und überhaupt bin ich auch der erste, der beim Twilight-Bashen dabei ist), sondern auf die allgemeine Diskussion darum, die immer wieder Schleife um einzelne Punkte fährt -- vor allem um die Art und Weise der Beziehungen und um Bellas Wesen. Schon hier erscheint mir, werden elementare Dinge einfach ausgeblendet: Zum Beispiel, dass es hier zwischen Bild- und Sachebene schon eine größere Schere gibt; in der Wahl zwischen Leben und Tod wählt Bella immer wieder den Tod -- das ist symptomatisch für die Lesergeneration der Zielgruppe; Bella ist passives Stummkind, das nur einmal hinfallen muss, um in übelste Gefahr zu kommen, weil sie Mensch in einer fatalistischen Umwelt ist; bei Meyer glitzern Vampire in der Sonne, weil sie andernfalls die menschliche Gesellschaft nicht infiltrieren könnten, was ein durchaus legitimer Kniff ist.


    Twilight ist für meine Begriffe vor allem deshalb so erfolgreich, weil es bestimmte Lesersehnsüchte auf martialische Art und Weise ausschlachtet. Die Gefühlswelt im Buch ändert sich nie, sein Duktur schlägt nicht einmal um. Es ist die heftige Aneinanderreihung von pathetischen Schilderungen davon, wie perfekt der perfekte Mann ist, wie stark die starke Liebe ist, wie schlimm Sicherheit sich anfühlt, wie doof alle normalen Menschen sind, Schmerz und Tod werden stilisiert, irrationale Entscheidungen glorifiziert ... Die Reihe ist gelebte Pubertät in einer Erwachsenenwelt. Es suggeriert, dass es kein Aufwachsen braucht, dass es keine Veränderung geben muss. (Bella liebt den Tod, den unlebendigen Vampir; sie liebt die ultimative Metapher für Starre.) Außerdem werden ja alle Konfliktsituationen entweder völlig falsch konstruiert (Konflikte ohne Eskalation) oder Konfliktpotentiale aus Faulheit ausgespart (Konfliktexpositionen ohne Komplikation); das ist ein ziemlich perfides Heile-Welt-Schema, das suggeriert, es wäre völlig in Ordnung, die Welt um sich herum so wahrzunehmen, daraus entsteht keinerlei Problematik -- zumindest nicht für Bella. Die Handlung passiert furchtbar zentralistisch: Alles, was passiert, geschieht um Bellas willen; jeder mag oder will sie, obwohl außer ihrem Blut an ihr nichts besonders ist, jeder kümmert sich um ihr Wohlergehen, jeder räumt hinter ihr auf, im Grunde ist sie nur zweimal überhaupt realen Gefährdungen ausgesetzt. (Und das Konfliktpotential, das der Vampirliebe eigentlich innewohnt, nämlich dass der Vampir sich nicht zurückhalten könnte, wie Edward es ein paar Male beschwört, wird ja völlig im Wind zerschossen) Perfide heile Welt für Bella als totale Canvas. Die Reihe wird dadurch zu einer perfekten Mischung aus dunklem Buffy-Flair und LazyTown-Erzählmodellen. Bzw. halte ich Vergleiche mit dem Sailor-Moon-Anime für nicht unbedingt zu weit hergeholt.

    Es gibt eine Menge an Büchern, die ausschließlich von den Lesersehnsüchten her gedacht sind: Allerdings existieren die vor allem in höheren Altersbereichen als Groschenromane. Die Zielgruppe, die Stephenie Meyer anvisiert, wird vor allem mit edukativen Lesewelten umgeben. Meyers Romane hingegen sind so wenig edukativ wie nur möglich und so sehr das Selbstbild eines Teenagers der Zielgruppe bestätigend wie nur möglich. Eine ziemlich clever angewendete Form von Verantwortungslosigkeit.


    Letztendlich muss ich auch zugeben, dass ich keine überdeutlichen Annahmen oder Botschaften darin finde, die nicht als reines exemplum gelten könnten. Was ist denn das genaue Problem an ihren Annahmen? Sie spiegelt reale Lebenswelten wieder in überfiktionalisierten Erzählwelten. Damit sagt sie nicht "Wartet bis nach der Ehe mit dem Sex und lasst euch dann bei der erstbesten Gelegenheit schwängern."; das ist eben, was in ihrem Buch passiert. Was subtextlich vor allem an sexualisierter Botschaft drinsteht, wird übrigens größtenteils hineingelegt: Das "Vegetarismus"-Gelübde der Cullens führt nicht zur Kastration Edwards und zur Ablehnung von Promiskuität, sondern zum Spiegel der rationalen Seite (entgegen der Wildheit des Lebens in re Jacob, der Bella bei der erstbesten Gelegenheit besteigen würde, wenn da klare Zuwendung passierte). Auch an den dargestellten Beziehungsmodellen ist nichts wirklich bedenklich, sie werden eben nur nicht mehrseitig perspektiviert, deshalb bleibt eine Wertung aus -- was für die $$$-Intention auch eher hinderlich wäre.
    Twilight hat keinen edukativen Rahmen. Und ich bin mir auch sicher, dass nur die wenigsten Leser darin Botschaften für ihr Leben suchen. Klar passiert da mal etwas Fandom und vermutlich gibt es da häufiger dieses Schwärmer-Phänomen, wo man so sein will wie Bella oder wo der Typ so gentle sein muss wie Eddi. Das sind allerdings flüchtige Erscheinungen, die es ebenfalls nicht erst seit Twilight gibt. Ich persönlich halte auch nichts davon für verwerflich.

  19. #19
    Ok, der erste Punkt ist tatsächlich krass, wenn man ihn sich so vor Augen hält. Ich müsste jetzt aber etwas Zeit damit verbringen, andere Medien für die Zielgruppe auf solche Phänomene zu untersuchen, um einschätzen können, ob Meyer da wirklich dermaßen außergewöhnlich ist, dass es einen gesellschaftlichen Aufschrei rechtfertigt (oder ob es doch wieder vorrangig an ihrer Verbreitung liegt).

    Ich muss ganz ehrlich sein, ich kapier den letzten Absatz nicht wirklich. Gerade im Kontext mit dem ersten Argument, in dem du darlegst, dass das Buch pubertäre Vorstellungen von Welt untermauert, sehe ich da eine ganz krasse Vorbildfunktion, die, wenn nicht bewusst (und ich bin mir sicher, dass es bei so einigen Kindern bewusst ist!), so doch unterbewusst ihre Wirkung hinterlässt. Ich kann mir nicht vorstellen, das sowas ausschließlich flüchtig ist - und WENN es flüchtig wäre, würde dein kompletter erster Punkt doch genau so sehr wegfallen, weil diese Vorstellungen eben eine pubertäre Sache wie das Schwärmen sind, derer man sich, Twilight hin oder her, früher oder später entledigt. Ich denke, irgendetwas bleibt immer hängen, und sei es nur unter der Brille der Nostalgie (was imho noch die harmloseste Variante ist).

    Dass die Annahmen und Ideale in den Büchern die Realität widerspiegeln, ist für mich kein Argument, sie nicht zu kritisieren. Irgendwo muss man ja anfangen, wenn man unzufrieden ist, und ich als Autor (und jetzt in diesem Forum als Laienliteraturkritiker/-nörgler) tue das natürlich am ehsten da, wo ich auch eine gewissen Ahnung und Macht habe: bei den Medien, die eine wichtige Rolle darin spielen, die bestehende Realität zu bestätigen, und daher auch die Möglichkeit haben, sie zu verändern.

  20. #20
    Zitat Zitat von Sabaku Beitrag anzeigen
    ...wo man sogar Brennholz Marke "Twillight" ergattern kann....
    Du meinst jetzt aber nicht, die bücher stumpf zu verbrennen oder? DAS würde ich nämlich wieder ganz cool finden.

    in b4 Thema "Nazi-Bücherverbrennung".

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